*** WMDEDGT 05.08.2015 ***

Heute ist ein Ritualtag. 

Oh, ne wartet, das klingt blöd. Ich bin doch keine Sekte. Wie nenn‘ ich das jetzt? Hmmm? Ich komm‘ nicht drauf. Also fange ich einfach mal von vorne an. Vielleicht fällt mir ja noch eine gute Bezeichnung ein. 

Also los.

Wir haben Ferien und der Wecker klingelt um 05:00. Schnell Kaffee kochen, Futter zu den Hühnern werfen, Arbeitsklamotten ins Auto und noch bevor ich ‚Ich bin aber noch müde‘-sagen kann, sind wir schon auf der Autobahn. Wir haben nämlich einen Plan. 

Punkt 1 des Planes ist Hotelfrühstück mit Onkel und Tante auf Usedom. 

Punkt 2 lautet Fahrräder ausleihen (dafür sind wir nach dem ausgiebigen Frühstück etwas spät dran – es gibt nur noch Restbestände und ich erwische ein sehr unbequemes) (Notiz an mich selbst: Nächstes Jahr schneller frühstücken! ) Und nun ab in den Wald.

Punkt 3 dauert etwas länger, ungefähr so drei Stunden, aber dann ist auch der abgehakt und der Hausherr und ich haben es tatsächlich geschafft 5 kg Blaubeeren zu pflücken. 

Punkt 4 heißt Ostsee, denn in Verbindung mit feinem Strandsand und Salzwasser bekommt man die Blaubeerfinger halbwegs sauber und außerdem kann man sich sehr schön alle im Wald eingefangenen Krabbelviecher abspülen. (Und wenn man weiß, wo man hin muss, dann ist der Strand auch gar nicht voll – auch nicht auf Usedom) 

Punkt 5 heißt spätes Mittag oder frühes Abendbrot (nennt es, wie Ihr wollt) beim Fischer unseres Vertrauens. Dazu ein großes Radler. Wegen des Flüssigkeitsverlustes – Ihr wisst schon.

Punkt 6 (dieses Jahr neu) Onkel und Tante wollen uns ein tolles Hotel zeigen, dafür machen wir gern ein paar Kilometer mehr. Für Kaffee dort reicht die Zeit nicht mehr – denn wir müssen ja noch die Fahrräder zurückgeben. Als das problemlos erledigt ist gibt es noch einen Kaffee – damit mir auf der Rückfahrt nicht die Augen zu fallen und dann geht es auf Richtung Heimat. 

Der Autopilot wird auf Heimatadresse eingestellt, Spur- und Abstandshalter erledigen den Rest. Irgendwann kurz nach 20:30 steht das Auto auf dem Hof, die Blaubeeren werden kühl gestellt, die Hühner im Stall gezählt, dann ein kleiner Schlummertrunk und schon 22:00 liegen wir im Bett und schlafen fast sofort ein. 

Das also war unser jährliches Blaubeerpflücken – mit all seinen kleinen Ritualen. 

😉

Und für den Fall, dass Euch auch noch anderer Leute Tagesabläufe interessieren – guckt doch einfach mal bei Frau Brüllen. Da versammeln sich nämlich so einige. 

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2 Antworten zu “*** WMDEDGT 05.08.2015 ***

  1. Das war aber Blaubeerpflücken mit erschwerten Bedingungen 😉 Aber sicher kann man hinterher gut durchschlafen 😀
    Liebe Grüße von der Silberdistel

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