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*** Problem ***

Es ist ja so, dass es Leute gibt, die backen tagtäglich Brot, Brötchen und Kuchen. Das sind nämlich Bäcker. Die verdienen damit ihr Geld. Ganz genau.

Oder um mal die andere Essenszubereitung zu nehmen, Leute, die jeden Tag für andere kochen, Vor-, Haupt- und Nachspeise auf den Tisch bringen, sind – richtig – Köche. Ich sehe, Ihr versteht mich.

Dann gibt es die Leute, die in der Wäscherei arbeiten, um die Klamotten anderer Leute zu waschen, zu reinigen und zu bügeln. Ein harter Job.

Oder die Reinigungskräfte, die Tag für Tag den Dreck anderer Leute wegräumen. Eigentlich verdienen diese Leute unseren Respekt.

Aber auch Krankenschwestern haben einen wichtigen, verantwortungsvollen Job. Wunden versorgen, Medikamente verabreichen, über Temperaturkurven zu wachen und zu unmöglichen Tageszeiten alle möglichen Körperausscheidungen zu entsorgen. Ein Wahnsinnsjob.

Oder Lehrer, die versuchen, Kindern etwas beizubringen. Egal, ob vormittags in der Schule oder Nachmittags in der Nachhilfe. Wichtig und unverzichtbar.

Dieses ist natürlich nur eine kleine und selbstverständlich absolut unvollständige Aufzählung.

Das Wichtige ist: jeder einzelne dieser Jobs ist unverzichtbar und verlangt und bekommt unsere Anerkennung. 

Aber eine Mutter, die den ganzen Tag genau alles dieses tut, und zwar jeden Tag wieder, die kocht, bäckt, wäscht, putzt, kuriert und bei den Hausaufgaben hilft – die ist einfach nur ‚Hausfrau‘ und muss sich fragen lassen, warum sie nichts aus ihrem Leben gemacht hat?

Und jetzt weiß ich auch nicht.

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*** Nur die Harten komm‘ in Garten ***

Das Leben stellt einen ja vor die unterschiedlichsten Herausforderungen. Sei es, dass man morgens im Tiefschlaf und mit geschlossenen Augen den ersten Kaffee brühen muss, oder dass man die Steuererklärung pünktlich fertig bekommt, oder dass man diese blöde Kindersicherung von dem WC-Reiniger überwindet. 

Oder man muss die Welt retten. Mal wieder.

Manchmal kommt die Herausforderung auch aus einer komplett unerwarteten Richtung.  Zum Beispiel im Sinne einer Familienfeier. 

Nun habe ich im Grunde nichts gegen Familienfeiern. Es gibt schlimmeres. Und richtig schön sind Familienfeiern dann, wenn man im Sommer bei kuscheligen Temperaturen ganz entspannt draußen sitzen kann. 

Das findet die beste Mutter von allen auch. Allerdings ist noch kein Sommer. Und meine vermehrten, von zart bis nachdrücklich vorgebrachten Verweise auf die vorausgesagten Temperaturen von 13 (in Worten: dreizehn!) Grad und vielleicht muss auch kein Regen fallen – fielen auf keinerlei fruchtbaren Boden. 

Ich dachte mir, vielleicht bin nur ich blöd und schaue auf die falsche Wettervorhersage und checkte folglich noch zwei weitere. Aber immer mit dem selben Ergebnis: 

  
Und trotzdem, die Mutter blieb hart. Wir trinken DRAUSSEN Kaffee. Das fällt also eindeutig in die Kategorie ‚Mütter-wissen-mehr‘. Das muss ich nicht verstehen. 
Jo.

Es gibt also dazu nur eines zu sagen. Auch diese Herausforderung des Lebens werden wir meistern. Und wenn Sie morgen zufällig durch unser beschauliches Mecklenburg fahren sollten und irgendwo im Garten eine nette, gemütliche Familienfeier sehen sollten – in hauchzarten, wunderschönen, filigranen Kleidchen auf blaugefrorener Haut – das sind wir!

Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich überlege nun, ob ich sämtliche Erkältungsmittelbestände der örtlichen Apotheke aufkaufe – oder aber die Skianzüge raussuche.

*** Die Sache mit dem O’Ton ***

Das kennt Ihr ja bestimmt alle. Also, alle Eltern meine ich. Das kennt Ihr bestimmt, dass Eure Kinder manchmal Sätze heraus hauen und Euch fällt nur der Unterkiefer runter und Ihr denkt Euch so: Oha, das war jetzt aber O’Ton Papa (oder auch O’Ton Mama – egal).

Im günstigsten Fall denkt Ihr, dass hast Du aber jetzt fein gesagt Anna-Lena-Marie, man hebt tatsächlich keine angelutschten Bonbons von der Straße auf.

In einem der häufigeren Fälle greift Ihr Euch wahrscheinlich an die Stirn, brummt ganz tief zur Entspannung und nehmt Euch vor, demnächst mal ein bisschen an Eurer Wortwahl zu feilen.

Aber das, was ich gestern vom Kronsohn präsentiert bekommen habe, reicht für einen Eintrag in das Guinnes-Book of Worst Records.

Und ja . . . ich hab die Decke schon über dem Kopf und schäme mich.

Ich werde Euch nicht mit Details langweilen. Aber in der Geschichte, welche unser Kronsohn für den Philosophieunterricht geschrieben hat, hindert eine hysterisch überängstliche Mutter ihren Sohn daran, ein wenig Spaß und Abenteuer zu haben.

Ähem.

Auf meine Nachfrage, warum er denn diesen einen Satz dort jetzt komplett in Großbuchstaben geschrieben hat, antwortete er nur lapidar: „ Na, jetzt ist sie wirklich böse mit ihm und schimpft sehr laut.“

Aua.

Das.bin.nicht.ich!

Glaubt mir jemand, wenn ich Besserung gelobe?

*ichmussmeinemsohnmehrzutrauen*ohhmmm*ichmussmeinemsohnmehrzutrauen*ohhmmm
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*** Alles ist wie immer ***

Da isser wieder, der Kronsohn.
In den 4 Tagen Auszeit bei der Oma war dieses traute Heim hier irgendwie herrlich ruhig. Man verstand sein eigenes Wort. Es lagen kaum Krümel unter dem Tisch. Es lagen keine Kronsohnsachen irgendwo herum, hach ja.

Und gerade eben rannte ein frisch geduschter Elfjähriger vor Vergnügen laut quietschend aus dem Bad. Bestimmt klingeln demnächst die Nachbarn und fragen, ob bei uns noch alles in Ordnung ist.

Ist es das? Ich bin nicht sicher.

Unser Kronsohn hat nämlich vorhin sogar den Abendbrotstisch gedeckt. ALLEIN, aus freien Stücken, eigenem Antrieb, wie auch immer. Mit WEIßER Tischdecke, und obendrauf lustiger OSTER-Tischdecke. Und er hat sogar eine Mandarine geschält und aufgeteilt und Physalis auf den Tisch getan. Und es fehlte quasi auch nichts sonst weiter.

Ist das MEIN Sohn, den ich da nach Haus bekommen habe?

Ich muss gleich noch einmal mit meiner Mutter telefonieren.

(Aber pssst, wenn ich drüber nachdenke, find ich’s toll. Das könnte ruhig noch ein bisschen anhalten. Freu und ganz doll Daumen drück dafür!)

*** Sonntagabendüberraschung ***

Eine todsichere Methode, die eigene Mutter in den Wahnsinn zu treiben: Am Sonntag Abend, beim Gute-Nacht-Kuss, so ganz nebenbei zu sagen: „Na Mama, morgen schreiben wir eine Deutscharbeit.“

*hyperventilier*

*** Schön, dass es Euch gibt! ***

Ich hab‘ ja schon mehrere Male meine Freude über Eure viele verschiedenen Blogs zum Ausdruck gebracht. Ich lass mich von Euch inspirieren, zu Tränen rühren, zum Lachen bringen.

Danke dafür an Euch alle.

Heute hat es das Schäfchen geschafft. Nur zu schnell vergisst man die Zeit, als der eigene Krohnsohn noch niedlich knuffig naiv war, jetzt wo man darum kämpft, dem Krohnsohn ein o.k. dafür abzuringen, dass 5*5 eben NICHT 30 ist . . .

Aber Schäfchens Artikel darüber wie ihr Kleiner hingebungsvoll dem Schulstofftier lauscht und völlig vergisst, dass Mamas Hand und Stimme hier Leben geben. Hach. !

Meiner war auch so.

Ich erinnere mich an einen Zeitpunkt, da mag er 3 oder 4 Jahre alt gewesen sein. Jedenfalls die Zeit für den ersten eigen Kinder-Kassetten-Spieler. Als brave Mutter hatte ich seine erste Kassette liebevoll mit Märchen besprochen.
Und einmal beobachtete ich das Kerlchen, wie er hingebungsvoll Mama’s Stimme aus dem Player lauscht. Immer noch ein bisschen dichter ranrückt. Nichts verpassen wollen.
Und dann fragt Mamas Magnetstimme: „Hörst Du auch gut zu lieber Sohn?“
Leises ergebenes Hauchen vom Kerlchen: „Ja, Mama!“

Und die Mama hinter der Tür schmilzt auch jetzt noch nach Jahren dahin.
Ach, Schäfchen, danke, dass Du meine Erinnerung ein bisschen angeschubst hast.

You made my day!

*** Schlechte Neuigkeiten . . . ***

. . .  von der Übelfront.

Ja, ich weiß, ich habe Montag Mittag gepostet, dass der Krohnsohn wieder hüpft . . .

Blöd nur, dass er Montag Abend schon wieder verkündete: „Mama, mir ist schon wieder kotterig!“ Sprach’s und verschwand im Bad um  hingebungsvoll zu würgen. Entschuldigung für diese bildliche Darstellung – aber ich hatte im ersten Blogbeitrag angedroht, dass geteiltes Leid eben nur halbes Leid ist.
Selbstredend ist er seitdem zu Haus und im Bett. Morgens hat er Hunger und isst und macht mir Hoffnung, und abends – alle Hoffnung dahin. Armes Kerlchen. Und Mutter kocht dem Kind Tee und Tee und abermals Tee.

Aber ich bin nun mal positiver Mensch und deshalb hoffe ich, dass wir morgen über den Berg sind. Und für alle Erwachsenen unter Euch hier nun mein Geheimrezept zur Vorbeugung. (Damit der Infekt nicht auf uns Krankenpfleger überspringt!)

Also: Kauft Euch eine schöne frische Ingwerknolle. Hobelt diese in schön schmale Scheiben. Dann füllt Ihr diese in ein großes Schraubglas (1,5 ltr) und dazu kommt: 1 ltr Wodka. Ich nehm‘ immer den schwedischen. Der ist meiner Meinung nach absolut der Beste. Dazu aber auch noch 100 ml etwas höherprozentiges (gibt so etwas zum Liköransetzen – einfach mal in der örtlichen Brennerei nachfragen 😉 )
Das stellt Ihr ordnungsgemäß verschraubt und verschlossen für 2 Wochen in den Küchenschrank. Zwischendurch, wenn Ihr Euch mal an den Ansatz erinnert, dürft Ihr gerne durchschütteln. Nach zwei Wochen durch ein Tuch abseihen.

edit: Ihr dürft gerne auf den Ansatz 1 Teelöffel bis maximal 1 Esslöffel Zucker geben. Muss aber nicht. Ich nehme nur 1 Teelöffel!

Und dass ist unsere Allheilmedizin gegen Magenverstimmungen. Es kursiert Magen-Darm? – Abends nach dem Abendbrot einfach ein Glässchen Ingwerschnaps. Ihr habt was falsches gegessen und es rumort? Einfach ein Glässchen Ingwerschnaps drauftun. Ihr habt Euch schlichtweg überfressen einfach zu viel gegessen im Maß verschätzt? Einfach ein Glässchen Ingwerschnaps!

edit 2: Ähem, ich habe vergessen, die Prophylaxe zu erwähnen. Als allgemeine Prophylaxe eignet es sich auch ungemein. 😀

Das erinnert mich daran . . .
. . .  ich habe meine Medizin heute noch nicht genommen. 😀