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*** Gegen das Novembergrau – 7 ***

Ärgere Dich nicht über den Regen.

Freue Dich über den Regenbogen.

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*** Das kranke Huhn ***

Das kranke Huhn sitzt im Nest und wartet was passiert.

Morgens passiert, dass ich es mitsamt mobilem Nest in den Garten stelle und Futter und Tränke nicht ganz so dicht neben das Nest stelle. Das kranke Huhn soll ja schließlich motiviert werden, sich zu bewegen und eventuell doch wieder mit Laufen anzufangen. 

Etwas später passiert es tatsächlich. Das kranke Huhn robbt (auf einem Bein und unter Zuhilfenahme der Flügel) Richtung Futter.

Frau Spätlese lacht sich ins Fäustchen.

Wenig später robbt das kranke Huhn in Richtung sonniges Plätzchen und Blickkontakt zu den anderen Hühnern, von denen es derzeit durch einen Zaun getrennt ist.

Dann passiert erst einmal eine Weile nix.

Nun haben wir aber April Mai mit Aprilwetter. Das heißt, es ziehen Wolken auf und wenig später regnet es. *Gern auch wolkenbruchartig. Das Huhn bleibt am Zaun auf dem ehemals sonnigen Plätzchen sitzen, nässt durch und harrt der Dinge die da kommen mögen.

In diesem Fall kommt Frau Spätlese durch den strömenden Regen gesprintet, greift das Huhn, setzt es in das trockene Nest und geht sich selber trocknen.

Wenig später scheint wunderschön die Sonne vom blauen Himmel und das kranke Huhn robbt – völlig logisch – Richtung Zaun und sonniges Plätzchen.

Ein wunderschönes Bild, dieses in der Sonne düsende Huhn.

Wenig später zieht sich der Himmel zu und – ebenfalls völlig klar – es beginnt zu regnen. Ab hier bitte oben beim * weiterlesen . . .

*

Nachdem wir nun den Tag derartig beschäftigt überstanden haben, der Regen endlich vorbei ist und ein schöner sommerlich warmer und vor allem trockener Abend genossen werden kann (auch vom Huhn auf dem sonnigen Plätzchen am Zaun), erinnert sich Frau Spätlese am späten Abend daran, dass ja noch das Huhn in den Stall zurückzutragen ist.

Huch!

Jetzt aber nix wie hin.

Und da sitzt das Huhn im Nest und guckt vorwurfsvoll. ‚Wird ja auch Zeit, dass Du mich endlich reinträgst!’

Jede Wette, Hühner können grinsen!

*** Bin derzeit am Überlegen . . . ***

. . . ob ich für meine armen Hühner nur eine einfache Schnorchelausrüstung oder doch besser gleich eine Tauchausrüstung kaufe.

Bei dem nicht endenwollenden Regenwetter da draußen wird es nämlich nicht lange dauern, bis aus der jetzigen Schwimmwiese ein formvollendetes Wassergrundstück geworden ist.

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*** Da geht noch was . . . ***

Es ist Samstag früh. Sehr früh. Noch vor dem zweiten Kaffee früh. Trotz alledem will das Viechzeugs versorgt werden und Frau Spätlese geht, wenn auch langsam, dem Hausherren zur Hand. Im Keller reihen sich die verschiedenen Vogelfutter- und Vorratsbehälter auf der Arbeitsplatte aneinander. Der Hühnertrog ist halb gefüllt.

Da sich der zweite Kaffee noch etwas außer zeitlicher Reichweite befindet, beschließt Frau Spätlese, es in der Zwischenzeit mit einem bereits fertig gebrühten schwarzen Tee zu versuchen. Gesagt getan. Tee in den Becher. Etwas Milch dazu.

Die zu so früher Stunde reduzierte Auge-Hand-Koordination führt dazu, dass Frau Spätlese die Milchflasche 3 cm zu früh los läßt. Na gut, vielleicht waren es auch 5. Wer misst in so einem Fall schon nach?

Für die Milcgflasche jedenfalls war die Toleranzgrenze überschritten. Nach diesem unsanften Aufprallen lassen sprang sie in möglichst viele kleine Einzelteile (sprich: Glasscherben) auseinander.

Natürlich war noch ausreichend Milch darin befindlich und nun folgerichtig auf der gesamten Arbeitsplatte verteilt. Zur Erinnerung: Und dabei unter sämtliche Gefäße und hinter die Rückwand zu fließen. Nun gut. Kleopatra hat damals ihrer Schönheit zuliebe in Eselsmilch gebadet – sagt man. Hier gab es nur Kuhmilch – und ob sich die Arbeitsplatte davon beeindrucken lässt . . . ? Egal – wir wollten die Küchenarbeitsplatte doch sowieso schon lange mal richtig gründlich sauber machen.

Haken!

*

Etwas später: Frau Spätlese steht mit frisch gewaschenen  und deshalb nassen und unter einem Handtuch verborgenen Haaren draußen und hält einen Regenschirm über Schwesterherz1 und die beste Mutter von allen. Es regnet zwar, aber der Hausherr möchte unbedingt seinen letzten Angelerfolg, den 8,7 kg Karpfen, zeigen. Das ist auch gut so – das soll er ruhig tun. Und weil es aber regnet – eben ein Regenschirm.

Die beste Mutter von allen schaut mit gerunzelter Stirn auf den handtuchumwickelten Kopf von Frau Spätlese und meint: ‚Du mit deinen frischgewaschenen Haaren – geh mal lieber rein, sonst holst du dir noch was weg.‘ Typisch Mutterherz halt. Kann nicht verstehen, dass die eigenen Kinder auch irgendwann mal erwachsen werden und auf sich selber aufpassen können. Aber so einfach lässt Frau Spätlese sich nicht aus dem Weg schieben. Da hat sie den richtigen Spruch für. Sie kontert: ‚Mama, ich bin jetzt 42 und alt genug um zu entscheiden, was ich mir zumuten kann. Ich werde schon nicht krank!‘ Es kam, wie es kommen musste: Die beste Mutter von allen lässt sich davon nicht beeindrucken.Und in einem Ton, der keinen Widerspruch duldet und Frau Spätlese glatt 30 Jahre in der Zeit zurückkatapultiert sagt sie:  ‚Kind, ich bin 62 und ich weiß, wann man sich erkältet – ist mir gerade erst passiert. Also geh rein.‘

Ob ich irgendwann nocheinmal erwachsen werde?

*

Noch etwas später:

Mittag ist fast fertig und für die Soße wird noch etwas Dill und Petersilie benötigt. Heldenhaft beschließt Frau Spätlese (mit inzwischen trockengeföhnten Haaren) diese Aufgabe zu übernehmen. Sie wirft sich die Regenjacke um die Schultern und zieht die Kapuze tief ins Gesicht, denn es regnet immer noch. Schnell ein Büschel Petersilie gerupft. Der Dill steht glücklicherweise dicht daneben. Jetzt noch schnell unter bereits aufgebauten Gewächshausgerüst hindurchducken und . . . nicht tief genug gebückt . . . Mist!

Frau Spätlese wird vom Rückprall unsanft auf alle vier Buchstaben in herrlich durchfeuchtete Gartenerde geworfen. Von der Beule aufdem Kopf ganz zu schweigen. – Aua – Außerdem hat sie jetzt natürlich Erde an beiden Händen – keine Chance also, die Kräuter sauber in’s Haus zu bekommen.

Oooommmm.

*

Um ganz sicher zu gehen, dass sie ihr Pensum für den Samstag erfüllt hat, hat Frau Spätlese sich den restlichen Samstag nur sehr langsam, sehr vorsichtig und überhaupt fast gar nicht von der Couch weg bewegt.

*** Glücklicherweise . . . ***

. . . empfinde ich die 29°C nach dem abkühlenden Regenschauer als fast erfrischend. Jedenfalls deutlich angenehmer als die 36°C vorher.

*

Blöderweise . . .

. . . habe ich rechtzeitig vor genau diesem Regenschauer die Wäsche auf die Leine gehängt.

Notiz an mich selbst:

Bei Wolken am Himmel und Donner aus denselben kann es sein, das es regnet, obwohl kein Regen vorhergesagt ist.

*

Bei rechtzeitiger Planung kann man so einen Spülgang in der Waschmaschine sparen.

Ist das jetzt ein Haushaltstipp?