*** Wie’s so läuft ***

Unter der Woche klingelt der Wecker 06:30 Uhr. Das ist purer Luxus, seit das Kind nicht mehr hier am Ort in die Schule geht. Trotzdem verhandele ich jeden Morgen mit dem Wecker. Oh bitte, nur noch 5 Minuten. Das passt schon. Nur noch 3 Minuten, oh bitte, bitte, bitte . . . 

Nun gut, der Wecker gewinnt. Immer.

Jetzt könnte man am Wochenende ja mal ausschlafen. So richtig. Also bis 07:30 Uhr. Vielleicht aber auch noch länger. So bis 8. Denn spätestens dann schmeißt einen das schlechte Gewissen ohnehin aus dem Bett. 

Ich freute mich also am letzten Samstag darüber, dass Samstag ist. Super. Endlich mal kein Weckerklingeln. Endlich mal nicht halb sieben aufstehen müssen. Nun hatte ich mich zwar mit dem Hausherren zum Joggen verabredet, aber auch dafür muss man ja nicht schon um halb sieben . . . 

Ich wachte also ganz entspannt auf, dehnte und streckte mich, kuschelte mich wieder ein und schlief weiter.

Perfekt.

Dann wachte ich wieder auf und dehnte und streckte mich und überlegte, ob es sich schon lohnt, auf den Wecker zu gucken. Denn einerseits will frau ja nicht zu spät aufstehen, aber andererseits will frau ja auch nicht durch unnötige Bewegungen schlafende Geister wecken.

Ich ringe also mit mir. Kann ich es wagen, mich zu bewegen und auf den Wecker zu schauen oder lasse ich es lieber bleiben. Kann ich oder sollte ich besser nicht. Ja oder nein?

Ich entscheide mich für einen Kompromiss. Ich werde mich so umdrehen, dass ich während der Bewegung aus dem Augenwinkel einen Blick auf den Wecker erhaschen kann. 

Super Idee!

Ich bereite also alle erforderlichen Muskelgruppen vor um ein schlafähnliches Wendemanöver vorzutäuschen. Und los . . . 

Oh Gott, es ist erst 06:10 Uhr. Schnell wieder die Augen zu und ab in den Tiefschlaf!

Ich habe den Gedanken noch nicht ganz fertig, da liegt der Hausherr auf mir und meinem kuscheligen Bettdeck, startet eine Kitzelsttacke und sagt: ‚Du hast auf den Wecker geguckt, wir können auf stehen!‘

Spricht’s und ist schon aus dem Bettt, aus dem Schlafzimmer und in den Sportklamotten . . . 

Ach ja.

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