*** WMDEDGT 05. Juni 2015 ***

Es ist 06:10 als ich die Augen öffne. Super! Ich fühle mich fit und freue mich. Dann bin ich ja schön früh und kann heute echt was schaffen. An unserer Steuererklärung zum Beispiel. Harharhar! Oder, zum Beispiel, muss ich ja schließlich noch den Gratulationstext für die Hochzeit der Cousine schreiben. Sowieso. Und Brot backen will ich heute n

*piep*piep*pie

*SNOOZE!*

Ok, weiter mit dem Planen. Was habe ich heute noch vor? Ich räkele mich wohlig auf die andere Seite. Und da klingelt dieses Miststück von Wecker schon wieder. Nun, und weil es sich beim Tagebuchbloggen echt blöd macht, zu erklären, dass man nicht aus dem Bett kommt – stehe ich eben einfach auf. So geht Motivation.

Im Badspiegel guckt mich dasselbe Gesicht wie jeden Morgen an. Nun je. Kann man nix machen. Ich hab mir das auch nicht so gewünscht.

Nach Kaffee und Frühstück versorge ich das Viehzeug. 3 Futtertröge unterschiedlich befüllen, 3 Tränken reinigen und mit Frischwasser versorgen, die Kacke aus dem Stall sammeln. Schließlich habe ich glückliches Viechzeugs – und das soll auch so bleiben. 

Zwischendurch ruft mir der Hausherr zu, er hätte schon fix den Spargel zum Mittag gekauft und er würde mir schälen helfen. Hä?

Anschließend mixe ich den Brotteig zusammen (Weizen-Dinkel-Vollkorn-Sauerteigbrot mit gerösteten Kürbiskernen) und hänge dann die frisch gewaschene Bettwäsche auf die Leine. Bevor ich ins Büro darf. 

Dort, schreibe ich Briefe, telefoniere, faxe, überweise und ziehe Lastschriften. Business as usual halt. 2 Tee und 1 Kaffe und kein Gedanke an die Steuererklärung später schlage ich um 12:45 Uhr im Haus auf – das Brot muss in die Backform und in den Ofen. Dann gehe ich den Spargel holen – wtf . . . 

Ich werd ja wohl irre. SEIT.WANN.KAUFEN.WIR.STREICHHOLZSPARGEL? Wütend knalle ich das Zeugs auf dem Tisch und erkläre dem Hausherr, dass ich dieses Krüppelzeugs AUF GAR KEINEN FALL schäle. Das kann er mal schön allein machen.

Nun je. Punkt 13:00 beginnen wir gemeinsam mit Spargelschälen und schon um 13:45 Uhr haben wir das Elend in zwei gleich große Häufchen geteilt – einmal Schalen und einmal Spargel. Seufz. Um 14:30 serviere ich dann 2 auf den Punkt perfekte Rinderfilets zu Spargel an Sauce Hollandaise. Um anschließend ins Verdauungskoma zu fallen. Wozu sonst betreibt man einen solchen Aufwand?

Als ich dann beim Abwasch bin, kommt der Kronsohn nach Hause. Großes Drücken ist angesagt – und ich habe jemanden der abtrocknet. Gnihihi.

Dann aufs Fahrrad und noch fix zum Supermarkt unseres Vertrauens. Wir brauchen Sahnemeerrettich. Dringend. 

Anschließend tobe ich mit dem Kronsohn durch den Garten – wir sammeln Kräuter für den Quark zum Abendbrot. Und dann gibt es frisch gebackenes Brot mit selfmade-Kräuterquark und alles ist gut. 

Nun schnell die Betten neu beziehen, die Küche aufräumen, kontrollieren, ob alles Viechzeugs im Stall ist und dann sitze ich mit einem Schlückchen Rosé auf der Terrasse und tippele meinen Blogeintrag ins Spielophon. 

Hach, gehts mir gut. Und das mit der Steuererklärung schaffe ich auch schon noch irgendwann. Ach, und den Gratulationstext für die Hochzeit auch. Bestimmt!

Und bevor ich jetzt ins Bett gehe, schicke ich Euch noch zu Frau Brüllen da treffen sich nämlich die anderen Tagebuchblogger. 

😀

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