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*** Was schön war 41. KW ***

Schön war, dass sich endlich die Regenwolken verzogen und man statt grauem, nassen Himmel mal ein wenig Blau sehen konnte.


Das war so schön, dass ich prompt Wäsche gewaschen habe und diese draußen in die Sonne hing. 

Schön war, dass ich bei diesem Wäscheaufhängen von lautem Kranichgeschrei abgelenkt worden bin und mehrere Minuten das Spektakel am Himmel beobachtet habe. (Kann mir mal jemand erklären, warum die auf dem Foto so klein sind? Die waren so schön dicht und groß – menno!) 


Außerdem war schön, dass wir bei diesem Sonnenschein einfach mal eine Mittagspause unterm Haselnuss eingelegt haben und dort glatt 20 Minuten verschlafen haben.  Noch schöner war, dass wir danach noch sitzen bleiben und Sonne und Wärme und Glück genießen konnten. 


Schön.

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*** Mutig ***

Auch wenn draußen noch Schnee liegt und der Teich zugefroren ist – der Hausherr spürt den Frühling.

Er spürt ihn so sehr, dass er UNBEDINGT und SOFORT mit der Pflanzenvorzucht beginnen musste. Schliesslich brauchen, Salat, Sellerie und Physalis eine etwas längere Wachstumsphase. (Die Tomaten folgen erfahrungsgemäß erst Ende Februar.)

Nun ist Sellerie ein (aufpassen jetzt!) : Lichtkeimer!

Jetzt gucken wir alle mal brav aus dem Fenster und sagen gemeinschaftlich ‚Oh!‘ Es ist nämlich keine Sonne da. Nur Wolken die an zusätzlich auch sehr kurzen Tagen so ein klitzekleines Bisschen einen typischen November vortäuschen.

Was wir also brauchen, ist Licht. Logisch!

Und zwar VIEL LICHT!

Alles kein Problem für den Hausherren. Einfach ein Paar leistungsstarke Neonröhren mit jeweils 6.500 Kelvin (!) in das Anzuchthäuschen installiert und zack – haben wir Sommer im Wohnzimmer.

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Und ich warte jetzt darauf, dass wir vom SEK gestürmt werden.

😀

*** Das kranke Huhn ***

Das kranke Huhn sitzt im Nest und wartet was passiert.

Morgens passiert, dass ich es mitsamt mobilem Nest in den Garten stelle und Futter und Tränke nicht ganz so dicht neben das Nest stelle. Das kranke Huhn soll ja schließlich motiviert werden, sich zu bewegen und eventuell doch wieder mit Laufen anzufangen. 

Etwas später passiert es tatsächlich. Das kranke Huhn robbt (auf einem Bein und unter Zuhilfenahme der Flügel) Richtung Futter.

Frau Spätlese lacht sich ins Fäustchen.

Wenig später robbt das kranke Huhn in Richtung sonniges Plätzchen und Blickkontakt zu den anderen Hühnern, von denen es derzeit durch einen Zaun getrennt ist.

Dann passiert erst einmal eine Weile nix.

Nun haben wir aber April Mai mit Aprilwetter. Das heißt, es ziehen Wolken auf und wenig später regnet es. *Gern auch wolkenbruchartig. Das Huhn bleibt am Zaun auf dem ehemals sonnigen Plätzchen sitzen, nässt durch und harrt der Dinge die da kommen mögen.

In diesem Fall kommt Frau Spätlese durch den strömenden Regen gesprintet, greift das Huhn, setzt es in das trockene Nest und geht sich selber trocknen.

Wenig später scheint wunderschön die Sonne vom blauen Himmel und das kranke Huhn robbt – völlig logisch – Richtung Zaun und sonniges Plätzchen.

Ein wunderschönes Bild, dieses in der Sonne düsende Huhn.

Wenig später zieht sich der Himmel zu und – ebenfalls völlig klar – es beginnt zu regnen. Ab hier bitte oben beim * weiterlesen . . .

*

Nachdem wir nun den Tag derartig beschäftigt überstanden haben, der Regen endlich vorbei ist und ein schöner sommerlich warmer und vor allem trockener Abend genossen werden kann (auch vom Huhn auf dem sonnigen Plätzchen am Zaun), erinnert sich Frau Spätlese am späten Abend daran, dass ja noch das Huhn in den Stall zurückzutragen ist.

Huch!

Jetzt aber nix wie hin.

Und da sitzt das Huhn im Nest und guckt vorwurfsvoll. ‚Wird ja auch Zeit, dass Du mich endlich reinträgst!’

Jede Wette, Hühner können grinsen!

*** 2. Tag: Sonne pur***

Von wegen Frühling. Hier ist heute schon Sommer. Bereits morgens gibt die Sonne ihr Bestes. Sie lässt nicht einmal den Mond in Ruhe unter Palmen untergehen. Tststs.

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Aber das soll uns egal sein. Ein Blick von der Veranda zeigt uns ein ruhiges Meer und ein im morgendlichen Dunst verhülltes Gomera.

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Das erste eigene Frühstück auf der Finca gehört natürlich in der puren Sonne eingenommen. Und Sonnenschutzcreme ist natürlich was für Weicheier – so früh am Morgen für nur eine halbe Stunde Sonne. Echt jetzt. Hinterher pflegen wir unsere gerötete Haut ausführlich mit Aloe Vera, cremen uns ständig mit Sonnenschutzmitteln ein und essen alle weiteren Mahlzeiten im Schatten. Nur eigene Erfahrungen . . .

Als einziger Tagesordnungspunkt heute steht eine Erkundung des Ortes an – mit Baden im Atlantik. Der hat nämlich schon bummelige 18 Grad. Das schafft die Ostsee kaum.
Auf dem Hinweg schon mal die fast keine Wellen fürs Fotoalbum festgehalten . . .

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. . . und sehr zur Freude des Hausherren gibt es auch hier Krabben.

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Nachdem wir den Hafen und die Promenade mit den wunderschön blühenden Bäumen gewürdigt haben und alle brav ins Meer gehüpft sind heißt es ’nun aber schnell aus der Sonne‘! Wir kehren zur Finca zurück und genießen einen völlig unspektakulären dafür aber herrlich faulen Sonntag.

Und das bis in die Abendstunden.

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*** Sonne ***

Sonne.
Sonne wird im Allgemeinen ja total überschätzt. Sonne braucht man gar nicht.
Weil Sonne einem nach mehreren Monaten kuscheliger Dämmerung plötzlich zeigt, dass das stimmungsvoll gedimmte Licht im Haus gar nicht mit der Jahreszeit zusammenhängt, sondern mit den saudreckigen Fenstern.
Und wenn man sich dann wegen eines plötzlichen Sonnenoverkills euphorisch dazu verleiten lässt, ebendiese Fenster zu putzen, nimmt das Drama seinen Lauf.
Denn erstens wacht man am nächsten Morgen viel zu früh auf. Aus dem ganz einfachen Grund, weil es plötzlich so verdammt hell ist. Außerdem stellt man fest, dass die Evolution die gerade beendete Zeit der Dämmerung im Haus augenscheinlich dazu genutzt hat, aus gelegentlich vorkommenen Wollmäusen urplötzlich und hinterrücks ganze Heerscharen von Wollmamuts zu generieren.
Es ist KEIN Spaß mitten im Erwachen von einem Wollmamut angestarrt zu werden!
Als hängt man logischerweise an den Fensterputztag noch einen Hausputztag hinten dran. Mit Bettwäsche wechseln natürlich.
Und dann sitzt man Sonntag abend zwar frisch geduscht aber völlig erschossen im Sessel und stellt fest, dass es nicht mal einen Belohnungsrotwein gibt, weil nämlich Fastenzeit ist und man ja schließlich brav 7 Wochen lang auf Alkohol verzichtet.
Na toll.
Ohne Sonne wär das nämlich nicht passiert!

*** Sonntag ***

Ist das ein Wetterchen? Frage ich.

Ja. Antwortet der Hausherr. Fast wie im Mai.

Was kann man bei diesem Wetter Besseres tun als das Wetter genießen? Unsere Hühner liegen faul herum, nebeneinander im Sandbad. Und klugerweise nicht in der prallen Sonne.

fauler-Sonntag

fauler-Sonntag

Ich bitte, die miese, miese, miese Qualität des Photos zu entschuldigen. Aber es war so unter den Bäumen drunter durch, gegen das Licht, nur mit dem Handy . . .

Ich selber jedenfalls, werde mich jetzt ein wenig in die Sonne packen und Pigmente haschen.

In diesem Sinne, Euch allen noch einen schönen Sonntag.

*** Da schien mal kurz so schön die Sonne . . . ***

. . . und ich nutzte dieses kleine Fleckchen Helligkeit um nach dem Mittag einen Verdauungsspaziergang bei den Hühnern zu genießen. Und siehe da – auch das Federvieh lümmelte einhellig und vor allem friedlich gesellig in der Sonne. Gruppendösen war angesagt.

Faszinert stand ich mehrere Minuten und beobachtete die absolute Regungslosigkeit. Diesen Frieden.

Dann beschloss ich, ich müsste davon unbedingt ein Foto haben. Ganz unbedingt und jetzt und sofort.

Ich schlich mich langsam, leise und unbemerkt davon. Im Haus griff ich das erste kameraähnliche, was mir unterdie Finger kam. Ich wollte keine Zeit verlieren.

Langsam schlich ich mich wieder auf das Hühnergelände und ging ganz langsam vorsichtig und ruhig um den Hühnerruhepool herum. Schließlich wollte ich nicht gegen das Licht fotografieren.

Kaum jedoch holte ich das Handy aus der Tasche kam Bewegung in die Hühner.

Futter? Gibt’s Futter? Oder vielleicht sogar Leckerli?

Ehe ich mich versah, war ich umringt von bettelnden Hühnern, die sich für mein Handy interessierten.

Grrrr.

Also habe ich einfach mal trotzdem geknippst und hinterher einfach eine Bleistiftzeichnung draus gemacht. Toll – oder?

Malhühner-1

Malhühner-1

 

Und die ganz neugierigen habe ich in buntenPinselstrich umgewandelt.

Malhühner-2

Malhühner-2

 

Was für ein lustiges Völkchen.