Archiv der Kategorie: allgemein gesagt

*** Bringt Zeit mit . . . ***

. . . sagt der Obstbauer und: es ist nicht wie letztes Jahr. Es sind weniger Kirschen und das Wetter ist zu kalt, sie reifen so langsam, dass die Stare sich an die Schreckschussböller gewöhnen und einen Großteil der ohnehin mageren Ernte fressen. Pflückt auch ruhig die helleren Kirschen, die reifen nach, denn wenn es jetzt wieder regnet, dann platzen die Kirschen nur und sind ohnehin verloren. Ein schlechtes Obstjahr. 

Er seufzt. Wir machen uns auf den Weg durch die Plantage zu unseren Lieblingskirschbäumen. 

Dann gibt es von unten tatsächlich keine reifen Kirschen zu pflücken, wir müssen wirklich für jede einzelne Kirsche auf die bereitgestellten Leitern klettern. Dazu kommt, dass wie angekündigt sehr wenige Kirschen hängen und davon noch weniger so reif, wie wir sie gerne hätten. Also pflücken wir 10 – 15 Kirschen, steigen von der Leiter, stellen diese um und steigen erneut nach oben. 

Es ist mühsam. Aber mit der Zeit füllen sich die Eimer. 


Zwischendurch, der Hausherr ist einmal ganz nach oben geklettert ruft er: ‚Hey – hier oben sind die sogar schon mal so reif, dass man auch mal naschen kann.‘ Ein Bäuerchen zeigt an, dass die Möglichkeit nicht ungenutzt verstrichen ist.

Sogar ich krabbele in todesmutige Höhen, 5 manchmal sogar 6 Stufen die Leiter hoch. Auch hier hängen schon ganz passable Exemplare und auch mein Eimerchen füllt sich. Und auch ich bringe es zwischenzeitlich auf respektierliche Bäuerchen. 

Nach zwei Stunden dann befinden wir das Pflückergebnis für ausreichend und machen uns auf den Heimweg. Wir werden Kompott einwecken und natürlich weiterhin jede Menge Kirschen essen. 

Morgens, mittags, abends – den ganzen lieben langen Tag. Es ist schließlich Kirschenzeit.

Guten Appetit. 

*** Für Sie herausgefunden ***

Ich habe eben herausgefunden, dass es keinen Sinn macht, auf der Computertastatur ganz lange auf das ‚s‘ zu drücken. Es erscheint definitiv kein ‚ß‘. Es erscheinen stattdessen ganz viele kleine ‚s‘ auf dem Bildschirm.

Orrrr.

Ich würde sagen: eindeutig handygeschädigt.

*** seufz ***

Wo graue Gänse sinnlos walten, 

da könn‘ sich keine Blumen halten. 

😠


Adieu, Hibiscus,

Adieu, Clematis.

Ich vermisse Dich, Passionsblume.


Pass auf dich auf, Rittersporn.

*seufz*

*** Heute: Der Tag des Baumes! ***

*** Was schön war ***

Letzte Woche waren Osterferien, das war ja an sich schon mal schön. Aber das kann man ja vielleicht noch konkretisieren? Schaun wir mal:

Montag: Ostermontag schlief ich bis 08:30. Und zwar ohne schlechtes Gewissen. Als ich endlich (noch im Aufwachen begriffen) in die Küche taperte, stellte ich fest, dass die Männer schon gefrühstückt hatten – nun je – aber dafür war auch schon das Lamm im Ofen, welches es zum Mittag geben sollte. Da war ich aber sowas von stolz auf meine Männer!

Dienstag: Am Dienstag freute sich der Kronsohn ganz außerordentlich über seine Geburtstagsgeschenke (darunter ein Gutschein für eine vollständige Neuinstallation seines Laptops  – die 6. btw – vielleicht komme ich später daruf noch einmal zurück) und anschließend über einen Familientag in Wismar mit Glockenturmbesteigung und Stadtrundfahrt.

Mittwoch hatten wir zu Dritt einen Behördentermin. Sagen wir mal so, wir kamen gut hin, fanden einen Parkplatz und das Gespräch verlief überraschend gut. Am Nachmittag nahmen der Kronsohn und ich den Rechner in Angriff. Auflösende Bedingung für den Gutschein war, dass der junge Mann während der gesamten Installation neben mir sitzt und „interessiert“ zuschaut. Sozusagen als respekteinflößende Therapiemaßnahme für den zukünftigen Umgang mit der EDV. Betriebssystem und ein großer Teil der Treiber sind jetzt drauf – ich kann es noch! Fortsetzung folgt.

Donnerstag freute ich mich darüber, dass ich endlich wieder mal in’s Büro durfte. Das hat doch was. Auch wenn nur routinemäßig Ordnung geschafft wurde, ein bisschen Posteingang, die geschätzten Meldungen an die Krankenkassen, ein paar Überweisungen und diverser Kleinkram um Ordnung auf dem Schreibtisch zu schaffen.

Für den Freitag hatte ich dem Kronsohn einen gemeinsamen Tag in der großen Stadt versprochen – beginnend mit einem Frühstück beim Möbelschweden. Gegen 15:00 hatte ich ihn so erledigt, dass er im Auto schlief, während ich noch schnell einmal durch den Supermarkt flitzte.

Am Samstag gab es nach dem gemeinsamen Backen von 2 Kuchen eine wirklich entspannte Kaffee-Geburtstagsrunde im Familienkreis, welche ich sehr genossen habe, da auch der Schwiegertiger sich sehr bemüht von seiner besten Seite zeigte. Der Kuchen wurde gelobt, es sind alle satt geworden und der Kaffee hat auch gereicht. Was will man mehr?

Sonntag war vormittags ein wenig angestrengt, da der Kronsohn sich um 12:00 wieder auf den Weg machen musste und es hier immer wieder Meinungsverschiedenheiten über die verfügbare Zeitmenge und deren Verwendung gibt. Im Endeffekt ging aber alles gut und pünktlich zur Abfahrt war alles bereit. Anschließend saugte, wischte und putzte ich mich durch das gesamte Haus und sank abends frisch geduscht in meinen Fernsehsessel.

Geschafft!

Jetzt hat mich der Alltag wieder.

*** Klimawandel ***

Die Folgen des Klimawandels werden immer dramatischer. Nicht nur, dass Wetteränderungen einigenorts zu Dürren und anderenorts zu Überschwemmungen aber auch zu Tornados an Orten wo früher keine auftraten führen, jetzt werden auch die Einflüsse der veränderten klimatischen Bedingungen auf die Tierwelt an einzelnen dramatischen Beispielen deutlich.

So erreichte uns die Meldung, dass auf einem kleinen Dorfteich im Herzen Mecklenburgs plötzlich ein kleines Mitglied der Familie Spheniscidae gesichtet wurde. 

Während Forscher der Bundesanstalt für Klimaveränderung Rostock-Warnemünde immer noch darüber rätseln, wie dieses Tier dorthin gelangt sein könnte und aus Kreisen des Rostocker Zoos vermeldet wird, dass keines der dort geführten Tiere vermisst wird, so ist sich der Bürgermeister des kleinen Örtchens bereits sicher, dass der kleine Pinguin dem Dorf nur gut tun kann. 

In der Gemeindevertretersitzung am kommenden Montag werden deshalb Baupläne zur touristischen Vermarktung des kleinen Zugereisten Thema sein. Angebote über Parkflächen und Imbissversorgung wurden bereits an die Gemeinde herangetragen. Ein im Ort ansässiger Künstler ist bereits dabei, dem kleinen Pinguin ein Lied zu komponieren.

Allerdings findet der Bürgermeister es sehr bedauerlich, dass der kleine Gast nur allein gekommen ist. Aber es werden sich schon Wege und Möglichkeiten finden, dem Zugezogenen einen Partner zu vermitteln, damit der touristische Zulauf der Gemeinde auch längerfristig erhalten bleibt.


So kann man dem vielgeschmähten Klimawandel doch noch die eine oder andere positive Seite abgewinnen. 

*** Socken, Socken – nichts als Socken ***

Socken stricken kann jeder. 

Nun ja, zumindest theoretisch. Ich berichtete ja schon gelegentlich, dass auch ich mich darin versuchte – aber wenn man für einen Socken 2 (zwei!) Jahre braucht, dann hält sich das mit dem Übungseffekt in Grenzen. 

Aber ich gebe ja nicht auf. Und deshalb sagte ich mir:

„Socken stricken kann jeder.“

Ich deutete es auch bereits in einigen Blogbeiträgen an, dass hier etwas mit Socken passiert und das kam so: Über sieben Ecken gab es plötzlich Sockenbedarf für einen Kindergarten mit Saunaprojekt. Das war DIE Chance für mich.

Ich wühlte also in meinen Wollvorräten und fragte die Mutter nach benötigten Nadelstärken und Maschenanschlägen für diese Kombinationen:


Die Antwort lautete: ‚Die Nadeln sind zu dick!‘ 

Öhm.

NATÜRLICH nahm ich (mittags) mit den dicken (!) Nadeln 40 Maschen auf und strickte los. Und eines kann ich Euch sagen: Dicke Nadeln in Kombination mit dicker Wolle und Kinderfußgröße machen so was von Spaß! Abends (!) war der Socken fertig. Ich streifte diesen über und wunderte mich nur, dass Kindergartenkinder heutzutage schon so große Füße haben. 


Ich wechselte also auf dünnere Nadeln und nahm nur noch 28 Maschen auf. 

Am folgenden Abend war der nächste Socken fertig. Dieser jetzt deutlich kleiner. Vielleicht zu klein?


Also nächstes Experiment: 28 Maschen lassen, dafür aber dicke Nadeln ergab einen guten Mittelweg. Nur dass mir an der Sohle irgendetwas komisch aussah: hier hatte ich nach der Fersenkappe wohl zuviele Maschen aufgenommen. 


Das nächste Problem, welchem ich mich nun gegenübersah, war, dass ich jeweils den zweiten Socken passend stricken musste. Und, erzählt mir nix, denn DAS ist die eigentliche große Kunst. Socken stricken kann nämlich tatsächlich jeder – aber den identischen zweiten dazu . . . 

Ich lernte also Reihenzählen. 

Anschließend reufelte ich den ersten, zu groß geratenen Socken wieder auf und strickte ihn mit 32 Maschen und dünneren Nadeln neu.

Anschließend reufelte ich die beiden schwarzen Socken noch einmal bis zur Fersenkappe auf – und nahm weniger Maschen auf, um keine verbeulte Sohle mehr zu haben. 

Dann musste ich jeweils von den rotschwarzen und den grünen Socken noch ein weiteres Paar stricken weil der Farbverlauf nicht passte. Aber dann:

Zwei Wochen und zwei Hörbücher später war das Ergebnis perfekt:


Und jetzt kann ich auch mit Recht behaupten:

„Socken stricken – kann jeder ich!“