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*** Silvester ***

Silvester entwickelt sich für uns seit vielen Jahren zu einem der schlimmsten Tage im Jahr.

Einerseits: Unabhängig davon, dass wir nicht so die Humorknaller sind, haben wir ein Problem mit dieser erzwungenen Heiterkeit. Es ist nicht so, dass wir gar nicht feiern. Und wenn wir feiern, dann können wir auch schon mal wirklich lustig sein. Tja doch, können wir.

Aber dieser Fixtermin zum Lustigsein geht uns ab.

Andererseits: Dazu kommt, dass wir Haustiere haben, für welche diese Ballerei der pure Horror ist. Jeder der Katzen oder Hunde als Haustiere hält, wird die Problematik kennen, dass nämlich die bedauernswerten Viecher gar nicht wissen, wo sie sich am besten verstecken können. Von den Tieren in Ställen und auf Weiden oder sogar von den Wildvögeln ganz zu schweigen.

Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Böllerindustrie tatsächlich Wert und Absicht darauf legt, die Böller möglichst abartig laut zu gestalten.

Und so bahnt sich das Elend da draußen jedes Jahr Silvester seinen Weg. Je dichter der Zeiger der Uhr gegen Mitternacht rückt, desto mehr Böller explodieren und desto mehr fürchtet unser Federvieh um sein Leben.

Zu allem Unglück war einer unserer Nachbarn in der Straße in diesem Jahr auf die glorreiche Idee gekommen einen stündlichen Countdown abzufeuern. Das heißt, stündlich brach hier die Hölle los.

Unsere Methode, das Federvieh in diesen Momenten zu beruhigen, ist es nun, uns dazuzustellen und ihnen beruhigend zuzureden. Das hilft tatsächlich. Das Federvieh hört auf mit der Angst- und Fluchttaucherei und findet sich zu unseren Füßen ein und wartet dort stocksteif vor Angst auf das Ende des Wahnsinns.

Diese Freude hatten wir letzte Nacht nun mehrmals. Um das Erlebnis für uns zu intensivieren gab sich auch das Wetter ganz große Mühe und regnete beständig auf uns herab. Gern hätte es Sturzbäche aus Fässern regnen können – wenn dafür die Ballerei ausgefallen wäre.

Das tat sie aber nicht und so standen wir stündlich fluchend und gleichzeitig beschwichtigend redend im Regen – bis zum grausigen Höhepunkt um Mitternacht. Innerhalb weniger Minuten war das Dorf in ohrenbetäubenden Lärm und dichten grauen, stinkenden Nebel gehüllt. Das Federvieh wusste nicht ein noch aus und konnte doch nichts tun. Zwischenzeitlich war der Ganter für mehrere Minuten verschwunden und konnte nur durch gründliche Suche in einem Gebüsch wiedergefunden und zurück zur Gruppe geführt werden, wo er mit irrem Blick und in starrer aber fluchtbereiter Haltung bei uns stehen blieb.

Es ballerte unsägliche 30 Minuten. 30 Minuten, in denen ich die Menscheit und das Wetter hasste und mir gleichzeitig den Hintern abfror. Ich hatte in der Eile leider die (extra bereitgelegte) Skihose nicht übergezogen und stand folglich in Strumpfhosen im nassen Böllernebel und redete mir in beschwichtigendem Tonfall den Mund fusselig und hasste innerlich inbrünstig diese massenhafte Geldverschwendung und Umweltverschmutzung. Einerseits den Dieselmotor verteufeln und andererseits aber in einer einzigen Nacht ganze 17% der jährlichen Feinstaubbelastung durch den Autoverkehr rausballern? Leider scheint der Mensch kein sehr intelligentes Tier zu sein.

Jetzt aber haben wir das Elend erst einmal wieder überstanden und alle kommen zur Ruhe. Bis irgendwann mitten im Sommer sich schon die ersten wieder auf ein zünftiges Silvesterfeuerwerk freuen und sich entsprechend darauf vorbereiten.

Ich.hasse.das!

Können wir nicht alle in 2018 ein bisschen vernünftiger sein und uns für die geschätzten 150 Millionen Euro irgendetwas anderes Schönes ausdenken?

Bitte?

Wir haben noch 364 Tage Zeit!

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*** Guten Rutsch ***

Same procedure as last year?

Same procedure as every year!

Kommt gut rüber!

*** Frohes, gesundes neues Jahr ***

Für jeden von Euch, von Herzen.

Mehr brauchts ja auch eigentlich nicht – stimmts? 

Ich hoffe, Ihr seid ganz entspannt rübergerutscht.

Wir haben – ganz traditionsgemäß – Silvester bei uns zu Haus verbracht. 

Es gab – ganz traditionsgemäß – selbstgemachte Bowle. (Wir hatten letzten Sommer dafür sogar extra Melonenkugeln selbst eingeweckt.) 

Wir haben – ganz traditionsgemäß –  auch kein Fernsehprogramm laufen lassen, sondern selbstausgesuchte DVDs. (Ich habe mit ‚5 Zimmer, Küche, Sarg‘ und ‚Per Anhalter durch die Galaxis‘ gegen ‚Balduin der Geldschrankknacker‘ verloren. In schwarz-weiß! Oh Mann.) 

Gegen 11 gab es – ganz traditionsgemäß – vom Hausherren selbstgemachte Pfannkuchen. (Schatz, ich mache aber immer – lass mich, ich kann das alleine! Ähem, wie lange muss ich den gehen lassen?) 

Dann standen wir ab kurz nach 12 – ganz traditionsgemäß – 25 Minuten draußen bei unseren Enten in der Kälte, um sie zu beschützen. (Sie sind uns keinen Zentimeter von der Seite gewichen, vor Angst.)

Dann gab es – ganz traditionsgemäß – noch einen kleinen Absacker bei angenehmer Unterhaltung und dann war um 02:00 Silvester auch schon vorbei.

  
Irgendwann ein paar Stunden später sind wir wieder aufgewacht und haben nach einem entspannten Frühstück – ganz traditionsgemäß – das Neujahrskonzert geschaut und gehört und dabei – ganz traditionsgemäß – den Rest der Bowle vom Vorabend ausgetrunken.

Irgendwie ging dann der Tag auch so lala vorbei.

Heute früh haben wir dann – ganz traditionsgemäß – das erste Mal darüber diskutiert, wann der Weihnachtsbaum raus soll. (Er: Weihnachten ist vorbei. Sie: Aber er ist doch noch so schön!)

Nun, und ansonsten hat uns – ganz traditionsgemäß – der Alltag wieder. 

  
Ach, das erinnert mich daran, dass ich gleich noch die Bettwäsche aus der Maschine bei minus 10 Grad Celsius raushängen muss. Und anschliessend gockle ich mal nach neuen Fingern als Ersatz für meine abgefrorenen Stummeln. 

Und Ihr so? 

*** Jahresendmix ***

Früher schrieb ich Silvester immer mit ‚y‘. Ich weiß auch nicht, warum. Vielleicht, weil ich auch ein ‚y‘ spreche, wenn ich Silvester sage. Bei mir klingt Silvester immer so: ‚Sülvester‘. Warum auch immer.
Irgendwann fragte mich der beste Vater von allen, warum ich Sylvester schriebe, statt: Silvester. (Das liebe ich an meinem Vater, dieses nicht von Vornherein sagen: Das ist falsch – Du hast einen Fehler gemacht. Nein, er gibt mir die Chance, selber noch einmal zu überlegen.)
Seitdem schreibe ich den letzten Tag des Jahres ‚Silvester‘ und weiß, dass Sylvester ein Name ist.

So einfach ist das.

Und jedes Jahr wieder, wenn ich Silvester schreiben muss, muss ich lächeln.

*

Und heute ist nun wieder Silvester. Und ich bin ein bisschen krank. Das ist Mist und war so nicht geplant. Denn eigentlich wollte ich Euch, meinen lieben, treuen Lesern eine 2013-Statistik präsentieren. Aber vorgestern beim Insbettgehen erklärte ich dem Hausherren, ich würde wohl krank werden. Ich fühlte das. Und 24 Stunden später war es sicher, ich würde krank werden.

Das war gestern. Ich versuchte dann noch mit Glühwein, Schwedenbitter und Ibu.Prophen die Krankheitskeime abzutöten. Allein – es war zu spät. Es waren schon zu viele.

Heute früh erwachte ich mit dauertropfender Nase und Schraubzwinge um die Schläfen. Ich quälte mich über den Tag, ruhte viel auf der Couch. Nebenbei buk ich Brot.

Dann um 18:00 Uhr, pünktlich, trafen wir uns bei Nachbars zum Vorbereiten der Silvesterfeier. Schnippelten das Fleisch, das Gemüse. Dekorierten und deckten den Tisch.

Jetzt haben wir noch eine Stunde Zeit. Ich werde noch eine Allergietablette nehmen (wegen des Hundes) und noch eine Ibu.prophen und dann hoffe ich, dass ich den Abend irgendwie überstehe. Zur Not gehe ich bei Bedarf auch ins Bett.

Und morgen, morgen bleibe ich im Bett und kuriere mich aus. Versprochen!

In diesem Sinne, rutscht gut rüber, wir lesen uns!

🙂

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*** Jetzt ***

Wir jetzt so:

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Nachbarschaftliche Feuerschalenglühweinsilvesterplanung.

Schönes Wort!

😀

*** Es ist nie zu spät ***

So ist es.
Es ist nie zu spät, sich über vergangene Zeiten zu freuen und – selbstverständlich – darüber zu berichten.
Aus diesem Grund erzähle ich Euch einfach etwas über Silvester. Das war nämlich schön und das kam so:
*
Feiermuffel ist ja noch eine hochhaushohe Beschönigungslüge, wenn man die Partyambitionen vom Hausherren und mir beschreibt. Ergo feiern wir so oft es geht Silvester zu Haus. Schön gemütlich mit Bowle. 2012 musste die Bowle etwas warten auf uns, wir hatten zum Geburtstag Karten für Beethovens 9. in der Nikolaikirche Rostock geschenkt bekommen. Schon Tage vorher sang ich ‚Freude schöner Götterfunken . . . ‚ zum Leidwesen der anderen Anwesenden nach einer nur mir persönlich bekannten Melodie. 😉
In der Kirche hatten wir supertolle Plätze in der 4. Reihe – also einen prima Blick auf das Orchester.
Aber jetzt pssst, der Dirigent kommt.

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Es war wunderschön und gelegentliches Anstupsen half dem Kronsohn auch wach zu bleiben. (Er hatte nämlich sein Monokular vergessen und deshalb nicht soviel optische Anreize wie wir.) Aber egal, es hat uns drei wirklich Freude bereitet.
Dann aber nix wie nach Haus – nachher wollen schließlich Nachbars zum Feiern rüber kommen. Schnell den Tisch gedeckt, aber noch Platz lassen für die Leckerli, die Frau Nachbarin mitbringen wird.

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Wenn Ihr Euch nun fragt, was da in der hellblauen Verpackung auf den Tisch gestellt habe – ich zeig’s Euch. (Aber auf Eure Verantwortung, nicht schimpfen mit mir! ;-))

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Und während die Zeit im Nullkommanix vorbeiflog passte der Hausherr so ganz nebenbei auch noch auf seine Silvesterpfannkuchen auf. Bis endlich der spannende Moment kam, in welchem die Marmelade in die Pfannkuchen sollte. Im Rezept stand: Kreise ausstechen, Marmeladenkleckse drauf, mit Eiweiß bestreichen damit sie zusammenkleben . . . hmmm . . . sieht irgendwie doof aus . . .

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Warte, warte . . . die beiden Frauen des Abends mischen sich giggelnd ein, lass uns helfen . . . Aber das Ergebnis will dem Hausherren auch irgendwie nicht gefallen.

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Dann macht er es auf seine Weise und schau mal einer guck, das wird schon ganz gut . . .

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Jetzt das Öl im Topf erhitzen. Frau Nachbarin und Frau Spätlese üben in der Zeit schon mal ein bisschen Anstoßen. Hmmm. Die Bowle ist aber wieder mal sowas von lecker.
Jetzt mal wieder einen Blick zum Hausherren – huch, der ist aber schnell. Guck mal, die sind schon im Öl.
Prost!

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Oh, kurz vor 12. Schnell das Sprudelwässerchen öffnen, auf die Gläser verteilen, dem Kronsohn die Wunderkerzen in die Hand geben und nicht vergessen, den Puderzucker über die Pfannkuchen.
Das ist ein Bild. Links den Sekt, rechts den Pfannkuchen und: abbeißen.

Guten Appetit und Prosit Neujahr.

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Ich würde mir wünschen, dass das neue Jahr mindestens genauso gut wird, wie das vergangene. Und das wünsche ich Euch ebenfalls.

*** Guten Rutsch ***

So, Ihr Lieben.
Da haben wir nun wieder ein Jahr gemeinsam um die Ecke gebracht.
Danke dafür, dass Ihr bei mir gelesen und auch kommentiert habt.
Danke dafür, dass Ihr selber auch so tolle Blogs schreibt, damit ich was zum Lesen habe. (Und das mit dem Kommentieren krieg ich vielleicht nächstes Jahr auch besser hin.)

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch in ein gesundes 2013 (wenn das erst einmal passt – dann wird der Rest auch schon noch) und dass wir im kommenden Jahr auch wieder viel zu bloggen haben . . . und dabei nach Möglichkeit nicht zuviel Schaden anrichten 🙂

In diesem Sinne: Auf ein Neues!

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