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*** Frühlingsanfang ***

Nun war also gestern der von mir bereits am 17. Januar sehnsüchtig erwartete Frühlingsanfang.

Nun je.

Noch einen Tag vorher hatte ich schon gejubelt, dass die Bachstelze wiedergekommen war um ihr Nest wieder zu beziehen.

Nun aber schoben wir erst einmal 5 cm Neuschnee beiseite.

Im Laufe des Tages dann gab sich die Sonne etwas Mühe und befreite wenigstens die Köpfchen der Frühblüher vom Schnee.

Unser Federvieh hat auch schon die Nase vom Winter mächtig voll und zeigt deutlich Frühlingsgefühle. Die Damen untersuchen reihum die bereitgestellten Nester und legen schon mal testweise die ersten Eier.

So wird auch dieses Jahr der Frühling wieder spannend werden. Es haben sich nämlich Fräulein Brautente und Herr Smaragderpel artenübergreifend quer ineinander verliebt. Herr Brauterpel und Fräulein Smaragda stehen dem ganzen etwas abgeschoben und bedauernswert frustriert gegenüber. Nun je. Wo die Liebe hinfällt.

Wir aber sitzen bei diesem Wetter am warmen Ofen. Während der Hausherr liest (zum Beispiel solche Wetterprognosen) produziere ich mich am Rechner. Die Jahresfotobücher 2016 und 2017 sind fertig, unser Winterurlaub-2018-Buch auch (dabei war das gar nicht geplant), die begonnene Bluse wartet nur noch auf ein paar abschließende Nähte, vor denen ich mich aber drücke, indem ich unser Projekt ‚eigenes Kochbuch‘ vorantreibe. Hier handelt es sich schlicht und ergreifend um die für mich typische Fertigstellungsangst, die mich bei Näharbeiten grundsätzlich befällt. Was, wenn es nichts taugt? Nicht passt? Nicht gut aussieht? Wofür habe ich es dann gemacht?

Aber noch brauche ich mich mit den fehlenden Ärmelbündchen ja nicht zu beschäftigen – ich gehe einfach noch ein wenig Schnee schieben.

In diesem Sinne, genießen wir einfach den Frühling.

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*** Tag 3 ***

KraWUMMM! Ich schrecke aus dem Schlaf und höre ein nachrauschendes Wwrrrrschschschschsch . . . .

Alles klar, sie sprengen wieder die Lawinen ab. Es hat ja auch wieder die ganze Nacht geschneit. Das ist hier also momentan die tägliche Weckmelodie. Ich drehe mich auf die andere Seite und döse noch ein wenig weg.

Nach dem Frühstück gibt es die gleiche Arbeitsteilung wie am Vortag, d.h. ich wandere!

Aufgrund des nächtlichen Schneefalls ist die Orientierung etwas erschwert, aber davon lasse ich mich nicht einschüchtern.

Ich mache mich einfach auf den Weg und genieße die Winterlandschaft.

Und nachdem ich ein wenig höher gestiegen bin, habe ich eine fantastischen Ausblick.

Allerdings, sollte ich hier vielleicht doch nicht zu lange hier verweilen, sonst geht es mir wie diesem Kumpel hier:

Blöderweise endet mein Wanderweg irgendwann abrupt und ich muss umkehren. Mein schöner Plan, die beiden Skifahrer auf einer Alm zu überraschen, ist nicht aufgegangen.

Kehre ich halt einfach im Tal irgendwo ein. Ach guck, hier kann ich den Tee auch gleich wieder zurückgeben:

Jetzt muss ich aber los, damit ich die beiden anderen wenigstens nachher im Wellnessbereich treffe.

*** Tag 2 ***

Der Winter hält kurz den Atem an und pausiert mit Sturm und Schnee.

Das wäre doch eine schöne Gelegenheit für einen Morgenkaffee auf der Hotelterrasse.

Oder vielleicht doch lieber nicht?

Also gibt es die gleiche Arbeitsteilung wie am Tag zuvor. Hausherr und Schwägerin fahren Ski und ich wanderspaziere durch die verschneite Landschaft und erfreue mich an den örtlichen Sehenswürdigkeiten.

Selbstverständlich erfreue ich mich auch am Winter. So etwas kennen wir im hohen Norden ja gar nicht mehr.

Aber am aller, aller, wirklich allermeisten freue ich mich über die zutraulichen Enten am Moorbach (gelernt: die Loisach!), die nicht nur in Windeseile vier Brötchen wegfuttern sondern dazu auch noch extra auf das Geländer geflogen kommen und mir sogar aus der Hand fressen.

Mein Herz läuft über vor Glück.

Morgen brauche ich mehr Brötchen!

*** Tag 1 ***

Ich habe aufgegeben und die wunderschön grellorangefarbene Apnoehose in das Reich der Wünsche und Sehnsuchten verbannt.

Nun habe ich eine schlichte, schwarze Hose zwar in einer Nummer größer, dafür mit der Lizenz zum Atmen.

Das Wetter tut was es im Skigebiet tun soll, es schneit.

Es schneit viele, mal kleine mal große aber hauptsächlich viele Schneeflocken.

Das ist tatsächlich Winter und bei meiner Wanderung zum Nachbarort (Ja , richtig gelesen, Wanderung – ich fahre nämlich gar kein Ski!) genieße ich den Ausblick auf die umliegenden Berge.

Diese da wären, z. Bsp. der Daniel:

Oder auch die Zugspitze:

So schön!

Entspannt atme ich tief durch und stapfe in meiner wunderschön bequemen schwarzen Skihose durch den Schnee.

*** Murphy im Winter ***

Natürlich schneit es den ganzen Winter fast gar nicht. Und erst recht nicht am Wochenende, wo man sogar Zeit zum Schneeschieben hätte. 

Natürlich nicht.

Aber natürlich genau dann, wenn man an einem Tag zwei (!) Außerhaustermine hat, zu welchen man außerdem (oder ohnehin) das Haus sehr früh verlassen muss.

Ergo muss man um 05:00 aufstehen, damit man auch anständig Schnee geschippt hat, bevor man los muss.

Und dann ist es, NATÜRLICH, auch noch allerfeinster Schneemannschnee! Natürlich! Denn man hat ja keine Zeit einen Schneemann zu bauen.

Danke, Murphy!

*** Weiß ***

Liebes Publikum, 

darf ich vorstellen: 

Dienstag, der 08. November 2016!


Nur für’s Protokoll, wenn wir jetzt (wie dieses Jahr auch) wieder bis März Schnee haben, dann haben wir nach Adam Riese 5 (FÜNF!) Monate Winter.

Wo leben wir hier? In Sibirien?

*** Winter ***

Unabhängig davon, dass ich neben meiner normalen Büroarbeit (leider bisher komplett erfolglos) versuche, die Daten des verreckten Laptops vom Kronsohn zu retten und mich dabei von einer Rescue-Variante zur nächsten hangele und ganz nebenbei mit dem Hausherren auch noch das Downgrade seines Macs plane und vorbereite – damit der arme Kerl wieder arbeitsfähig ist und ich nicht mehr die Doofe bin, die das alles angeschubst hat – 

also unabhängig von allem beobachten wir hier gerade ganz angespannt die Wetterentwicklung und ganz konkret das Wetterradar.

Über eine Woche Knackfrost mit teilweise unter 10 Grad Celsius (Die Enten sind seit Tagen im Stall und meckern uns von Besuch zu Besuch mehr an.) und dann eine Abmilderung verbunden mit Niederschlägen.

Wieviel Schnee werden wir dann morgen früh vor Dienstbeginn beiseite räumen dürfen? Wie groß ist das Übel, welches sich dort aus südwestlicher Richtung heranschleicht?

  
Die Spannung steigt!