Schlagwort-Archive: Kronsohn

*** Unterwegs ***

Es ist Sommer, es ist Urlaub, ich bin mit dem Kronsohn unterwegs. Es ist SEIN Urlaub. SEINE Zeit und SEINE Ziele.

Folglich lautet der Urlaubsauftrag: Kirchen & Glocken! Natürlich!

Aber alles beginnt mit einer Zugfahrt:

Und dann geht es los: Kirche auf Kirche. Schlag auf Schlag:

Aber auch Pausen sind wichtig. Gerne auch mit Streicheleinheiten: 

Bevor es wieder weitergeht: 

Aber ich habe auch noch ganz andere Bauten gefunden. Die haben hier ja vielleicht eine Architektur . . .  


Und dann, ganz plötzlich, sind vier Tage um und wir sind schon wieder auf dem Heimweg. 


Wie die Zeit vergeht. 

Advertisements

*** historisch ***

Ganz besonders stolz bin ich ja darauf, es tatsächlich geschafft zu haben, 18 Jahre lang die Spiegel-Jahreschroniken gekauft und gesammelt und abschließend zu 3 Bänden habe binden zu lassen.

So hat nämlich der Kronsohn 18 Jahre Zeitgeschichte aus seinen 18 Lebensjahren geschenkt bekommen. 

Kommentar des Hausherrn: ‚Das liest der NIE!‘ 

  
Und TROTZDEM! 

*** Nur so nebenbei ***

Ich habe mal, nur so nebenbei, eine Frage.

Wo es doch in Klein Bloggersdorf gerade Nachwuchs gibt und mir beim Aufräumen neulich so ein bisschen Sentimentalität in die Hände gefallen ist – Ihr wisst schon, die Locke des Kindes, wenn man das erste Mal die Haare schneidet (selbstverständlich erst, wenn das Kind ein Jahr alt ist) oder die ersten Milchzähnchen – so Sentimentalität halt.

So, und mein Bübchen wird ja demnächst volljährig (Oh Gott – JETZT schon?) und da wollte ich mal ganz vorsichtig anfragen, wann darf man so Zeugs wegschmeißen – ohne gleich als Rabenmutter gesteinigt zu werden?

*** Vom Kinde lernen heißt siegen lernen ***

‚Sohn!‘ sprach die Mutter kurz vor einem inneren Vulkanausbruch am Wochenende zu Ihrem halbstarken Nachwuchs.

‚Du solltest ganz dringend Deinen Schreibtisch aufräumen – bevor Du wieder zur Ausbildung fährst. Denn ich muss hier sauber machen und ich werde – versprochen – hier alles in den Müll schmeißen, was meiner Meinung nach auf dem Schreibtisch unordentlich ist!‘

Sprach’s und ließ zum Nachdruck noch etwas Dampf durch die Nase . . .

Nach Abfahrt des Sohnes und Beginn des Hausputzes erreichte die Mutter des Kronsohnes Zimmer und freute sich über den – oh Wunder – super aufgeräumten Schreibtisch des jungen Mannes.

Allerdings nur so lange, bis ihr Blick auf die Fensterbank fiel. Diese war nämlich jetzt das Zuhause für alle die Sachen, die vorher für Unordnung auf dem Schreibtisch gesorgt hatten . . .

. . . ooohhhmmm . . .

. . . ich bin ein stiller ruhiger See!

*** Spätschicht ***

Das Konzept ‚Spätschicht‘ in diese Familie zu integrieren, ist schon eine Herausforderung für die ganze Familie. Und dass, obwohl nur der Kronsohn spätschichtet.

Dieser absolviert nämlich zur Zeit ein Betriebspraktikum in Rostock. Und auch wenn ‚Spätschicht‘ für ihn bedeutet 12:00 bis 19:00 – dann heißt das für ihn trotzdem noch Heimkommen erst 20:45. Begründet durch Zugfahr- und Wartezeiten. 

Dann ist er (verständlicherweise) auch groggy und verschwindet relativ schnell in die Falle.

Ich sehe ihn also nur morgens kurz beim Frühstück und kurz abends.

Nun möchte man anmerken, wenn er sonst zwei Wochen lang 500 km weit weg ist, sehe ich ihn ja auch nicht. Es ist also keine gänzlich ungewohnte Situation. 

Stimmt im Grunde.

Aber.

Aber wenn er sonst 500 km weit weg ist, hat er auch keine Chance hier ein irgendwie geartetes Chaos zu verursachen. Jetzt hat er die Chance. 

Und nutzt sie.

Und immer wenn ich nach Hause komme, ist keiner da, den ich als Verursacher zusammenstauchen kann. 

Und wenn er dann spätabends kommt, habe ich natürlich meine Ordnung wieder hergestellt. Und er versteht selbstverständlich gar nicht, worüber ich jetzt mit ihm diskutieren will. Es ist doch alles schick ordentlich.

Das Konzept ‚Spätschicht‘ ist also eine Herausforderung für die ganze Familie.

*** Familie ***

Es ist Mittwoch, der 23. Dezember und endlich ist auch der Kronsohn wieder zu Hause. 

Wir sind wieder eine richtige Familie.

Der erste große Redefluss ist abgehört, im Backofen blubbert zukünftige Orangenmarmelade und wir liegen gemütlich auf Sesseln und der Couch.

Der Kronsohn hat für heute die Musikauswahl zusammengestellt und Grieg, Jarre, Gilmoure wechseln sich ab.

Dann plötzlich Hermann van Veen mit ‚Lucas‘.

Mir schießen die Tränen in die Augen und ich muss dieses Kind, mein Kind, einfach nur knuddeln.

Manchmal ist es eben einfach, wie es ist.

*** Von kalten Wassern und so ***

Ich bin ein bisschen fix und fertig, denn ich bin heute mehr als 1.000 km (bei)gefahren, habe den Kronsohn ins nahezu kalte Wasser geworfen und musste ihn allein in der Fremde zurücklassen, damit er etwas lernt

Er wird jetzt erwachsen.

Mein Mutterherz leidet ein wenig. 

Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte. Ich muss ein bisschen weinen.