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*** Aus gegebenem Anlass ***

Weil es nun mal so ist, dass es Sachen gibt, von denen man nicht genug bekommen kann.

😀

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*** Das Auge isst mit ***

Das tut es bei mir immer. Und nicht nur das Auge. Ganz besonders gern beteiligen sich am Essen die Rettungsringe um den Bauch und die Oberarme am Essen. Aber davon lassen wir uns heute nicht die Laune verderben..

Also, Mädels, aufpassen jetzt. Hier gibts heute was auf die Hüften.

Ich hab vor einiger langer sehr langer Zeit bei ‚WieSiehtsDennHierAus‚ gelesen, wie stimmungsvoll doch Windlichter sind. Yepp. Das sind sie. Da stimme ich zu und Ihr werdet mich jetzt fragen, wieso redet sie über Windlichter, wenn sie uns zuerst Kalorien verspricht.

Auch das ist logisch. Weil man nämlich so ein tolles IKEA-Glas ganz praktikabel mehrfach nutzen kann. Nämlich nicht nur als Windlicht. Und das fiel mir ein, als ich den Artikel dort las und feststellte, hey, das sind meine. Ähem, Gläser meine ich.

Beginnen wir mit einem ganz einfachen Rharbarberkompott mit Vanillejoghurt. Klingt vielleicht nicht nach was Besonderem. Aber im Glas macht’s was her.

Dessert-1-Rharbarber

Dessert-1-Rharbarber

Oder was haltet Ihr von geeistem Mangopüree an dunkelroten Früchten? Klingt ganz furchtbar anstrengend, ist es aber nicht. Das Mangopüree kommt praktisch gekauft aus dem Frost und die dunklen Früchte ebenso. (Wer hat, darf natürlich auch welche aus dem eigenen Garten nehmen.) Auf keinen Fall bitte die Schlagsahne und die Schokostreußel vergessen. Der Dank der familiären Süßmäuler wird Euch auf ewig hinterherschleichen.

Dessert-2-Mango

Dessert-2-Mango

Oder auch ein ganz schnöder, einfacher Schoko-Vanille Pudding. Den kann ja jeder. Aber so lecker im Glas anrichten? Das kommt dreimal so gut. Ach ja, und hier ist mir leider ein Fehler passiert. Tut mir leid, da habe ich nicht aufgepasst. Ich habe bei dieser Nachspeise die allgemeingültige Regel, dass Querstreifen dick machen vergessen. Völlig blöd. Also, wenn Ihr es richtig machen wollt – achtet auf die Längsstreifen. (Danke Schwesterherz für den Tipp – man kann ja nie gut genug aufpassen.)

Dessert-3-Schoko-Vanilla

Dessert-3-Schoko-Vanilla

Mein eigentlicher Favorit aber ist der Erdbeereisbecher. Jetzt in der Saison natürlich in rauhen Mengen verzehrt. Auch der wird natürlich hübsch in’s Glas gepackt. Kann ich bitte einen Nachschlag haben?

Dessert-4-Erdbeereis

Dessert-4-Erdbeereis

Jetzt haben wir uns schon eine ganze Weile in den einfachen Rezepten herumgedrückt. Aber ich hoffe, Ihr seid noch nicht satt. Denn jetzt blättern wir mal ein bisschen zurück und werden anspruchsvoller. Wie wäre es mit einem Tiramisu im Glas? Und der Eintrag in die ‚Cooking Hall of Fame‘ der Familie ist Euch gewiss.

Dessert-5-Tiramisu

Dessert-5-Tiramisu

So. Fertig. Und satt. 😉

Und für den Fall, dass Ihr findet, dass das eine wirklich fetzige Idee ist – dann nix wie los zum Möbelschweden, mal locker 12 Kerzen im Glas eingepackt und während die runterbrennen (ganz stimmungsvoll auf der Terrasse) könnt Ihr ja schon mal die Nachspeisen vorbereiten.

Zeigt mir doch mal ein paar Foto svon Euren Nachspeisen . . . Ich würde mich freuen.

*** Friß mich! ***

Ruft es aus dem Kühlschrank. Und wer mich da so schamlos anmacht, ist der Rest Tiramisu vom Vortag.

Grundsätzlich ist ja der Hausherr für die Nachspeisen verantwortlich. Es gibt nur 3 Ausnahmen, die da wären Quarkspeise, ‚Zaubernachspeise‘ und eben jenes Tiramisu.

Welches jetzt laut und nachdrücklich fordert, aus dem Kühlschrank befreit zu werden. Hören die anderen das auch?

Sekunde mal, ich geh grad‘ nur mal gucken, wie kalt das im Kühlschrank ist.

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Mmmhh, so, jetzt kanns weitergehen, mmmhh!

Und damit Ihr nachvollziehen könnt, wovon ich rede, geht Ihr jetzt bitte SOFORT einkaufen und zwar die folgenden Dinge:

original italienische Löffelbisquit ca. 100 g

original italienisches Mascarpone 250 g

Amaretto (auch wenn wir nur 1 EL davon brauchen, sorry)

3 frische (!) Eigelb von glücklichen Bio-Hühnern

Ich denke, Zucker (100 g), Espresso (100 ml) und Kakao (1/2 TL) habt Ihr im Haus. Wenn nicht – Kaufen sag ich, kaufen!

So, jetzt haben wir den anstrengenden Teil schon überstanden. (An der Kasse stehen ist grässlich – oder?) Jetzt kommt der vergnügliche Teil.

Moment, da ist gerade was umgefallen im Kühlschrank. Ich kontrolliere das mal kurz . . .

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Mmmhh, so, jetzt kanns weitergehen, mmmhh!

Wo waren wir? Ach ja, die Zutaten sind eingekauft. Und nett auf der Küchenarbeitsplatte hindekoriert sollte das so aussehen:

 

Tiramisu-1

Tiramisu-1

 

Als erstes lösen wir nun 2 EL Zucker im Espresso auf und lassen das ganze abkühlen. Wenn es kalt ist (oder fast) geben wir 1 EL Amaretto dazu. Die Flasche verschließen und WEIT wegstellen. Bis zum nächsten Tiramisu. Also bis morgen.

Nun schlagen wir die 3 Eigelb mit dem restlichen Zucker schön schaumig auf. Das dauert etwas, aber die Mühe lohnt sich.

Sieht ungefähr so aus:

 

Tiramisu-2

Tiramisu-2

 

Jetzt Mascarpone dazu und noch mal richtig drauflos. Das wird noch viel schaumiger – ungefähr so:

 

Tiramisu-3

Tiramisu-3

 

Hört Ihr das auch? Das klappert doch schon wieder im Kühlschrank. Ich fass das nicht.

Naja, jedenfalls nehmt Ihr Euch jetzt eine Schüssel Eurer Wahl (rechteckig ist zum Einschichten recht praktisch, kleine Schälchen als zeitgleicher Augenschmaus sind sehr zu empfehlen, ich hab nur solch eine runde Glasschüssel, geht aber auch) Der Boden der Schüssel wird jetzt gleichmäßig mit den Löffelbisquit ausgelegt. Diese beträufelt Ihr anschließend mit der Kaffee-Zucker-Amaretto-Mischung (ungefähr 1 1/2 bis 2 TL pro Löffelbisquit).

Sieht schon so aus:

 

Tiramisu-4

Tiramisu-4

 

Ich bin stolz auf Euch. Das macht Ihr toll. Nachdem das erledigt ist, verteilt Ihr etwas Mascarpone-Creme auf den Bisquits. Das sollte ungefähr so aussehen:

 

Tiramisu-5

Tiramisu-5

 

Während Ihr das sorgfältig erledigt, kontrolliere ich noch mal schnell den Kühlschrank. Das kann doch nicht wahr sein.

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Mmmhh, wo waren wir stehen geblieben? mmmhh!

Ahh, ja, die erste Lage ist fertig. Jetzt wieder Löffelbisquit drauf, tränken mit Espresso-Zucker-Amaretto und wieder eine Schicht Mascarpone-Creme.

So lange, bis alles alle ist.

ACHTUNG: Wenn Ihr nicht allein in der Küche seid, sondern noch eventuell Kinder und Ehemänner kontrollieren, was Ihr da so macht, dann kann es sein, dass die Mascarpone-Creme schneller alle ist als Ihr ‚Finger da weg‘ sagen könnt.

Die oberste Schicht sollte auf jeden Fall unbedingt Creme sein. Nun alles schön abdecken und für mindestens 4 Stunden (Ich lasse es immer über Nacht stehen.) in den Kühlschrank und durchziehen lassen.

Wenn nun der Moment gekommen ist, wo Ihr den Hausherren und die Brut verwöhnen wollt, streut Ihr noch dünn Kakaopulver auf das Tiramisu, bevor Ihr es auf den Tisch stellt. So ungefähr:

 

Tiramisu-6

Tiramisu-6

 

Und dann heißt es nur noch: Auf die Plätze, fertig, los!

Lasst Euch feiern, Mädels.

 

Tiramisu-7

Tiramisu-7

 

Ähem, wie bitte, Schatz? Wo das Tiramisu ist? Na, dass ist doch gestern abend alle geworden. Echt jetzt, so wie ihr Nachschlag verlangt habt.

*

Wie jetzt? Was für Creme im Mundwinkel?

*** Sommer adé . . . ***

Nun ist es schon wieder soweit. Letzte Woche hatten wir den meteorologischen Herbstanfang. Norddeutsches Schmuddelwetter kündigt sich an und die verzweifelten Versuche des Sommers noch ein paar schöne Tage hinzubekommen werden mit Maximaltemperaturen von 20°C belohnt. Aber das deutlichste Anzeichen sind die Schwalben. Und: Die Schwalben sind weg!
Also gab es bei uns am Wochenende einen zünftigen ‚WirverabschiedendiesenSommerundfreuenunsaufdenNächsten-Abend‘. Heißt bei uns in Kurzform: Italienischer Abend. Da ist alles drin, was mit Sonne und Sommerfeeling zu tun hat. Und auch wenn ich den Tag über komplett in der Küche gestanden hab für die Vorbereitungen. Ich glaube, es war ein toller Abschied und deswegen gibt es nächstes Jahr bestimmt wieder einen Sommer. So!
Anbei ein kleines Beweisphoto:
Ich verweise auf: selbstgebackenes Ciabatta, selbstgemachten Mozarella, selbstgemachtes Tiramisu, selbstgemachtes Gartenkräuterpesto, Rucola, Weintrauben, Tomaten Basilikum aus dem eigenen Garten. Hmm . . .
Na, Appetit bekommen? Kann ich verstehen. Aber sorry, alles alle!
Nächstes Jahr wieder!

italienischer-Abend
italienischer-Abend

*** Männer sind . . . ***

. . . Süßmäuler!

Aber sowas von. Das mag man nicht wirklich glauben.
Ort der Handlung: unsere Küche, gestern abend 21.30 Uhr
Ich selbst: „Schatz, in die blaue Tasse da habe ich den Rest übersüssten Espresso mit Amaretto getan, der vom Tiramisu übriggegblieben ist. Nicht dass du den aus Versehen trinkst.“ (Das wollte ich am nächsten Morgen mit gaaanz viel Milch selber genießen!)
Sprachs, schaute weg und hörte nur noch ein „lecker“. Espresso abends um halb zehn macht ihm im Gegensatz zu mir wohl gar nix?
Nachdem ich das Tiramisu nun vollständig eingeschichtet hatte und grübelnd vor der Abwäsche stand, suchend nach einem Plätzchen für die cremeverschmierte Schüssel – wurde mir diese aus der Hand gerissen genommen, mit der Bemerkung, die würde er saubermachen.
Ich danke, schaute weg und hörte nur noch „lecker“, währenddessen der Mann meines Herzens sich ausgiebig die Finger ableckte, welche die Schüssel saubergemacht hatten . . .
Nun war das Tiramisu fertig – nur noch durchziehen bis morgen. Und das nach Möglichkeit im Kühlschrank. Nur, Problem, der war jetzt zum Wochenende zum Bersten voll.
Also wandte ich mich mit meinem Problem an meinen Mann. Er ist bei uns der Fachmann für ‚Dinge in den Kühlschrank reinkriegen, die mit Sicherheit nicht mehr reinpassen‘.
Er nahm die Schüssel, rangierte kurz imKühlschrank, freute sich auf einmal und sagte:“Die ist noch zu voll, die passt noch nicht rein!“ Sprachs, öffnete den Deckel der Schüssel, tunkte den Finger zweimal in die Creme . . . „So jetzt passt es. Lecker“
Demnächst kaufe ich Schüsseln mit Abschließmöglichkeit, in echt!