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*** Herbst ***


*


Kann auch schön sein.

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*** Das Ende vom Sommer ***

Im August endet plötzlich der Sommer. Von einem Tag zum anderen ist nicht mehr alles in vielen Farbvarianten grün, denn dann sieht man plötzlich schüchternes gelb und verschäntes braun. Wenn der Weizen am Haus geerntet ist beginnt der Herbst. Es riecht morgens nach Erde, nach Nebel und nach Müdigkeit. Die Sonne kämpft sich langsam über den Wald und tut sich schwer mit dem Nebelschwaden. 

Aber wenn sie es dann geschafft hat, dann ist doch wieder Sommer. Es ist warm, dass man die Socken ausziehen und barfuß laufen kann. Der Tau auf den Wiesen hält sich aber die Schmetterlinge fliegen noch, die Vogel lärmen noch. Aber gegen Abend ist wieder Herbst, werden die Schwalben mehr und sammeln sich und bereiten den Abschied vor. Den Abschied von Hitze, von bunten Blüten, Hummeln und Schäfchenwolken auf blauer Himmelswiese. Das Feld ist braun und stoppelig und die Schwalben nehmen den Sommer mit.

*** Entschleunigen ***

Einfach mal auf der Rückfahrt von einem Termin nicht über die Autobahn fahren, sondern über die Landstraßen. Auch wenn es eine Stunde kostet, es trotzdem tun, weil es so schön ist.

Dieser Herbst. Dieser Sonnenschein. Dieses Lächeln der Natur.

Die leuchtend bunten Blätter an den Bäumen die den Sonnenschein tausendfach zurückwerfen.

Bunt eingefärbte Ackkerränder.

Wirbelnde Blätter hinter dem Auto vor Dir.

Gelbe Farne unter rotgelbgrünen Bümen. Sonnenlicht, welches Dir zwischen die Bäume hindurch zuzwinkert.

Die sanften Hügel der Mecklenburgischen Schweiz in den schönsten Herbstfarben.

Gänse, die von einem Acker auffliegen. Rehe, die am Waldrand äsen.

Einfach nur genießen. Sich freuen. Lächeln. Einfach nur sein.

   

*** Willkommen Herbst ***

Alles hat seine Zeit. 

  
   

  
    
   
  

 
Immer nur Sommer wäre doch auch langweilig – oder?

*** Im Herbst . . . ***

Es ist Herbst. Zum Glück ein schöner. Langsam färben sich die ersten Blätter. Der Gingko wird gelb, die Lärche orange und der Hasel rostbraun. Morgens sieht man erste Nebelschwaden ziehen und bevor es richtig kalt und ungemütlich wird, bäumt sich der Garten noch einmal auf. Noch schnell . . .

. . . die letzten Ringelblumenblüten pflücken und trocknen, für den Tee im Winter . . .

Ringelblumen

Ringelblumen

. . . noch schnell . . . die Pfirsiche zu Kompott und Marmelade verarbeiten . . .

Pfirsich-Kompott

Pfirsich-Kompott

. . . noch schnell . . . die Pflaumen für das Mus vorbereiten . . .

Pflaumen

Pflaumen

. . . noch schnell . . .dem Igel im Garten ‚Gute Nacht‘ sagen . . .

Igel

Igel

Es ist schön im Herbst.

*** Früher … ***

Früher als ich klein war und ein Kind, habe ich den Herbst geliebt. Den Herbst mit seinen Farben und Gerüchen. Das leuchtende Rot und Gelb der Bäume und den Landgeruch, wenn die Felder wieder umgepflügt und braun waren.

Aber am meisten habe ich es geliebt, wenn sich mein Vater die Zeit nahm und nur mit mir allein Pilze sammeln ging. Das war schon was. Bei zwei weiteren Geschwistern den Vater mal ganz allein für sich haben dürfen. Ich fand es toll. Wir redeten über alles und nichts, während wir durch den Wald streiften und mit dem Blick den Waldboden nach Pilzen absuchten. Hatten wir einen unbekannten Pilz gefunden, schlug mein Vater das Pilzbuch auf und bestimmte ihn. Spannend das! Am gruseligsten fand ich immer, wenn er einen kleinen Bissen vom Pilz nahm und ihn sorgfältig zerkaute – hmmm, stimmt, ein ganz klein wenig pfeffrig! Ich hatte immer so eine Angst um ihn. Glücklicherweise spuckte er immer alles wieder aus und heute bin ich mir nicht mehr sicher, ob er dieses Kosten bei wirklich giftigen Pilzen auch praktiziert hätte. Ich war jedenfalls immer schwer beeindruckt.

Und welche wundersamen Pilze wir fanden . . . Violetter Rötelritterling . . . ein ganz hervorragender Speisepilz . . .  las mein Vater im Buch, schnitt ihn vorsichtig ab und legte ihn achtsam in den Korb. Auch wenn wir ihn nie gegessen haben – er wurde von der strengen Qualitätskontrolle zu Haus immer aussortiert, bewundert haben wir ihn jedes Mal, wenn er uns vor die Füße kam.

All diese Erinnerungen kommen jedes Jahr im Herbst wieder hoch. Im Herbst, wenn die Pilzzeit beginnt. Denn auch der Hausherr ist begeisterter Pilzsammler und wir zwei genießen in der Stille des Waldes gemeinsam die Auszeit von Haus und Hof und Arbeit.

Und da wir ja nun kinderlos sind und unsere Zeit glücklicherweise frei einteilen können (arbeiten wir halt nachmittags und abends – na und) können wir auch mitten in der Woche Pilze sammeln gehen. So wie vorgestern . . .

. . . Fortsetzung folgt