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*** 15 blaue Bälle ***

Eltern können ja so gemein sein. So richtig. Mit Anlauf!

Da kämpft man in Mathematik gerade mit der Geometrie, verschiebt, spiegelt und dreht unter größten Mühen und nach bestem Wissen und Gewissen Dreiecke. Und dann das.

Da fragen die allen Ernstes nach dem Quadrat  von 14! Echt jetzt.

Und damit noch nicht genug, als ob die Langeweile haben, jetzt soll man noch die Aufgabe 15 * 8 + 5 * 8 rechnen. Woher soll man denn das noch wissen? He, das war in der 5. Klasse dran. Man ist jetzt schließlich schon in der 6. Klasse.

Eltern!

Jedenfalls lassen der Hausherr und Frau Spätlese das nicht auf sich beruhen. Da kennen die nix. Geduldig pulen sie dem Kronsohn wieder und immer wieder diese Aufgabe auseinander. Aber das Licht will einfach nicht aufgehen.

Da hat Frau Spätlese eine Idee. Der Kronsohn möchte doch bitte für die Zahl, die zweimal vorkommt die Wörter ‚blaue Bälle‘ einsetzen. Der Kronsohn guckt irritiert, aber probiert es.

15 ‚blaue Bälle‘ + 5 ‚blaue Bälle‘.

Der Hausherr und Frau Spätlese beobachten voller Spannung was jetzt passiert.

Der Kronsohn guckt . Und guckt erstaunt. Und sagt 20 ‚blaue Bälle‘.

Und sagt: 160!

Und es ward Licht.

Und wir werden nicht aufhören gemein zu sein. Wenn’s nötig ist, eben auch mit Anlauf.

*

Jetzt aber: Rotweinfreitag. Erst unter die Dusche und dann eine Sauerkirsche 2009.

Schönes Wochenende!

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*** Die immernoch wundervolle . . . ***

. . . Welt der Mathematik.

Ach ja. Wir können es ja nicht lassen. Schließlich macht ja Übung den Meister. Und gerade auf die Grundlagen kommt es an.

Deswegen, gerade eben: Frage des Hausheren an den Kronsohn: 19 zum Quadrat?

Ich habe die Antwort des Kronsohnes vergessen. Die des Hausherrn nicht. Sie lautet schlicht und einfach: Falsch.

Und im Bruchteil einer Sekunde geht der Kronsohn von 0 auf 180 und brüllt: „Oh, man, das stimmt DOCH! Wenn Du nicht rechnen kannst musst Du doch nicht immer MICH anmachen.“

Ganz wichtig ist in dem Zusammenhang zur Unterstreichung des Gebrüllten kräftiges Aufstampfen mit den Füßen. (Ist er tatsächlich bald 12?)

Glücklicherweise war in diesem Moment der Hausherr so geistesgegenwärtig Frau Spätlese aus der Kampfzone zu delegieren. Ich hätte nämlich den Kronsohn auf seinem Weg auf den Baum glatt überholt – und ich kann lauter brüllen. Allerdings stampfe ich nicht! (Schließlich bin ich schon etwas älter und meine Knie würden mir das bestimmt übelnehmen!)

Jedenfalls hat der Hausherr (in aller Ruhe und ohne Brüllen und Stampfen ;-)) den Kronsohn das ‚t-o-t-a-l-r-i-c-h-t-i-g-e‘ Ergebnis aufschreiben lassen (als Beweis) und ihn dann die Aufgabe mit dem Taschenrechner rechnen lassen.

Und dann er ihn sich entschuldigen lassen. Ganz schlicht und einfach und ohne Gemotze und Geschrei.

So geht das Ringen um Gerechtigkeit in der Mathematik stetig weiter. Auf in die nächste Runde.

Und Frau Spätlese hyperventiliert noch ein wenig und geht deswegen jetzt Staubflocken quälen.

*Grummel*

*** Die wundervolle Welt der . . . ***

. . . Mathematik hält uns auch weiterhin in Atem.

Zwischenzeitlich sind wir bei der Bruchrechnung angelangt.

Und Bruchrechnung ist toll. Sagen Frau Lehrerin und der Hausherr und Frau Spätlese auch.

Der Kronsohn sagt naja, kann ja sein. Aber muss nicht.

Jedenfalls klappen die Anfänge ganz gut. Echte und unechte Brüche, gemischte Zahlen . . . (hach ja, das waren noch Zeiten, als man das selber noch gelernt hat  . . . )

Jedenfalls zeigt sich beim Vergleichen von Brüchen, ob das zugrundeliegende Prinzip verstanden wurde.  Auf die entsprechende Anfrage antwortet der Kronsohn, dass 1/2 natürlich größer sei als 1/3.

Den Eltern schwillt vor Freude die Brust. Endlich mal was verstanden und verinnerlicht ohne große Erklärungsnotstände.

Der folgende Vergleich von 1/4 mit 1/5 ergibt dann aber den klaren Sieg für 1/5. Natürlich ist 1/5 größer. Nach Meinung des Sohnes.

Hmmppff.

Während der Hausherr einen mündlichen Vortrag über die theoretischen Grundlagen der Mathematik im Allgemeinen und Besonderen hält und dabei nicht unwesentlich auf Brüche eingeht erinnere ich mich an meine Kindheit.

Der allerbeste Vater von allen konnte mir nämlich ganz leicht klar machen, das es viel schlimmer ist eine Torte (Hilfsweise geht auch Schokolade) mit 5 Kindern zu teilen als nur mit 4. Ganz logisch. Je mehr Leute um so weniger krieg ich von der Torte ab. Oder von der Schokolade. Das ist auch der Grund, warum ich noch heute Schokolade lieber allein esse. Aber das nur am Rande . . .

Jedenfalls drängele ich mich in den Vortrag des Hausherren. Und erkläre das Tortenprinzip. Je mehr Leute – desto kleiner die Stücken. Denn auch der Kronsohn isst gern Schokolade.

Und es klappt. 1/5 ist nun größer als 1/6. Außerdem ist auch 1/10 größer als 1/100. Toll. Und auch am nächsten Morgen ist 1/12 kleiner als 1/8.

Und ich brauchte noch nicht einmal was abgeben von meiner Schokolade . . .

*** Und alles beginnt von vorn ***

Nun ist es wieder soweit.

Reset.

Neues Jahr, neues Spiel, neues Glück.

Wir sind ganz gesittet, gesellig mit Nachbars rübergerutscht in dieses neue Jahr.

Und seit heute hat uns der Alltag wieder. Erster Schultag – endlich wieder um 6.00 Uhr aufstehen dürfen.

Und wie das so ist, gibt es natürlich auch sofort einen oben drauf. Kann ja gar nicht anders. Wär auch mal zu schön, wenn alles einfach mal glatt durchlaufen würde.

Der Kronsohn kommt mit einer ganz, ganz, ganz hervorragenden Note nach Hause. Hervorragend deswegen, weil man sich bei derartigen Leistungen immer noch enorm steigern kann.

Sehr schön ist ja auch, dass beim Kronsohn dann irgendwann die Erkenntnis kommt, dass das ja wohl auch noch besser gegangen wäre.

Und prompt hat er eine Lösung für das Problem.

„Mama, die Lehrerin hat sich geirrt. Ihre Aufgaben passen nicht zu meinen Lösungen!“

Sehr schön. Also, sehr geehrte Mathematiklehrerin meines Sohnes. Ich finde Sie ja wirklich nett und mag auch gut leiden, wie Sie Ihren Unterricht gestalten. Aber könnten Sie bitte in der nächsten Mathearbeit die Aufgaben so stellen, dass sie zu den Lösungen meines Sohnes passen? Danke.

Sonst noch Fragen?

*** Man lernt nie aus ***

So ist es.

Ich komme nämlich gerade aus der Schule. Und ich hatte Biologie, Mathematik und zwischendrin eine Freistunde. Heute ist nämlich Plan B notwendig geworden – Begleitung des Krohnsohnes in die Schule, wenn die Integrationshelferin (bzw. deren Krohnsohn) krank  ist.

Jetzt hab ich also in Biologie mein archiviertes Wissen über Lurche im Allgemeinen und Grasfrösche im Besonderen wieder aufgefrischt und aktiviert. (Die Hautatmung hatte ich doch tatsächlich schon vergessen!)

Die Freistunde haben wir halbwegs genutzt, um gleich die neue Bio-Hausaufgabe zu erledigen. Halbwegs, weil es NATÜRLICH Diskussionen gab. (Die anderen haben jetzt FREI! – Wenn Du die Hausaufgaben nicht jetzt machen willst, mach sie heute Nachmittag! – NIEE hab ich am Nachmittag frei!  – Dann mach doch die Hausaufgabe JETZT! – Die anderen haben aber FREI!  . . .) Es endete so, dass ich mich demonstrativ mit dem Rücken zum Krohnsohn an’s Fenster gestellt habe . . . und er hat seine Hausaufgabe erledigt. Uff.

3. Stunde dann Mathe. Und das hat mir GUT getan. Gut – weil ich gesehen habe, dass auch bei den anderen Kindern 12 x 5 gleich 100 ist. Gut – weil der Krohnsohn sich in der Stunde eigentlich ganz tapfer gehalten hat.

Und nun sitze ich wieder in meinem heiß und innig geliebten Büro. Aber bevor ich mich jetzt der (unangenehm aufgeblähten) Postmappe widme, brauch ich jetzt erst mal meinen KAFFEE – auf den mussteich nämlich bis jetzt verzichten.

Einen schönen Tag für Euch alle.

*** Und gebe mir mein täglich Mantra ***

ooohhhhmmm – ich bin gaaaaaanz ruuuuhiiig – ooooohhhhhhmmmmm

Vorhin vorm Frühstück:
Unser Krohnsohn ist in seinem Mathematikunterricht inzwischen in die Wunderwelt der Quadratzahlen vorgedrungen. Hausaufgabe von GESTERN zu HEUTE: mal eben die ersten  Quadratzahlen (von 1 zum Quadrat bis 20 zum Quadrat) auswendig lernen.

Aber das machen wir doch gern.

Die von 1 bis 10 kennen wir aus dem kleinen Einmaleins. Bleiben uns also nur die von 11 bis 20. Dafür eine kleine Eselsbrücke für das Kind: 11 hoch zwei kriegt man schnell raus mit 110 + 10 + 1. Analog alle anderen Zahlen . . . (12 hoch zwei = 120 + 20 + 4) uswusf . . .

Soweit die Vorgeschichte.

Heute früh vorm Frühstück kontrollieren wir während des Tischdeckens ob auch alles so klappt wie gestern einstudiert . . .
Und alles suuuupeeeer  – bis 15 hoch zwei kein Problem.
Aber dann.

Hausherr: „Ok, bis hierhin. Weiter: was ist 17 zum Quadrat?“
Krohnsohn leiert brav: „170 + 70 + 49.“
Hausherr: „Prima, und ausgerechnet?“
Krohnsohn: „ . . . „
Hausherr: „Na?“
Krohnsohn: „ 170 + 70 + 49 = 279?“
Hausherr: „Nein, falsch. Was ist 17 zum Quadrat?“
Krohnsohn (etwas lauter und deutlich betonter) : „279!“
Hausherr (etwas lauter und deutlich betonter) : „NEIN, FALSCH. WAS IST 17 ZUM QUADRAT?“
Krohnsohn (sehr laut, sehr langsam und sehr deutlich): „ 2 7 9, VERTRAU MIR!

Jedenfalls haben wir es dann irgendwie geschafft ihn zu überzeugen, dass er sich um eine klitzekleine Zehnerstelle vertan hat. Ufff.

DAS! Nenne ich Selbstbewustsein.