*** WMDEDGT 2016-11-05 ***

So, jetzt aber mal ganz ehrlich hier und Butter bei die Fische. Das geht ja wohl nicht. Da pass‘ ich einmal nicht auf und schon verpass ich was. Dabei war doch gestern der 5te, also Tagebuchbloggentag – und ich verdösbaddel das. Und keiner sagt was – echt jetzt.

Also gut, dann muss ich eben versuchen, mich zu erinnern. So was aber auch.

Aber fangen wir an. Gestern war Samstag. Samstags bestehe ich (unter Androhung strengster Sanktionen bei Nichtrespekt) auf das Grundrecht auf selbstendenden Schlaf. Das heisst, ich stelle keinen Wecker und schlafe so lange ich möchte. Also theoretisch. Wenn nicht das Viehzeug vor dem Fenster keinen Schimmer von der Grundidee eines freien Tages hätte und mit einsetzender Dämmerung lautstark nach Futter verlangt. Da hilft auch kein Kissen auf dem Kopf. Es wird ein bisschen ruhiger, als der Hausherr draußen herumläuft. Das heißt aber nicht, dass ich jetzt in Ruhe weiterschlafen kann. Natürlich nicht. Denn jetzt beginnt es aus der Küche verführerisch nach Kaffee zu duften. 

Ooohhhmmm. Na gut. Dann stehe ich eben auf. 08:00 ist ja schließlich kurz vor Mittag.

Nun kann auch das Fütterritual für das Viehzeug absolviert werden. Das heißt, wir sitzen warm eingemummelt mit Kaffee und beobachten die Fütterung. Gelegentlich greifen wir ein, wenn es nämlich zu Tätlichkeiten zwischen Ganter und Ralle kommt, nur weil der arme, kleine, minderernährte Ganter (5 kg)  sich hinsichtlich seiner Futtermenge benachteiligt fühlt. 

Anschließend heize ich den Kachelofen und bereite gemeinsam mit dem Hausherren das Frühstück vor.  Es ist Samstag, deswegen gibt es Eier zum Frühstück. Und 7 Sorten selbstgemachte Marmelade. Plus Honig. Und Wurst und Käse. Wir genießen ausgiebig. (Vielleicht könnte ja das Anlass und Grund für die dreisten Lügen sein, welche mir meine Waage zur Zeit erzählt?)

Aber egal, weg mit so trüben Gedanken. Jetzt sind erst einmal die Hühner dran. Füttern, Stall entkacken und (weil Samstag ist) auch den Hühnerhof absammeln. Fertig. Prima! Und der Vormittag ist noch nicht einmal rum.

Als nächstes Kaffeewasser aufsetzen und Nähzeug bereitlegen. Meine Lederhose dröselt an den Beinen auf und an der Arbeitsjacke des Hausherren hat der Ganter einen Knopf abgeknabbert, der muss wieder ran. Ich lege alles bereit und stutze. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Da haben die doch tatsächlich eine Nadel ohne Öse verkauft. Wie soll ich denn da den Faden durchbekommen? Ach guck, bei der nächsten Nadel auch und bei der nächsten . . . MOOOMENT . . . Lesebrille holen. Ok, es ist alles gut, alle Nadeln haben ihre Löcher, durch welche ich den Faden dank Lesebrille auch problemlos gefädelt bekomme. *hüstel*

Und dann ist schon Mittagszeit. Vom Donnerstag sind noch Stampfkartoffeln übrig, welche der Hausherr mit Mangold und Dorsch ergänzt. Gegen 14:00 fallen wir auf der Couch in das Verdauungskoma. Tief und fest. Das habe ich mir auch verdient, denn schließlich musste ich ja heute – trotz Samstag – schon mitten in der Nacht aufstehen.

Irgendwann schaffe ich es, Morpheus Armen zu entkommen (Kaffee!) und erledige die letzten Einkäufe der Woche. Leider nicht wie ursprünglich geplant mit dem Fahrrad, sondern dem Wetter geschuldet mit dem Auto. Entschuldigung liebe Umwelt und liebe Waage.

Anschließend übe ich Saxophon. Rein zufällig hat der Hausherr zu dieser Zeit extrem wichtige Sachen im Keller zu erledigen. Ich persönlich glaube ja, man muss nicht über alles reden in so einer Partnerschaft. Da geht sonst nur Freude verloren. Am Saxophonüben zum Beispiel. Auch wenn ich jetzt langsam mit dem 2,5er Blatt klar komme (Fortgeschritten – harharhar), aber meine Viertel- und Achtelnoten purzeln doch eher wie Kraut und Rüben. Aber egal – ich übe! 

Tja und dann ist schon gar nicht mehr viel dran am Tag. Ich füttere meinen Roggensauerteig – am nächsten Tag soll Brot gebacken werden. Wir bereiten das Gemüse für die Hühnerbrühe vor – wir wollen am Sonntag Frikassee essen und dazu muss morgens gleich als erstes der Schnellkochtopf mit dem Huhn auf den Herd. 

Und dann schnippeln der Hausherr und ich uns einen kleinen Tomatensalat (3 Schälchen für jeden) und kochen einen großen Kräutertee. 

Was tun wir im November abends? Wir sitzen mit einem Gläschen geschorltem selbstgemachtem Obstwein (zum Beispiel schwarze Johannisbeere) am warmen Kachelofen (siehe oben) und hören Musik. Derzeit durchstöbert der Hausherr das große unendliche Internetz nach Musik von Klaus Schulze – und ja, das kann man hören. Auch einen ganzen Abend lang. 

Und eigentlich will ich dann um 23:00 noch gar nicht in’s Bett, es wird bei Fredrik T. Olsson ( Das Netz) gerade ganz furchtbar spannend – aber ich habe so meine Befürchtungen, was die morgige Aufwach- und Aufstehzeit angeht . . . 

Nun, wem dieser Tag nicht spektakulär genug war, der darf gerne bei Frau Brüllen nachschauen. Da gibt’s noch viel mehr Tagesabläufe zum nachlesen.

Ansonsten, vielen Dank, dass hier Euch für meinen interessiert habt. War schön, Euch hiergehabt zu haben. 

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