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*** Tutorial gegen das Novembergrau ***

Wolfram moserte gegen mein Novembergrau 11-21. Ihm fehle das Tutorial. Und auch die Silberdistel äußerte sich äußerst sehnsüchtig.

Was soll ich also tun? Ich bin doch kein gemeiner Mensch.

Hier also das Tutorial:

Vorwort: Es handelt sich hier um ein Rezept, welches ich der Rezeptesammlung des Hausherren entnommen habe und welches auch immer vom Hausherren angerührt, gerollt, geschnitten & gebacken wurde. Ich durfte lediglich beim rumschmaddern  mit der Cuvertüre helfen. Apropos Rumschmaddern:

Zweites (und wichtigstes) Vorwort: Ich weise auf das komplette Fehlen von Rum in dieser Rezeptur hin und kann deshalb auch keine Gewähr für das Gelingen dieser übernehmen.

Hier nun die emitionslos kurze und auf das Wesentlich begrenzte sachliche Rezeptur des Hausherren:

250g Mehl

2TL BACKPULVER 

200g Butter

200g gemahlene Mandel

250g Zucker 

2 P Vanillezucker 

1pr Salz 

2tl Zimt

1 Ei

3 Eigelb 

12-15min backen 170 Grad 

Nach dem Backen mit Kuvertüre einen Ring dann Nussmehl 

& Klecks um eine Walnußhälfte draufzukleben

***

Nachwort: Vielleicht hat er den angerührten Teig zu Rollen geformt und über ein paar Stunden gekühlt, damit dieser sich besser in perfekt runde Scheiben schneiden lässt. 

Nachwort zwei: Vielleicht haben wir nach dem Backen der Kekse diese vorsichtig in Kuvertüre so gedreht, dass wirklich nur der Rand die Schokolade abbekam um diesen Schokorand sofort in Nussmehl zu rollern – damit dieses besser kleben bleibt:

Drittes (und wichtigstes) Nachwort: Am besten backt Ihr gleich die dreifache Menge – es sind ja schließlich noch gute drei Wochen bis Weihnachten und keiner will Euch am kommenden Wochenende schon jammern hören, dass die Kekse alle sind. 


Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

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*** Rezeptintoleranz ***

Vorweg: Es ist nicht meine Schuld. Ich wurde so geboren. Es liegt in der Familie. Die Gene halt!

So. Und jetzt zum eigentlichen:

Der Hausherr verwies auf das hinreichende Vorhandensein von Rhabarber im Garten und fragte, ob es wohl möglich wäre, dass er eine RhabarberBaisertorte bekommen könnte.

NATÜRLICH! das ist doch eine meine leichtesten Übungen. Ganz schnell fand ich im Internetz dieses Rezept für den dort extrem lecker aussehenden Rhabarberbaiserkuchen und legte los ließ die Übung beginnen.  Und wie es so ist im Leben schlug natürlich sofort meine angeborene Rezeptintoleranz zu.

(SÄMTLICHE Kochbeschreibungen bei uns in der Familie beginnen so: ‚Ich habe mich diesmal wirklich ganz genau ans Rezept gehalten, außer . . .‘)

Außer 1. : Ich tue selbstverständlich keine Speisestärke an Kuchenteig – ich nehme immer normales Mehl.

Außer 2. : Ich hatte eine leichte Rechenschwäche und habe aus 150g Mehl und 75g Speise prompt 250 g Mehl gemacht.

Außer 3. : Icxh reduziere grundsätzlich den Zuckeranteil auf 80 % – es ist mir sonst zu süß. Also hier nur 200 g Zucker.

Außer 4. : Ich habe (für das Auge) noch etwas Schokostreusel in den Teig getan. Dann ist der nicht so langweilig anzuschauen.

Außer 5. : Es war mir zu schade die von der Baisermasse übrigen 3 Eigelb einfach wegzuschmeißen, deshalb habe ich diese mit an den Teig gegeben.

Außer 6. : Ich habe den Rhabarber nicht abgewogen, sondern die Menge genommen, die der Hausherr mir hingelegt hat und der Hausherr hatte diesen auch schon abgezogen.

Außer 7. : Ich habe den Kuchen nicht bei 180°C gebacken, sondern nur bei uns ofenerprobten 160°C.

Aber ansonsten habe ich mich diesmal WIRKLICH ganz genau an das Rezept gehalten.

  

*** Schokocremetorte ***

Nun war es also ein Glück, dass meine Bekannte mein Leiden nicht länger ertragen konnte und mir aus diesem Grund einen wahren Schatz zum Geschenk machte.

Das Rezept dieser allerköstlichsten, dieser leichten Schokocreme. Das Rezept dieser Schokocreme nur mit Milch. Das Rezept dieser Schokocreme ohne Schlagsahne.

*kriegtsichvorLachenkaumein*

Entschuldigung, ich reiße mich zusammen – so – geht schon jetzt.

Und weil ich will, dass dieses Rezept niemals in Vergessenheit gerät, teile ich es an dieser Stelle mit Euch.

Bitte besorgt Euch einen Tortenboden Eurer Wahl. Egal ob Biskuit oder Selterswasserkuchen oder Rührteig. Was auch immer Euer Herz im Zusammenhang mit Schokocreme begehrt. Es liegt an Euch. Von mir bekommt Ihr hier nur die Creme.

Wir beginnen ganz leicht. Wie versprochen nur mit Milch und ohne Schlagsahne. Also: Bitte einen halben Liter (500 ml) Milch in einen Topf.

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Da von nix auch nix kommt und ohne Geschmacksträger geht ja bekanntlich gar nichts, deshalb jetzt bitte ein ganzes (!) Stück Butter dazu.

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Für den Geschmack benötigen wir jetzt noch eine Tafel (100 g) Vollmilchschokolade UND eine Tafel (100 g) Edelbitterschokolade. Hmmm.

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Diese Zutaten werden jetzt erst einmal eingeschmolzen und dann muss das alles einmal kräftig aufkochen.
Dann (noch heiß !) 5 Minuten lang (!) mit dem Pürrierstab durchödeln.

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Dann abkühlen lassen und die Mischung für 12 Stunden kalt stellen. Ein Kühlschrank eignet sich prima dafür.

Am nächsten Tag dann behandelt Ihr diese Mischung einfach wie normale Schlagsahne. Unter Verwendung eines Päckchens Sahnesteif schlagt Ihr die Creme steif, damit Ihr diese nach Belieben und Geschmack auf und zwischen die Tortenböden positionieren könnt.

Ich griff noch ein wenig in die Trickkiste und beschmierte die Biskuitböden zuerst kräftig mit Nutella, bevor ich die Schokocreme auftrug.

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Um jetzt allen Kritikern und Gegnern meiner Lieblingsschokocremetorte endgültig den Wind aus den Segeln zu nehmen, fügte ich noch eine Schicht mit Vitaminen (sprich: Orangenmarmelade) ein:

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Dann zum Abschluss die letzte Biskuitscheibe (oder was auch immer) obendrauf. Und dann ordentlich mit Schokocreme bedecken. Weitere Deko ist nicht zwingend und darf je nach persönlichem Können und Belieben ausgeführt werden. Mein Prachtstück sah jedenfalls so aus:

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Nun noch ein paar Stündchen setzen und durchziehen lassen. Anschließend den Kaffeetisch hübsch dekorieren, die Familie aussperren, ausreichend Kaffee kochen, die Familie aussperren, die Torte anschneiden und auf die Teller verteilen, die Familie aussperren, und dann: GENIESSEN!

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Guten Appetit!

😀

*** Suppenkasper ***

So!

Ich möchte mich an dieser Stelle riesig für Eure vielen, hilfreichen Tipps und oberleckeren Rezepte zu meinem Staudensellerieproblem bedanken.

*ironiemodusaus*

Iris hatte mir zwar ‚Bolognese‘ und ‚Osso Buco‘ empfohlen – was beides interessant klingt. Für die Bolognese hab ich es mir mal vorgemerkt (gibt es hier ja immer mal wieder) und Osso Buco wollte ich schon immer mal kochen – klingt nämlich ganz toll. Ich müsste mich mal kümmern was das ist.

So, also habe ich ebend IRGENDEIN Rezept genommen und NICHT Euer supertolles Lieblingsrezept. Und jetzt tut nicht so langzähnig – sooo furchtbar ist Staudensellerie nun auch wieder nicht.

In Anlehnung an eines der im Netz freilaufenden Rezepte kochte ich aus zwei Möhren, einer Scheibe Knollensellerie, einer halben Zwiebel und ein wenig Staudensellerie unter der Zugabe von Salz, Lorbeerblatt und einer Gewürzblütenmischung eine Stunde lang eine Gemüsebrühe.
Dann: Lorbeerblatt raus, alles andere pürriert.
Anschließend schnitt ich den verbliebenen Staudensellerie in Stückchen und ließ diesen für 8 – 10 Minuten in dieser Brühe bei kleiner Hitze garziehen.
In der Zwischenzeit verquirlte ich ein Ei in ca. 100 ml Schlagsahne und würzte mit frisch geriebenem Muskat.
Als der Staudensellerie gar war, gab ich vorsichtig das Sahne-Ei-Gemisch in die Suppe, schmeckte mit Salz ab und dekorierte mit Petersilie.

Fertig!

Und jetzt bitte alle mal ran an den Speck Staudensellerie. Das könnt Ihr doch auch.

Und sooo gräßlich schmeckt das gar nicht. Ächt jetzt!

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*** Grob vorsätzlich ignorant ***

Einfach unfähig ein vorgegebenes Rezept abzuarbeiten. Das geht bei den Gewürzen los – Schwarzkümmel? Ist aus, ich nehme Knoblauch statt dessen. – Setzt sich über die sonstigen Zutaten hinweg – Wieso eigentlich immer nur Honig? Da geht doch bestimmt auch Sirup! – Macht vor dem Mehl nicht halt – Dinkelschrot? Ach was, ich hab hier grad Roggenschrot, das muss zuerst weg! – Und gipfelt in sonstiger freier Kreativität: Moment, der beste Vater von allen mag Malz, dass passt, dann ist das Glas auch gleich mit leer!
Und ach ja, es sollte ja ein Kümmelbrot werden. Also muss noch Kümmel dran, viel Kümmel. Sehr viel.
Im Endeffekt hat das, was da jetzt vor mir liegt, nicht wirklich viel mit dem Brotteig aus dem Rezept zu tun. Aber nur Mut, das wird schon.

Dann ist der Teig in der Form und soll langsam beginnen, sich zu entfalten. Soll er, theoretisch.

Praktisch hält er sich so sehr zurück, dass ich anfange, angestrengt durch das Backofenfenster zu beobachten. Ich stehe angespannt und habe mein Gewicht auf das linke Bein verlagert. Das rechte Bein wippt ungeduldig. Meine Arme sind vor der Brust verschränkt während ich Beschwörungsformeln durch das Glas murmele.
Nun komm schon, mach ein bisschen hinne. Ich muss dann los und ich hab dich schließlich versprochen. Na komm, nur einen kleinen, einen winzig kleinen Zentimeter noch . . .

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*** Nussplätzchen ***

Um es vorneweg zu nehmen – keine Sau weiß, warum die Dinger ausgerechnet ‚Nussplätzchen’ heißen. Denn der eigentliche Hauptbestandteil sind Rosinen. Naja gut, ehrlicherweise sind der Hauptbestandteil in ausreichend Rum eingeweichte Rosinen.

Ich verabschiede mich hiermit also unter aufrichtigem Bedauern mit aller Förmlichkeit von den Leuten, die Rumrosinen ähem Rosinenrum nicht mögen.

Aber der Reihe nach.

Für ein normales Adventsrezept für eine vierköpfige Familie brauchen Sie:

* 350 kg Rosinen, die weichen Sie bitte in

* 125 ltr Rum ein.

Am Vortag wenn möglich, damit das ganze schön durchziehen kann.

*

Entschuldigung?

*

Wie bitte?

*

Ihnen kommen die Mengenangaben unrealistisch vor? Also ich bitte Sie! Es handelt sich um Lieblingskekse. Ich will mir doch nicht vorwerfen lassen, dass die am 1. Advent noch vor Weihnachten alle sind . . .

*

Aber bitte, wenn Sie mir nicht glauben. Fangen wir mit einer Probier- und Verkostungsmenge an:

Also noch einmal von vorn:

Weichen Sie bitte am Vortag 350 g Rosinen in 125 ml Rum ein. (Bei mir reichen 125 ml Rum übrigens nie, um wirklich ALLE Rosinen einzuweichen. Von daher bin ich da immer eher etwas großzügig. Aber das überlasse ich Ihrer Entscheidung.

Am Backtag schlagen Sie dann 60 Butter mit 100 g braunem Rohrzucker und 2 Eiern schaumig. Dann heben Sie 180 g Mehl, ½ Beutel Lebkuchengewürz und 2 gestrichene Teelöffel Backpulver unter. (Kurze Zwischenmeldung zum Backpulver: Ich bevorzuge Weinsteinbackpulver aus dem Reformhaus – das schlägt mir nicht so auf den Magen.)

Zu diesem (bisher noch recht übersichtlichen) Teig geben Sie nun: 50 g Pistazienkerne gehackt, 100 g Früchtemix kandiert, 100 g Walnusskerne gehackt sowie (endlich) unsere 350 g Rosinenrum. Inklusive Rosinen selbstverständlich.

Jetzt häufeln Sie mehr oder weniger geschickt mit 2 Teelöffeln kleine Häufchen aufs Backblech und backen das Ganze bei 170 – 180 °C ca. 15 – 17 Minuten ab. (Sie kennen Ihren Ofen besser als ich, deshalb sind die Zahlen ungefähre Richtwerte.)

Und aus dieser Masse bekommen Sie ungefähr . . .

. . . tja also . . .

. . . woher soll ich das wissen, wie viele Kekse. Denn kaum sind sie aus dem Ofen raus, werden sie schon verkostet. Moment es gibt glaube ich, 3 Bleche mit . . . Mist, wo sind die Kekse schon wieder hin?

Nimmst Du die Finger da weg! Lass sie wenigstens abkühlen!

Ach vergessen Sie das Zählen.

Es kommen schon genügend bei raus.

Guten Appetit!

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*** Taboulé ***

Irgendwann vor einiger Zeit schleppte Frau Nachbarin mal einen Topf mit so einem merkwürdigen Salat an. Ich zeigte mit dem Finger auf die Körnchen und hob fragend die Augenbrauen. ‚Couscous‘ sagte Frau Nachbarin und schüttelte den Kopf ob soviel Ahnungslosigkeit. Ich kostete und konvertierte von einer Sekunde auf die nächste zum absoluten Fan. Inzwischen fange ich schon an, nach meinem großen Löffel zu suchen, wenn ich das Wort ‚Taboulé‘ nur höre. Dem Hausherren liegt dieser Geschmack nicht so – das hat für mich den umwerfenden Vorteil, dass ich alles ganz allein aufessen darf.

Und wie’s geht, ist ganz einfach.

1 Tasse Couscous (aus dem Reformhaus)

vermischt man mit klein gwürfelten Zutaten und zwar: 4 Tomaten, 1 Gurke, 1 Paprika, 1 Zwiebel. Das ganze wird gewürzt und abgeschmeckt mit dem Saft einer Zitrone, 3 (!) fein geraspelte Knoblauchzehen, 5 EL Olivenöl und mindestens 6 Blättern Basilikum. Die Feinabstimmung erfolgt mit Salz (Ich nehme halbe / halbe Meersalz und Kräutersalz) und Pfeffer.

Der einzige Aufwand dabei ist wirklich nur das klein schneiden der Zutaten. Anschließend mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank. Das Taboulé lässt sich locker eine Woche im Kühlschrank hältern. (Falls Ihr es nicht vorher aufgegessen habt – mit dem großen Löffel.)

Taboulé

Taboulé

Guten Appetit!