*** Watt mutt – datt mutt ***

So, meine Lieben, das tut mir leid jetzt, aber ich muss Euch jetzt mal aus den rosaroten Puschen und dem rührseligen Adventsgedöns herausholen.

Es gibt nämlich immer noch genügend grausame Realität da draußen, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Und damit meine ich nicht, dass im Edeka das Regal mit meinen Lieblingslebkuchen leer ist oder dass im Radio schon wieder ‚Last Christmas‘ läuft.

O.k. Alle wach jetzt? 

Prima.

Dann alle Gartenbesitzer mal die Augen und Ohren weit aufsperren. Alle anderen dürfen zurück auf den Weihnachtsmarkt und sich den nächsten Becher Glühwein holen.

Also. Jetzt geht es ans Eingemachte. Mal die Karten auf den Tisch.

Hasst Ihr Schnecken im Garten genauso wie ich? Nee-nee-nee, ich meine jetzt nicht die wunderschönen Weinbergschnecken, von denen ich jede einzelne liebevoll aufsammele und in weniger gefährliche Gegenden umsiedele, auf dass sie sich glücklich vermehren.

(Da fällt mir ein, reicht man dazu Rot- oder Weißwein?)

Nein, ich meine, die richtig miesen, fiesen kleinen hellbraunen Schnecklein, die den Dill und den Salat schneller auffressen, als dass man ihn aussäen kann und die einem gern auch die Erdbeerernte streitig machen.

Genau diese MISTVIECHER meine ich.

So, und jetzt haben wir da draußen ja ungewöhnlich milde Temperaturen, welche diese Ausgeburten der Hölle dazu nutzen, einem auch noch den Wintersalat wegzufressen.

Ich.

Hasse.

Sie!

Aber jetzt komme ich.

Ich versenke nämlich einfach in den Beeten (leere und ausgewaschene) Joghurtplastebecher. Oder ähnliches. Und fülle diese mit Bier.

Ha!

Das habe ich nämlich in einem äußerst riskanten und gefährlichen Selbstversuch herausgefunden. Bier ist nämlich UN-WI-DER-STEH-LICH! 

Da kommt man einfach nicht dran vorbei.

Und das Gute ist, den Mistviechern aka Schnecken geht das genauso.

Blöd nur, dass Schnecken nicht schwimmen können. 

  
Da sieht man mal wieder, wie ungesund Alkohol ist.

Ja, auch Euer Glühwein da draußen.

So, alle Bierfallen aufgestellt? Dann dürft Ihr wieder reinkommen und Eure Adventspuschen wieder anziehen.

Ja, bitte, wenns denn sein muss auch noch einen Lebkuchen auf den Schreck. 

Und übermorgen kontrolliert und erneuert Ihr die Bierfallen.

Ach, und NEIN, Herr Strempfer, das ist KEIN Alkoholmissbrauch!

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7 Antworten zu “*** Watt mutt – datt mutt ***

  1. 😀 soll nicht immer funktionieren. Selber habe ich keine Schnecken im Garten…Puschen in rosarot auch nicht 😀

    Gute Nacht 🙂

    • Pssst – noch ein Geheimtipp: funktioniert in einer nahrungsarmen Zeit wie Winter (bei uns) sehr gut.
      😉
      Ich wünsche eine gute Nacht – ohne Schneckenträume. 😊

  2. Funktioniert. Zieht aber mehr Neuschnecken aus der Nachbarschaft an, als Alteingesessene vernichtet werden. Weil die nämlich das Bier von eeeeewig weit weg riechen (gibt Studien dazu, ehrlich jetzt!)
    Killt also viele Schnecken, hilft aber nicht beim „ich will meinen Salat selber essen“-Problem.

    • Hmmm – da hab ich jetzt aber ’ne ganze Weile drüber nachgedacht . . . Also bei uns gestaltet sich das mit der Zuwanderung schwierig – wir haben die Fallen nämlich im Gewächshaus aufgestellt. Und da sollten die eigentlich (hoffentlich) nicht hinkommen von draußen. Wehe!

      • Ah! Dann könnte es klappen! Dann müssten es, wenn sämtliche Jungschnecken geschlüpft und ertrunken sind, weniger werden …
        (gerade beim schreiben hatte ich eine Vision von Wällen aus Hunderten Schnecken rings ums Gewächshaus, die alle versuchen, einen Weg hinein zu finden *gggg*)

  3. So grausam können auch nur Menschen sein! Die Notlage (die akute Unterhopfung) der armen Tiere schamlos ausnutzen und zu deren — sagenwirmal — Nachteil verwenden. Oder, wie Tolkien gesagt hätte: „Ein Becher, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Bier rein zu treiben und ewig zu binden“.
    Aber wenn du schon dabei bist, kannst auch gleich noch den Vergleichstest machen: dunkles, malzigeres Bier lockt noch mehr Schnecken an als n Pils.
    P.S.: Danke für den Glühwein!

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