Archiv der Kategorie: Haushaltstipps

*** Profitipp ***

Ich sage nur eines:
Knoblauchpflaumen!
Knoblauchpflaumen sind das ultimative Geschmackserlebnis!

Unvergesslich.

Und die Herstellung ist auch ganz leicht. Kinderleicht sozusagen.

Verfahrensweise wie folgt: Stellen Sie die beim Kuchenbacken nicht mehr benötigten Pflaumenhälften zur Selbstbedienung in einem offenen Schälchen in die Küche.
Achten Sie darauf, das Schälchen in die Reichweite Ihres Kindes zu stellen, welches gerade ein italienisches Oliven-Knoblauch-Brot bäckt und zu diesem Zweck Knoblauch reibt. Viel Knoblauch reibt.
So kann das Kind mit den Knoblauchfingern in die Pflaumenschale greifen und nebenher ein paar leckere Pflaumen naschen. Die Pflaumen sind aber auch echt schmackhaft.
Sie können absolut sicher sein, dass innerhalb kurzer Zeit genügend Knoblauch auf den Pflaumen gelandet ist.
Schon fertig!

Ihrem ultimativen Geschmackserlebnis steht nun nichts mehr im Wege.

Guten Appetit!

*** Haushaltstipp Nr. 20 ***

Eigentlich sollte die Überschrift zu diesem Post ja ‚Yeah – ich kann es!‘ lauten.
Eigentlich.
Uneigentlich bin ich jetzt seit Stunden dabei meinen Kopf zu schütteln und mich zu fragen: „Wie blöd kann man eigentlich sein?“
Bisher habe ich keine Antwort gefunden. Im Gegenteil vermute ich sogar, es gibt da noch viel, sehr viel Potential, welches ich allerdings nicht unbedingt ausprobieren möchte . . .
Räusper . . .
Weiter im Text.
Der geplante ‚Yeah – ich kann es!‘-Aufschrei galt nämlich dem Brötchenbacken. Und fast, fast wäre ich in der Lage gewesen, dieses mit Recht zu behaupten.
Aber.
Und damit sind wir beim Haushaltstipp und wieder beim Thema.
*
Die perfekte Hausfrau übt nämlich. Ja, sie übt. Sie übt um des Übens willen. Denn sie kann ja schließlich nicht alles und will sich ja schließlich nicht nachsagen lassen, dass sie ihre Zeit nicht sinnvoll verwendet. Sie muss schon verdammt gute Gründe haben, um in der Küche zu bleiben, wo doch im Büro die Arbeit zu Türmen heranwächst . . .
Eine gute Gelegenheit in diesem Fall ist das Brötchenbacken. Fragen Sie nicht nach Drama. Einigen wir uns einfach darauf, dass es hier noch viel Übungspotential gibt.
Und üben wollen wir doch – oder?
Der Hausherr wünscht sich nichts so sehnlich wie selbstgebackene Brötchen. Nach vielen, vielen, vielen Jahren haben wir jetzt endlich ein erfolgversprechendes Rezept gefunden.
Also, auch wenn Sie glauben, dass Sie die Anforderungen des Brötchenrezeptes jetzt verinnerlicht haben und schon bis zu hervorragend runden und aufgegangenen Teiglingen gekommen sind – und der Hausherr sich schon am Ziel seiner Wünsche wähnt – sie haben noch immer die Chance, das Ruder wieder herumzureißen. (Oder wollen Sie Ihre restliche Lebenszeit damit verbringen, Brötchen für die verfressene Familie zu backen?) Na also.
Schicken Sie Ihre kleinen grauen Hirnzellen einfach mal kurzfristig in Urlaub. Ein paar schöne Bildchen im Netz anschauen zum Beispiel. Oder aber Sie ordern den kreischenden Postboten zu sich nach Hause. Seien Sie kreativ.
Ganz wichtig jedenfalls ist, dass Sie die Brötchen 45 Minuten lang backen. 45 Minuten lang. Keine Minute kürzer.
Höre ich dahinten in der letzten Reihe ein verzweifeltes Aufstöhnen? Vergessen Sie es, meine Liebe. Natürlich weiß ich, dass Sie selbst Ihr Weißbrot nur 40 Minuten backen. Und dann erst Brötchen . . .
JA! ICH! WEISS!
Aber ein bisschen Mühe müssen Sie sich schon geben, wenn Sie morgen noch einmal üben dürfen wollen.
*
Und so ganz nebenbei haben Sie ein paar nette Dekorationsartikel hergestellt. Äußerlich von einem echten Brötchen nicht zu unterscheiden – aber WESENTLICH haltbarer! (Der Hausherr hat vorgeschlagen, davon ein paar dekorativ an die Wand zu nageln.) Dabei fällt mir ein, ich muss grad mal kontrollieren, was die Dinger für ein Geräusch machen, wenn sie auf die Fliesen auftreffen.
Na, gut. Morgen gibt es jetzt jedenfalls erst einmal Griessuppe zum Frühstück – und ich üb‘ dann nächste Woche weiter.
*
Sollte es hier jemals selbstgebackene Brötchen zum Frühstück geben – dann werde ich selbstverständlich darüber berichten.
Versprochen!

*** Haushaltstipp Nr. 19 ***

Die clevere Hausfrau versucht selbstverständlich erst recht in so kostenintensiven Zeiten wie diesen zu sparen. Dazu gehört auch die Kontrolle des Warmwasserverbrauchs. Sicherlich kennt jede bemühte Hausfrau das Problem, dass der Hausherr mal wieder duscht und duscht und duscht und . . .

Nun kann die brave Hausfrau den Angetrauten ja nicht einfach unter der Dusche hervorzerren. Wo kommen wir denn da hin? Sie wollen doch den Mann Ihres Herzens nicht etwa gängeln?

Also geht die kluge Hausfrau taktisch geschickt vor.

Sie beginnt mit der Abendbrotsvorbereitung.

Stellen Sie sicher, dass zum Abendbrot unbedingt ein großes Stück gereifter (sprich: festerer) Schinken gehört.

Nehmen Sie das größte Messer, dass Sie finden können.

Da Sie natürlich nicht ewig Zeit haben, arbeiten Sie zackig und mit Schwung.

Und wenn Sie das Gefühl haben, dass der Mann Ihrer Träume jetzt wirklich sauber genug ist, geben Sie noch mal ein bisschen Temp und Kraft (!) darauf.

Et voilá.

So können Sie nämlich an den Ritter im Mann appellieren und seinen Beschützerinstinkt wecken.

Sagen Sie einfach mit brüchiger Stimme und dabei den Zeigefinger schön demonstrativ auf Augenhöhe fest pressend ‚Schatz – wenn Du dann mit Duschen fertig bist, bist Du so lieb und schneidest mir ein Pflaster ab?

Anschließend gehen Sie in die Küche, spülen die Wunde kurz mit Wasser aus und lassen die Dreckpartikel gründlich ausbluten (sorgt für einen enorm dramatischen Effekt in der Spüle!)

Sie werden sehen, Ihr Herzallerliebster kommt in Windeseile aus der Dusche und Sie brauchen sich keine Sorgen mehr um die Warmwasserrechnung machen.

*

P.S. Ich wusste gar nicht, wieviel Blut so in einem Zeigefinger steckt . . .

*** Haushaltstipp Nr. 18 ***

Jetzt habe ich mit meinen bisherigen Haushaltstipps immer Hinweise gegeben, wie wir unser trautes Heim immer noch ein wenig mehr verschönern können.

Heute mal eine Steigerung.

Ich denke, Ihr seid bis jetzt so trainiert, dass ich Euch auf das nächste Leistungsniveau mitnehmen kann.

Nämlich: Die gleichzeitige Verschönerung der eigenen Person.

Wer wünscht sich das nicht.

Hierfür benötigt die gewissenhafte Hausfrau Obstfliegen in ausreichender Anzahl sowie einen Staubsauger.

Sollten Sie nicht ausreichend Obstfliegen in der Küche haben, bereiten Sie die Aktion sorgfältig vor, indem Sie frisches Obst (ich empfehle hierzu dringend überreife Weintrauben oder Tomaten) ein paar Tage in der Küche lagern. Seien Sie geduldig und warten Sie lieber einen Tag länger. Umso größer ist der angestrebte Effekt.

Wenn sich nun die Anzahl der durch die Küche fliegenden Obstfliegen auf eine gefühlte Trilliarde beläuft und sie das Gefühl haben, für die Querung der Küche eine Atemschutzmaske zu benötigen, greifen Sie zum Staubsauger. Eine gute Möglichkeit viele Fruchtfliegen auf einmal los zu werden ist das Einsaugen mit dem Staubsauger. Allerdings ist natürlich die breite Tülle am vorderen Ende sehr hinderlich. Folglich müssen Sie diese entfernen.

Und jetzt kommt es darauf an, dass Sie meinen Anweisungen ganz genau Folge leisten.

Die Tülle ist nämlich sehr fest.

Klemmen Sie sich das Staubsaugerrohr zwischen die Oberschenkel und fixieren die wehrsame Tülle mit den Augen.

Ziehen Sie an der Tülle.

Diese steckt wirklich sehr fest.

Pressen Sie die Oberschenkel fester zusammen um das Staubsaugerrohr fest zu halten, ziehen Sie mit größtmöglicher Kraft an dem Aufsatz. (Der beste Vater von allen sagte immer: ‚ So doll, bis man nicht mehr kann und dann noch ein kleines bisschen mehr!‘)

Schauen Sie konzentriert zur Tülle und ziehen sie mit aller Kraft. Sagen Sie sich, dass Sie keinen Mann brauchen, der dieses Problem löst, Sie schaffen das allein.
Ziehen.

Und . . . zack . . . geschafft.

Die Tülle ist ab. Frohlocken Sie, dass Sie dieses wichtige Stück Teilarbeit auch ohne die Hilfe Ihres Mannes erledigt haben und jetzt die Obstfliegen ganz allein wegsaugen können.

Jetzt ist der Zeitpunkt für ein siegessicheres ‚Strike‘.

Anschließend gehen Sie an den Tiefkühlschrank und wickeln einen Kühlakku in ein Papiertaschentuch – damit Ihnen die von der Wucht des Schlages mit der Staubsaugertülle aufgeplatzte und blutende Lippe nicht die Kleidung einsaut und außerdem ballonartig anschwillt.

Während Sie kühlen, lassen Sie gleichzeitig siegessicher die Obstfliegen im Staubsauger verschwinden. Nun haben Sie für die nächste Zeit den Großteil der Obstfliegen aus der Küche sowie eine nett dekorierte, schmückende Lippe.

Geschafft.

Herzlichen Glückwunsch.

*** Haushaltstipp Nr. 17 ***

Endlich!

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Endlich wieder mal ein Haushaltstipp!

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Ich sehe nämlich schon, wie Euch die Langeweile aus den Ohren kommt. Und wie Ihr krampfhaft nach vorgeschobenen Gründen sucht, endlich wieder einmal putzen zu dürfen. Aber vertraut mir – ich habe wieder einmal eine Lösung für Euch gefunden. Und es ist auch gar nicht schwer – versprochen!

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Here we go:

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Ihr benötigt: Einen Tisch, mit nicht geschlossener Oberfläche. Hier bieten sich an z.B. Streckmetalltische oder, wie in unserem Fall, ein Holztisch mit Zwischenräumen. Weiterhin eine Thermoskanne mit Getränk nach Wahl sowie ein oder zwei oder mehr Edelstahl-Thermobecher. (Die braucht man bei den sibirischen Temperaturen hier im Norden unbedingt.)
Wichtig:
Unbedingt darauf achten, dass sich in den Thermobechern ausreichend Getränk befindet.
Nun könnt Ihr in einem Anflug hektischer Betriebsamkeit vom Tisch aufspringen und anfangen, alles wegzuräumen. Dabei dürft Ihr es auf keinen Fall vergessen, die Thermoskanne ordnungsgemäß zu verschließen. Soll ja nicht kalt werden, das Gesöff – oder? Zum endgültigen Verschrauben nehmt Ihr . . .
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Na?
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. . . nehmt Ihr natürlich selbstverständlich einen der noch gefüllten Thermobecher anstelle des daneben befindlichen Thermoskannendeckels.
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Logisch!
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Jetzt dürft Ihr ‚oups‘ rufen und endlich, endlich, endlich wieder den Putzlappen in die Hand nehmen.
Ach – und nicht faul sein! Natürlich ist das Gesöff auch ordentlich zwischen die Verstrebungen des Tisches versickert – damit Ihr auch anständig was zu fummeln habt.
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Na – und jetzt glänzt der Fußboden auch endlich wieder? Stimmt’s?

*** Kleine lustige Sagoperlen ***

Nun kann man ja glauben, dass man den Haushalt im Griff hat und kein Reinigungsstau irgendwelcher Art einen zu irgendwie gearteten Haushaltstipps zwingt . . .

Ich meine, natürlich, das Regal da, ja, da liegen schon ein paar Krümel unten drin, die mal so vorbeigefallen sind. Aber das machen Sie demnächst mal, wenn Sie Zeit haben. Oder auch die Spinnweben der Weberknechte im Rondell. (Dieser außerst praktische Eckschrank in welchem zwei Drehböden eingebaut sind.) Kurz mit dem Lappen weggewedelt – der Rest wird demnächst mal gewischt, wenn Sie Zeit haben.  Kein Anlass also für irgendwelche hektischen Aktivitäten.

Glauben Sie.

Glauben Sie nie, Sie hätten alles im Griff. Vertrauen Sie Ihrem Kind. Das wird Ihnen schon zeigen wo’s hakt. Und geben Sie zu, die Ordnung der ganzen Dosen und Döschen mit Mehl, Zucker, Sesam, Kokos, Kakao und werweißwasnoch ist auch schon nicht mehr so ganz übersichtlich.

Aber Sie haben ja glücklicherweise ein Kind.

Vielleicht haben Sie auch ein Kind, welches in einem kurzen jähzornigen Moment (Wo er das bloß her hat?) die obere Etage des Rondels mal über die Gebühr beschleunigt und so mittels Zentrifugalkraft das Döschen mit den Sagoperlen aus dem Rondell schleudert. Muss ich erwähnen, dass der Deckel dem Aufprall natürlich nicht standhält?

So jedenfalls können Sie sicher sein, doch noch auch die letzte Ecke des Küchenschrankes auszusaugen und zu wischen. Und, geben Sie’s zu, Sie wollten sowieso schon ganz lange diese Antirutschmatte aus dem Möbelschweden auf die Ablage im Rondell tun – damit alles besser fest steht. Und so ganz nebenbei haben Sie auch gleich noch wieder die Ordnung im Griff . . .

Einen ganz besonderen Reiz hat das Ganze, wenn es an einem Vormittag passiert, an welchem Sie eigentlich etwas ganz anderes vorhatten.

Und ich sag Ihnen noch etwas. Sie werden überrascht sein, wo sie diese verdammten Sagoperlen später überall noch entdecken werden . . .

Und wie war Ihr Feiertag so?

*** Haushaltstipp Nr. 16 ***

Nachdem nun lange Zeit genug im Haus die weihnachtlichen Gerüche nach Zimt und Lebkuchen vorherrschen durften, braucht die perfekte Hausfrau schon einen besonderen Trick, um diese Gerüche dauerhaft (zumindest bis zum nächsten Advent) zu entfernen.

Eine besonders empfehlenswerte Methode ist hier das Kochen eines Kohlgerichtes (als Vorschlag hier Krautgulasch). Es genügt auch das schnelle Aufwärmen eines solchen Gerichtes. Um die Wirkung deutlich zu erhöhen, sollte unbedingt auf häufiges Umrühren verzichtet werden. Der duftende schwarze Bodensatz, der sich bereits nach wenigen Minuten bildet, vertreibt selbst den hartnäckigsten Lebkuchengeruch aus Küche, Wohnzimmer und dem restlichen Haus.