*** Fragen über Fragen ***

Hiermit bekenne ich öffentlich, ich bin eifriger Mitleser beim Wortmischer (ich erwähnte es bereits). Ich mag seine Geschichten zu dem *.txt-Projekt (Ich würde ja auch gern so schöne Geschichten schreiben können.). Ich mag seine Berichte von Urlauben. (Hey – über Barcelona müssen wir nochmal reden. Mit der Dame fremdelte ich zu Anfang mächtig, das war irgendwie Pech, kann ja mal passieren, aber dann legte diese einen Temperatursturz vom feinsten hin –ohje. Aber das ist eine andere Geschichte) Ich bin auch begeistert von seinen Berichten über die Backkünste der Töchter (Nur so am Rande, ich warte immer noch auf das Rezept von der Eierlikörtorte. Bestimmt hat er mich auch nicht vergessen *sicherbin*)

Es ist mir also immer wieder eine Freude, diesen Blog anzuklicken und zu sehen, hey – es gibt was Neues zu lesen.

*EndeLobhuddelei*

Wie war ich begeistert, dort auch ein Bekenntnis zu meinem Blog zu finden. Hey – ich werde gelesen! Vom Wortmischer. Ich wuchs geradezu in den Himmel vor Stolz und erklärte öffentlich, dass ich auf seine Fragen Antworten geben würde.

Oh!

Nun bin ich wieder auf Normalmaß geschrumpft und passe wieder durch bodenständige Türen und denke nur ‚Auweia – was soll ich denn da schreiben?’ Aber versprochen ist versprochen. Und bevor das alles gar nix mehr wird und der Nachbar wieder zur Weinverkostung vor der Tür steht und alles in Vergessenheit gerät, fange ich einfach mal an.

  1. Münchner Oktoberfest – unbedingt / keinesfalls / was ist das?
    Auf gar keinen Fall! Zu viele Leute zu dicht aufeinander zu laut und zu viel. Einfach von allem zu viel. Machen Sie sich bitte mal klar, wie man sich als Mecklenburger fühlt, wenn man aus einem Flächenland mit nur insgesamt 2 Mio Einwohnern auf eine Wies’n gehen soll, wo in 2 Wochen knapp 6 Mio Menschen ersäuft durchgeschleust werden. Never.
  2. Haben Sie Ihren Volkswagen schon abgestoßen?
    Ja – mein allererstes eigenes selbst gekauftes Auto – ein knallroter Golf II. Und das bereits 1997. (Ich bin halt sehr vorausschauend – gell?) Aber im Übrigen bin ich ohnehin Benzinerfan und mag keine Dieselfahrzeuge.
  3. Erinnern Sie sich noch an das erste Musikstück, dass Sie gekauft haben?Ich glaube zu wissen ja. Es war noch während meines Abiturs zu DDR-Zeiten, da gab ich einem Kumpel etwas Geld (Wieviel?) für eine sauschlechte ‚Yazoo’-Kassettenkopie. (Wir hatten ja nix.)3.a. Hören Sie sich das heute noch gern an? Ich hab mir mal vor einiger Zeit eine besserklingende digitale Version gekauft aber aus den Schuhen bin ich rausgewachsen . . .
  4. Spielen Sie ein Musikinstrument?

    Ich habe mir vor drei Jahren angefangen einen Jugendwunschtraum zu erfüllen und habe begonnen Saxophonunterricht zu nehmen. Aber ob man das schon Spielen nennen kann?4.a. Trauen Sie sich damit vor Zuhörer? Öhm. Ich tat es schon. Ja. Einerseits vor der Familie. (Ist es nicht schön, was das Kind schon alles gelernt hat – diese Verzückung bei den eigenen Eltern ist einfach unschlagbar – und das eingefrorene Lächeln beim Rest der Verwandtschaft ist in Gold nicht aufzuwiegen.) und andererseits beim Frühlingskonzert meiner Musikschule. Wo ich zu Motivationszwecken als Späteinsteiger präsentiert wurde. Hust! Das mache ich bestimmt nie wieder.
  5. Im Preisausschreiben gewinnen Sie eine Penthousewohnung in Berlin, London, Paris, Prag oder Wien. Welche suchen Sie sich aus?

    Ich tausch’ die sowieso um gegen eine in Rom.
  6. Bevor Sie den Löffel abgeben: Welches Ding müssen Sie vorher unbedingt noch gedreht haben?Ganz schwere Frage. Ganz schwer. Ob ich den Hausherren jemals überzeugt bekommen, dass ich nicht zwei handwerklich linke Hände mit nur Daumen dran habe?
  7. Halb acht Uhr abends. Sie kommen völlig gerädert (aus der Arbeit) nach Hause. Was passiert, sobald der Mantel an der Garderobe hängt und die Schuhe in der Ecke stehen?

    Ha! Ganz einfache Frage. Kommt im Grunde bei mir nämlich (fast) gar nicht vor. Aber. Aber wenn denn mal doch, dann ist das so eine Besonderheit, dann hat der Hausherr schon ein feines kleines Abendbrot vorbereitet, Tee gekocht, Wein auf Temperatur und und und . . . so dass ich mich einfach in den Feierabend fallen lassen und erzählen und auswerten kann. (Und dann kann ich das Glück gar nicht fassen, dass ich mit diesem Mann habe.)
  8. Kochen Sie selbst?

    Ungern, aber gezwungenermaßen – ja. (Ich backe lieber.)8. a. Was kommt auf den Tisch, wenn die leeren Teller schon nach einer Stunde im Geschirrspüler stehen müssen?

    Dann hole irgendwelche von uns selbst eingeweckte Suppen aus dem Keller – Zucchini, Bohne, Tomate, Kürbis – was auch immer – und ergänze mit Nudeln oder Reis. Und singe ein Loblied auf unsere sommerabendlichen Konservierungsmarathone. Fäddisch.
  9. Golf, Ski oder Tennis? (Oder doch lieber die TV-Fernbedienung?)

    Für Golf habe ich nicht genügend Zeit und für Ski oder Tennis sind meine Reflexe zu langsam. Ich mag Sachen, wo ich das Tempo selber bestimmen kann. Rad fahren oder Joggen. Vorausgesetzt, es kommt gerade nichts besseres im Fernsehen. *räusper*
  10. Wir schreiben das Jahr 2025. Was ist für Sie die auffälligste Neuerung im Vergleich zu heute.

    Perfekt wäre: Ausreichend (!) biologisch und politisch korrektes Essen auf ALLEN Tischen. Niemand (auch nicht armes) muss restverwertetes Qualfleisch (mit verbesserter Rezeptur) essen. Gemüse und Obst ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel. Kochen als Unterrichtsfach in der Schule. (*SchlägtsichaufsOhrumausdemTagtraumherauszufinden*)Weil die Welt aber nicht perfekt ist: Kein reelles, echtes Essen mehr. Synthetisches Zeugs mit Soja ‚aufgebessert’ aus der Tube – aber mit verbesserter Rezeptur. (*ichregmichnichtaufichregmichnichtaufichregmichnichtauf*)
  11. Sie packen Ihren eigenen Flüchtlingskoffer. Was muss da rein? (Fünf Dinge braucht der Mensch?)

    Das ist so furchtbar – das kann ich gar nicht fassen – was ich da alles loslassen müsste. Als politisch korrekter Bürger würde ich wahrscheinlich als erstes meine Ausweise einpacken – sonst bin ich ja KEINER. Und dann würde mich wahrscheinlich die erste Bombe, die auf unser Häuschen fällt sofort erledigen, weil ich nach den Ausweisen nur noch panisch durchs Haus renne, auf der Suche nach wirklich wichtigen Sachen. (Zeugs rein, Zeugs wieder raus, anderes Zeugs rein, anderes Zeugs wieder raus, neues Zeugs rein, neues Zeugs wieder raus . . .)
    Oh weh – da mag ich gar nicht dran denken.

 

So fäddisch. Und Ihr habt jetzt auch Feierabend. Mein Buchstabenvorrat ist jetzt nämlich für diese Woche aufgebraucht.

 

Bis die Tage.

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2 Antworten zu “*** Fragen über Fragen ***

  1. Schlimme Sache, das mit meiner Gesichtsfarbe wegen der einleitenden Absätze dieses Beitrags 😉
    Aber herzlichen Dank für die Antworten. Das Frostlächeln der Verwandtschaft beim Saxophonkonzert zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen, kenne ich diese Situation doch nur zu gut von Sohn 2.0, wie er einst mit Blues-Brothers-Sonnenbrille im Gesicht mit dem Sax meine Familie an den Rande des Blutsturzes brachte. (Die Späteinsteiger-Demo der Musikschule hätte ich trotzdem gern gesehen.)