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*** Das pralle Leben kann man nicht planen ***

Es ist verflixt – aber es ist wie es ist. Der Mensch plant und lenkt – und dann kommt es anders, als man denkt.

Aber von vorn.

Wir haben 4 Hühner. 4 Hühner sind übersichtlich, praktikabel und beherrschbar und liefern eine verwertbare Menge Eier. So weit so gut.

Allerdings werden Hühner auch irgendwann alt, dann hören sie a) auf zu legen und sind b) auch schon mächtig zäh für den Topf. Also entschlossen wir uns, eigenen Nachwuchs zu züchten. Mangels Hahn (sehr zum Bedauern der Hühner) bestellten wir also Bruteier im Internet und brüteten diese im Brutautomat aus. Alles sehr schön. Die Küken haben auch extra den Vorraum im Hühnerstall bekommen, von welchem sie einen Ausgang zu einem separaten Rasenstück haben. So gibt es keine Querelen und kein Hick-Hack mit den großen Hühnern.

Soweit der Plan.

Dann aber setzte sich eine unserer Hühnerdamen hin und gluckte. Und weil wir ein Herz hatten und sie nicht einfach erfolglos auf Kalkeiern sitzen lassen wollten, bekamen wir von einem Kumpel noch einmal 12 Eier. Obwohl wir so unsere Zweifel hatten – Mensch, das wird dann aber mächtig eng. Aber vielleicht hält sie ja gar nicht bis zu Ende aus. Und vielleicht macht sie es als Anfängerglucke ja auch falsch und es schlüpft keines? Und wer weiß, wie hoch die Schlupfquote überhaupt ist. Ach und Katzen, Marder und der Fuchs laufen hier ja auch noch rum.

Schauen wir einfach mal, was passiert.

Im Vorraum balgten und freuten sich ihres Lebens unsere Brutautomatenküken.

3 Wochen später schlüpften 11 (in Worten: elf(!)) Küken.

Und damit begann unser logistisches Problem. 3 ‚normale‘ Althühner, 1 Glucke mit 11 Küken und 13 Brutautomatenküken müssen räumlich getrennt aber glücklich auf 2 Rasenflächen und in zwei Räumen untergebracht werden. Ach, und nachts kommt noch die Gans in den Stall, natürlich.

Um es kurz zu machen, wir haben die Lösung noch nicht. Im Augenblick nutzen alle gemeinsam eine große Rasenfläche – und gehen sich halbwegs aus dem Weg. Wobei die Glucke ihre 11 Kleinen energisch und tapfer gegen alle und jeden verteidigt. Die 3 Althühner verteidigen natürlich ihr alteingesessenes Revier gegen allen und jeden. Und unsere zwischenzeitlich halbstarken Brutautomatenküken stecken sozusagen zwischen Baum und Borke.

Und wir machen uns ständig Gedanken, was wir verbessern und optimieren können, um das Zusammenleben zu erleichtern. Wir stellen Zäune und reißen diese wieder ab. Ziehen Absperrungen hier und dort und bauen sie hier und dort wieder ab. Platzieren Futtertröge und Trinkmöglichkeiten um Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen.

Und haben dabei ein wichtiges Problem übersehen. Nämlich, dass unsere Glucke mit ihren puscheligen Winzlingen auf dem nicht ausbruchsicheren Hühnergelände unterwegs ist. Mit der Folge, dass die Küken natürlich prompt durch die Maschen des Zaunes ausbüxen und auf dem angrenzenden Parkplatz unterwegs sind. Und Mutter Glucke sitzt auf der anderen Seite des Zaunes und lockt . . .

Das führt zu folgenden neuen Plänen:

1.) Wir ziehen jetzt Kükendraht um das gesamte Hühnergelände (wir haben ja auch sonst keine Hobbies) und

2.) Nächstes Jahr ziehen wir keine Küken groß!

Soweit unser Plan.

Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss mir jetzt die nächste Rolle Kükendraht greifen.

Ihr könnt Euch ja derweil mal über unseren anstrengenden allerliebsten Nachwuchs freuen.

Hier unsere Halbstarken:

  
  

Und hier der puschelige Nachwuchs:

  
 Eine stolze und aufmerksame Mama.

 
  

*** Dreamteam ***

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre haben wir ja gelernt.

Und weil wir es grundsätzlich und prinzipiell doof fanden, dass die Erpelenten (und nicht nur die!) die Babyenten getötet haben, suchten wir nach einer Lösung, wie wir unsere Babyenten überleben lassen können – und zwar OHNE unsere persönliche Adoption.

Uns ging nämlich ein Licht auf, als wir anlässlich des Kronsohnes Geburtstag im Vogelpark Marlow viel (viiieeelll!) Zeit verbrachten. Da standen wir nämlich vor einem Entengehege, starrten auf das Viehzeug und auf einmal machte es ‚Klick‘.

Da waren nämlich NUR ERPEL eingesperrt. Weil nämlich die Damen brüten und aggressive Entenmännchen gerade GAR NICHT gebrauchen können.

Der Hausherr und ich – wir schauten uns an und klatschten uns ab – give me five!

Jetzt dulden also unsere Erpel (Rudi und Greenie) im abgesperrten Gehege, während die Entendamen (Trudi und Treenie) ihre Eier ausbrüten und die Küken großziehen . . . bis wir beschließen, dass die Herren der Schöpfung wieder zu ihren Damen (und Kindern) dürfen.

Der Feldversuch trägt Früchte.

Um genau zu sein, 14 Stück!

Und das wirklich, wirklich obercoole ist, dass die Küken der beiden Damen mit nur 4 Tagen Unterschied geschlüpft sind und sich jetzt eine Art Hippie-Kommune gebildet hat. BEIDE Entenmutties beaufsichtigen also 14 Küken.

Tschakka!

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Wenn es um das Erbetteln von Futter geht, kommen sie uns auch schon mal im Gewächshaus besuchen . . .

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Hach ja!

Ein bisschen dramatisch wird es nur, wenn die beiden Damen abends ihre Kinder für die Nacht auseinandersortieren. Dann ist Trudi schon mal diejenige, die um ein paar Küken für die Nacht bettelt. Weil nämlich Treenie einfach ALLE Küken in IHR Nest einkassiert.

Hach ja – perfekt ist es NIE!

*** Ostern? Ostern! ***

Dieses ist übrigens das erste Ostern (soweit ich mich erinnern kann) wo wir nicht (überhaupt GAR NICHT!) für Ostern dekoriert haben. Noch nicht einmal Eier haben wir gefärbt. Ohje.

(Vielleicht schaffe ich das ja morgen noch?)

Aber wenigstens haben wir 1a-Osterküken!

😀 😀 😀

Hach!

(Die Frage ist jetzt nur: Wie kriege ich die bunt? Und: Wie schmecken die am besten? Gegrillt? Mit Hack gefüllt?)

*** Flügge ***

Jetzt sind wir also seit dem 12. August wieder Eltern von Entenküken.

Mit allem, was dazu gehört.

Zuallererst und ganz schnell baute der Hausherr aus Kükendraht einen Miniauslauf auf dem Rasen. Wir trugen sie in einer Pappkiste morgens raus und abends rein. Schlafen durften sie im Haus – da war es so schön warm und unter unser Kontrolle.

Sie wuchsen und wuchsen. Ein ganz kleines Drama bahnte sich an, als ein Kleines auf einmal ein entzündetes Auga hatte – aber dank Menschenmedizin haben wir das hinbekommen. Da die sieben Kleinen (bis auf zwei) ihre echte Mama nie gesehen haben, waren ihre Vorbehalte uns Riesen gegenüber relativ begrenzt. Neues Futter wurde ohne große Nörgelei angenommen und für leckere Fleischmaden wurden wir auch schon mal überrannt.

Der Miniauslauf wurde durch einen etwas größeren ersetzt, die Pappkiste musste dem Drahtkäfig weichen und irgendwann ließ es der Geruch nicht mehr zu, dass sie im Haus übernachten durften. Gott sei Dank war Sommer und so eine Querlüftung schafft ganz schön was weg.

Von da an übernachteten sie im Vorraum der Villa Huhn.

Dann vergrößerten wir ihren Auslauf erneut (Ist Euch eigentlich klar, wieviel Rasen so eine durchschnittliche Ente verputzt und anschließend wieder auskackt?) und vergrößerten den Auslauf erneut.

Bis sie irgendwann so groß und schwer (und fast ausgewachsen) waren, dass sie weder in den Transportkäfig passten, noch alle zusammen durch einen von uns allein getragen werden konnten. Ab dem Tag mussten sie lernen, durch die Klappe nach draußen zu gehen und die Außenstufen allein hinab- und hinaufzuwatscheln. Aber auch das haben sie prima gemeistert. Ein bisschen mühselig war das Bereitstellen von frischem Wasser. Wenn 7 Enten in einer Fleischerkiste baden und sich putzen möchten, ist das Wasser in wenigen Sekundenbruchteilen nicht mehr in sondern neben der Kiste.

Aber unsere sieben Kleinen wuchsen zu sieben fast großen Entenschönheiten heran.

Und irgendwann kam der Tag, da stellten sie fest, dass sie Flügel hatten.

Glücklicherweise verfügen sie über eine gute Beobachtungsgabe und schauten aufmerksam, wenn die acht Altenten laut meckernd ihre Runde über das Grundstück flogen.

Und eines Morgens (ganz genau heute vor einer Woche) war es soweit.

Als wir morgens aus dem Haus kamen, um sämtliches Futter für alle unsere gefiederten Freunde vorzubereiten, warteten dort nicht wie normal acht Enten vor dem Keller, sondern zehn. Und eine davon gelb.

So so.

Nachdem wir (endlich) alles Futter zusammengestellt hatten und auf dem Weg zur Villa Huhn waren, flogen uns zwei weitere Enten entgegen. Und eine davon gelb.

Na gut, sagten wir. Ihr wisst jetzt also, dass ihr fliegen könnt.

Der Hausherr und ich blickten uns tief in die Augen und beschlossen, dass wir dieses, uns entgegengebrachte Vertrauen beim besten Willen nicht enttäuschen können. Auf keinen Fall würden wir die Flügel unserer kleinen Lieblinge beschneiden.

Denn natürlich haben die drei Gelben und vier Braunen unser Herz mit ihrem Vertrauen ins uns absolut erobert.

Und wenn sie sowieso fliegen können, was nutzt dann ein 50 cm hoher Kükendraht?

Also weg damit.

Was hatten die Sieben für einen Spaß auf dem Teich. Plötzlich gab es keine Wasserbegrenzung mehr. Sie konnten baden und tauchen nach Belieben. Und was gab es alles zu erkunden? Wir haben noch nie so glückliche Enten erlebt – mit ein ganz bisschen Sorge im Herzen, wie es sich wohl gegen Abend entwickeln würde.

Denn die Altenten wollten mit dem Nachwuchs noch immer nicht wirklich etwas zu tun haben. Sie verteidigen einfach weiterhin ihr Revier. Auch wenn die Kleinen mittlerweile groß genug sind, so dass die Alten ihnen nicht wirklich gefährlich werden können. Aber diese haben zum Beispiel bis heute die Hoheit über das Entenhaus. Die Kleinen werden dort immer noch nicht heraufgelassen. Außerdem sind die Großen ob der neuen Konkurrenz ein wenig angenervt und sind uns gegenüber etwas vorsichtiger. Wer gibt schon gern etwas von seinem Revier ab?

Nun ja. Mittlerweile setzte dann also die Dämmerung ein und die sieben ‚Kleinen‘ waren immer noch glücklich auf dem Teich unterwegs.

Aber, wer Enten kennt, weiß: Enten können IMMER fressen. Also lockte der Hausherr mit einem lecker gefüllten Futtereimer die Enten vom Teich (was gelang) in Richtung Villa Huhn (was ebenfalls gelang). Und zwar nicht nur in Richtung Villa Huhn sondern auch vollständig hinein. Als Belohnung bekamen alle sieben noch eine anständige Futterration.

Geschafft.

Am nächsten Morgen öffnete sich die Klappe automatisch und wir sahen sieben glückliche Enten im Entenmarsch Richtung Teich watscheln.

Und nach einem Tag voller Spaß lockten wir sie abends wieder hinein.

*

Das geht jetzt seit einer Woche so. Morgens dürfen sie allein heraus – werden aber bei der Villa Huhn gefüttert und kontrollieren diese Futterstelle auch mehrmals täglich. Und das abendliche ‚Einlochen‘ der Enten wird immer einfacher. Auf Lockruf kommen sie vom Teich und fast ganz allein hinterher bis zur Villa Huhn. Wenn sie den Hausherren tagsüber im Garten finden, belagern sie ihn so lange, bis er ihnen den Boden im Garten umgräbt und ihnen somit leckerste Regenwürmer serviert. Auf eiweißhaltige Nahrung sind die Kleinen total scharf. Richtig glücklich war der Hausherr, als er sie mit IN (!) das Gewächshaus nahm und sie dieses gründlich nach Schnecken absuchten.
*

So.

Jetzt haben wir also 15 (in Worten fünfzehn) glückliche aber flugfähige Stockenten (davon drei gelbe) auf dem Hof. Und alle haben einen Platz in unserem Herzen.

*

Das wird schwer.

 

*** Zuwachs in Entenhausen ***

Diesen Sommer hatten es unsere Enten schwer mit Nachwuchs.

Wir haben jetzt aktuell zwar acht Enten auf dem Teich, aber wenn es im Frühjahr ans Brüten geht, ziehen unsere Enten irgendwie immer den kürzeren . . .

Die erste fremde Ente brütete sehr früh und war, wenn ich mich recht erinnere (ist der Sommer schon wieder so lange her?) Anfang Juni schon durch und entführte 13 (?) kleine Entenküken von unserem Hof.

Danach meinten unsere Enten und eine fremde gleichzeitig, es wäre doch toll, hier ihre Eier auszubrüten. Gesagt getan. Fremde Ente 2 setzt sich uns Entenhaus. Eigene Ente setzt sich daneben, andere eigene Ente baut sich ein Nest im Garten unter irgendeinem Kriechstrauch.

Das Ende vom Lied: Das Nest der Gartenente wird vom Marder leergeräumt, sie hat danach allen Mut verloren, bei der fremden Ente schlüpfen 15 (!) Küken mit denen sie nach wenigen Tagen den Hof verlässt. (Im Übrigen: 15! 15 kann nur heißen, dass unsere dämlichen Enten in das fremde Nest auch noch Eier gelegt haben – na toll!)

Dann endlich schlüpfen unsere ersten eigenen Enkelküken. Und dabei sind sogar quietschegelbe Enten – über die hatte ich aber, glaube ich, schon berichtet? Unsere Freude war riesig. Und genauso riesig war unsere Trauer, als wir von einem Wochenendausflug wiederkamen und nicht ein einziges Entenküken mehr am Leben war. Wir fanden nur ein einziges, quietschegelbes tot auf den Seerosenblättern liegen.

Lange war das Rätselraten groß, was wohl passiert war. Ob unsere Entenmama  die Kleinen hat verhungern lassen?

Des Rätsels Lösung erhielten wir, als unsere Altente Trudi fast gegen Ende des Sommers auch noch begann, zu brüten. Am 12- August schlüpften Trudis Küken.

Am Anfang schwamm Trudi mit nur drei Küken über den Teich. Zwei braune und ein weißes. Und noch während wir unsere Freude kaum fassen konnten, hatten die großen Enten ein kleines braunes Küken erledigt.

Mit dem Schnabel über den Hals gefasst, einmal kräftig geschüttelt – und zack fertig. Ende mit Küken.

Jetzt begriffen wir, welches Drama sich vor einigen Wochen abgespielt haben musste. Uns kamen im Nachhinein noch die Tränen. Nun gab es natürlich nur eine einzige Möglichkeit – nämlich Trudi die Küken abzujagen und selber großzuziehen. Auch wenn wir darauf dieses Jahr schon wieder eigentlich keine Lust hatten. Aber diesem Elend zuschauen konnten wir auch nicht.

Und da piepte es schon wieder im Entenhaus. Da waren noch mehr Küken geschlüpft. Der Hausherr fasste die blitzschnelle Idee die Küken gar nicht erst auf den Teich ‚entkommen’ zu lassen und sammelte sie ratzfatz aus dem Entenhaus ein. Dort warteten noch fünf Kleine darauf, von der Mutter abgeholt zu werden. Dann gelang es uns noch die zwei einzufangen, die bereits mit der Mutter unterwegs waren . . .

. . . und so kam es, dass wir auch dieses Jahr wieder Entenelten waren.

Sind sie nicht süß?

 

*** Korrektur ***

O.K.

Auch wenn es mir fast körperlich weh tut, zugeben zu müssen, dass ich Unrecht und Ihr Recht habt, aber : JA – Ihr habt RECHT.

Dieses ist KEINE Silberdistel. Es ist eine ESELSDISTEL. Und zwar ein besonders schönes Exemplar. Zu Anfang versuchte ich noch den Beweis zu erbringen, dass die weltweite Müllhalde (Danke Mechatroniker für die characktervolle Benennung) sich irrt, aber als ich einen gebundenen Naturführer aus wahrem und echten Papier hinzuzog, konnte ich der Wahrheit nicht mehr länger aus dem Weg gehen.

Was mir das ganze allerdings etwas versüßt, ist der Umstand, dass ich demnächst meinen allwissenden, oberschlauen Schwiegertiger korrigieren darf. Ha! Allein die Vorfreude darauf ist unbezahlbar . . .

Eselsdistel

Eselsdistel

Hier also ein weiteres Bild von unserer wunderschönen ESELSDISTEL:

So, das wäre jetzt raus.Und noch eine Entschuldigung an die Silberdistel, dass ich sie so klassisch verwechselt habe.

(*undvielenvielenDankfürEuregemeinschaftlicheInfo*) 😉

*

O.K.

Und weil wir jetzt schon mal dabei sind, gebe ich öffentlich bekannt, dass Susanne dieses Jahr nach Küken vorn liegt. Da kann ich mit meinen 1 + 5 + 3 = 9 einfach nicht mithalten. Ich hatte schon extreme Schwierigkeiten, die fünf zusätzlichen Eier unter der Glucke zu übersehen . . . Und hübsch sind Ihre Kleinen. Da kann Frau fast neidisch werden. Was ist das eigentlich für eine Rasse, die Du da hast? Könnten wir nächstes Jahr mal über einen Bruteiertausch nachdenken?

*

So, und jetzt ist aber gut.

😀

 

*** Wussten Sie schon . . . ***

. . .

* dass knapp drei Ferienwochen fast wie im Fluge vergehen können? Man muss auch gar nicht unbedingt selbst mit Ferien haben. Es genügt völlig, den Tagesablauf ein wenig zu entschleunigen, um einen herrlichen Entspannungseffekt zu erzielen. Wäsche heute nicht geschafft? Ach, nicht schlimm – mach ich morgen, oder übermorgen, oder . . .

* dass man auch Regenwetter ganz entspanntgenießen kann? Einfach der Silberdistel vorm Fenster beim Wachsen zuschauen. Oder einfach die Regentropfen am Fenster fotografieren und ganz genüsslich auf dem Handy durch sämtliche Filter laufen lassen, während man Unmengen von Kaffee und Tee trinkt.

Silberdistel

Silberdistel

* dass unsere Erdbeerernte jetzt ganz langsam zu Ende und schleichend in die Himbeerernte übergegangen ist. Sehr schön das. Besser als in den Vorjahren, wo teilweise Erdbeeren und Himbeeren und Süßkirschen zeitgleich reif wurden. Aus den letzten Erdbeeren und den ersten Himbeeren und den ersten superfrühen schwarzen Johannisbeeren haben wir eine Drei-Frucht-Marmelade kreiert – lecker. Das machen wir bestimmt noch mal in den nächsten Jahren.

* dass sich 17 Kilo Süßkirschen in der Plantage ganz unmerklich extrem schnell pflücken lassen. Hinterher stellt man fest, dass alle diese ja auch verarbeitet werden müssen. Und ja, gegessen haben und tun wir immer noch eine Menge. Was im Übrigen dazu führt, dass ich mich zu einer hocheffizienten Biogasanlage entwickelt habe. Abgesehen von dem kugelrunden geblähten Bauch und den unzähligen Kalorien, die sich inniglich an meine Hüfte schmiegen. Denn, wie ich gelernt habe, hat Fruktose mehr Kalorien als Glucose. Lecker, das!

* dass es eine wahre Freude ist, unserer Glucke mit ihren fünf Küken beim Auslauf zu zuschauen. Mittlerweile sind die Wonneproppen so groß, dass sie nicht mehr durch die Löcher im Zaun passen und erschrecken nun auch nicht mehr die Nachbarn, weil sie plötzlich auf dem Parkplatz herumlaufen. Und sie lernen, sehr zur Freude des Hausherren, von ihrer Mutter ausgiebiges Scharren. 😉

Kueken-10

Kueken-10

* dass man nicht unbedingt ganz nervös Flügel halten muss, beim Küken kriegen? Unsere Glucke Nummer zwei hat so ganz nebenbei 3 flauschigen gelben Federbällchen den Weg ins Leben bereitet. Damit sind wir jetzt bei 9 Küken in diesem Jahr. Drücken wir unseren Jüngsten mal die Daumen, dass sie genau so gut über die Runden kommen, wie die 6 anderen bisher. Ich hatte dem Hausherren versprochen, der Glucke keine Eier unter zu legen. Nächstes Jahr verspreche ich ihm dann, aufzupassen, dass die anderen Hühner ihre Eier nicht in das Gluckennest legen.

Kueken-9

Kueken-9

So.

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Genügt das als Lebenszeichen?

Ich werde jetzt noch ein wenig Instagram huldigen und dann anschließen komplett tiefenentspannt ausgiebig mit den Zehen wackeln üben.

😉