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Unser Garten, der Hausherr und EM

Sehr geehrter Herr Buddenbohm,

ich habe lange gebraucht, um mich dazu durchzuringen, Ihnen etwas ausführlicher zu Ihrem Artikel, in welchem Sie ganz kurz EM erwähnten, mit einem eigenen Blogpost zu antworten. Das Netzt ist so voller Meinungen – man liest 10 Beiträge und hat 11 Antworten. Ob es um Kindererziehung oder oder oder . . . geht. Und da wollte ich mich eigentlich nicht einreihen.

Den endgültigen Anschubs gab dann der Hausherr (an welchen ich den von Ihnen verlinkten Artikel der faz.net einfach mal geschickt habe.) Sagen wir mal so, das Internet ist gr0ß und weit und jeder darf im Grunde schreiben was er mag, auch wenn er davon keine Ahnung hat.

Ich vermute mal, Herr Albrecht hat noch nicht viel mit EM zu tun gehabt. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, Herr Albrecht hat wahrscheinlich auch keinen Garten. Bedauerlicherweise stellt Herr Albrecht Herrn Teruo Higa einfach als Japaner dar, der das EM erfunden hat. Ehrlich wäre gewesen, zu erwähnen, dass dieser in Japan Professor für Gartenbau ist und auf dem Gebiet des natürlichen Landbaus forscht. Aber dann wäre Herrn Albrecht wohl wahrscheinlich selbst aufgestossen, dass er da recht herablassend über etwas schreibt, wovon er selbst keine Ahnung hat.

Da Sie, Herr Buddenbohm, nun aber stolzer Gartenbesitzer sind, werden Sie auch irgendwann mit den Problemen eines jeden Gärtners zu tun bekommen. (Logisch?) Sie werden Schnecken , Blattläuse, Kartoffelkäfer und Ameisen und und noch kleineres Viehzeug von Ihren Pflanzen und Früchten fernhalten wollen und dabei mehr oder weniger erfolgreich sein. Alles irgendwie machbar und beherrschbar.

Aber wenn Sie Pech haben, wird irgendwann die weiße Fliege in Ihren Garten einfallen. Lassen Sie sich nicht vom Namen täuschen, dieses Mistvieh kommt sehr gern auch außerhalb von Gewächshäusern vor und ist quasi der Endgegner jeden Gärtners.

Hier kommt nun EM in’s Spiel. Ob es nun den Boden verbessert oder nicht, das können wir auch nicht beurteilen – aber eines tut ist, es hält diese kleinen elenden Mistviecher in Schach. Der Hausherr sprüht regelmäßig mit einer Obstspritze dieses EMA auf die Pflanzen (vorsichtig mit jungen Gurken und Melonen, die sind sensibel) und schafft so ein Klima, welches die weiße Fliege als  höchst unangenehm empfindet und lieber weiterzieht, statt sich niederzulassen. Er praktiziert das nun schon mehrere Jahre und stellt mittlerweile sein eigenes EMA her.

Um noch Bezug zu den Kommentaren unter Ihrem Artikel zu nehmen – wir sprühen das Zeug nicht im Hühnerstall an die Wände, aber wir geben es den Hühnern gelegentlich ins Trinkwasser. Die lieben es und wir haben den Eindruck, es schadet ihnen nicht.

Wir trinken es gelegentlich auch selbst und der Hausherr nutzt es als das ultimative Gegenmittel zu Sodbrennen. Einfach ein, zwei Schluck EMA und man schluckt das Sodbrennen gleich mit runter.

Verbannen Sie EM also bitte nicht einfach in die Esoterikecke, sondern probieren es aus und bilden sich lieber eine eigene Meinung.

Mit freundlichen Grüßen

Frau Spätlese

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*** Bin im Garten ***


Dort ist es schon ganz schön schön:


Oder aber auch so schön schön:


Geht grad‘ so. Ich kann nicht klagen.

Aber gleich werde ich weiterstricken (es gibt ein Sockenproblem), Weißbrot und Kuchen backen.

Und das reicht dann auch, glaube ich, für so einen Sonntagnachmittag.

*** Watt mutt – datt mutt ***

So, meine Lieben, das tut mir leid jetzt, aber ich muss Euch jetzt mal aus den rosaroten Puschen und dem rührseligen Adventsgedöns herausholen.

Es gibt nämlich immer noch genügend grausame Realität da draußen, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Und damit meine ich nicht, dass im Edeka das Regal mit meinen Lieblingslebkuchen leer ist oder dass im Radio schon wieder ‚Last Christmas‘ läuft.

O.k. Alle wach jetzt? 

Prima.

Dann alle Gartenbesitzer mal die Augen und Ohren weit aufsperren. Alle anderen dürfen zurück auf den Weihnachtsmarkt und sich den nächsten Becher Glühwein holen.

Also. Jetzt geht es ans Eingemachte. Mal die Karten auf den Tisch.

Hasst Ihr Schnecken im Garten genauso wie ich? Nee-nee-nee, ich meine jetzt nicht die wunderschönen Weinbergschnecken, von denen ich jede einzelne liebevoll aufsammele und in weniger gefährliche Gegenden umsiedele, auf dass sie sich glücklich vermehren.

(Da fällt mir ein, reicht man dazu Rot- oder Weißwein?)

Nein, ich meine, die richtig miesen, fiesen kleinen hellbraunen Schnecklein, die den Dill und den Salat schneller auffressen, als dass man ihn aussäen kann und die einem gern auch die Erdbeerernte streitig machen.

Genau diese MISTVIECHER meine ich.

So, und jetzt haben wir da draußen ja ungewöhnlich milde Temperaturen, welche diese Ausgeburten der Hölle dazu nutzen, einem auch noch den Wintersalat wegzufressen.

Ich.

Hasse.

Sie!

Aber jetzt komme ich.

Ich versenke nämlich einfach in den Beeten (leere und ausgewaschene) Joghurtplastebecher. Oder ähnliches. Und fülle diese mit Bier.

Ha!

Das habe ich nämlich in einem äußerst riskanten und gefährlichen Selbstversuch herausgefunden. Bier ist nämlich UN-WI-DER-STEH-LICH! 

Da kommt man einfach nicht dran vorbei.

Und das Gute ist, den Mistviechern aka Schnecken geht das genauso.

Blöd nur, dass Schnecken nicht schwimmen können. 

  
Da sieht man mal wieder, wie ungesund Alkohol ist.

Ja, auch Euer Glühwein da draußen.

So, alle Bierfallen aufgestellt? Dann dürft Ihr wieder reinkommen und Eure Adventspuschen wieder anziehen.

Ja, bitte, wenns denn sein muss auch noch einen Lebkuchen auf den Schreck. 

Und übermorgen kontrolliert und erneuert Ihr die Bierfallen.

Ach, und NEIN, Herr Strempfer, das ist KEIN Alkoholmissbrauch!

*** Sommerferien ***

Sommer!

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Sommer ist ja im Allgemeinen die Zeit, wo die Tage besonders lang sind.

Das ist toll.

So kann man den blauen Himmel und den strahlenden Sonnenschein ganz besonders lang genießen.

Vorausgesetzt, man guckt mal hoch, während man zum Beispiel fünfeinhalb Kilo Blaubeeren sammelt (Montag), diese verarbeitet (Dienstag), 25 Kilo Kirschen pflückt und verarbeitet (Mittwoch), mit dem Kronsohn zum Mobilitätstraining in die große Stadt fährt (Donnerstag) und dann endlich auch mal in das Büro darf (Freitag).

Im Sommer machen die Tage einfach nur ‚wuuuuschhhhh‘ während sie an einem vorbeizischen. Und während man in’s Bett fällt glaubt man noch kurz, dass man morgen dann bestimmt endlich Zeit zum Bügeln hat und schon ist man eingeschlafen.

Sommer!

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Im Sommer macht man für den Garten Kronsohn auch mal ein paar Tage frei und wandert mit Eltern und Schwesterherz durch die sächsische Schweiz und quetscht dafür die Büroarbeit von 4 in 3 Wochen. Die man dann auf 2 kürzen muss, weil einen sämtliche Bären Beeren des Gartens hinterrücks überfallen und von einem Tag auf den anderen plötzlich reif sind.

Erwähnte ich schon, dass ich Stachelbeeren liebe? Und Johannisbeeren und Brombeeen und Himbeeren und Erdbeeren sowieso?

Aber egal.

Es ist Sommer.

Und alles ist gut!

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***Ohhh weeehhhh ***

Um es gleich vorneweg zu sagen, Schuld daran ist nur das verdammte Mitleid.

Mitleid hatte ich nämlich mit dem armen Hühnerpack, welches aufgrund der Verwehungen auf seinem Hühnerhof immer noch bis zum Bauch im Schnee steht. Beziehungsweise stehen würde, wenn es dort auf dem Hühnerhof stehen würde. Da die Hühner aber Schnee doof finden, tun sie nicht einmal das.

Also hatte ich wie schon gesagt Mitleid und habe ihnen das Torchen geöffnet, auf dass sie wenigstens ein wenig auf dem Hof laufen und picken können. Dort habe ich ja schließlich eine anständig große Fläche vom Schnee befreit und die Sonne tut nun ihr übriges.

Aber.

Aber natürlich ist jetzt erstens ein gedankenloses in nur Hausschuhen Bertreten des Hofes aufgrund zahlreicher Tretminen nicht mehr zu empfehlen und außerdem zweitens, was viel, viel, viel schlimmer ist, hat das Pack natürlich SOFORT die Stellen am Haus gefunden, wo tatsächlich der Schnee schon den Mutterboden für die Frühblüher freigegeben hat.

Dort graben sie jetzt um.

Gründlich.

Im Kampf Hühner gegen Frühblüher steht es jetzt bereits 7 : 0. Und sie sind noch nicht fertig.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich brauche DRINGEND einen Landschaftsgärtner, der es schafft, dass bis morgen Nachmittag, wenn der Hausherr hier wieder aus dem Ski-Urlaub aufschlägt, der Garten erstens wieder als solcher bezeichnet werden kann und zweitens auch vom Hausherren als SEIN Garten wiedererkannt wird.

Wie ich bereits sagte. Oh weh!

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*** Die machen mir nicht auf . . . ***

. . . beschwerte sich gestern der Kronsohn bei unseren Nachbarn. Nachdem er nämlich für sein heiß und innig geliebtes Glockenhobby mal eben 3 Stunden im Dorf sprich bei der Kirche und beim Pastor unterwegs war. Stolz kann ich berichten, dass er sich das alles selbst organisiert hatte. Also vormittags den Pastor ausfindig machen, ihm den Herzenswunsch verständlich machen und für nachmittags einen Termin zur Turmbesteigung und Glockenbesichtigung vereinbaren. Stolz bin ich auf meinen großen Jungen.

Während dessen sagten wir dem immerunkrautgrünen Möhrenbeet den Kampf an. Ja, ich sagte ‚wir‘. Ich weiß, ich muss jetzt 3 rote Kreuze im Kalender machen. Frau Spätlese im Garten . . . zum Arbeiten . . .

Egal.

Jedenfalls hatten wir das Telefon zwecks Hören der Torklingel mit im Garten. Dicht genug am Haus für den ausreichenden Empfang und in einem Eimer als Schutz gegen Staub und Fussel und Krabbeltierchen. Und prompt hörten wir es nicht klingeln.

Einmal nicht . . . zweimal nicht  . . . Oh weh. Aber das Kind wusste sich zu helfen und meldete sich mit eben diesem Spruch bei unsern Nachbarn.

Und irgendwann erhaschte der Hausherr doch so etwas wie ein winzig kleines schwaches Klingeltönchen des Telefones. Das war, als der Nachbar schon über den Zaun gestiegen war um zu gucken, ob uns nicht etwa was passiert ist. Weil sie nämlich unseren Sohn schon eine halbe Stunde bei sich beherbergt und auch schon mehrmals bei uns angerufen hatten.

Nachdem unter viel erleichterter Freude und ehrlichen Danksagungen das Kind wieder in unseren Haushalt überführt war, sprach es ganz erfahren: „Wie gut es doch ist, dass wir so tolle Nachbarn haben!“

Das sind doch exakt meine Worte!

Und wir haben nun gelernt, dass das Möhrenbeet ganz schön abseits liegt, dass der Schall aus Eimern hauptsächlich hoch und nur ganz selten weit zur Seite reicht. Und dass das Kind einen eigenen Hausschlüssel braucht. Wir sind zwar eigentlich immer da, aber wir sind nicht immer am Telefon . . .

. . . Und groß genug ist er ja schließlich auch.

Ich überlege derzeit nun gerade, ob die Kindbetreuung durch Nachbars eventuell ausbaufähig ist. Vielleicht mit Hausaufgabenanteil. Mathematik zum Beispiel?