Archiv der Kategorie: das Kind

*** historisch ***

Ganz besonders stolz bin ich ja darauf, es tatsächlich geschafft zu haben, 18 Jahre lang die Spiegel-Jahreschroniken gekauft und gesammelt und abschließend zu 3 Bänden habe binden zu lassen.

So hat nämlich der Kronsohn 18 Jahre Zeitgeschichte aus seinen 18 Lebensjahren geschenkt bekommen. 

Kommentar des Hausherrn: ‚Das liest der NIE!‘ 

  
Und TROTZDEM! 

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*** Geschafft ***

Alles pünktlich da.

Alles verpackt.

Und nur ein Gutschein. Und das auch nur, weil es nicht anders geht. 

  
Uff.

*** Entweder – oder – verkackt ***

Man kann es sehen wie man will. So oder so. 

Entweder man freut sich, dass das Geburtstagsgeschenk nun doch (vielleicht hoffentlich zitterzitter) pünktlich kommt, und ich die Deadline quasi nur mit den Zehenspitzen überschritten habe – dann muss man aber tolerieren, dass es leider teilweise der 80/20 Regel zum Opfer gefallen ist. Also verkackt.

Oder man (ähem ich) investiert jetzt noch mal Zeit und ist dafür ganz eindeutig und auf jeden Fall zu spät, liefere aber ein nahezu perfektes Ergebnis. (Nahezu. Ich sagte NAHEZU!)  Aber zum 18. Geburtstag – zu spät? Geht ja mal gar nicht. Also verkackt.

So, und jetzt weiß ich auch nicht.

*** Warnung ***

Für den Fall, dass Sie planen Eltern zu werden: Obacht! 

Es könnte sein, dass Ihr Kind Glockenfan wird und Sie gezwungen sind, sehr viel Wochenendfreizeit statt gemütlich bei Bierchen im Garten hauptsächlich wartend in zugigen Kirchtürmen zu verbringen.

Sagen Sie hinterher nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

*gesendet aus einem scheißkalten, zugigen Kirchturm und noch 14 Minuten bis die Glocken läuten und noch 35 Minuten bis uns der Küster wieder aus der Kirche lässt.*

Nachtrag: 

Und während Ihre Ohren wimmernd bei 100 db (mehr zeigt das Messgerät nicht) 

  
die Kündigung einreichen, haben Sie ausreichend Gelegenheit Kirchturmarchitektur zu bewundern. 

  
(Aber hier oben gibt es ein saugutes 3G!)

*** Nur so nebenbei ***

Ich habe mal, nur so nebenbei, eine Frage.

Wo es doch in Klein Bloggersdorf gerade Nachwuchs gibt und mir beim Aufräumen neulich so ein bisschen Sentimentalität in die Hände gefallen ist – Ihr wisst schon, die Locke des Kindes, wenn man das erste Mal die Haare schneidet (selbstverständlich erst, wenn das Kind ein Jahr alt ist) oder die ersten Milchzähnchen – so Sentimentalität halt.

So, und mein Bübchen wird ja demnächst volljährig (Oh Gott – JETZT schon?) und da wollte ich mal ganz vorsichtig anfragen, wann darf man so Zeugs wegschmeißen – ohne gleich als Rabenmutter gesteinigt zu werden?

*** Vom Kinde lernen heißt siegen lernen ***

‚Sohn!‘ sprach die Mutter kurz vor einem inneren Vulkanausbruch am Wochenende zu Ihrem halbstarken Nachwuchs.

‚Du solltest ganz dringend Deinen Schreibtisch aufräumen – bevor Du wieder zur Ausbildung fährst. Denn ich muss hier sauber machen und ich werde – versprochen – hier alles in den Müll schmeißen, was meiner Meinung nach auf dem Schreibtisch unordentlich ist!‘

Sprach’s und ließ zum Nachdruck noch etwas Dampf durch die Nase . . .

Nach Abfahrt des Sohnes und Beginn des Hausputzes erreichte die Mutter des Kronsohnes Zimmer und freute sich über den – oh Wunder – super aufgeräumten Schreibtisch des jungen Mannes.

Allerdings nur so lange, bis ihr Blick auf die Fensterbank fiel. Diese war nämlich jetzt das Zuhause für alle die Sachen, die vorher für Unordnung auf dem Schreibtisch gesorgt hatten . . .

. . . ooohhhmmm . . .

. . . ich bin ein stiller ruhiger See!

*** Spätschicht ***

Das Konzept ‚Spätschicht‘ in diese Familie zu integrieren, ist schon eine Herausforderung für die ganze Familie. Und dass, obwohl nur der Kronsohn spätschichtet.

Dieser absolviert nämlich zur Zeit ein Betriebspraktikum in Rostock. Und auch wenn ‚Spätschicht‘ für ihn bedeutet 12:00 bis 19:00 – dann heißt das für ihn trotzdem noch Heimkommen erst 20:45. Begründet durch Zugfahr- und Wartezeiten. 

Dann ist er (verständlicherweise) auch groggy und verschwindet relativ schnell in die Falle.

Ich sehe ihn also nur morgens kurz beim Frühstück und kurz abends.

Nun möchte man anmerken, wenn er sonst zwei Wochen lang 500 km weit weg ist, sehe ich ihn ja auch nicht. Es ist also keine gänzlich ungewohnte Situation. 

Stimmt im Grunde.

Aber.

Aber wenn er sonst 500 km weit weg ist, hat er auch keine Chance hier ein irgendwie geartetes Chaos zu verursachen. Jetzt hat er die Chance. 

Und nutzt sie.

Und immer wenn ich nach Hause komme, ist keiner da, den ich als Verursacher zusammenstauchen kann. 

Und wenn er dann spätabends kommt, habe ich natürlich meine Ordnung wieder hergestellt. Und er versteht selbstverständlich gar nicht, worüber ich jetzt mit ihm diskutieren will. Es ist doch alles schick ordentlich.

Das Konzept ‚Spätschicht‘ ist also eine Herausforderung für die ganze Familie.