*** Spätschicht ***

Das Konzept ‚Spätschicht‘ in diese Familie zu integrieren, ist schon eine Herausforderung für die ganze Familie. Und dass, obwohl nur der Kronsohn spätschichtet.

Dieser absolviert nämlich zur Zeit ein Betriebspraktikum in Rostock. Und auch wenn ‚Spätschicht‘ für ihn bedeutet 12:00 bis 19:00 – dann heißt das für ihn trotzdem noch Heimkommen erst 20:45. Begründet durch Zugfahr- und Wartezeiten. 

Dann ist er (verständlicherweise) auch groggy und verschwindet relativ schnell in die Falle.

Ich sehe ihn also nur morgens kurz beim Frühstück und kurz abends.

Nun möchte man anmerken, wenn er sonst zwei Wochen lang 500 km weit weg ist, sehe ich ihn ja auch nicht. Es ist also keine gänzlich ungewohnte Situation. 

Stimmt im Grunde.

Aber.

Aber wenn er sonst 500 km weit weg ist, hat er auch keine Chance hier ein irgendwie geartetes Chaos zu verursachen. Jetzt hat er die Chance. 

Und nutzt sie.

Und immer wenn ich nach Hause komme, ist keiner da, den ich als Verursacher zusammenstauchen kann. 

Und wenn er dann spätabends kommt, habe ich natürlich meine Ordnung wieder hergestellt. Und er versteht selbstverständlich gar nicht, worüber ich jetzt mit ihm diskutieren will. Es ist doch alles schick ordentlich.

Das Konzept ‚Spätschicht‘ ist also eine Herausforderung für die ganze Familie.

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