*** Wie wir einmal nicht in den Urlaub flogen ***

Auf unserer Familie lastet ein Fluch. Kein großer, nichts wirklich dramatisches. Nur ein kleiner. So etwas lästiges halt, wie ein Jucken an einer Stelle, wo man ums Verrecken nicht zum Kratzen hinkommt. 

Aber ein bisschen doof ist es schon. 

Wir haben nämlich so etwas wie eine Schlechtwettergarantie für unsere Urlaube. Funktioniert ziemlich sicher zu so ungefähr 90%. Und äußert sich wie folgt: 

Rom: Herbst, auf der Vorhersage die letzten schönen warmen Tage mit  sonnigen 18 und 19 Grad. Bis wir anreisen. Dann fällt die Temperatur auf regnerische 12 Grad. Wir kaufen warme Sweatjacken mit ‚Rom‘-Aufschrift. 

Barcelona: Ebenfalls Herbst. Wir landen abends um 21:00 Uhr und laufen nachts bei 22 Grad durch die Stadt. Urlaubsfeeling pur. Einfach irre. Allerdings nur so lange, bis das Wetter merkt, dass wir in der Stadt sind. Zwei Tage später sind wir bei 6 (!) Grad Celsius. Wir kaufen warme Sachen . . . 

Mailand: Nun, was soll ich sagen . . . 

Wir wissen also, was passiert. 

Und nun planten wir Lissabon. Lissabon im März dachten wir wäre toll. Schon mal eine Ahnung von echtem Frühling, während bei uns zu Hause noch alles zittert. Also buchten wir Lissabon und beobachteten das Wetter. 

Drei Wochen vorher: Temperaturen um 20 Grad Celsius. Wir freuten uns. 



Zwei Wochen vorher: Die Temperaturen dringen in atemberaubende Höhen vor. Wir können unser Glück kaum fassen:



Eine Woche vorher hat das Wetter von unserer Urlaubsbuchung Wind bekommen: 



Und das war dann auch die Zeit, für die uns in Mecklenburg ein Minivorfrühling vorausgesagt wurde. 

Also echt jetzt. Passender geht es nicht. 

Aber jetzt waren wir clever und haben das Wetter ausgetrickst. Wir sind eben einfach NICHT geflogen. 

Tschacka.

Und während alle Urlauber in Lissabon nass wurden und froren:



saßen wir zu Hause bei 16 Grad auf unserer Terasse. 

Urlaub?

Können wir auch anders!

Pfft.

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17 Antworten zu “*** Wie wir einmal nicht in den Urlaub flogen ***

  1. Gut gemacht….in Zukunft immer das Wetter austricksen 😀

  2. Oh. Wir hatten über Ostern auch an Lissabon gedacht. Aber die Flugpreise… Nun werden wir wohl für schlechtes Wetter an der Ostsee sorgen. Können wir nämlich ähnlich wie ihr. Letztes Jahr gab es Schnee statt Krokusse in Husum zu gucken.

    • Frau Spätlese

      Oh – zwei Schlechtwettergeister. Armes Ostern! (Es sei denn, auch hier wird aus zwei minus ein plus?)

  3. Vielleicht solltet Ihr immer rechtzeitig hier im Blog mitteilen, wann Ihr wohin reisen wollt. So wüssten wir dann, wohin wir auf jeden Fall nicht fahren werden 😉
    LG von der Silberdistel

  4. Gut gemacht – es war hier in Lissabon echt kälter als den ganzen Winter über! Jetzt ist es aber herrlich!

  5. Der Fefe hat berichtet, dass letzten Dienstag 17 Grad gemessen wurden.
    Celsius.
    Plus.
    In der Antarktis.
    Vielleicht könntet ihr mal dahin einen Urlaub planen, um der globalen Erwärmung entgegenzuwirken?!

    • Frau Spätlese

      Bei dem Wetter, was wir jetzt hier haben, klingt das ja fast verlockend . . . 😀

  6. JETZT weiß ich endlich, wer daran schuld war, dass wir vor 5 Jahren in Hongkong 5 Tage Regen und eisige Kälte hatten! Und dabei war es bis zu unserer Ankunft (und auch noch abends am 1. Tag) richtig warm, 24°C. Und dann – Regen, Wind, noch mehr regen, Nebel – und das alles bei lausigen 10-15 °!
    Gib’s zu – ihr wart auch dort …

    • Frau Spätlese

      Oha – da muss es noch so einen Glückspilz geben wie uns. An Hongkong sind wir nämlich nicht schuld. Das steht erst noch auf unserer To-Do-Liste. 🙂

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