Monatsarchiv: Dezember 2017

*** Guten Rutsch ***

Same procedure as last year?

Same procedure as every year!

Kommt gut rüber!

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*** Nu is soweit ***

Ich wünsche allen meinen Lesern ein frohes, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest.

(P.S. Jetzt kann ich es ja verraten: Alle Pakete sind noch rechtzeitig angekommen bzw, gefunden worden. Alles ist gut!)

*** Nur noch 2 Tage ***

Es ist verflixt. Jetzt ist das Päckchen, welches ich gestern verschickte, vom Bildschirm verschwunden. Es ist noch nicht einmal im Startpaketzentrum angekommen. Ich muss auf morgen früh warten, vielleicht löst sich dann alles auf.

Ansonsten müsste ich auch mal langsam die Geschenke schön verpacken. Allerdings scheitert es am ’schön‘. Ich habe diesbezüglich eher vier linke Hufe, bin also eher ein Verpackungswünstler.

Aber auf alle Fälle ist das Geschenke-Gästezimmer zugesperrt und der Glasausschnitt mit Weihnachtsstoff verhängt. Ein bisschen Spamnung mus sein.

Beim ersten Durchsortieren der Geschenke fiel mir allerdings auf, dass ich eines zuviel habe. Das hatte ich auch noch nicht. Man sollte also nie sagen, dass man schon alles erlebt und alles gesehen hat. Nun je, besser eines zuviel als eines zuwenig.

Jetzt jedenfalls stehe ich erst einmal am Bahnof und warte auf die Ankunft des Zuges, in welchem der Kronsohn sitzt. Dann ist die Familie komplett und Weihnachten kann kommen.

Aber wie gesagt, es sind noch zwei Tage.

*** Nur noch 3 Tage ***

Natürlich kommt es mir auch 3 Tage vor Weihnachten noch in den Sinn, ein Päckchen zu verschicken.

So bin ich halt.

Und dann sehe ich beim Eintreffen auf dem Parkplatz wie das große Paketauto schon alle Pakete aufgeladen hat und gerade die Ladeplattform hochfährt.

Ich seufze und finde mich damit ab, dass mein Paket erst morgen mit auf das große Auto und so wohl auf keinen Fall mehr pünktlich zu Weihnachten kommt.

Im Vorbeigehen lächle ich den Paketfahrer an, er kann ja nicht für meine Düsbaddelei. Er schaut auf mein kleines Paket.

Dann gebe ich es am Schalter ab und auch dort wird mir gesagt, dass es nun erst morgen abgeholt wird. Aus dem Augenwinkel sehe ich den Paketfahrer bei den Lottoscheinen stehen und diese studieren.

Und gerade als ich alles bezahlt habe, dreht er sich von den Lottoscheinen weg, scannt auch noch mein Paket ein und lächelt die Verkäuferin und mich an. ‚Könnte eng werden‘ sagt er ‚aber ich glaube, das kriege ich geradeso noch drauf.‘

Und schon ist er weg und mir strahlt ein Lächeln aus dem Gesicht wie eine Rundumleuchte und das Herz ist warm und ich freue mich, dass Menschen immernoch und immerwieder nett zueinander sein können.

Danke, lieber DHL-Paketfahrer.

*** Endspurt ***

Es lässt sich nicht leugnen, es ist keine Woche mehr bis Weihnachten und hier ist noch einiges zu tun.

Mein Kampfstricken hat sich gelohnt. Ich habe jetzt zusätzlich zu Vorder- und Hinterteil auch zwei Ärmel. Das ist gut. Allerdings habe ich den bereits fertig gewesenen Kragen wieder aufgeräufelt, weil mir der Abschluss nicht gefallen hat. Das ist weniger gut. Aber gleich werde ich die Maschen für den Kragen wieder aufnehmen.

Bestimmt.

Der Weihnachtsbaum steht schon unterm Carport und wird Freitag aufgestellt. Das passt.

Jetzt brauche ich nur noch ein wenig Geschenkpapier und ein wenig Zeit und jede Menge Verpackungsgeschicklichkeit.

Dann hatte ich wieder einmal Pech mit einem italienischen Paket. Italienische Pakete und ich passen scheinbar nicht zusammen. Es mag jetzt zwei Jahre her sein, da bestellte ich für den Schwestermann ein Spiel seiner Wahl. In Italien. Das Internet macht’s möglich. Ich erhielt auch relativ schnell eine Versandmitteilung und freute mich. Zwei Tage später erhielt ich vom Versender eine Mail, er hätte das Paket von der Post zerstört zurückbekommen und könnte mir bedauerlicherweise keinen Ersatz liefern und erstatte mir nun deswegen den Kaufpreis zurück.

Ich musste den Schwestermann vertrösten. Das war nicht schön. Für dieses Weihnachten nun fand ich etwas von seiner Wunschliste wieder nur in Italien. Ich dachte positiv und bestellte und erhielt eine sehr schnelle Versandmitteilung und Sendungsnummer von DHL-Express. Am nächsten Tag schon war das Paket in Leizen gescannt und noch einen Tag später machte sich der DHL-Expressbote damit auf den Weg zu uns. Ich freute mich wie wild.

Nun, das war Freitag.

Angeblich hat er das Paket auch am Freitag zugestellt. An unseren Briefkasten. Eine Unterschrift gibt es nicht. Allerdings ein Paket auch nicht. Es ist und bleibt verschwunden. Geld weg und Paket weg. Jetzt freue ich mich deutlich weniger.

Und ich bin wieder auf der Suche nach einer neuen Geschenkidee. Orrr.

Ansonsten bin ich im Groben der Meinung, alles beisammen zu haben, habe aber ganz unterschwellig das nagende Gefühl, etwas vergessen zu haben.

Es ist verflixt.

Ich hoffe, und drücke die Daumen, dass Ihr alle Eure bestellten Pakete bekommt.

Es sind keine sechs Tage mehr.

*** 12 von 12 im Dezember 2017 ***

Der Wecker klingelt und ich sortiere mich innerlich auf Dienstag. Ok. Ich muss wohl aufstehen. Wäre ja auch sonst blöd gewesen, den Wecker zu stellen. Die erste Amtshandlung des Tages:

1.) Gemütlichlicht an.

Danach wird sofort der Ofen geheizt während uns der Hausherr den wichtigsten Kaffee des Tages kocht.

2.) Es soll heute abend schließlich warm sein.

Nachdem wir fix Frühstück gegessen haben bekommen auch die Hühnervögel ihr Futter.

3.) Wie blöd ist das denn – warum tut sie das Futter nicht einfach in den Trog wie sonst auch?

Oh Gott, wie spät ist es denn jetzt schon? Ich muss doch zum Saxophonunterricht! Aber vorher noch ins Bad. Und das noch und das noch und das auch noch. Seufz.

4.) Heute liefere ich die Glanzleistung schlechthin: ich komme 15 (!) Minuten zu spät. Das geht so nicht weiter.

Nach dem (leider sehr kurzen) Unterricht geht es in die Stadt auf die Jagd nach Weihnachtsgeschenken.

5.) Leider will ich keinen Drachen und das, was ich suche, hat Wupatki nicht. Mist.

Eigentlich will ich ja außer ein paar Kleinigkeiten nichts weiter einkaufen. Es ist nur erstaunlich, wie entsetzlich lange es dauern kann, nichts einzukaufen. Der Parkautomat rechnet 1,5 Stunden hab.

6.) Die liebevoll vom Hausherrn aufgeschnittenen und mitbefohlenen Äpfel retten mich vor dem Hungertod.

Auf dem Rückweg noch schnell einen Weihnachtsgrußaushang aufhängen, Gaszähler ablesen und dann nichts wie ab zu den Eltern.

7.) Mietze hat wohl gerade Futter bekommen. Sie bettelt mich gar nicht an.

Dann noch schnell in den Lebensmittelladen. Mehl, Quark, Butter, Gänseschmalz, Apfelsinen, Mandarinen und Rotkohl füllen den Kofferraum. Dann aber nach Hause.

8.) Uff, gerade rechtzeitig zur Kaffeezeit.

Nebenher stricke ich vorsichtig. Vorsichtig deshalb, weil ich gestern zum Kampfstricken übergegangen bin (keine zwei Wochen mehr!) und das haben mir rechter Ellenbogen und rechtes Handgelenk übel genommen.

9.) Wo komme ich denn da hin, wenn ich heute wegen so ein paar blöder Schmerzen nicht stricke? Dann ist ja mein ganzer Erfolg von gestern futsch!

Aber dann brauche ich doch eine Pause. Nach nur 8 Reihen. Menno!

10.) Da bietet sich als Lückenfüller doch perfekt Abendbrot an. Heute: Tomatensuppe. Nomnomnom.

Anschließend stricke ich zwar noch weiter, aber mit wenig Elan. Als ich meine geplante Reihenanzahl fertiggestrickt habe, lege ich das Strickzeug beiseite und schmiere mir Murmeltiersalbe auf den rechten Arm. Jetzt rieche ich wie . . . ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll? Egal, vergesst es.

11.) Als letztes Vorhaben (weil Stricken nicht mehr geht) koche ich schon mal einen Teil der Nachspeise für die nächsten Tage: Rote Grütze.

Und dann bleibt mir nur noch das Schreiben dieses Beitrages. Aber auch das strapaziert das rechte Handgelenk. Deswegen ist dann hier jetzt auch Schluss.

12.) Noch schnell den Blogbeitrag aufarbeiten:

Vielen Dank für’s Reinschauen, ganz viele andere machen ja auch bei 12 von 12 mit, und die findet Ihr wie immer bei Caro.

*** WMDEDGT 2017-12-05 ***

Der erste Gedanke nach dem morgendlichen Weckerklingeln sortiert in letzter Zeit ziemlich häufig die Wochentage. Welcher ist heute? Der Zeiger bleibt bei Dienstag stehen. Oh – Dienstag! Das heißt Musikschule und, ach Mist, ich muss außerdem heute auch noch vorher Haare waschen. Also habe ich keine Zeit zu verkaspern. Wecker aus und hoch und ab ins Bad.

Wenig später habe ich ein Handtuch auf dem Kopf und das Holz aus dem Keller geholt. Der Ofen wird geheizt während der Hausherr einen herrlich heißen GutenMorgenKaffee reicht.

Während der Ofen sich auf Betriebstemperatur arbeitet essen wir Frühstück und hören dabei draußen den Krankenwagen fahren. Kurze Zeit später die Sirene und dann auch noch die Feuerwehr. ‚Klingt nach Verkehrsunfall.‘ sage ich zum Hausherren. ‚Klingt nach Vollsperrung.‘ seufzt er. ‚Hoffentlich nicht unsere Strecke.‘ Hoffen wir beide.

Nun noch schnell die Hühner füttern, den Stall putzen, alle Sachen, die ich über den Tag brauchen (und erledigen) will ins Auto tun und dann ab. Ach stimmt ja, tanken muss ich auch noch, sonst komme ich heute nicht weit. Aber dann nix wie los, ich will ja schließlich pünktlich beim Unterricht sein.

Aber natürlich komme ich nicht pünktlich, denn es ist eine Vollsperrung und zwar genau auf meiner Strecke. Ich verkneife mir ein gereiztes Meckern, denn ich muss daran denken, dass es mir gut geht, was man von dem Fahrer des Ziehharmonikaautos dort an dem Baum wahrscheinlich nicht sagen kann. Also stattdessen ein kleines Dankeschön ans Universum und rauf auf die Umleitung.

Trotzdem komme ich glücklicherweise nicht viel zu spät zum Unterricht, welcher dann aber natürlich viel zu früh zu Ende ist.

Im Anschluss erledige ich noch ein paar Besorgungen in der Stadt (Kaffee!!) und mache auf dem Weg zu meinen Eltern noch einen kleinen Umweg um ihnen die bestellten Fotobücher abzuholen. Dann kurz einen Boxenstopp beim Gemüsehändler unseres Vertrauens, welcher nach zwei Wochen Urlaub endlich wieder offen ist. Es ist eine herrlich fröhliche Stimmung im Laden, alle beglückwünschen die Inhaberin zu ihrem erholten Aussehen. Ich kaufe Apfelsinen, Mandarinen, Zwiebeln, Ingwer und so Kram.

Je zwei Apfelsinen und Mandarinen lasse ich dann als kleines Mitbringsel bei meinen Eltern, wo ich mit einem leckeren Mittagessen verwöhnt werde. Anschließend schwatzen wir und trinken Tee, bevor es ans Eingemachte geht. Der Vater und ich wollen ein Musikstück gemeinsam spielen und dazu gehört Übung. Also zücke ich mein Saxophon, der Vater seine Geige und dann geht es ‚Yesterday‘ von den Beatles an den Kragen. Die Mutter sitzt dabei und hört tapfer zu.

Nach der Verabschiedung muss ich in einem Vermietungsobjekt noch den Aushang mit dem Ablesetermin anbringen, dann von einem Kunden Unterlagen abholen. Dort kommen wir ins Schwätzen, was dazu führt, dass ich meine Handtasche dort vergesse. – Was ich aber erst merke, als ich beim famila anhalte. Ich beiße sanft ins Lenkrad (orrr) und fahre noch einmal durch die Stadt zurück zum Kunden.

Dann aber nix wie nach Hause. Obwohl halt stopp, lieber doch noch das Autochen durch die Waschanlage fahren. Die Umleitung heute früh hat ihm eine bemerkenswerte braune Schlammkruste verpasst.

Irgendwann bin ich dann zu Hause. Gerade noch rechtzeitig um gemeinsam mit dem Hausherren einen Kaffee zu trinken, bevor ich mir einen Teil der Apfelsinen schnappe und diese schäle und klein schneide. Da die ApfelsinenMöhrenmarmelade nicht wirklich gegessen wird, wird sie aufgepeppt. In diesem Haus werden keine Lebensmittel weggeschmissen – sie werden aufgepeppt! Zu diesem Zweck habe ich (noch in Dänemark) zwei weitere Marmeladen gekauft, die jetzt mit in den Topf wandern. Und diese ungrliebte Ingwermarmelade auch. Der Hausherr seufzt aber hilft tapfer, die 16 Gläser Marmelade abzufüllen.

Zwischendurch gibt es noch ein Miniabendbrot, damit wir nicht vor Entkräftung umfallen. Es gab ja schließlich erst 17:00 Stollen und Kekse. Ach ja.

Dann brauche ich nur noch die vom Keksebacken übriggebliebenen vier Eiweiße zu Kokosmakronen aufzupeppen und dann bin ich mit meinem Tagespensum auch schon fast fertig. Ein winziges bisschen Improvisation ist nötig, denn ich habe (keine Ahnung wieso) tatsächlich keinen Quark im Haus. Also muss ich den benötigten Quark vortäuschen. Das erledige ich kurzerhand mit Joghurt und Schmand und keiner merkt es.

Und plötzlich ist es 22:00 und ich wundere mich nur, wie dieser Tag heute in einem kurzen Wusch an mir vorbeigezogen ist. Trotzdem stricke ich noch schnell zwei Reihen an dem Pullover. Hauptsächlich, damit ich heute nicht nicht gestrickt habe.

Aber dann fallen mir bei den letzten Maschen schon fast die Augen zu und ich schaffe es gerade noch rechtzeitig ins Bett. Ganz kurz beginne ich zu überlegen, was morgen auf dem Programm steht. Ach ja, morgen muss ich ganz unbedingt die B . . .

Ch ch ch ch . . .

Pssst, leise bitte. Wenn ihr jetzt geht, um bei Frau Brüllen zu schauen, wie andere so den 05.12. verbracht haben, schließt bitte leise die Tür, um mich nicht zu wecken.