Schlagwort-Archive: Küche

*** In den Fängen der Bestie ***

Leider werde ich die Küche wohl NIEMALS WIEDER verlassen können:

 

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*** Deutsche Wertarbeit ***

Heute ist mal wieder so ein Tag. So einer von denen. Sie wissen schon.

Einer von denen, wo man am besten gar nicht erst aufsteht.

Da ich es aber trotzdem getan habe, also aufgestanden bin, muss ich mit den Konsequenzen leben.

Es ist nämlich so, ich habe schon wieder einen Haushaltstipp für Sie . . .

Wenn man das Gefühl hat, die Küche könnte mal wieder eine kleine Grundreinigung vertragen, ist es sehr hilfreich, zu Motivationszwecken etwas sehr feinkrümeliges sehr weitreichend zu verstreuen. Das habe ich ganz spontan mit Vanillepulver (Scheixxeteuer das Zeug, aber was tut man nicht alles!) erledigt.

Für den Fall, dass einem das aufgefegte Gefühl in der Küche hinterher wohl doch noch nicht gut genug ist, darf man gerne noch angerührtes Puddingpulver (was eigentlich in das künftige Rhabarberkompott gehört) hinterherwerfen.

Nichts macht sich Anlass zum Wischen so gut wie fein verspritzte Stärkemasse.

Dafür glänzt jetzt die Küche. Sogar der Herd, nachdem wir die Glasfront abschrauben mussten, weil das Zeugs zwischen Isolierung und Glasplatte gelaufen war. Strike!

Glücklicherweise habe ich einen sehr mitfühlenden Hausherren.

Dieser nahm mich nach Abschluss der Wischarbeiten (bei denen er einen sehr wirkungsvollen Beitrag leistete) tröstend in den Arm und meinte:

„Dafür, dass Du zwei linke Hände und alles Daumen hast, machst Du das alles hier aber echt toll.“

Bitte einmal zurück auf Start!

*** Haushaltstipp Nr. 2 ***

Wenn die um die Zufriedenheit des Hausherrn bemühte Hausfrau die Milch für den Kaffee des Hausherren vorwärmen möchte, empfiehlt es sich, vor dem Einschalten der Mikrowelle die Milch auch in diese zu stellen.  Sonst kann es passieren, dass die Ehefrau nach Ertönen des Ablaufsignals der Mikrowelle etwas verdutzt in die leere selbige schaut.

Merke: Ausserhalb der Mikrowelle wird die Milch NICHT warm.

Nach Überführen der Milch in die Mikrowelle ist ein Einschalten dieser dringend zu empfehlen. Das einfache Abwarten führt zu keiner nennenswerten Erwärmung der Milch. So kann es passieren, dass die Ehefrau erfolglos auf das Ertönen des Ablaufsignals der Mikrowelle wartet und bei ausbleiben desselben etwas verdutzt die kalte Milch betrachtet.

Merke: Auch innerhalb der Mikrowelle wird die Milch nur mit Mikrowellenleistung heiß.

Pfffff, heute ist irgendwie nicht mein Tag.

*** Frischkäseküche ***

Nur ganz kurz, bevor mich der allwöchentliche Samstagsküchenwahnsinn zwischen Mittag kochen und Kuchen backen wieder voll im Griff hat.
Krohnsohn ist wieder auf dem Damm – hat wieder Hunger – und ißt wieder alles, was ihm vor’s Gesicht kommt. (Jetzt zum Glück wieder ohne üble Nachwirkungen!)

Und ich hatte in den letzten 2 Wochen wieder ein Frischkäseerfolgserlebnis. Das ging so:

Ausgangsbasis: Etwas ältere Rohmilch. Stehen lassen, bis es ungefähr so ausssieht:

Kaese-1
(Zwischendurch immer mal Rahm und ungesunde Stellen abschöpfen!)

Dann umfüllen zum Abtropfen der Molke:

Kaese-2
nach mehrmals wenden und aus der Form holen, sieht das ganze so aus:

Kaese-3
Dann trocknen lassen, in Salzlake salzen, wieder trocknen lassen.
Und zum Schluß in lecker Kräutern wälzen. Ich habe mich diesmal für Rosmarin entschieden.

Kaese-4
Nun einen Tag im Kühlschrank reifen und durchziehen lassen. Und ab damit schnellstmöglich auf den Tisch.
Ich hoffe, ich habe Euch Appetit machen können. Wichtig ist nur, dass Ihr wirklich Rohmilch, eventuell geht auch noch Vorzugsmilch, nehmt. Versucht es bloß nicht mit normaler „Frischmilch“ und erst recht auf keinen Fall mit H-Milch.

Das Rezept war natürlich nur in Kurzversion. Für Interessenten geb ich es gern auch in lang.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch allen.

*** Männerlogik und Frauenpragmatismus ***

Ich mag ja Männer. Im Allgemeinen und im Besonderen sowieso.
Aber manchmal . . .

Wir hatten Besuch.
Einen Mann.
Eigentlich ein netter Mensch, wenn man (Frau) weiß, wie er zu nehmen ist, was aber sowieso für alle gilt.

Dieser Mann also stand also bei mir in der Küche. Es hatte sich so ergeben. Und er langweilte sich. Typisch, aber auch kein Problem.

Auf der Suche nach einem Unterhaltungsthema fiel sein suchender Blick auf meine Küchenwaage. Ich gebe es zu, auch wenn ich noch so sehr edv-freak bin. Aber mit elektronischen Küchenwaagen stehe ich auf Kriegsfuß. Deshalb gibt es bei mir eine schöne, alte, mechanische Waage.
Also diese Waage, wurde betrachtet, bestaunt, ausprobiert. Und dann:

Voller Stolz sich als Mann beweisen zu können, die Ansage: „Die ist ja völlig falsch austariert. Damit kannst Du doch gar nicht richtig wiegen!“
Sprach’s und drehte das Schräubchen . . .

Aaarghh . . .

Meine Waage! Ich habe dann dem netten Menschen höflich erklärt, dass es sich auf dieser kleinen Auflagefläche gaaaanz, gaaanz schlecht macht z.B. grad mal 500 g Mehl abzuwiegen.
Also gibt es dafür Becher, Schalen sonstiges. Und mit denen, welch Überraschung, stimmt das Tara.
Basta.
Männer!!!

Aber wie gesagt, prinzipiell mag ich Sie. Solange sie meine Küche in Ruhe lassen!