*** Blutmond – natürlich auch in diesem Theater ***

Is‘ ja klar. Oder was?

NATÜRLICH bin ich extra nur für Euch mitten in der Nacht aufgestanden, habe mit der Kamera herumexperimentiert, mir … Kommentare des Hausherren angehört und NUR FÜR EUCH auf meinen Schönheitsschlaf verzichtet.

So. Jetzt ist aber genug gejammert hier. Los geht’s.

Voller Vorfreude sah am am Sonntag Abend der Nacht entgegen . . . und machte schon einmal ein Probefoto mit dem Handy.

  
Ahhh – okeee – das wird es dann wohl doch nicht. Also die gute Kamera raus und auf’s Stativ. Ein bisschen herumgedaddelt mit Blende, Iso und Belichtungszeit (jajaja, guckste wohl, Herr Strempfer, isch kann auch!) und das Testphoto geht schon mal so ungefähr.

  
Dann gehen wir in’s Bett. Der Wecker ist aktiviert auf 03:00 Uhr. Sehr früh. Ich weiß. Zu früh. Weiß ich auch. Da gibt es aber einen ultimativen Tipp, um die Zeit zu überbrücken, bis tatsächlich was zu sehen ist. Räumt doch einfach mal nachts um drei den Geschirrspüler aus. Ehrlich. Hat den Vorteil, ihr braucht das am folgenden Morgen nicht mehr tun. Da werdet Ihr nämlich zu müde sein für. Und wenn der Geschirrspüler leergeräumt und alles Geschirr und Besteck wieder sauber in Schränken und Schubladen liegt, dann gibt’s auch schon was zu sehen.

  
Nun ab in’s Bett für eine Minischlafphase. Wecker auf 04:45 Uhr. Na gut, anderthalb Stunden ist nun nicht wirklich viel – aber einen Blutmond zu sehen – das ist schon was.
Nach dem zweiten Aufstehen diese Nacht gibt es noch eine kleine Spielerei an der Kamera – weil NATÜRLICH die Einstellungen von vorher kompletter Mist sind, der Mond ist jetzt nämlich (natürlich) viel dunkler. Aber dank Trick 17 mit Selbstüberlistung (automatischer Nachtmodus mit Selbstauslöser) bekommen wir ein halbwegs passables Foto hin. (Wer großzoomt ist selber Schuld.)

  
Jetzt aber nix wie in’s kuschelige Bettchen und den Wecker auf 06:00 Uhr, damit man noch den Rest der Mondfinsternis fotografieren kann.

Dann ist es 06:00, der Wecker klingelt und fliegt quasi sofort in die Ecke.

Ach leckts mi doch am xxxxx.

Um 07:15Uhr aufstehen ist auch schön. Und hach, guck mal, der Mond ist immer noch sooo schön zu sehen.

  
Ich möchte an dieser Stelle allen Mitwirkenden an diesen tollen Fotos für die Entstehung danken. An erster Stelle natürlich dem Mond und dem Wetter. Danke für’s dasein und für den vollständigen Verzicht auf Wolken.  Mein nächster Dank gilt der Familie, die sich an Fotos interessiert gezeigt hat. Danke, gerne wieder. Schlaf wird eh‘ überbewertet.  Danke auch an meine Blogleser, bei denen ich natürlich voraussetze, dass sie hier entsprechende Fotos erwarten. Und last but not least geht mein Dank an den Hausherren der mich mit motivierenden Kommentaren bei Laune gehalten hat. Ganz besonders dankbar bin ich an dieser Stelle für ‚Wie lange hast Du die Kamera jetzt schon und kannst immernoch nicht damit umgehen?‘ und für ‚Man könnte ja bei Gelegenheit mal die Bedienungsanleitung lesen‘. Danke auch für ‚Wofür braucht man den so eine Kamera sonst überhaupt?‘.

Danke – ohne Eurer aller Unterstützung hätte es diese Fotos hier so nicht gegeben.

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3 Antworten zu “*** Blutmond – natürlich auch in diesem Theater ***

  1. Ich bin neidisch. Aber so was von.
    Ich war einfach zu müde und selbst wenn ich einer der Grübelnächte gehabt hätte, wäre ich zu dusselig, solch tolle Bilder zu machen.
    Mondbilder werden bei mir nix. Niemals.

  2. Sehr schön, Frau Spätlese, sehr schön. Deutlich schöner als meine Fotos, wie ich äußerst neidvoll anerkennen muss.
    Chapeau!
    Das mit der Bedienungsanleitung ist freilich kompletter Bockmist. Die Kamera zu bedienen lernt man im Extremfall noch durch Parallelbetrieb von Lesen und Tun. Am allermeisten aber lernen tut man durch tun und nicht durch lesen.
    @Frau Tonari: Mondbilder können sehr wohl werden; Brennweite > 200mm, Blende so offen wie möglich und ein bissel experimentieren im M-Modus, dann geht das!

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