*** Entenkino ***

Oder: Das denkt sich keiner aus.

Bei uns im Garten ist hohe Eierlegezeit. Die alteingesessenen Entendamen fressen so viel eiweißreiche Nahrung wie sie eben kriegen können. Zu diesem Zweck verfolgen sie den Hausherren im Garten auf Schritt und hoffen, dass er den Spaten in die Hand nimmt und ihnen möglichst viele Würmer ausbuddelt. Was er nur zu gern tut. Anschließend legen sie im Akkord Eier. Eine grobe Zählung ergab jetzt bereits mehr als 20 Eier. Und sie legen weiter!

Allerdings hat Trini beschlossen, dass sie keinesfalls sich beim Eierlegen und späteren Brüten auf den Popo gucken lassen wird und hat sich nach Installation der Nistkastenkamera ein anderes Nest für ihre Eier ausgesucht. Wir schauen jetzt also in ein verlassenes Nest. Super!

Ich schrieb ja bereits über unsere querverliebte Brautente und ihren Smaragdentengalan. Wir haben, um der Fortpflanzung eine echte Chance zu geben, die beiden zwischenzeitlich getrennt. Das heißt, die Brautentendame sitzt mit ihrem Brautentenerpel in der Voliere. Was aber nicht heißt, dass sie sich für ihren artgleichen Gatten interessiert. Der Ärmste wird mit seinem Liebeswerben gnadenlos ignoriert.

Der Smaragdentenerpel darf mit seiner Smaragdentendame im Garten frei herumlaufen. Was aber nicht heißt, dass er sich auch für sie interessiert. Stattdessen hat unser Romeo anscheinend nur eine rosa Wolke im Gehirn und versucht permanent zur Voliere zu kommen – in welcher seine Julia treu und entschlossen auf ihn wartet. Wir haben nun einen zusätzlichen Zaun mit Sichtschutz gezogen und hoffen, dass unseren grün schillernden Romeo irgendwann die Flut seiner Frühjahrshormone auf seine artverwandte Dame bringt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Bis dahin hat ebenjene schmählich vernachlässigte Smaragdentendame unsere Schneckenfallen in den Gewächshäusern entdeckt. Wobei sie weniger an den Schnecken denn am Bier interessiert ist. Vermutlich hat sie beschlossen, dass sich ihre Vernachlässigung so leichter ertragen lässt. Sobald also einer eine Gewächshaustür öffnet kommt die kleine Ente angerannt (!) und schlabbert aus den Bierfallen. Wir haben hier also eine Bierente.

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