Archiv der Kategorie: Lebenslust

*** Weihnachtsvorbereitungen ***

Ihr werdet mir sicherlich Recht geben, dass man mit den Weihnachtsvorbereitungen gar nicht früh genug anfangen kann. Schließlich dauert es ja keine zehn Monate mehr und wir haben schon wieder Weihnachten.

Ich glaube, es bereits erwähnt zu haben, dass ich meinen Weihnachtsbaum hingebungsvoll bunt schmücke. Dazu gehört auch, dass allerlei ausgefallenes Zeugs an diesem Baum hängt.

Und ich bin natürlich auch weiterhin immer auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaumbehang. Ich muss also immer schön wachsam bleiben.

Glücklicherweise spielte mir exakt heute der Einzelhandel dazu perfekt in die Hände. Natürlich wird immer wieder darüber gelästert, wie früh und jahreszeitenunabhängig der Einzelhandel mit den Weihnachtsvorbereitungen anfängt, aber egal, ich habe heute davon profitiert. Denn Baumschmuck bleibt Baumschmuck bleibt Baumschmuck.

Ich habe also heute die perfekten Weihnachtsbaumbehängung gefunden und natürlich gekauft.

 

Was FREUE ich mich auf Weihnachten.

*** Bin im Garten ***


Dort ist es schon ganz schön schön:


Oder aber auch so schön schön:


Geht grad‘ so. Ich kann nicht klagen.

Aber gleich werde ich weiterstricken (es gibt ein Sockenproblem), Weißbrot und Kuchen backen.

Und das reicht dann auch, glaube ich, für so einen Sonntagnachmittag.

*** Staying alive ***

Ich habe hier derzeit gerade mehrere Baustellen, welche mich intensiv im Leben 1.0 beanspruchen.

Da ist zum einen der Rechner des Kronsohnes, welcher gerade wieder einmal aufgebaut werden möchte. Ich habe wirklich keine, KEINE verdammte Ahnung, wie er das immer wieder hinbekommt. Aber es ist jetzt in den letzten beiden Jahren die 5. (Fünfte! FÜNFTE!!!) Festplatte, welche er geschrottet hat. Und da der Rechner zusätzlich zur Festplatte auch noch diverse Softwarebespielung benötigt und ich dem Kronsohn diese CD’s aufgrund seiner grobmotorischen Fähigkeiten höchst ungern in die Hand gebe . . . spiele ich jetzt also diverse Abende lang Systemadmin.

Es hat so jeder seine Hobbies!

Die nächste Baustelle ist die Homepage der Firma. Früher einmal erstellte ich diese mit Adobe Go Live und war sehr (im Rahmen meiner Fähigkeiten) sehr zufrieden. Aufgrund diverser Softwareupdates läuft dieses Programm natürlich NICHT mehr. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten probierte ich iWeb aus (orrr) und entschied mich aus der Not heraus, einfach eine Seite bei WordPress zu gestalten und dieses mittels Domain-Mapping auch einfach mal nicht auffallen zu lassen. Allerdings scheiterte ich an den DNS-Einträgen. Bei meinen Hotlinekontakten verwies mich Strato an WordPress an Strato an WordPress an Strato . . . To make a long story short: it sucks! Jetzt jedenfalls habe ich Magix entdeckt und ich habe das Gefühl, dass wir Freunde werden können. Ich bin noch am Anfang der 30tägigen Testphase aber habe bereits unbändigen Spaß und (was ganz wichtig ist) IDEEN! 

Es wird. Und es wird gut. Und irgendwann löse ich auch das Problem, dass die Seite vielleicht auch noch gefunden wird . . . 

Als drittes habe ich etwas absolut Geniales für mich entdeckt. Es ist nämlich so, dass ich sehr, sehr gern (das ist natürlich extrem untertrieben) lese. Wenn ich zwischen mehreren Abendbeschäftigungen wählen kann – entscheide ich mich ziemlich sicher für’s Lesen. Das führte entsprechend zu einer Vernachlässigung von sonstigen weiteren, ebenfalls möglichen Tätigkeiten. Ich verweise an dieser Stelle beschämt auf den einen Socken, an welchem ich schon zwei Jahre stricke. (Diese Strickschalenidylle ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil unserer Wohnzimmerdekoration geworden.) Jetzt aber habe ich die Hörbücher entdeckt. (Meine beiden Schwestern werden jetzt die Augen verdrehen, die schwärmen mir nämlich schon jahrelang vom Hörbuchhören vor. Jajaja!) Nicht nur, dass man (und zwar wirklich man, wirklich JEDER!) mit einem Hörbuch im Ohr ganz entspannt das Haus putzen kann – es ist mir persönlich auch ganz hervorragend möglich, nebenher zu stricken. Das bloße Stricken an sich ist doof. Dabei ist irgendwie der Kopf nicht hinreichend ausgelastet. Aber Hörbuch hören und nebenbei die Hände einen Socken machen lassen – perfekt. Ich werde also diesen Socken wahrscheinlich dieses Jahr noch fertig bekommen. Und vielleicht fange ich sogar den zweiten auch noch an.

Gibt es irgendwelche Hörbuchmpfehlungen, die ich auf gar keinen Fall verpassen darf?

Ach und ja, eigentlich wollte ich heute ja noch über Zitronencreme schreiben. Aber in Anbetracht des doch jetzt schon mächtig langen Textes verschiebe ich das lieber auf das nächste Mal. (Und jetzt muss ich hier wirklich ganz schnell Schluss machen und umgehend einen Blick in den Kühlschrank werfen.)

*** Novembergrau ***

Man soll ja auch nicht immer nur meckern. Es kann ja auch mal ganz schön sein, so ein Novemberwetter. 

Und die richtige Beleuchtung bringt die Vorzüge von so einer Landschaft ja auch erst richtig zum Vorschein. 

Heute zum Beispiel: 

1.) die Müritz, wunderwunderschön. So freundlich


Oder 2.) die sanft geschwungenen Hügel in der Mecklenburger Seenplatte. So romantisch.


Oder auch 3.) geheimnisvolle Straßen ins Nirgendwo:


Ganz bestimmt aber berührt Nr. 4.) Eurer Herz. Der tiefe Ziest. Diese unbeirrbare Ruhe!


Und wem alles das noch nicht genügt, der darf 5.) einen Blick in den völlig unaufgeregten, leidenschaftslosen Himmel werfen. 


Weg da jetzt nicht von dieser stillen Schönheit absolut tiefenentspannt ist – dem ist aber auch gar nicht mehr zu helfen. 

Das wollte ich nur mal so gesagt haben.

*** Sie und er und die Dominosteine ***

Die beiden sitzen in der Küche und schokolieren Dominosteine. 

Irgendwann fällt sein Blick auf ihre Dominosteine. 

Er seufzt. Es ist kein Kommentar nötig.

Seine Dominosteine:


Ihre Dominosteine:


Ooohhhmmm. 

😏

*** Gegen das Novembergrau 11-17 ***

Einfach mal einen Weiberabend machen. 

Und sich die Wartezeit, bis die Mädels vollzählig sind, einfach mal damit vertreiben, die ganzen Weinflaschen ringsherum zu betrachten.


Man lernt nie aus! 

*** Offline ***

Eines habe ich in der vorletzten Woche gelernt. Etwas sehr grundlegend Wichtiges, Unumstößliches. Es ist nämlich (Überraschung!) so, dass DB-App und Maps-App (und alle anderen Apps auch) völlig umsonst und nutzlos sind, wenn man auf große Fahrt geht und das Handy zu Hause auf dem Tisch liegen lässt. Fragt mich nicht, wie das passieren konnte, aber der Hausherr lacht immer noch bei dem Gedanken an mein Gesicht in dem Moment, als ich feststellte, dass ich mein Handy nicht dabei habe. Das war ungefähr 5 Minuten nach Abfahrt des Zuges und ich realisierte, dass mir 28 Stunden ohne mein Lieblingskörperteil bevorstanden. 28 Stunden ohne Handy.

Mit verkrampften Gesichtsausdruck und zitternder Oberlippe starrte ich regungslos aus dem Fenster und hatte auf einmal ganz viele Bedürfnisse, ganz gleich und sofort mit dem Handy etwas erledigen zu müssen. Die Haltestellen checken bis zur Ankunft. Den Weg von der S-Bahn zum Hotel heraussuchen. Einen Blogbeitrag schreiben. Die Familie kontaktieren. Fotos machen.

Fotos machen – Oh Gott – wir fahren in ein Konzert und ich bin nicht in der Lage, Fotos zu machen. Ich schwöre, der Weltuntergang hätte es nicht viel schlimmer machen können.

In Rostock mussten wir umsteigen. Eine gute halbe Stunde bis zum nächsten Zug. Neben uns auf der Wartebank saß eine Frau, die hätte meine Mutter sein können und klöppelte einen Text nach dem anderen in ihr Handy. Im Zug dann, wohin man auch schaute, Handys, Tablets, Notebooks.

Nun, was blieb mir übrig? Ich schaute aus dem Fenster und begann mein Schicksal anzunehmen.

Aus dem Zugfenster sah ich grüne Wiesen auf denen sich Rehe versteckten. Ich sah Fischreiher an Teichen und Tümpeln. Ich sah Seen, denen es nicht ganz gelang, sich hinter Wäldern zu verstecken.

Ich beobachtete Leute im Zug und machte ein wenig die Augen zu.

Entspannung pur.

Wir verpassten keinen Aus- und Umstieg und kamen problemlos in Berlin an. Das Hotel war nicht zu verfehlen und wo unser Abendevent stattfinden sollte wussten wir schon aus früherer Erfahrung.

Gelegentlich nötigte ich den Hausherren, endlich mit seinem Handy ein Foto zu machen. Aber ich genoss das Konzert von Brit Floyd bis zur letzten Minute – und zwar ohne auf ein Display zu schauen.

Es ging. Es ging tatsächlich.

Es war möglich, offline zu überleben.

Und für Euch habe ich heute die allerallerallerletzte Zugabe des Konzertes. (Denn genügend andere hatten ihre Handys mit. 😁)