Schlagwort-Archive: Steuererklärung

*** Mal was anderes ***

Ich schrieb bereits hier darüber,

und hier

und hier

und hier

und auch hier.

Ich will mich ja schließlich auch nicht wiederholen und zeige Euch deswegen einfach ein paar hübsche Blümchen.

 
*knabbertwiederamKugelschreiberundschautmitzusammengekniffenenAugenbrauenaufeinenWustPapier*

 
 

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*** Geniale Idee ***

Das habe ich gerade bei den Twitterlieblingen von Kiki gefunden:

  
Und jetzt muss ich sofort den Rechner an- und die nächste Flasche aufmachen.

Da geht noch was!

*** Das erklärt sich doch von selbst ***

Es ist ja nun nicht so, dass nur, weil ich nicht darüber rede, dieses Thema dieses Jahr weniger wichtig oder quasi nicht existent wäre. NATÜRLICH habe ich wieder meinen Spaß mit der diesjährigen Steuererklärung. Denn wenn ich Ihnen ein kleines Geheimnis verraten darf. In meinen Adern fließt Tinte und mein Herz schlägt rhythmisch im Takt der Tastatur in der Symphonie für Laserdrucker und Klammeraffen. Und nichts macht mich glücklicher als wilde Zahlenkolonnen zu bändigen und in Reih und Glied und Sinn und Ordnung zu zwingen. Ich traue sowieso nur meinen eigen Statistiken, weil, ach, Sie wissen schon.

Ich kann auch stolz vermelden, dass ich, ein wenig verspätet leider, einen Teil der Steuererklärung auch bereits einreichen konnte. Einsenden, übermitteln oder wie auch immer man diesen elektronischen Weg jetzt nennen mag.

Aber, nicht überall ist des Erfolges Glanz, wie soll ich bitte eine Steuer erklären, wenn mir vom Finanzamt nicht die erforderliche Software bereitgestellt wird.

elster

Ich beantragte deswegen amtsschimmelgetreu auch bereits Fristverlängerung – bedauerlicherweise auch etwas verspätet – und bekam auch schon – sehr zeitnah – eine Erinnerung an die Abgabe der Steuererklärung. Nun je. Das ist Geplänkel und wird sich erledigen.

Ein wenig mit Grausen erfüllt mich der Ausblick auf den dann folgenden Kampf, nämlich die Wohlgerundete Figur meiner Zahlen in das Korsett des Finanzamtes zu zwingen. Und wenn Sie ganz genau hinhören, werden Sie mich dann auch ganz leise wimmern hören, wenn ich meinen Kopf (vorsichtig) auf die Tischkante schlagen werde und dieses mit einem hingebungsvollen ‚mimimimimi‘ untermale.

Aber ich denke, bis dahin habe ich noch etwas Zeit.

Und es gibt ja schließlich auch genug Zahlen, denen ich mich widmen kann.

Und los!

*** Sehr geehrtes Finanzamt ***

Bezug nehmend auf die heutige Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung muss ich Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass es mir unmöglich ist, die angeforderten Unterlagen einzureichen.

Leider ist es mir in dem von Ihnen vorgegebenen kurzfristigen Rahmen nicht möglich, alle erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen. Die übersichtliche, logische Auflistung sämtlicher Ausgaben erfordert einen derartig großen Aufwand, welcher in lediglich 5 Monaten nicht zu leisten ist.

Begründung:

Um Fehler und Unregelmäßigkeiten zu vermeiden, ist es erforderlich, unbedingt ausgeschlafen an diese Arbeit zu gehen.

Natürlich geht ohne ordentliches Frühstück und mindestens zwei große Kaffee gar nichts. Damit ist es locker schon einmal 8:00 Uhr.

Anschließend müssen die Tiere versorgt werden. Schließlich hat man Verantwortung. Also ist es nach Füttern, Stall reinigen und einem weiteren Kaffee schon mitten am Vormittag. Da für eine ordnungsgemäße Steuererklärung natürlich eine saubere Buchhaltung die Grundlage ist, vergeht der Rest des Vormittags mit eben dieser. Postmappe, Überweisungen, Lohnabrechnung und Buchhaltung beschäftigen einen bis Mittag. Und merken Sie etwas? Bisher habe ich noch kein Geld verdient, was es zu versteuern geben könnte.

Da es jetzt Mittag ist, muss dieses natürlich gekocht werden. Da wir uns vorbildlich gesund von selbst angebautem Gemüse ernähren, um die Kosten für die Krankenkassen zu schonen, muss dieses auch selbstverständlich alles selbst vorbereitet werden. Es ist also nicht damit getan ein Fertigessen in die Mikrowelle zu hauen oder eine Dose zu erwärmen. Hier wird noch richtig echt gekocht. Dafür sparen wir Ihrem System Unmengen an Behandlungskosten. Dann noch den Verdauungskaffee nach dem Mittag – wer kann schon mitvollem Bauch konzentriert arbeiten?

Was man auch an der Zeit merkt. Plötzlich ist es halb 3 und die to-do-Liste ist noch nicht ein bisschen kürzer geworden.

Beim e-Mail checken klopft es an der Tür. Die Post bringt das Kleid, welches einen im Internet kürzlich gefunden hat. Kurz nach der Anprobe desselben klingelt das Telefon, Nachbars stehen auf einen Kaffee vor der Tür. Natürlich ist eine gute Nachbarschaft das Beste, was einem passieren kann und deshalb gehören nachbarschaftliche Beziehungen auch gepflegt. Nach dem zweiten Kaffee wird aufgestanden, mit dem Verweis auf einen Riesenberg Arbeit im Büro. Dieses wird von den Nachbarn freundlich lächelnd mit Kopfschütteln quittiert aber toleriert.

Zwischenzeitlich ist es 16:45 Uhr. Wo war ich stehen geblieben? Ach so, Bürobedarf muss noch bestellt werden, das Papier ist schon wieder bald alle und man kann ja mal so durchblättern, was sonst noch so fehlt. Ein paar Kommentare in den gelesenen Blogs konnte man sich auch nicht verkneifen. Und hey, den Blog kenne ich ja noch gar nicht.

Damit dann aber trotzdem noch ein bisschen Geld verdient wird, wird der Hörer neben das Telefon gelegt und wenigstens eine Kundenbuchhaltung erledigt. 18:45 Uhr. So, das hätten wir. Die Zahlen sind im Rechner – die Auswertungen drucke ich morgen.

Jetzt schnell noch einkaufen, es fehlen ein paar Kleinigkeiten im Haushalt. Dann hat der Hausherr hat schon mit dem Abendbrot machen angefangen, also schnell dabei helfen und anschließend auf der Terrasse beim Abendbrot essen den Enten zuschauen.

Dann wahlweise Bügeln oder Staubwischen. Keine Zeit für’s Büro. Obwohl es ja auch schön wäre, mal wieder ausreichend Zeit für den eigenen und die anderen Blogs zu haben. Oder für das Fotobuch von 2007, was man auch schon lange mal fertig stellen wollte. Ein kleines Gläschen Wein zur Verdauung nebenher und wupps – plötzlich ist es 22:30 Uhr und die Augen fallen zu.

Natürlich läuft dieser Tagesplan nicht jeden Tag absolut identisch ab. Morgen zum Beispiel muss ich zum Zahnarzt. Oder zum Orthopäden, oder das Auto muss in die Werkstatt oder ich muss ins Solarium. Am Wochenende kommt zum Beispiel das Kind aus dem Internat. Da ist Zeit für die Familie und niemand kann verlangen, am Wochenende dem Kind die Mutter zu entziehen. Außerdem ist endlich Zeit, mal was im Garten zu erledigen – der Hausherr ist schon ganz grummelig, weil ich vor lauter Büro gar nicht in den Garten helfen kommen kann. Und außerdem muss auch das neue Gewächshaus aufgebaut werden. Bei diesen arktischen Temperaturen hier wächst nämlich kaum noch etwas, von dem man sich ernähren könnte.

Außerdem stehen jetzt die Sommerferien vor der Tür. Sechs Wochen. Sechs Wochen, in denen das Kind beschäftigt und erholt werden will. Und nein, ich werde die Steuerunterlagen auf keinerlei Reise mitnehmen.Das darf man nämlich auch gar nicht. Deutsche Steuererklärungen müssen in Deutschland erstellt werden. Das sind Ihre Vorgaben. Da bin ich also keine Schuld, wenn ich an der Algarve nicht an meiner Steuererklärung arbeiten darf.

Wenn die Ferien zu Ende sind, ist schon Herbst und es beginnt die Erntezeit im Garten. Alle Beeren, Früchte und Gemüse müssen geerntet und verarbeitet und lagerfähig gemacht werden. Davon müssen wir uns dann in den Oktoberferien im Urlaub erholen. Auch wieder Ausland. Da kann man nix machen.

Dann ist schon wieder Adventszeit, in welcher die Geschenke besorgt werden müssen und man zwischen Kekse und Stollen backen und verschiedenen Weihnachtsfeiern ohenhin zu nichts kommt. Keine Zeit ist stressiger als die Vorweihnachtszeit. Das kennen Sie bestimmt aus eigener Erfahrung. Und zwischen Heilig Abend und Silvester muss man ja auch mal entspannen dürfen. Das nennt man Weihnachtsfrieden.

Sie sehen also, dass es mir völlig unmöglich ist, in diesem engen zeitlichen Rahmen die geforderte Steuererklärung fertig zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen und Bitte um Verständnis.

Hochachtungsvoll,

Frau Spätlese

*** Dicht daneben ist auch vorbei ***

Dieses Jahr habe ich es jedenfalls nicht pünktlich geschafft. Nicht so wie letztes Jahr. Da haben diesmal auch keine Wochenendschichten geholfen. Wer vorher trödelt ist hinterher zu spät. So einfach ist das.

Jedenfalls habe ich in den vergangenen Wochen die 6 Ordner mit Bankbelegen in 2 Abschlussordner reduziert und zu einem  4-cm-Stapel Steuererklärung komprimiert. Ein ganz kleines bisschen stolz bin ich denn ja doch auf mich. 😉

Diesen Stapel gab ich dann heute auch in unserem Finanzamt ab – von der zuständigen Sachbearbeiterin überrascht kommentiert: „Ohh, das ist aber eine dicke Steuererklärung . . . “ Woraufhin ich antwortete, sie könne sie dann ja mal machen, wenn sie Langeweile hätte . . .

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(Schließlich hab ich den ganzen Mist ja auch nur gemacht, weil ich sonst nämlich auch Langeweile gehabt hätte.)

😮

*** Tusch ! ! !***

Tadaaa, ich bin fix und fertig.

Und zwar pünktlichst! Mit einer kleinen zusätzlichen Sonntagsfleißrunde im Büro – alle erforderlichen Steuererklärungen nebst dazugehörigen ausführlichen Unterlagen fertig!

Gestern brachte der Hausherr diese dann zum Stichtag zu unserem zuständigen Finanzamt. Dort wurde er freundlich mit: “ Oh, Herr Spätlese – so früh dieses Jahr?“ begrüßt und gab ebenfalls freundlich lächelnd reumütig zerknirscht  zur Antwort „Ja, die andere Variante ist einfach zu teuer.“ Soll noch mal einer sagen, Verspätungszuschläge hätten keine erzieherische Wirkung.

Jedenfalls komme ich jetzt dazu, die restliche aufgestaute Büroarbeit zu erledigen. Denn nach dem Abschluss ist vor dem Abschluss. Oder so.

Und für alle, die mal wissen wollen, was an so einer Bilanz denn das Allerwichtigste ist, hier folgende goldene Regel:

‚There are two sides of the balance sheet – the left side and the right side. On the left side, there ist nothing right, and on the right side, there is nothing left!‘

Wie Ihr seht, kann man von den Banken eine Menge lernen . . .

Also, nun aber auf ein Neues.