*** Tag 2: das Einkaufen ***

Das kühle Wetter hält sich. Die Mallorquiner jammern über winterliche 24 Grad Celsius. Für den Abend ist sogar möglicher Niederschlag vorhergesagt. 

Gnihihi. 

Wir aber haben andere Probleme. Zu so einer Finca gehört selbstverständlich auch die Selbstversorgung. Ergo das Einkaufen.

Wir satteln also unseren kleinen, orangefarbenen Mietwagen (Er ist so knuffig!) und machen uns auf den Weg zum Supermarkt. 

Wir arbeiten nach drei verschiedenen Einkaufslisten. Das heißt, jeder wünscht sich das, was er seiner Meinung zum Überleben braucht und dann wird gemeinschaftlich entschieden, ob wir es auch tatsächlich kaufen. 

Als allererstes hängen wir gleich in der Obst- und Gemüseabteilung fest und nach glücklich-gründlicher Auswahl durch den Hausherren füllt sich der Korb mit gesundem Grünzeug. Bis es mir reicht und ich ihm erkläre, der Supermarkt hätte morgen auch wieder auf.

Sicher.

Ganz sicher!

Anschließend verlieren wir einigen Platz im Korb in der Brot- und Kuchenecke. Beide Männer bestehen auf ihren Süßkram. Nun je. 

Dann sind wir endlich an der Fischtheke angekommen. Der Hausherr verfällt in glückliche Andacht und der Kronsohn bestaunt die Vielfalt. Das ist meine Chance. Ich ziehe dem Hausherren eine Nummer, verweise auf die Nummernanzeige welche die Kunden aufruft und kann endlich einkaufen.

Butter, Kaffee, Milch, Salami, Käse, Saft und ausreichende Mengen Wasser landen im Korb, während der Hausherr andächtig und hingebungsvoll an der Fischtheke wartet. 

  
Ein kurzer Blick zeigt, dass ich noch Zeit für die Abendgetränke habe und ich spiele ein wenig Rotweinlotto. Es ist immer wieder eine Überraschung, was für ein Kopfschmerzpotential einem aus der Flasche entgegenkommt.  Dann noch einen leichten Rosé zum verschorlen und es geht zurück zum Hausherren und zum Kronsohn. Diese müssen nun schweren Herzens den größten Teil der Fische in der Theke belassen und können sich nur schwer auf eine ‚kleine‘ Auswahl beschränken. Ich bemühe mich, ihnen glaubhaft zu versichern, dass wir auch morgen wieder einkaufen fahren würden. 

Sicher.

Ganz sicher. 

Dafür wüssten sie dann auch jetzt schon, was morgen zu kaufen wäre. Und ich weiß, dass mir am Ende der Woche wahrscheinlich Kiemen und Schuppen gewachsen sein werden. 

Nun je.

Nach einem Blick in den Korb beschließen wir, jetzt tatsächlich alles benötigte zu haben und stellen uns an der Kasse an. 

Es gibt ein kurzes Hinundher an der Kasse, als die Kassiererin dem Hausherren mehrere Beutel aus der Obst- und Gemüseabteilung zum Auswiegen in die Hand drückt. Aber auch das ist bald geschafft. Mit Mühe bekommen wir die Kofferraumklappe des Autochens wieder zu und dann geht es wieder ab zur Finca. 

Abendessen vorbereiten.

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