*** WMDEDGT 05. April 2015 ***

Frau Brüllen fragt und ich antworte. So einfach ist das. 

Was mache ich also eigentlich den ganzen Tag. Hmmm. Heute, an einem Ferientag. An einem FerienSonntag. An diesem FerienOsterSonntag. 

Ausschlafen ist mir nicht vergönnt, da der Kronsohn sich heute wieder auf den Weg zur Kirche macht. Abgemacht ist eigentlich eigenständiges Aufstehen kurz vor Sieben. Aber erst um 5 nach 7 tapert ein schlaftrunkener Teenager in unser Schlafzimmer und fällt mit der Aussage, er sei so furchtbar müde, neben mich ins Bett. Nun je, mein Trostwort, er könne ja einfach eine Stunde später fahren treibt ihn dann doch aus dem Bett.

Anschließend ein aufgrund des Zeitdruckes leicht verhetztes Frühstück. Erst als der Kronsohn aus dem Haus ist, entspannt sich alles ein wenig. Dann gibt es endlich ein gemeinsames Kaffeetrinken mit dem Hausherren in der Sonne bei den Enten. So geht sonniger Sonntag!

Nach Heizen, Hühner füttern und Stall sauber machen wasche ich mir die Haare, versuche diese mittels Föhn in Form zu biegen. Nun je. 

Dann den Kuchen schnappen und mit wehendem Mantel ins Auto, zum Ostersonntagsmittag zu den besten Eltern der ganzen Welt. Kuchen dort schnell in den kühlen Keller stellen, wieder ins Auto und ab zum Italiener. Dieses Jahr lassen wir kochen und abwaschen. So geht entspannt sein. 

Zum Mittag wähle ich Kalbsmedaillons und ärgere mich ein ganz kleines Bisschen als ich die Mediumsteaks der anderen sehe. Aber egal. Schmeckt ja trotzdem lecker, auch wenn ich so etwas rosafarbenes auf dem Teller vorgezogen hätte. Ansonsten genießen wir alle bei guter Stimmung und netter Unterhaltung. Bei der Gelegenheit schwelgen wir mal wieder in Erinnerungen und ich wundere mich, wieso ich den Begriff Kognacstraße vergessen konnte. Ich mag meine Familie!

Für die Verdauung ein anständiger Spaziergang zurück und dann wird erst einmal Kaffee gekocht. Und noch einmal Kaffee und Tee und dann stoßen auch der Hausherr und der Kronsohn dazu, die mit ihrer Kirchenbesichtigung fertig sind. 

Da wir schon wieder alle am Verhungern sind, gibt es jetzt zum Tee und zum Kaffee auch Kuchen. Dann noch ein bisschen symbolisch die Küche aufräumen – Mensch, das ist ja blöd, dass der Geschirrspüler voll ist, da können wir ja gar nix einräumen, das tut uns aber leid – und dann nach Hause.

Jetzt sind es die Enten, die halb verhungert sind. Also einen Tee schnappen und ab in die Sonne. Erst einmal füttern und dabei ankommen. Auch wieder schön!

Aus irgendeinem, mir völlig unverständlichen Grund falle ich von dort direkt auf die Couch. Symbolisch halte ich mir ein Buch vor die zufallenden Augen. Irgendwann habe ich wieder Kraft, um mich in die Küche zu schleppen. Abendbrotsvorbereitungen. 

Aufgrund der Völlerei heute gibt es nur Tomatensuppe zum Abendbrot. Anschließend foltere ich den Kronsohn durch den wöchentlichen Zahnputztest während mein Rotwein belüftet. 

Und während ich nun diese Zeilen in mein Spielophon tippele, habe ich die Füße hochgelegt und nippe an einem ganz ausgezeichneten Tempranillo.

Und mehr wird heute auch nicht mehr sein.

Aus die Maus.

*

P.S. Natürlich gibt es noch viel mehr Leute, die heute tagebuchgebloggt haben. Und die versammeln sich alle bei Frau Brüllen. Aber das erwähnte ich, glaube ich, bereits.

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