*** WMDEDGT 2017-09-05 ***

Was mache ich eigentlich so den ganzen Tag? Das frage ich mich gelegentlich. Ihr Euch vielleicht auch.

Hier ist die Antwort.

Ich fange morgens mit Aufstehen an. Unter der Woche zwingt mich der Wecker 06:15 aus dem Bett. Auch wenn ich ihn häufig über eine zähe und langwierige snoozediskussion  auf 06:30 verhandele (Maximal!), heute geht das nicht. Denn heute ist Saxophonunterricht angesagt. Ich muss also pünktlich vom Hof. Also muss ich auch pünktlich aus dem Bett. Also jetzt. Brummelgrummel.

Folglich schlurfe ich in’s Bad und nach einer herrlich erfrischenden Kaltwasseranwendung im Gesicht kommt auch Leben in meinen Körper. Dann bewege ich mich in die Küche, wo der Hausherr zum Glück bereits den Kaffee fertig hat.

Nach dem Kaffee gibt es Frühstück draußen im Garten. Wir müssen das Wetter nutzen solange es nicht regnet. Also warm anziehen und raus. Und nicht lange dallern – wir haben einen Plan. Aber es ist ohnehin zu kalt, um lange zu sitzen. Und das Anfang September. Soviel zum Thema ‚Goldener Herbst‘. Orrr.

Schnell Hühner füttern und putzen immer mit der Uhr im Blick – wir wollen doch nicht am ersten Unterrichtstag nach den Ferien zu spät kommen? Wollen wir nicht – oder?

Dann noch Zähne putzen, Altglas in’s Auto, Saxophon und Noten nicht vergessen. Uuund ab!

Was soll ich sagen? Ich bin tatsächlich pünktlich. Tadaaa. Das war dann aber auch schon fertig mit schön. Wir decken jetzt gnädig den Mantel des Vergessens über diese erste Unterrichtsstunde nach 6 Wochen, denn wie wir alle wissen: Ferien sind Ferien sind Ferien. Und in den Ferien üben verstößt gegen das Urlaubsgesetz.

Zum Glück ist meine Saxophonlehrerin eine der lockersten und wir lachen trotzdem viel und irgendwann ist der Unterricht auch vorbei. Dann huschhusch ganz kurz in den Bioladen. Auf meinem Einkaufszettel stehen zwar nur drei Dinge, aber wiederholtes ‚Achdasbrauchenwirjaauchnoch‘ führt dazu, dass ich 70 Euronen an der Kasse lasse und dafür eine volle Papiertragetasche in’s Auto wuchte.

Zu Haus angekommen gibt es aufgewärmte Bohnen (in der Pfanne angebraten nomnomnom) mit aufgewärmten Stampfkartoffeln (Mikrowelle) und aufgewärmten Kloppsen (Pfanne).

Und dann, dann verläßt der Hausherr den Hof. Für länger. Nämlich über Nacht. Ich habe also STURMFREI!

Blöderweise habe ich jetzt Kopfschmerzen. Das passt ja vielleicht sowas von gar nicht. Grmpf. Also ersteinmal eine Tablette und ab auf die Couch. Eine halbe Stunde später sind die Kopfechmerzen zwar nicht weg aber so im Hintergrund, dass ich diese ignorieren kann. Also ab ins Büro. Im Büro plätschert der Alltagskram so vor sich hin. Nichts, was näher erwähnt werden müsste.

Zur späten Kaffeezeit dann eine Pflicht. Eingewöhnungsanwesenheit bei den neuen Enten. Ich sitze also in der Voliere und demonstriere ausgiebig Harmlosigkeit. Damit mir nicht langweilig wird habe ich Strickzeug dabei. Strickzeug ist ein gutes Stichwort. Ich ließ mich vor einiger Zeit tatsächlich hinreißen, dem Hausherren zu versprechen, ihm zu Weihnachten einen selbstgestrickten Pullover zu schenken. Nun gut. Ich hatte zwar genug Selbstbeherrschung um kein konkretes Jahr zu nennen. Aber besser ist, man fängt rechtzeitig an. Unglücklicherweise habe ich mich für ein Muster mit Herausforderung entschieden. Und so (deshalb erzähle ich das alles) kommt es, dass ich gerade dabei bin vier Reihen rückwärts zu stricken, weil ich eine halbe Reihe lang die Zöpfe verkehrtherum gestrickt habe. Fragt nicht! Also stricke ich rückwärts an meiner neuen never ending story.

Als auch das geschafft ist, Strickwerk korrigiert und bereit für vorwärtsstrick und Enten beruhigt, habe ich endlich, endlich Zeit für das, was mir für meine sturmfreie Zeit wirklich am Herzen lag.

Endlich. Denn eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss und was sie nur tun kann, wenn der Mann nicht im Hause ist. Ihr kennt ja alle das Sprichwort von den Katzen und den Mäusen und aus dem Haus und auf den Tisch.

Endlich ist meine Zeit. Da ich aber weiß, dass in diesem Blog sowohl der Hausherr als auch der Kronsohn gelegentlich mitlesen, muss dieses Kapitel mein Geheimnis bleiben. Nur soviel: Der Arbeitskeller des Hausherren ist je DER HAMMER! Alles da und alles ordentlich sortiert. Es.Ist.So.Toll! Hach.

*Zeitsprung*

Zwei Stunden und eine Handvoll Erfahrungen später mag ich dann aber auch nicht mehr. Schnell aufräumen und saubermachen. Heimlich soll auch heimlich bleiben.

Jetzt ist es dann auch schon 22:00 und wenn das normalerweise Bettgehzeit ist, funktioniert das heute nicht. Ich bin so aufgekratzt, ich muss dringend noch 2,3,4 Reihen stricken. Und zwar vorwärts! Aber dann ist auch bei mir Nachtruhe und das Licht geht aus und die Augen zu.

Damit ich morgen für einen neuen Tag fit und bereit bin.

Das war also mein Tag. Und Ihr so? Habt Ihr Euren Tag auch so schön aufgeschrieben und bei Frau Brüllen (die das netterweise alles sammelt) verlinkt? Nein? Dann aber nix wie los.

 

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