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*** Es ist ja wohl völlig klar . . . ***

. . . dass man nicht wirklich zum Arbeiten und somit mit seiner Zeitplanung völlig in’s Schleudern kommt, wenn es aus dem Brutautomat energisch piepst!

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*** Gerührt und nicht geschüttelt – 2 ***

Da gibt es doch heute glatt noch einen zweiten Post. So was aber auch. Da sieht man, ich bin dabei, die Entzugserscheinungen der letzten Wochen zu kompensieren . . . 😉

Aber . . .

. . .

. . . es gibt ja auch einen wichtigen Grund. Und zwar nämlich: Trudi und Rudi sind Großeltern. Seit heute offiziell. Hach. 10 kleine winzige eigene Entenküken piepsen über den Teich. Hach. Und davon sind auch noch 4 Stück so etwas von quietschegelb. Was da wohl passiert ist? 😀

Entenenkel-2

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Ganz zu Anfang (gegen Mittag) tauchte unsere frischgebackene Entenmama mit 3 (drei) Küken auf. Eines davon quietschegelb. Wir waren fasziniert und sagten: ‚Nur drei, nicht schlimm, alles ist schön. Hast Du fein gemacht‘ Und beobachteten fasziniert das kleine quietschelbe Entenküken. Aber wir hatten so ein Gefühl, als ob beim Entenhaus noch etwas piepst . . .

Warum geht sie nicht gucken, was da los ist?

Entenenkel-3

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Und heute abend waren es auf einmal 10! Zehn! Hach. Und sie vertragen sich auch halbwegs mit den großen Onkeln und Tanten und Oma Trudi und Opa Rudi – jedenfalls so lange, wie sie sich respektvoll aus dem Weg gehen.

Entenenkel-1

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So, und jetzt muss ich wieder raus.

Hach machen.

🙂

*** 12 ***

Es sind also 12!

Das außerordentlich Schöne daran ist, dass es auch nach 2 Tagen und 2 Nächten immer noch 12 sind. Auch wenn abends beim Zubettgehen immer das große Drama des ‚In das Entenhaus Kommens‘ beginnt. – Wenn 12 Küken versuchen, den Steg zum Haus hinaufzuklettern, fallen diue ersten auf der einen Seite schon wieder runter während die letzten auf der anderen Seite noch gar nicht auf dem Steg sind. Und dann die Herausforderung zu Mutti in das richtige Stübchen zu finden . . . Enormes hilfloses Gepiepse ist die Folge. So viel, dass wir uns abends selber Sorgen machen.

Aber wenn wir ganz erwartungsvoll morgens nachzählen, sind es immer noch 12.

Welch ein Glück!

Und was das ganze noch viel spannender und schöner macht, ist, dass unsere Entenmama Trudi so viel Vertrauen zu uns hat, dass sie mit den Kleinen sogar zu uns auf die Terrasse kommt. Wir können also das Entenkino aus nächster Nähe betrachten.

Und deshalb kann ich hier auch gar nicht mehr viele Worte machen, ich muss nämlich sofort wieder raus auf meinen Beobachtungsposten. Da hast Du nämlich ganz genau Recht, liebe Dompteuse.

Aber hiuer noch schnell ein paar Schnappschüsse für Euch.

Entenkueken-2

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Entenkueken-3

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Entenkueken-4

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*** Was hast Du gesagt? ***

Es früh am Sonntagmorgen, der Sohn ist für 2 Minuten ins elterliche Bett geschlüpft und kuschelt uns wach. Das gelingt ihm sehr gut, denn er lief schon eine ganze Weile barfuss und nur im Schlafanzug herum und verfügt jetzt über eines mit Sicherheit nicht mehr. Nämlich über einen schlafwarmen Körper.

Außerdem verspürt er ein immenses Redebedürfnis.

Der Hausherr hat das Bett zügig verlassen (Warum soll man wach im Bett liegen?). Folglich konzentriert sich des Sohnes Aufmerksamkeit voll auf Frau Spätlese.

„Mama, ich glaube, die Küken sind draußen.“

Hmmm, brmmm lautet die Antwort.

Mein melatoninumwölktes Gehirn räkelt sich faul auf die andere Seite und weigert sich, Kontakt mit der Umwelt aufzunehmen.

Nach einem weiteren Redefluss, der erst gar nicht IM Ohr ankommt, sondern gleich praktisch vom Kissen komplett abgefangen wird, wieder:

„Mama, ich glaube, die Küken sind draußen.“

Hmmm.

Vielleicht gibt er auf, wenn ich gar nicht mehr reagiere.

Nein, tut er nicht.

„Mama, ich glaube, die Küken sind draußen.“

Plopp, Frau Spätlese öffnet ein Auge halb. „Mmnnnnuuuuuaaaaoooobrrrrr?“

Was heißen soll: „Meinst Du, Papa hat sie schon rausgebracht?“

Das Kind guckt mich verständnislos an.

Und ich höre das Fiepen jetzt auch. So fiepen die kleinen Biester nur, wenn sie von den anderen getrennt sind. Also raus aus dem Tiefschlaf, rein in den Bademantel und auf dem Weg die Treppe runter wird das Fiepen lauter.

Fiieeepp * Fiieeepp * Fiieeepp * Fiieeepp * Fiieeepp

Und dann sehe ich es auch schon.

Ein einzelnes Küken rennt durch unser Wohnzimmer, fein säuberlich Häufchen hinter sich lassend. Wie in Dreiteufelsnamen ist denn das aus der Kiste gekommen?

Fiieeepp * Fiieeepp * Fiieeepp * Fiieeepp * Fiieeepp

Gemeinsam mit dem eilig herbeigerufenen Hausherrn fangen wir das Kleine ein und setzen es wieder zu den anderen. Und am Abend siedeln alle Entenküken über in die Villa Huhn.

Und Ihr so? Habt Ihr auch so tolle Wecker?

*** 7 Tage und 100 Prozent ***

Ihr dürft stolz und glücklich sein mit uns.

Nach einer Woche Kükenpflege geht es allen 10 Küken gut. Sie werden immer dicker und immer neugieriger.

Wir haben herausgefunden, dass ihnen gewaschene und kleingehackte Rotwürmer wesentlich besser schmecken als ungewaschene in voller Länge. Ergo haben wir jetzt immer einen kleinen Vorrat frisch gewaschener Rotwürmer im Kühlschrank. Gleich neben den Fleischmaden.

Und Brennessel wird kurz überbrüht und kleingehackt und mit hartgekochtem und fein zerkleinertem Ei und fein geschrotetem Weizen als Ganztagesnahrung gereicht.

Tagsüber haben die kleinen Piepsies einen kleinen umzäunten Bereich auf dem Rasen . . . (Wo sie mittlerweile auch versuchen, Fliegen zu fangen.)

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. . . und nachts holen wir sie in den Wintergarten. Da ist es kuschelig warm und sicher.

Kueken-1

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Allerdings müssen wir uns ganz langsam Gedanken um die Art und Weise der Umsiedlung in die Villa Huhn machen.

Denn 10 fröhlich vor sich hin verdauende Entenküken sind schon eine ganz besondere Herausforderung an den Geruchssinn. Auch, wenn sie ’nur‘ im Wintergarten sind und wir das tagsüber schön ausgelüftet kriegen . . . (Glauben wir zumindest. ;-))

*** Entenlos ***

Nun ist es doch passiert. Eigentlich erwartet und doch überraschend. Unsere Entenmama hat uns mit ihren Küken verlassen. Sicherlich ein blödes Zusammentreffen unglücklicher Zufälle. Aber sie sind alle weg.

Am Sonntag früh, auf seiner ersten Runde durch den Garten, überraschte der Hausherr die Minifamilie auf dem Rasen vor dem Gewächshaus. Und die sonst ach so wachsame Entenmama hatte geruht und ihn nicht rechtzeitig kommen hören.

Und dann hat sie sich wahrscheinlich so erschrocken, dass sie augenblicklich mit ihren Kindern losgelaufen sein muss. Nicht einmal ich habe sie am Sonntag Morgen mehr zu Gesicht bekommen.

Schade.

Hier aber für Euch und für mich zur Erinnerung die letzten Bilder:

Eine Woche vorher, am 25.07. beäugte sie noch misstrauisch unser Gartenfrühstück:

Kueken-2010-07-25

Kueken-2010-07-25

Die Kleinen wuchsen und wurden immer neugieriger und erfahrener. Sie polkten Algen und Bewuchs von der Vogeltränke. Dafür mussten sie sich noch ganz schön lang machen.

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Und sie liefen schon mal eigenmächtig auch außerhalb des Teiches durch die Gegend und erkundeten einfach alles. (Selbst die Stachelbeeren waren vor ihnen nicht sicher.)

Kueken-2010-07-27

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Entenmama flog nun immer öfter mal stundenlang fort und überließ die Küken sich selbst. Dann war es immer schön zu beobachten, wie es in jeder Teichecke mal piepste und wie sie sich aber immer wieder alle vier zum Ausruhen zusammenfanden.

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Und selbst für die Seerosenblätter wurden die kleinen Racker dann langsam zu schwer. Lange tragen die das Gewicht auch nicht mehr . . .

Kueken-2010-07-28

Kueken-2010-07-28

Etwas erstaunt waren wir, als einmal Entenmama landete und sich plötzlich überhaupt nicht mehr für die Küken interessierte. Sie hackte sogar nach den Kleinen. Mein tierliebes Herz war entrüstet und beschloss heldenhaft die Küken an Kindes Statt großzuziehen.

Aber das brauchte ich dann doch nicht. Dem Hausherrn fiel auf, dass das gar nicht unsere Entenmama ist. Diese war dunkler und das Gefieder war kontrastreicher. Kurz darauf landete auch die richtige Entenmama und für unsere Küken kam die Welt wieder in Ordnung.

Dann aber schwammen plötzlich alle vier Entenküken der ‚falschen‘ Entenmama hinterher. Erschrocken schauten wir zu und mussten gleich darauf laut loslachen. Jetzt, im Schutze der anwesenden richtigen Mama, hackten die Kleinen zurück.

Kueken-2010-07-30

Kueken-2010-07-30

Und dann war schon Samstag Abend, Entenmama wieder unterwegs, die Kleinen kuschelten sich aneinander. Ruhten sich aus von den Strapazen des Tages. Man konnte kaum Einzelheiten erkennen, so dicht saßen sie beieinander.

Kueken-2010-07-30-b2

Kueken-2010-07-30-b2

Und dieses ist das letzte Bild, welches ich von diesen kleinen munteren Kerlchen knipsen konnte. Am nächsten Morgen schon, als ich endlich aufwachte, war von der kleinen Familie nichts mehr zu hören, geschweige denn zu sehen.

Danke, Entenmama, dass du so lange Gast bei uns geblieben bist. Viel Glück auf deinem Weg mit den Kleinen. Vielleicht kommst Du ja nächstes Jahr wieder.

Und vielleicht vertragen wir uns dann ja besser.

*** da waren’s nur noch vier! ***

Wir haben tatsächlich ganz am Anfang mehrfach unabhängig voneinander gezählt und waren der Meinung: 7 Küken hat die Entenmama.

Und 7 gibt schon ein ganz schönes Gewusel.

Die muss man zur Nacht ersteinmal alle unter die Flügel bekommen . . .

Kueken-2010-07-15

Kueken-2010-07-15

Sehr scheu aber resolut bewacht unsere Entenmama ihre Küken. Sie ist sehr vorsichtig uns gegenüber, aber sie toleriert uns, beobachtet jeden unserer Schritte aufmerksam und entspannt sich ein wenig, wenn wir unsere Schritte in den Garten lenken, statt in Richtung Teich. (Wir haben sogar das Baden im Teich eingestellt – erklären sie das mal 2 Ferienkindern die als zweiten Vornamen eigentlich ‚Badenixe‘ hätten haben müssen.)

Und manchmal, ganz selten, fliegt Entenmama auch mal allein los. Nicht ohne die Kleinen zu Gehorsam und gemeinsamem Abwarten zu verpflichten.

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Kueken-2010-07-15-2

Und manchmal wandert Entenmama auch mit ihren Kleinen los. Ich weiß nicht, ob das als anschaulicher Geographieunterricht (so sieht es rings um den Teich aus) oder als Fluchtversuch (lasst uns abhauen, es ist einfach zu vermenscht hier) zu betrachten ist. Jedenfalls haben wir zwei dieser Wanderungen mitbekommen. Sie waren nämlich von plötzlichem und lautstarkem Entengezeter und Geschimpfe auf dem Nachbargrundstück begleitet. Nach der ersten ‚Wanderung‘ fehlten 2 Küken, nach der zweiten dann nur noch eines.

Jetzt sind wir jedenfalls bei nur noch 4. Und das scheint für Entenmama eine beherrschbare Anzahl zu sein.

Kueken-2010-07-17

Kueken-2010-07-17

Auf alle Fälle freuen wir uns riesig, das Entenmama beschlossen hat, (vorerst) bei uns zu bleiben. Die Kleinen wachsen von Tag zu Tag und jeden Morgen schauen wir nach dem Aufwachen erwartungsvoll aus dem Schlafzimmerfenster, ob denn unsere Minifamilie noch da und ob sie noch ‚vollzählig‘ ist.

Und wenn draußen das Wetter etwas zur Ruhe kommt und ich wieder Lust drauf habe, mich Deckung suchend im Gebüsch zu verstecken, dann gibt es auch noch aktuellere Photos.

Auf alle Fälle ist es schon jetzt ein Rekord. 10 (!) Tage nach dem Schlüpfen ist die Entenmama mit Ihren Küken geblieben. 10 (!) Tage lang jeden Tag Entenkino.