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*** Von-allem-was-Frühjahrs-Pesto ***

Im Frühjahr geht alles los. Alles! Das Viehzeug ploppt, die Bäume schlagen aus und von überall her kommen plötzlich kleine grüne Triebe, dass es eine wahre Freude ist.

Und weil im Frühjahr eben alles möglich ist, gibt es bei uns auch nur im Frühjahr unser ‚Von-Allem-Was-Frühjahrs-Pesto‘.

Die Zutaten hierfür sind ganz einfach zu ermitteln, nämlich von allem was. Wie der Name schon sagt.

Der Hausherr und ich bewaffnen uns also mit Körbchen und Messer und stiefeln in den Garten und sammeln Zeugs ein. Vorher besprechen wir uns kurz und vereinbaren, wirklich nur eine kleine, eine sehr, sehr kleine Menge Pesto zu machen. Die Erfahrung aus den Vorjahren zeigt nämlich, dass das erste Glas Pesto sehr schnell leergegessen ist, beim zweiten dauert es etwas und das dritte wird durchaus schon mal schlecht im Kühlschrank – aufgrund der nicht verwendeten Konservierungsstoffe.

Also wissen wir, dass wir wirklich nur wenige Kräuter sammeln brauchen. Wir werden also ratzfatz fertig sein.

Wir schneiden uns also voller Vorfreude durch den erwachenden Garten und sammeln ein . . . Brennnesseln . . . Giersch . . . Rauke . . . Petersilie . . . Bärlauch und so Zeugs. Von allem wirklich nur ein wenig. Allmählich füllt sich der Korb.

Am Ende ist der Korb voll und ich muss noch etwas in der Hand tragen und ein wenig dämmert mir, dass wir die Maßgabe ‚nur ein wenig‘ wieder einmal ganz knapp verpasst haben.

Und dann liegt alles in der Küche und das ganze Ausmaß unserer Sammelleidenschaft wird deutlich.


Uff. 

Es dauert ein wenig, alle Blätter von den Stielen zu zupfen. Aber irgendwann ist auch das geschafft und ganz langsam wird deutlich, dass es doch etwas mehr als die geplanten drei Gläser werden. Aber egal, wir werden tricksen. Und zwar frieren wir den Anteil, der über 3 Gläser hinausgeht einfach in einem Becherchen ein und haben dann im Sommer oder im Herbst noch einmal eine kleine Pestoportion. Wir sind nämlich schlau.

 

Als dann der Käse gerieben und die Nüsse gemahlen und gemeinsam mit Salz und Öl unter die klein gehackten Kräuter gerührt sind, zeigt sich, dass wir wohl eher 3 Becher einfrieren werden.  Aber egal. Es ist ja lecker.


Und jetzt genießen wir erst einmal unser ‚Von-Allem-Was-Frühjahrs-Pesto‘.

 

Und nächstes Jahr machen wir wirklich eine kleine Portion.

*** Was schön war ***

Letzte Woche waren Osterferien, das war ja an sich schon mal schön. Aber das kann man ja vielleicht noch konkretisieren? Schaun wir mal:

Montag: Ostermontag schlief ich bis 08:30. Und zwar ohne schlechtes Gewissen. Als ich endlich (noch im Aufwachen begriffen) in die Küche taperte, stellte ich fest, dass die Männer schon gefrühstückt hatten – nun je – aber dafür war auch schon das Lamm im Ofen, welches es zum Mittag geben sollte. Da war ich aber sowas von stolz auf meine Männer!

Dienstag: Am Dienstag freute sich der Kronsohn ganz außerordentlich über seine Geburtstagsgeschenke (darunter ein Gutschein für eine vollständige Neuinstallation seines Laptops  – die 6. btw – vielleicht komme ich später daruf noch einmal zurück) und anschließend über einen Familientag in Wismar mit Glockenturmbesteigung und Stadtrundfahrt.

Mittwoch hatten wir zu Dritt einen Behördentermin. Sagen wir mal so, wir kamen gut hin, fanden einen Parkplatz und das Gespräch verlief überraschend gut. Am Nachmittag nahmen der Kronsohn und ich den Rechner in Angriff. Auflösende Bedingung für den Gutschein war, dass der junge Mann während der gesamten Installation neben mir sitzt und „interessiert“ zuschaut. Sozusagen als respekteinflößende Therapiemaßnahme für den zukünftigen Umgang mit der EDV. Betriebssystem und ein großer Teil der Treiber sind jetzt drauf – ich kann es noch! Fortsetzung folgt.

Donnerstag freute ich mich darüber, dass ich endlich wieder mal in’s Büro durfte. Das hat doch was. Auch wenn nur routinemäßig Ordnung geschafft wurde, ein bisschen Posteingang, die geschätzten Meldungen an die Krankenkassen, ein paar Überweisungen und diverser Kleinkram um Ordnung auf dem Schreibtisch zu schaffen.

Für den Freitag hatte ich dem Kronsohn einen gemeinsamen Tag in der großen Stadt versprochen – beginnend mit einem Frühstück beim Möbelschweden. Gegen 15:00 hatte ich ihn so erledigt, dass er im Auto schlief, während ich noch schnell einmal durch den Supermarkt flitzte.

Am Samstag gab es nach dem gemeinsamen Backen von 2 Kuchen eine wirklich entspannte Kaffee-Geburtstagsrunde im Familienkreis, welche ich sehr genossen habe, da auch der Schwiegertiger sich sehr bemüht von seiner besten Seite zeigte. Der Kuchen wurde gelobt, es sind alle satt geworden und der Kaffee hat auch gereicht. Was will man mehr?

Sonntag war vormittags ein wenig angestrengt, da der Kronsohn sich um 12:00 wieder auf den Weg machen musste und es hier immer wieder Meinungsverschiedenheiten über die verfügbare Zeitmenge und deren Verwendung gibt. Im Endeffekt ging aber alles gut und pünktlich zur Abfahrt war alles bereit. Anschließend saugte, wischte und putzte ich mich durch das gesamte Haus und sank abends frisch geduscht in meinen Fernsehsessel.

Geschafft!

Jetzt hat mich der Alltag wieder.

*** Weihnachtsvorbereitungen ***

Ihr werdet mir sicherlich Recht geben, dass man mit den Weihnachtsvorbereitungen gar nicht früh genug anfangen kann. Schließlich dauert es ja keine zehn Monate mehr und wir haben schon wieder Weihnachten.

Ich glaube, es bereits erwähnt zu haben, dass ich meinen Weihnachtsbaum hingebungsvoll bunt schmücke. Dazu gehört auch, dass allerlei ausgefallenes Zeugs an diesem Baum hängt.

Und ich bin natürlich auch weiterhin immer auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaumbehang. Ich muss also immer schön wachsam bleiben.

Glücklicherweise spielte mir exakt heute der Einzelhandel dazu perfekt in die Hände. Natürlich wird immer wieder darüber gelästert, wie früh und jahreszeitenunabhängig der Einzelhandel mit den Weihnachtsvorbereitungen anfängt, aber egal, ich habe heute davon profitiert. Denn Baumschmuck bleibt Baumschmuck bleibt Baumschmuck.

Ich habe also heute die perfekten Weihnachtsbaumbehängung gefunden und natürlich gekauft.

 

Was FREUE ich mich auf Weihnachten.

*** Bin im Garten ***


Dort ist es schon ganz schön schön:


Oder aber auch so schön schön:


Geht grad‘ so. Ich kann nicht klagen.

Aber gleich werde ich weiterstricken (es gibt ein Sockenproblem), Weißbrot und Kuchen backen.

Und das reicht dann auch, glaube ich, für so einen Sonntagnachmittag.

*** Staying alive ***

Ich habe hier derzeit gerade mehrere Baustellen, welche mich intensiv im Leben 1.0 beanspruchen.

Da ist zum einen der Rechner des Kronsohnes, welcher gerade wieder einmal aufgebaut werden möchte. Ich habe wirklich keine, KEINE verdammte Ahnung, wie er das immer wieder hinbekommt. Aber es ist jetzt in den letzten beiden Jahren die 5. (Fünfte! FÜNFTE!!!) Festplatte, welche er geschrottet hat. Und da der Rechner zusätzlich zur Festplatte auch noch diverse Softwarebespielung benötigt und ich dem Kronsohn diese CD’s aufgrund seiner grobmotorischen Fähigkeiten höchst ungern in die Hand gebe . . . spiele ich jetzt also diverse Abende lang Systemadmin.

Es hat so jeder seine Hobbies!

Die nächste Baustelle ist die Homepage der Firma. Früher einmal erstellte ich diese mit Adobe Go Live und war sehr (im Rahmen meiner Fähigkeiten) sehr zufrieden. Aufgrund diverser Softwareupdates läuft dieses Programm natürlich NICHT mehr. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten probierte ich iWeb aus (orrr) und entschied mich aus der Not heraus, einfach eine Seite bei WordPress zu gestalten und dieses mittels Domain-Mapping auch einfach mal nicht auffallen zu lassen. Allerdings scheiterte ich an den DNS-Einträgen. Bei meinen Hotlinekontakten verwies mich Strato an WordPress an Strato an WordPress an Strato . . . To make a long story short: it sucks! Jetzt jedenfalls habe ich Magix entdeckt und ich habe das Gefühl, dass wir Freunde werden können. Ich bin noch am Anfang der 30tägigen Testphase aber habe bereits unbändigen Spaß und (was ganz wichtig ist) IDEEN! 

Es wird. Und es wird gut. Und irgendwann löse ich auch das Problem, dass die Seite vielleicht auch noch gefunden wird . . . 

Als drittes habe ich etwas absolut Geniales für mich entdeckt. Es ist nämlich so, dass ich sehr, sehr gern (das ist natürlich extrem untertrieben) lese. Wenn ich zwischen mehreren Abendbeschäftigungen wählen kann – entscheide ich mich ziemlich sicher für’s Lesen. Das führte entsprechend zu einer Vernachlässigung von sonstigen weiteren, ebenfalls möglichen Tätigkeiten. Ich verweise an dieser Stelle beschämt auf den einen Socken, an welchem ich schon zwei Jahre stricke. (Diese Strickschalenidylle ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil unserer Wohnzimmerdekoration geworden.) Jetzt aber habe ich die Hörbücher entdeckt. (Meine beiden Schwestern werden jetzt die Augen verdrehen, die schwärmen mir nämlich schon jahrelang vom Hörbuchhören vor. Jajaja!) Nicht nur, dass man (und zwar wirklich man, wirklich JEDER!) mit einem Hörbuch im Ohr ganz entspannt das Haus putzen kann – es ist mir persönlich auch ganz hervorragend möglich, nebenher zu stricken. Das bloße Stricken an sich ist doof. Dabei ist irgendwie der Kopf nicht hinreichend ausgelastet. Aber Hörbuch hören und nebenbei die Hände einen Socken machen lassen – perfekt. Ich werde also diesen Socken wahrscheinlich dieses Jahr noch fertig bekommen. Und vielleicht fange ich sogar den zweiten auch noch an.

Gibt es irgendwelche Hörbuchmpfehlungen, die ich auf gar keinen Fall verpassen darf?

Ach und ja, eigentlich wollte ich heute ja noch über Zitronencreme schreiben. Aber in Anbetracht des doch jetzt schon mächtig langen Textes verschiebe ich das lieber auf das nächste Mal. (Und jetzt muss ich hier wirklich ganz schnell Schluss machen und umgehend einen Blick in den Kühlschrank werfen.)

*** Novembergrau ***

Man soll ja auch nicht immer nur meckern. Es kann ja auch mal ganz schön sein, so ein Novemberwetter. 

Und die richtige Beleuchtung bringt die Vorzüge von so einer Landschaft ja auch erst richtig zum Vorschein. 

Heute zum Beispiel: 

1.) die Müritz, wunderwunderschön. So freundlich


Oder 2.) die sanft geschwungenen Hügel in der Mecklenburger Seenplatte. So romantisch.


Oder auch 3.) geheimnisvolle Straßen ins Nirgendwo:


Ganz bestimmt aber berührt Nr. 4.) Eurer Herz. Der tiefe Ziest. Diese unbeirrbare Ruhe!


Und wem alles das noch nicht genügt, der darf 5.) einen Blick in den völlig unaufgeregten, leidenschaftslosen Himmel werfen. 


Weg da jetzt nicht von dieser stillen Schönheit absolut tiefenentspannt ist – dem ist aber auch gar nicht mehr zu helfen. 

Das wollte ich nur mal so gesagt haben.

*** Sie und er und die Dominosteine ***

Die beiden sitzen in der Küche und schokolieren Dominosteine. 

Irgendwann fällt sein Blick auf ihre Dominosteine. 

Er seufzt. Es ist kein Kommentar nötig.

Seine Dominosteine:


Ihre Dominosteine:


Ooohhhmmm. 

😏