Monatsarchiv: Juli 2017

*** Wenn eine eine Reise tut . . . ***

Es kostet wahnsinnige Anstrengung 3,5 Stunden diesen Anblick zu ertragen und nicht wie eine spinnerte Alte aufzuspringen und das Problem geradezurücken: 

Es empfiehlt sich, bei der Auswahl des Rollkoffers darauf zu achten, dass dieser sich ganz hervorragend als Abstellfläche für Marzipancroissant und Kaffeebecher eignet. 

Ein Vorteil des Gemeinsamreisens ist, dass man in dringlichen Momenten die Obhut über Koffer und sonstiges Gepäck übertragen kann. Reist man dagegen alleine ist man gezwungen, mit ebendiesem Gepäck in einer kleinen Kabine akrobatische Höchstleistungen zu vollbringen. Worüber ich mich aber bei dieser Gelegenheit freute, war das Fußpedal zum Betätigen der Spülung. Das ersparte unnötigen Handkontakt. (Ohne Foto) Tja, und dann brauchte ich die Hand doch – um nämlich die Tür zu entriegeln und zu öffnen. Seufz.

Ansonsten kann ich über die Bahn gar nicht meckern. Alle Zugverbindungen, welche ich in den vergangenen zwei Wochen hatte, waren nahezu pünktlich. Die Züge sauber, Personal und Mitreisende höflich und freundlich. 

Ich kann gar nicht meckern. 

Hat auch mal was. 

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*** Pünktlichkeit ist eine Zier ***

Im Grunde bin ich ein pünktlicher Mensch.

Ah – ja.

Moment, wir müssen kurz warten, bis der Lachanfall meiner Mutter vorbei ist. Ähem – darf ich Dir aufhelfen? Geht’s wieder?

Also gut. Beginne ich halt anders. 

Im Grunde wäre ich sehr gern ein pünktlicher Mensch. 

So ist es besser. 

Also: Im Grunde wäre ich sehr gern ein pünktlicher Mensch, weil ich die Verlässlichkeit von pünktlichen Menschen sehr schätze. Aber ich selber – ich selber kriege das irgendwie nicht hin. Ich bin immer die von der alle sagen: Ach die, die kommt eh‘ später.‘ 

Dabei nehme ich mir immer wieder, bei jedem anstehenden Termin, ganz wie wild vor, pünktlich zu sein. Ich plane sogar die Zeitabläufe. Ehrlich. 

Hör‘ auf zu lachen, menno!

Ich weiß zum Beispiel ganz genau, wann ich spätestens vom Hof muss, um pünktlich zu sein. Sei es bei der Mutter, im Kino oder wo auch immer oder meinetwegen als Beispiel hier bei der Musikschule. 

Ich kenne die konkrete, pünktliche Abfahrtszeit – in Theorie. 

Und dann grätscht mir die Praxis dazwischen. 

Ich stehe also vom Frühstückstisch auf und der Blick auf die Uhr sagt mir: ‚Boah – heute bist Du sooo pünktlich! Noch eine halbe Stunde Zeit bis zur Abfahrt. Alles ist gut.‘

Und noch während ich das denke, schaltet jemand den Zeitraffer an. Ungelogen.

Ich muss doch noch das Frühstücksgeschirr wegräumen und selbstverständlich gründlich in’s Bad, muss noch schnell die Flaschen für den Container einpacken und noch schnell dies und noch schnell das und dann ist es plötzlich 08:30 und ich habe noch nicht einmal das Saxophon bereitgestellt. Geschweige denn die Noten in der Tasche. 

Theoretisch müsste ich mich ja jetzt schon auf dem Weg zum Auto sein. 

Also noch schell das Saxophon und die Noten zum Auto, noch schnell Antischwitz unter die Arme, Duft an den Körper, welche Schuhe ziehe ich an und – welche Jacke? Ein  prüfender Blick zum Wetter. Jacke an, ach und noch schnell die Einkaufsliste für den Rückweg abfotografieren. Mist, jetzt hätte ich fast das Containerglas vergessen. Noch schnell den Hausherren ausfindig machen und kurz herzen und drücken zum Abschied und dann sitze ich endlich im Auto und ich weiß, ich hätte vor 10 Minuten losfahren müssen, um pünktlich zu sein.

Und so ist es immer. 

Stehe ich noch früher vom Frühstückstisch auf, so fallen mir garantiert noch viel mehr andere Dinge ein, die ich erledigen MUSS! (Und die ich erledigen kann – denn ich bin ja sooo früh dran.) Ich habe es sogar schon mal geschafft, noch schnell Vanillesoße zu kochen – weil ja schließlich noch genügend Zeit war. Natürlich mit dem Ergebnis, dass ich zwar auf die Minute in die Musikschule gestürmt kam – aber eben nicht mit zusammengebautem und eingeblasenem Instrument. Seufz.

Und so ist es immer! Und wenn ich als allerletztes minutenlang den Autoschlüssel suchen muss. Irgendetwas ist immer. 

Aber ich gebe nicht auf und gebe mir weiter Mühe und vielleicht, vielleicht bin ich ja irgendwann tatsächlich ein pünktlicher Mensch. 

*** Unterwegs ***

Es ist Sommer, es ist Urlaub, ich bin mit dem Kronsohn unterwegs. Es ist SEIN Urlaub. SEINE Zeit und SEINE Ziele.

Folglich lautet der Urlaubsauftrag: Kirchen & Glocken! Natürlich!

Aber alles beginnt mit einer Zugfahrt:

Und dann geht es los: Kirche auf Kirche. Schlag auf Schlag:

Aber auch Pausen sind wichtig. Gerne auch mit Streicheleinheiten: 

Bevor es wieder weitergeht: 

Aber ich habe auch noch ganz andere Bauten gefunden. Die haben hier ja vielleicht eine Architektur . . .  


Und dann, ganz plötzlich, sind vier Tage um und wir sind schon wieder auf dem Heimweg. 


Wie die Zeit vergeht. 

*** Bringt Zeit mit . . . ***

. . . sagt der Obstbauer und: es ist nicht wie letztes Jahr. Es sind weniger Kirschen und das Wetter ist zu kalt, sie reifen so langsam, dass die Stare sich an die Schreckschussböller gewöhnen und einen Großteil der ohnehin mageren Ernte fressen. Pflückt auch ruhig die helleren Kirschen, die reifen nach, denn wenn es jetzt wieder regnet, dann platzen die Kirschen nur und sind ohnehin verloren. Ein schlechtes Obstjahr. 

Er seufzt. Wir machen uns auf den Weg durch die Plantage zu unseren Lieblingskirschbäumen. 

Dann gibt es von unten tatsächlich keine reifen Kirschen zu pflücken, wir müssen wirklich für jede einzelne Kirsche auf die bereitgestellten Leitern klettern. Dazu kommt, dass wie angekündigt sehr wenige Kirschen hängen und davon noch weniger so reif, wie wir sie gerne hätten. Also pflücken wir 10 – 15 Kirschen, steigen von der Leiter, stellen diese um und steigen erneut nach oben. 

Es ist mühsam. Aber mit der Zeit füllen sich die Eimer. 


Zwischendurch, der Hausherr ist einmal ganz nach oben geklettert ruft er: ‚Hey – hier oben sind die sogar schon mal so reif, dass man auch mal naschen kann.‘ Ein Bäuerchen zeigt an, dass die Möglichkeit nicht ungenutzt verstrichen ist.

Sogar ich krabbele in todesmutige Höhen, 5 manchmal sogar 6 Stufen die Leiter hoch. Auch hier hängen schon ganz passable Exemplare und auch mein Eimerchen füllt sich. Und auch ich bringe es zwischenzeitlich auf respektierliche Bäuerchen. 

Nach zwei Stunden dann befinden wir das Pflückergebnis für ausreichend und machen uns auf den Heimweg. Wir werden Kompott einwecken und natürlich weiterhin jede Menge Kirschen essen. 

Morgens, mittags, abends – den ganzen lieben langen Tag. Es ist schließlich Kirschenzeit.

Guten Appetit. 

*** 12 von 12 im Juli 2017 ***

Es ist Mittwoch in der Früh und ich denke nur deshalb an 12 von 12 weil ich es mir gestern Abend ganz fest vorgenommen habe. Ich muss eine Weile überlegen, warum es sich lohnen sollte aufzustehen, anstatt einfach liegen zu bleiben und das Regenwetter einfach zu verschlafen.

Da fällt mein Blick auf meinen Fuß. Auf meinen Fuß mit Glitzernagellack. Glitzer geht immer. Und wenn schon nicht auf Sandalen, dann wenigstens auf den Fußnägeln. Ich beschließe also, diesen Tag zu mögen.

1) 

Noch ein Grund mehr, den Tag zu mögen liefert mir der Hausherr. Er brüht himmlisch duftenden Kaffee und lockt mich heraus auf die Terrasse. Ich ignoriere das feine Nieseln und trinke genüsslich meinen Erweckungskaffee.

2) 

Dann bin ich bereit für Frühstück. Dieses muss zwar erst vorbereitet werden. Aber wenn man erst einmal die wichtigsten Zutaten auf dem Tablett hat, läuft der Rest fast wie von allein und kann auch gar nichts mehr schief gehen. Zumal dann auch der Kronsohn in der Küche auftaucht und mit anpackt.

3) 

Nach dem Frühstück versorge ich das Viehzeug. Mama Glucke mit ihrem Einzelkind bekommt separat Frühstück damit die anderen ihm nicht alles wegfressen.

4) 

Dann trudele ich im Büro ein und bevor ich anfangen kann, ernsthaft zu arbeiten muss ich erst eine wichtige Pflicht erledigen. Ich darf eine Siegerehrung vornehmen und einen Pokal vergeben. Das klingt jetzt viel leichter als es ist, denn man muss eine Entscheidung treffen. Aber ich schaffe das.

5) 

Dann endlich kann ich mich der Postmappe widmen. Ich schreibe e-Mails, drucke Rechnungen aus, tätige Überweisungen, verbuche Rechnungen, telefoniere. Alles ganz wie immer. Immer eben wech.

6) 

Dann klingelt kurz vorm Mittag die Mutter mit dem Schwesterherz auf ein Käffchen an der Tür. Wir besprechen die wichtigsten Dinge, essen die vom Vorabend übriggebliebenen Süßigkeiten und Gurkenscheibchen auf und freuen uns, dass wir uns ganz spontan und unbeschwert mal gesehen haben.

7) 

Anschließend jagt und sammelt der Hausherr für das Mittag durch Kühlschrank und Küche. Als Ergebnis gibt es ein ‚War-Im-Kühlschrank-und-sollte-jetzt-weg-Essen‘ mit Zucchini als hervorstechender Charaktereigenschaft.

8) 

Dann bin ich wieder im Büro und kippe mir erst einmal Tee über die Tastatur. Also erst einmal Tastatur putzen, bevor ich mich der Buchhaltung widmen kann. Seufz.

9) 

 

Nach dem Büro treffen wir drei uns in der Küche und bereiten gemeinsam unser Abendbrot vor. Das Abendessen zieht sich dann etwas in die Länge. Wir klären die wichtige Frage, wie viele Monate ich jeden Tag einen frischen Salat essen kann wenn ich 130 € habe und jeder Salat 1 € kostet. Aber das leere Geschirr ist geduldig. 

10) 

Nachdem wir dieses Problem gelöst und die Küche aufgeräumt haben falle ich in meinen Lieblingssessel und schaue, was mir mein Tolino anbietet. Ich lande bei ‚Martyn Pig‘.

11) 

Und dann kommt irgendwann, der Abend ist schon fast vorbei, doch tatsächlich noch die Sonne heraus. Am Fenster hängen noch die letzten Regentropfen aber der Himmel behauptet, er wisse gar nicht, wo die nur wieder herkommen. So abgrundtief verlogen . . . 

12)

Aber egal – jetzt wird alles schön.  Und der verregnete Tag ist endlich vorbei. 

Vielen Dank, dass Ihr vorbeigeschaut habt und noch viel mehr 12 von 12 bebilderte Tagesberichte gibt es wie immer bei Caro.

*** Freitagstexter-Siegerehrung ***

Es ist Mittwoch Früh, viel zu früh. Superwoman hat dann endlich, unerwartet und trotzig zwar, aber immerhin, die Glitzersandalen doch noch ausgezogen und poliert stattdessen jetzt den Colt. Ich kann also völlig eigenständig und unbeeinflusst den Sieger zum letzten Freitagstexter küren.

Platz 3 erkämpfte sich Pfefferoni mit  „Aufregung umsonst:
Nachdem Superwomen die Umkleide zerlegt hatte, fiel ihr auf, dass die Glitzersandalen eigentlich hervorragend zu ihrem 45er Colt passten.
In Superbaby George brodelte es allerdings um so mehr: Rote Latzhose?“
Mir war bis dato tatsächlich nicht aufgefallen, dass die Dame tatsächlich Glitzersandalen trägt. Wozu also tatsächlich all die Aufregung? (Nicht in meine Richtung zielen bitte und ja ich finde, der Colt glänzt jetzt genügend und braucht nicht weiter geputzt werden!)

Auf Platz 2 hebe ich denChristoph mit „Mama lässt’s mal wieder krachen.“
(Nein nicht jetzt krachen, autsch, jetzt ist es doch passiert. Was sollen die Nachbarn von uns denken. Und das Loch in der Decke – da kriegen wir die Kaution ja wohl nie wieder.)

Nun aber zum Objekt Eurer Begierde, zum Platz 1, zum Pokal:

 

 

 

 

Platz 1 und damit die Verpflichtung zur Fortführung dieses Spektakels verleihe ich hiermit feierlich an (NICHT ENTSICHERN – LEG DAS TEIL WEG!)

Tadaaa:

Karo-Tina Aldente für Ihren Kommentar:

„Sie denkt: Wenn ich abdrücke rennen sie los.
Das Kind in der roten Hose denkt: Wenn Sie abdrückt, lasse ich mich fallen.
Das Kind in der blauen Hose denkt: Meine Hose ist zu eng und die Sandalen sind zu klein, hoffentlich erwartet sie nicht, dass ich losrenne, wenn sie abdrückt.“

Denn manchmal ist es nämlich ganz anders als man denkt!

Liebe Karo-Tina, hier ist Dein Applaus:

Applaus

Applaus

 

 

 

 

 

 

 

Hier entlang geht es also zum:

 

 

Auf ein Neues!

(Nein, ich diskutiere NICHT mit Dir, es war MEINE Entscheidung. Nein, auch mit einem rosa Kleidchen wäre die Entscheidung nicht anders ausgefallen! Dann zieh‘ doch die Sandalen wieder an. Und kauf Dir meinetwegen auch ein rosa Kleidchen. Mir egal, Du wirst schon noch ein Kaufhaus finden, wo man Dich noch hereinlässt.)

 

 

 

 

*** Freitagstexter 27. KW 2017 ***

 

Es ist schon nicht leicht, jemanden wie Superwomen im Bekanntenkreis zu haben, da freue ich mich umso mehr und bedanke mich recht herzlich bei Hele (welche mit ihrem Freitagstexter Unterschlupf bei den Prinzessinenreportern fand) dass sie nicht zornig über Superwomen schimpfte, sondern mich stattdessen mit motivierenden Worten zum Freitagstexter für diese Woche bestimmt hat.

Während Superwoman nun also (logischerweise) ohne rosafarbenes Kleidchen vor ihrem Kleiderschrank  schmollt, geht es hier darum, die Tradition des Feitagstexters aufrecht zu erhalten.

Deshalb bekommt Ihr  hier von mir nun folgendes Bild, zu welchem Ihr bitte unter Angabe Eures Namens und Eurer Blogadresse (Damit Ihr im Falle eines Sieges die Tradition weiterführen könnt!) kommentiert, was Euch so einfällt. Wie der Wortmischer in den Freitagstexterregeln so schön formuliert:

„Egal ob kurz oder lang, ob lustig, traurig oder ätzend verletzend. – „Ein Bild. Keine Limits“. „

Alle bis zum Dienstag, den 11.07.2017 um 23:59 Uhr eingehenden Kommentare werden von mir berücksichtigt und von Superwoman einer kritischen Prüfung unterzogen.

Am kommenden Mittwoch dann wird hier feierlich der schönste Kommentar aka Gewinner bekanntgegeben.

Nun an die Tastaturen, meine Lieben. Auf die Plätze, fertig los . . .

Bild gefunden bei: geheugenvannederland.nl

Und ich muss erst einmal gucken, was sich Superwoman dahinten in den Bart brummelt. Das klingt doch schon wieder bedenklich . . .