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*** Tag 4 ***

Wellnessbereich ist nämlich ein guter Stichpunkt, denn ein ganz wichtiger Bestandteil unseres Urlaubs hier ist das Wellnässen. Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Vom permanenten Dauerlömern im perfekt temperierten Solebad wachsen mir wahrscheinlich bald Schwimmhäute zwischen den Fingern.

Aber bei diesem Ausblick vom Pool aus – kann man da widerstehen?

Kann man nämlich nicht. Siehste.

Deswegen ist es jetzt auch Zeit, den Bademantel fallen zu lassen und in den Saunen und Pools zu verschwinden.

Also: Diskretion bitte.

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*** Gegen das Novembergrau 19 ***

Wenn man zum Beispiel beschließt, einfach mal einen Tag Urlaub zu machen. 

Man muss auch gar nicht weit weg. 

Nur einfach raus. Nur einfach anders. 

Man könnte zum Beispiel mal ein paar Kilometer nach Süden, aus dem Regengebiet heraus über die Wettergrenze fahren. 

Es empfiehlt sich, wenn man auch rein zufällig Laufsachen, also Sportkleidung, anhat. Denn es regnet nämlich fast gar nicht. Dann kann man zum Beispiel eine halbe Stunde durch den Wald rennen. (Nunja, ich gebe zu, ‚rennen‘ ist hier doch eher euphorisch überbewertet, aber egal, ich bin NICHT gegangen!) 

Wenn dieses Elend überstanden ist, findet man sich rein zufällig vor einer Oase wieder. 

Und das ist erst toll. Da könnte man wirklich mal 20 Bahnen schwimmen. Na gut, der Hausherr, der alte Angeber, hat davon natürlich 2 Runden komplett durchgetaucht, aber das ist jetzt natürlich jetzt keine Pflicht für alle.

So, nachdem auch das abgehakt ist, kommt der wirklich schöne Teil. 

Sauna!

Sauna ist toll!

Sauna ist das tollste von allem!

Zwischendurch gibt es einen klitzeklitzekleinen Salat, frisch gepressten Orangensaft und Leitungswasser. Natürlich. 

Und dann kann man ganz und gar und absolut tiefenentspannt wieder nach Hause fahren. 

Hach!

*** Stress ***

Es ist aber auch wirklich furchtbar mit dieser von wegen besinnlichen Adventszeit.

Nur mal zum Beispiel der heutige Tag.

Es ging schon damit los, dass ich heute früh nicht wie sonst üblich in mein heiß geliebtes Büro durfte. Nein! Dabei ist doch Büroschlaf angeblich der gesündeste.

Aber nein, stattdessen musste ich mich in meine Sportkleidung zwängen (also mich und ungefähr 15 Kilogramm Kekse) und durch die Güstrower Heidberge hetzen. Ich meine, Natur kann ja prinzipiell schön sein – wenn man sich Zeit für sie nehmen kann.

Aber nein, man muss ja RENNEN! Die Heidberge haben ihren Namen übrigens zu Recht. Es geht nämlich sowohl bergauf als auch bergab. Also Stress pur.

Dann durfte ich aber immer noch nicht in mein Büro. Nein, nein.

Dann hieß es schwimmen. 22 Bahnen zu je 25 Metern. Macht schlappe 550 Meter. Das.ist.nicht.besinnlich!

Anschließend Sauna bei 90°C. Hey – so schwitze ich nicht einmal bei der Arbeit. Sehnsüchtig dachte ich an all die Kaffees, die ich heute noch nicht hatte trinken können. Um jetzt aber ja kein Wohlsein aufkommen zu lassen, geht es sofort nach dem Saunagang aber direkt unter die kalte Dusche und dann sofort ab in das kalte Becken. Und nein, hier wird NICHT gejammert!

Ihr ahnt bestimmt, dass es natürlich nicht nur bei einem Mal geblieben ist. Natürlich nicht.

Zum Mittag nur einen Salat. Einen kleinen.

Und kaum zu Hause angekommen, durfte ich immer noch nicht ins Büro.

Aber nein, Kaffee und Kuchen bitte schön. Mit Ausblick auf Terrasse und Entenvolk.

So, und es ist mir völlig unverständlich, wie ich jetzt völlig tiefenentspannt im Sessel sitzen und einfach mal Fensterdekosterne anstarren kann.

Hm.

Und Ihr so?

*** Methoden ***

Es gibt so manchmal Methoden, um die kommt man nicht drum herum.

Wenn zum Beispiel der Hausherr und der Kronsohn gerade die Mathe-Hausaufgaben zu Tode quälen und man bis unten hört, dass dort oben kein gutes Arbeitsklima herscht . . .

. . . dann ist Zeit für eine Folge von ‚Superwoman – Frau Spätlese rettet den Familienfrieden‘.

Das läuft ganz konkret in drei Schritten ab.

1. Den Hausherren aus der Gefahrenzone bergen. Bewirkt gleichzeitig Beruhigung beim Kronsohn.

2. Alle mit Handtüchern, Badelatschen und Duschbad bewaffnet in’s Autochen setzen und eine möglichst große Entfernung zum Ort des Dramas schaffen.

3. Sämtlichen Frust bei 90°C ausschwitzen und abschließend eiskalt abspülen. Und zwar dreimal hintereinander.

*

Ich sag Euch was. 90°C können ganz schön mürbe machen. War das ein entspannter Freitag Abend gestern! Und heute früh hat der Kronsohn schon ganz eigenständig noch vor dem Frühstück seine Musik-Hausaufgabe erledigt.

Das ist zwar noch nicht Mathematik, aber schon ein guter Anfang.

Geht nämlich doch!