Archiv der Kategorie: allgemein gesagt

*** Baustellenupdate ***

Nach einer knappen Woche Vollsperrung vor unserer Haustür kann ich nun fundiert von unterschiedlichen Brummifahrertypen berichten.

Typ 01 fährt die komplette Landstraße bis zur nächsten Kreuzung / Wendemöglichkeit schnurgerade rückwärts ohne den kleinsten Schlenker zurück. Respekt!

Typ 02 versucht ebendieses auch, fährt aber in mehr oder weniger ausgeprägten Wellenformen und zwingt die Autos zu aberwitzigen Überholmanövern. Es ist ja schließlich nie sicher, wann der Brummi wieder zur anderen Seite schwenkt.

Typ 03 verzichtet auf das Rückwärtsfahren und beschließt, dass zwei gegenüberliegende Einfahrten super zum Wenden reichen. Gern auch unter Mitnahme der örtlichen Begrenzungen – sprich: Unser Gegenübernachbar hat jetzt einen Torpfosten weniger.

Typ 04 ist clever und checkt seine digitale Landkarte. Dabei findet er heraus, dass es in dieser Sacksiedlung einen Riesenparkplatz mit Wendemöglichkeit gibt. Folglich fährt er vorwärts in die Siedlung herein, hinten einmal im Kreis und zack, fährt er vorwärts aus der Siedlung wieder raus. Chapeau!

Unterdessen kreisen Gerüchte im Dorf, dass bei der Vollsperrung des ersten Abschnittes im Dorf einige Autofahrer unerlaubter Weise den gut ausgebauten landwirtschaftlichen Weg als kürzeste Umleitung nutzten. Dieses soll aber relativ früh von den örtlichen Dorfsheriffs erkannt worden sein, welche sich daraufhin dort positionierten und Strafzettel verteilten. Von 16 Stück die Stunde wird gemunkelt. Umd es wird gemunkelt, dass sich daraufhin einige dieser derart bestraften Autofahrer beim obersten Dorfsheriff beschwerten.

Wie es aussieht, wird der kleine, ansonsten obrigkeitshörige Deutsche zum kleinen Revoluzzer, wenn seine Autofreiheit beschnitten wird.

Wir jedenfalls sind die Vollsperrung erst einmal los. Der Verkehr kann wieder vorbeirollen. Ab kommenden Montag wird dann der nächste Straßenabschnitt gesperrt. Da bin ich aber weit genug von ab.

Also, allseits gute Fahrt!

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*** Sackgasse ***

Der deutsche Autofahrer ist in höchstem Maße individuell. Jeder fährt sein von ihm individuell gestaltetes Auto zu seiner individuell gewählten Musik zu einem individuell präferierten Ziel. Und jeder bewältigt die anstehenden Probleme auf seine Art. Erzielt dabei aber, dass muss ich hier anmerken, Lösungen wie sie die anderen vor ihm auch bereits exakt so gefunden haben.  Identisch. Einheitlich.

Nämlich: Ein Sackgasse ist eine Sackgasse ist eine Sackgasse!

Folgendes Szenario:

In einem mittelgroßen Dorf wird die Hauptstraße gesperrt, um den Straßenbelag zu erneuern. Anwohner wurden rechtzeitig informiert. Es gab eine Bürgerversammlung in welcher die einzelnen Bauphasen und die jeweiligen Umleitungskonzepte vorgestellt wurden. Dies alles in deutscher Gründlichkeit. Heißt: Wir sind vorbereitet und wissen, wann wir unseren Hof verlassen können oder auch nicht, wann wir welche Strecken fahren können oder auch nicht.

Pech nur, dass all die von weiter her Durchreisenden von diesen vorbereiten Maßnahmen nichts mitbekommen konnten. Für diese ergibt sich jetzt das übliche Baustellenszenario. Irgendwann während ihrer Fahrt wird auf der Strecke die Baustelle und die Umleitung ausgewiesen (teilweise sehr, sehr weit vorher) aber es wird weiter gefahren. Man kennt ja erstens diese Strecke nicht und zweitens sagt einem das Navi man möge doch bitte weiterfahren. Also fährt man weiter.

Und an dieser Stelle komme ich ins Spiel. Ich sitze nämlich derzeit am Anfang der Baustelle. Vor dem Baustellenschild zweigt ein Weg ab, als Sackgasse ausgewiesen. Und hier landen jetzt alle diese armen, fehlgeleiteten Autofahrer. Vor dieser Baustellenabsperrung mit dieser eine Umgehung verheißenden Seitenstraße. Weil ihnen ihr Navigationssystem hier nun ein mittleres, strukturiertes Wohngebiet zeigt, gehen diese Autofahrer logisch davon aus, dass dieses Sackgassenschild (so sie es gesehen haben) ein Fake ist und sie schon irgendwo wieder einen Ausweg auf die Bundesstraße finden werden. Vorzugsweise hinter der Baustelle.

Nun, das werden sie nicht. Dieses hier ist tatsächlich eine Sackgasse. Eine größere, das gebe ich zu. Eventuell ist es sogar eine Sacksiedlung. Aber in diese Siedlung hinein und hinaus zu kommen gibt es nur einen Weg. Diesen hier vorn, an mir und an der Baustellenabsperrung vorbei. Es nützt also nichts, hier hineinzufahren. Es sei denn man wohnt hier, aber das tun die wenigsten.

Also beobachte ich (nicht, dass ich nichts anderes zu tun hätte) Autofahrer mit den verschiedensten Kennzeichen, wie sie unsere nun ja mittelhübsche Sacksiedlung besichtigen. Erst rein, ein wenig herumirren und suchen und dann wieder heraus. Rein, raus.

Ich spiele nun mit dem Gedanken, mir vorm Tor ein kleines Hüttchen einzurichten. Dort könnte ich freundlich Saft, Wasser, Tee, Kaffee und Kekse kostenlos und Umleitungspläne zu 2,50€ das Stück anbieten.

Am Ende der Woche wäre ich dann wahrscheinlich Millionär. Ich sollte dann mal Tee kochen gehen.

*** Echt genial ***

Ich kann ja was . . .

Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wo ich das möglichst nutzbringend anwenden kann.

*** Frühlingsanfang ***

Nun war also gestern der von mir bereits am 17. Januar sehnsüchtig erwartete Frühlingsanfang.

Nun je.

Noch einen Tag vorher hatte ich schon gejubelt, dass die Bachstelze wiedergekommen war um ihr Nest wieder zu beziehen.

Nun aber schoben wir erst einmal 5 cm Neuschnee beiseite.

Im Laufe des Tages dann gab sich die Sonne etwas Mühe und befreite wenigstens die Köpfchen der Frühblüher vom Schnee.

Unser Federvieh hat auch schon die Nase vom Winter mächtig voll und zeigt deutlich Frühlingsgefühle. Die Damen untersuchen reihum die bereitgestellten Nester und legen schon mal testweise die ersten Eier.

So wird auch dieses Jahr der Frühling wieder spannend werden. Es haben sich nämlich Fräulein Brautente und Herr Smaragderpel artenübergreifend quer ineinander verliebt. Herr Brauterpel und Fräulein Smaragda stehen dem ganzen etwas abgeschoben und bedauernswert frustriert gegenüber. Nun je. Wo die Liebe hinfällt.

Wir aber sitzen bei diesem Wetter am warmen Ofen. Während der Hausherr liest (zum Beispiel solche Wetterprognosen) produziere ich mich am Rechner. Die Jahresfotobücher 2016 und 2017 sind fertig, unser Winterurlaub-2018-Buch auch (dabei war das gar nicht geplant), die begonnene Bluse wartet nur noch auf ein paar abschließende Nähte, vor denen ich mich aber drücke, indem ich unser Projekt ‚eigenes Kochbuch‘ vorantreibe. Hier handelt es sich schlicht und ergreifend um die für mich typische Fertigstellungsangst, die mich bei Näharbeiten grundsätzlich befällt. Was, wenn es nichts taugt? Nicht passt? Nicht gut aussieht? Wofür habe ich es dann gemacht?

Aber noch brauche ich mich mit den fehlenden Ärmelbündchen ja nicht zu beschäftigen – ich gehe einfach noch ein wenig Schnee schieben.

In diesem Sinne, genießen wir einfach den Frühling.

*** Gute Vorsätze – 2. Anlauf ***

O.k.

Ein neuer Versuch. Das kann doch nicht so schwer sein.

Also: Die Schokoladenvorräte habe ich aufgegessen. Also fast. Bis auf die (noch geschlossene) Pralinenschachtel im Büro, die mich jetzt auch nicht sooo lockt. Alle Weihnachtskekse und Stollen und Dominosteine sind (bedauerlicherweise) aufgegessen (also fast – bis auf den kläglichen Rest in meinem Büro) und glücklicherweise ist meine Verzuckerung mittlerweile soweit abgebaut, dass ich es schaffe, gemeinsam mit Pralinen und Keksen in einem Raum zu sein, ohne diese sofort aufessen zu müssen.

Jetzt kann ich mir also Gedanken über gute Vorsätze machen.

Vorsatz Nummer Eins ist nun, den Weihnachtsspeck 2017 bis spätestens November 2018 wieder los zu sein.

*an dieser Stelle hysterisches Lachen einfügen*

Bleiben wir realistisch.

Der zweite und einzige weitere Vorsatz für dieses Jahr ist es, Sachen endlich auch mal fertig zu machen. Deshalb gibt es auch keine weiteren Vorsätze sondern nur diesen einen.

Ohne groß nachzudenken fällt mir hier das angefangene Oberteil aus dem ersten Nähkurs sein. Hier fehlt nur noch eine (EINE!) Naht, um den Ausschnitt von freie Auslage auf gesellschaftsfähig zu reduzieren.

Als nächstes die vor Weihnachten angefangene Bluse (die ich eigentlich Weihnachten anziehen wollte – har har har). Hier fehlen zwar ein paar mehr Nähte. Aber die sollten doch machbar sein. Vor allem sollten die machbar sein, bevor im Mai der Stoffmarkt nach Rostock kommt. Wie soll ich sonst weitere Stoffkäufe vor mir rechtfertigen?

Dann fehlen die Fotobücher 2016 und 2017. 2016 habe ich in den letztem zwei Wochen schon gut vorbereitet, hier fehlen nur noch ein paar Texte und die Endkontrolle. Ich weiß gar nicht, wo hier eigentlich das Problem liegt.

Ein Erfolgserlebnis kann ich schon verzeichnen. Den am 09.08.2016 (!) beim Möbelschweden gekauften Tisch habe ich in der letzten Woche geschliffen, gebeizt, geschliffen, zusammengeschraubt, geölt und noch einmal gebeizt. Ich weiß, dass das nicht unbedingt die richtige Reihenfolge ist, aber weil ‚Eiche hell‘ einfach nur ein grässliches pee-gelb ergab, und das auch nach der Leinölfirnis nicht besser aussah, musste ich noch einmal ‚Eiche mittel‘ drauf tun. Manchmal ist es eben kompliziert. Aber dafür bin ich jetzt auch zufrieden. Also fast. Denn was mich wurmt ist, dass ich nicht die Tischplatten mit der Tischkreissäge zurechtsägen durfte. Das hat mir der Hausherr nicht erlaubt und folglich selber erledigt. Menno!

Trotzdem bin ich ganz schön zufrieden.

Wieder etwas fertiggestellt!

Ich bin auf einem guten Weg.

Mal sehen, ob ich morgen ein paar Texte in’s Fotobuch 2016 bekomme.

Damit der Vorsatz 2018 Stück für Stück kleiner und schaffbar wird.

Stellt sich nur die Frage, was ich mit den Pralinen und Keksen im Büro machen soll, ich kann die doch nicht wegschmeißen.

Unser Garten, der Hausherr und EM

Sehr geehrter Herr Buddenbohm,

ich habe lange gebraucht, um mich dazu durchzuringen, Ihnen etwas ausführlicher zu Ihrem Artikel, in welchem Sie ganz kurz EM erwähnten, mit einem eigenen Blogpost zu antworten. Das Netzt ist so voller Meinungen – man liest 10 Beiträge und hat 11 Antworten. Ob es um Kindererziehung oder oder oder . . . geht. Und da wollte ich mich eigentlich nicht einreihen.

Den endgültigen Anschubs gab dann der Hausherr (an welchen ich den von Ihnen verlinkten Artikel der faz.net einfach mal geschickt habe.) Sagen wir mal so, das Internet ist gr0ß und weit und jeder darf im Grunde schreiben was er mag, auch wenn er davon keine Ahnung hat.

Ich vermute mal, Herr Albrecht hat noch nicht viel mit EM zu tun gehabt. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, Herr Albrecht hat wahrscheinlich auch keinen Garten. Bedauerlicherweise stellt Herr Albrecht Herrn Teruo Higa einfach als Japaner dar, der das EM erfunden hat. Ehrlich wäre gewesen, zu erwähnen, dass dieser in Japan Professor für Gartenbau ist und auf dem Gebiet des natürlichen Landbaus forscht. Aber dann wäre Herrn Albrecht wohl wahrscheinlich selbst aufgestossen, dass er da recht herablassend über etwas schreibt, wovon er selbst keine Ahnung hat.

Da Sie, Herr Buddenbohm, nun aber stolzer Gartenbesitzer sind, werden Sie auch irgendwann mit den Problemen eines jeden Gärtners zu tun bekommen. (Logisch?) Sie werden Schnecken , Blattläuse, Kartoffelkäfer und Ameisen und und noch kleineres Viehzeug von Ihren Pflanzen und Früchten fernhalten wollen und dabei mehr oder weniger erfolgreich sein. Alles irgendwie machbar und beherrschbar.

Aber wenn Sie Pech haben, wird irgendwann die weiße Fliege in Ihren Garten einfallen. Lassen Sie sich nicht vom Namen täuschen, dieses Mistvieh kommt sehr gern auch außerhalb von Gewächshäusern vor und ist quasi der Endgegner jeden Gärtners.

Hier kommt nun EM in’s Spiel. Ob es nun den Boden verbessert oder nicht, das können wir auch nicht beurteilen – aber eines tut ist, es hält diese kleinen elenden Mistviecher in Schach. Der Hausherr sprüht regelmäßig mit einer Obstspritze dieses EMA auf die Pflanzen (vorsichtig mit jungen Gurken und Melonen, die sind sensibel) und schafft so ein Klima, welches die weiße Fliege als  höchst unangenehm empfindet und lieber weiterzieht, statt sich niederzulassen. Er praktiziert das nun schon mehrere Jahre und stellt mittlerweile sein eigenes EMA her.

Um noch Bezug zu den Kommentaren unter Ihrem Artikel zu nehmen – wir sprühen das Zeug nicht im Hühnerstall an die Wände, aber wir geben es den Hühnern gelegentlich ins Trinkwasser. Die lieben es und wir haben den Eindruck, es schadet ihnen nicht.

Wir trinken es gelegentlich auch selbst und der Hausherr nutzt es als das ultimative Gegenmittel zu Sodbrennen. Einfach ein, zwei Schluck EMA und man schluckt das Sodbrennen gleich mit runter.

Verbannen Sie EM also bitte nicht einfach in die Esoterikecke, sondern probieren es aus und bilden sich lieber eine eigene Meinung.

Mit freundlichen Grüßen

Frau Spätlese

*** Vorurteile ***

Es ist wie es ist. Das Leben geht seltsame Wege. Zuerst hat man (frau) überhaupt und partout keine Idee worüber gebloggt werden könnte und dann auf einmal rappelt es im Kopf und man (frau) weiß gar nicht, womit am Besten anzufangen.

Also nun das kürzeste zuerst.

Sehr kürzlich kam mir gerade der Begriff Waldorfschule unter. Und ich bin, dass muss ich an dieser Stelle bedauerlicherweise wirklich zugeben, schwer mit Vorurteilen belastet. Denn ich kenne weder einen Waldorfschüler noch einen Waldorflehrer, geschweige eine Waldorfschule. Ich weiß nur das, was alle aus dem Netz wissen und habe dazu aus diesen Gründen selbstverständlich eine Meinung.

Logisch.

Und wie das Leben so spielt, kam mir noch kürzlicher der Begriff Waldorfschule schon wieder unter und ich beschloss, jetzt ist es soweit. Jetzt muss es raus.

Und jetzt muss ich meinen Netzfund ganz einfach mit Euch teilen: