*** Mode und so ***

Gestern. 

 Also gestern war der Tag, an dem Ihr 3 Kreuze in den Kalender machen könnt. Denn gestern war ich nämlich einkaufen. Ja ja, ne ne, nicht einfach nur Brot und Butter und so. Ich meine RICHTIG einkaufen. KLAMOTTEN! 

Eigentlich dürfte ich den Artikel an dieser Stelle beenden, denn mit dem Wort KLAMOTTEN ist m.E. schon alles hinreichend beschrieben. Wozu muss man das Elend noch breittreten. 

 Es ist, wie ich vielleicht schon mal erwähnte, nicht gerade einer meiner Lieblingstätigkeiten und der Inhalt meines Kleiderschrank setzt sich deshalb aus langjährig erprobten und bewährten Kleidungsstücken zusammen. Immer getreu dem Motto: ‚Wenn ich auf Hinz rundem Geburtstag in dem Kleid toll aussah, warum soll ich dann nicht auf Kunz rundem Geburtstag in genau diesem Kleid auch toll aussehen. So. Warum nicht?

(Unabhängig davon kaufe ich NATÜRLICH gelegentlich Kleider. Räusper

 Und weil sich nun also der Inhalt meines Kleiderschrankes schon jahrelang bewährt, manches davon aber heimtückischen Waschmaschinenunfällen zum Opfer fällt, anderes wieder von miesen Rotweinflecken hinterrücks erledigt wird oder aber die fleissigen Kalorientierchen haben schon wieder eines meiner Lieblingsstücke zu eng eingenäht, oder was so noch alles poassieren kann, jedenfalls musste ich mal wieder los. 

 Ich nahm mir also einen ganzen Tag für mich allein – Luxus pur – und zog durch die Läden in Warnemünde. Denn es gibt eine grundlegende Regel beim Klamottenkauf: Die schönsten gibt es nur etwas weiter weg. Niemals, aber auch niemals in dem Ort wo man wohnt oder aber im nächstgelegenen. 

Ich zog nun also allein durch die Läden, weil ich, das mus ich zugeben, keine gesellige Einkäuferin bin. Ich schweige lieber und gucke. Und gucke noch einmal und vielleicht probiere ich es auch an. Oder nicht, dann gehe ich einfach. Manchmal kann ich mich auch einfach nicht überwinden, in den Laden REINZUGEHEN. Zu zweit geht so etwas konsumfeindliches gar nicht. Hab ich mal probiert. War glaub ich für beide nicht wirklich toll. 

 Egal, jedenfalls gestern.

Gestern also zickte und mäkelte ich mich von Laden zu Laden. Für die Mode in manchen Läden war ich schlichtweg einfach zu alt. Und für die Mode in anderen Läden war ich schlichtweg noch nicht alt genug. Bloß raus hier. 

 Und jetzt zu dem, was ich eigentlich erzählen will. (Vorrede kann ich gut – nä?) Jedenfalls fiel mir beim Durchstöbern und Befingern der verschiedenen Oberteile auf, dass ich soetwas (sehr ähnliches) doch in meinem Schrank habe. Seit JAHREN! Und das war schon ein Erbstück. Zu schade zum Wegschmeißen – Ihr versteht schon. Ich habe also, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Kleidung in meinem Schrank, die der Mode von vor 10 oder 15 oder 20 Jahren UND scheinbar wieder der aktuellen entspricht. Was weiß ich.

Schwer begeistert fuhr ich nach Hause. Denn: ICH HAB JA ALLES! 

 (Na gut, ganz so ist es nicht. Ich erwähnte ja den naturgegebenen Schwund.) Und natürlich gelang es mir, doch zwei oder drei Oberteile zu ergattern, die jetzt Vielfalt in meinem Kleiderschrank erheblich bereichern. Glücklicherweise war der Tag also nicht umsonst. 

 Und jetzt kommt Ihr. Große Preisfrage an Euch: Welche der beiden Blusen habe ich gestern gekauft und welche habe ich fürsorglich in meinem Kleiderschrank aus dem letzten Jahrhundert bewahrt?

Naaa?



Advertisements

7 Antworten zu “*** Mode und so ***

  1. Links neu, rechts antik. – Wie komm ich drauf? Ich glaube nicht, dass heutzutage noch jemand sowas aufwändig Gerüschtes herstellen würde. (Außerdem gab ’s im vergangenen Jahrhundert noch keine Genickscheuer-Material-Kleidergrößen-Zuppelchen.)

  2. Links der Schrankfund, rechts neu?

  3. Ich schließe mich dem (vorzügliche Geschichten schreibenden) Herrn Wortmischer an.
    Um sowas wie das rechte Teilchen zu nähen, braucht man ungleich mehr Zeit. Wenn alles mit (ge)rechten Dingen zuginge, müsste der Preis deshalb außerhalb der Reichweite von Geldbeuteln Normalsterblicher (wozu ich Sie, Frau Spätlese, mal ganz frech zähle) sein.

  4. Pingback: *** Kurzer Hinweis *** | Spätlese trocken

  5. Links alt – rechts neu.

  6. Links neu und rechts von früher, obwohl Rüschen immer modern sind. Ich mag das.

    LG Mathilda 😊 🙂

  7. Simone Heller

    Ich sage links neu!
    Liebe Grüße Simone Heller