*** Rezeptetester: Linsensuppe ***

1. Der Hausherr wünschte sich Linsensuppe. 

2. Ich sah neulich im Fernsehen den Herrn Rainer Sass diese Linsensuppe kochen. Also beschloss ich 

3. genau diese Linsensuppe zu kochen.

Rezepte nachkochen ist ja einer meiner leichtesten Übungen. 

Allerdings begann das Problem schon bei den 2 Möhren. 

2 (in Worten: zwei, ZWEI (!)) Möhren. Hallo – gehts noch? Wer kocht denn hier noch mit NUR ZWEI Möhren? Ich meine, mal ganz ehrlich, erstens sind die gesund und zweitens lecker. Also verdoppel ich das gleich mal. Ach was, gib gleich 6, die sind ohnehin so klein.

Nun als nächstes meinte der Hausherr, er äße ja sehr gern Sellerie und warum denn da nur 1/4 Sellerie ran soll? Und weil natürlich, was mir Recht ist, ihm nur billig sein kann, bekam er seine halbe Sellerie. 

Dann steht da ‚2 Zwiebeln‘. Das ist doch das nächste Problem. Soll ich jetzt große oder kleine nehmen? Ach was, ich nehme einfach die großen. Eine anständige Zwiebel hat noch niemandem geschadet. 

Wir ergänzten das Gemüse um diverse Stangen Staudensellerie, mehrere Kartoffeln  und viele Scheibchen Ingwer. 

Die Möglichkeit der Zugabe einer Chilischote unterschlug ich Weichei dem Hausherren. Pssst, nicht verraten. 

Das ganze schön gewürfelte Gemüse verstauten wir im Kühlschrank . . . 

  
 . . . während wir aus allen, wirklich ALLEN (!) Putzresten (na gut, Ihr habt Recht – nämlich OHNE die Kartoffelschalen) unter Zugabe von Gewürzen 2 Stunden lang die erforderliche Gemüsebrühe kochten. 

Dann ging es an die Vollendung des Rezeptes.

Ich las die weitere Verfahrensnachweise nach. Und stutzte. Las noch einmal. Und rief den Hausherren an: ‚Sag mal, hier steht gar nix von Schinkenspeck. Das kann gar nicht sein. An jede anständige Linsensuppe gehört Schinkenspeck. Oder soll ich das so vegetarisch lassen?‘ Beim letzten Satz hörte man quasi die langen Zähne heraus. 

Glücklicherweise sah der Hausherr das genau wie ich und holte ganz schnell ein anständiges Stück Schinkenspeck für die Suppe.

Von nix kommt ja schließlich auch nix.

Nun zu den Linsen. 250 g Berglinsen steht im Rezept. Dazu ganz klar mein Kommentar:

Ham‘ wa nich!

Wir haben aber ca. 500 g Tellerlinsen. Das ist ja quasi das selbe. Linsen halt. Nun und wenn ich jetzt von der Tüte hier noch 250 g abwiegen soll, dann bleibt ja nur so ein fipselig kleiner Rest, der dann wieder zu nix gebraucht werden kann. Also alle Linsen in den Topf, Wasser drauf und KEIN Salz. Und nach der erforderlichen Garzeit hob ich den Topfdeckel und sagte ‚O!‘ Das waren aber deutlich viele Linsen. Sehr, sehr viele Linsen.

Nun je, es soll ja schließlich auch Linsensuppe werden. 

Dann endlich konnte ich die Zutaten kurz anschmoren, mit dem Gemüsesud ablöschen, 15 Minuten gar köcheln. Anschließend die Linsen dazu, kurz für eine gewisse Grundsämigkeit anpürrieren und mit Salz und Pfeffer abscmecken. 

Auf dem Teller dann noch mit Essig und Zucker verfeinern und: Guten Appetit!

  
Auch wenn wir jetzt das klitzekleine Problem haben, dass wir uns wahrscheinlich die nächsten 3 Monate ausschließlich von Linsensuppe ernähren werden . . . 

  
. . . eines muss man dem Herrn Sass lassen: 

Linsensuppe kann er!

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2 Antworten zu “*** Rezeptetester: Linsensuppe ***

  1. Schick! Und sicher auch endlos lecker!

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