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*** Für Sie herausgefunden ***

Ich habe eben herausgefunden, dass es keinen Sinn macht, auf der Computertastatur ganz lange auf das ‚s‘ zu drücken. Es erscheint definitiv kein ‚ß‘. Es erscheinen stattdessen ganz viele kleine ‚s‘ auf dem Bildschirm.

Orrrr.

Ich würde sagen: eindeutig handygeschädigt.

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*** Dicht daneben ist auch vorbei ***

Heute mal ein Beitrag zur Erziehung. Erziehungsratgeber gibt es ja bekanntermaßen soviele wie Pilze im Walde nach einem herbstlichen Regenschauer. Jetzt veröffentliche ich doch auch einfach mal einen. Vielleicht lohnt sich das ja sogar und ich schreibe irgendwann ein Buch darüber. Der Titel könnte ungefähr so klingen: ‚Und erstens kommt es anders als man zweitens denkt.‘ Auch wenn das nicht von mir ist – und der Ausspruch mit Sicherheit keine Seltenheit ist – aber das trifft es perfekt.

Die meisten Eltern haben ja bei der Aufzucht ihrer Brut eigentlich nur deren allerbestes Wohlsein im Kopf. ErSieEs möge klug, gebildet, erfolgreich uswusf sein.

Das geht uns ganz genauso. Und deswegen haben wir auch schon Fussel am Mund wegen der Dauerschleifepermenentwiederholung von Aufforderungen wie ‚Sitz gerade – Mach den Mund zu – Nimm den Ellenbogen vom Tisch, Mach dieses, Lass jenes, *HierIhreneigenenbevorzugtenTexteinsetzen*‘ Kennt Ihr. Bestimmt!

Da aber alles Reden häufig zum linken (oder rechten) Ohr rein und durch das rechte (oder linke) wieder rausgeht und dabei so wenig Hirnwindungen wie möglich berührt, haben die Eltern Spätlese beschlossen, nur eigene Erfahrungen lehren ernsthaft. Denn wie soll der Kronsohn zum Beispiel lernen, mit Geld und Handy umzugehen, wenn er beides nicht zur Verfügung hat?

Ihr bemerkt das bekannte, gefährliche Gebiet, auf welches wir uns nun begeben?

Also bekam der Kronsohn zu Weihnachten endlich das heißersehnte Handy.

Gedanken über den Tarif haben wir uns natürlich auch gründlich gemacht. Eine Ankopplung an unsere Tarife in Form einer ‚Partnerkarte‘ fanden wir nicht sinnvoll. So würde der Kronsohn ja gar nicht mitbekommen, was so ein Handy an Kosten verursacht. Richtig soweit? Also landeten wir selbstverständlich bei einem der vielen Prepaid-Tarife. Prima – dachten wir, jetzt kann das Kind mal sehen, dass nix umsonst ist. Ein monatliches Taschengeld wurde eingerichtet und der Plan war, dass er lernen sollte, mit 15,- € im Monat (maximal mögliches Maximum) auszukommen. 

Jetzt konnte die Telefonparty also beginnen.

Und an dieser Stelle beginnt sich die sprichwörtliche Spreu vom Weizen sprich Dichtung von der Wahrheit zu trennen. Denn der Kronsohn hatte mitnichten nur 15,- € im Monat für Telefongeld zur Verfügung. Er hat nämlich 2 Paar Großeltern, diverse Tanten und außerdem freundliche Nachbarn. Und gute Gelegenheiten gibt es allemal. Zeugnisgeld, Ferientaschengeld, Geburtstagsgeld . . .

Jedenfalls sind wir eine große, liebevolle, einfühlsame Familie. Denn nun hat der arme Junge ja mit fast 14 erst endlich sein Handy, da muss er doch auch wenigstens telefonieren können, wo er doch die Woche im Internat ist . . .

Dabei haben wir alle vergessen, dass angerufen werden den Kronsohn eben NICHTS kostet, Internet und Lieder-(undwasweißich)-Download aber sehr wohl.

Jedenfalls mussten wir bemühten Eltern einsehen, dass diese ‚Handy-kostet-Geld-Erziehungsmaßnahme‘ geradezu wirkungslos verpufft ist. „Handy kostet Geld? Ja, aber hab ich doch. Ach so, Mama, könntest Du das hier auf mein Sparbuch einzahlen?“ Spricht der Kronsohn und wedelt mit einem Wochenhaushaltsgeld vor meiner Nase.

An dieser Stelle muss ich nun einfach mal bei Josephine klauen, aber es geht grad gar nicht anders:

Kopf —> Tischkante

Und pssst, kommt mal dichter, ganz leise. Also, pssst, wenn ich ehrlich bin, habe ich keinerlei Überblick darüber, wieviel der Kronsohn denn nun seit Weihnachten telefoniert hat. Wenn ich das aufaddiere, wovon ich die Quittungen hier habe, bin ich locker bei 30,- € im Monat. Seit Weihnachten.

Das Kapitel 1 in meinen Erziehungsratgeber heißt also: ‚Wie Ihr Kind auf keinen Fall lernt, Handykosten unter Kontrolle zu halten.‘

Das war also nix. Blöderweise weiß er nun, wie er das Handy aufladen kann. Das sollte er ja schließlich auch lernen, um selbständig zu sein.

Irgendjemand eine Idee da draußen?

Eine funktionierende?

*** An den unehrlichen Finder ***

Sehr geehrte /r Finder /in unseres iPhones.

In dem Mietwagen mit dem Kennzeichen HH-JM 7113, welcher in der Nacht von Freitag (24.09.) auf Samstag (25.09.) zwischen 1:00 Uhr und 2:00 Uhr bei Europcar am Flughafen Berlin Schönefeldt abgegeben wurde,  hatte der Hausherr sein iPhone vergessen. Da in dem schwarzen Loch welches sich im Armaturenbrett über dem Radio befindet. Blöd. Oberblöd. Aber blöderweise passiert.

Noch bevor das Flugzeug startete wurde Kontakt zu Europcar aufgenommen und die sicherten zu, es umgehend per UPS zu uns nach Haus zu schicken. Stellen Sie sich das vor. Da stehen 5 Männer um das Auto. Sehen (!) das Handy da drin, aber der Schlüssel ist schon im Nachtsafe. Und müssen jetzt der Hotline vertrauen, die Ihnen zusichert, er würde es in den Rechner eingeben, so dass am nächsten Morgen alles für die Rücksendung organisiert ist. Schließlich müsssen alle zum Flieger, einchecken.

Am Morgen dann, war plötzlich alles nicht mehr wahr. Kein Handy da. Das Reinigungspersonal macht alles gründlich sauber und hätte auch noch mal ausgiebig gesucht (das glaub ich gern). Aber es wäre kein Handy da.

Komisch nur, dass im Laufe des Vormittags das Handy ausgeschaltet wurde. „Der gewünschte Teilnehmer ist derzeit nicht zu erreichen!“ (Da der Akku gerade frisch aufgeladen war, muss es ausgeschaltet worden sein.) Also wird es irgend jemand gefunden haben. Da das Auto nach Aussage von Europcar zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiter vermietet worden war, wird es kein neuer Kunde gewesen sein. Stellt sich die Frage wer?

Irgendjemand. Und es bleibt nur Europcar. Welches Subunternehmen auch immer für diese Firma die Autos reinigt – der Schatten fällt auf die Autovermietung.

Ich bin enttäuscht. Und ich bin verletzt, wegen all der privaten Daten auf diesem iPhone, die jetzt irgendwo durch die Gegend schwirren. Das Photo des Kronsohnes auf der Innenseite der schwarzen Lederschutzhülle und alle anderen privaten Fotos auf dem Handy. Von den ganzen anderen Telefon-Nummern und Daten ganz zu schweigen.

Aber ganz besonders verletzt bin ich wegen des Verhaltens von Europcar. Auf meine (wiederholte) Anfrage, ob das iPhone zwischenzeitlich abgegeben worden sei, wurde mir mitgeteilt, ich sollte meine böswilligen Unterstellungen lassen, dass das Personal dort unehrlich sei. Vielleicht wäre das Handy ja auch gar nicht dort im Auto vergessen worden.

Das ist durchaus möglich. Aber wenn 5 Leute sich daran erinnern, dass es im Auto lag, es dort nachweislich durch die Autoscheibe gesehen haben? Und wenn im Laufe des Samstag Vormittags das Handy plötzlich ausgeschaltet wird?

Wer ist da böswillig? Und wer ist da ignorant? Wer ist unehrlich?

Das liebe Firma Europcar wirft ein ganz, ganz schlechtes Licht auf Euch. Auch wenn nach Euren Angaben noch viel teurere Dinge als iPhones vom Reinigungspersonal im Fundbüro abgegeben werden.

Das kann ich mir nun aber gar nicht mehr vorstellen.

Danke lieber Finder, für das Licht, dass Du auf Europcar wirfst.