*** Von den Eltern lernen . . . ***

Ich weiß nicht mehr wirklich genau, wie alt ich damals war. Aber dieser Abend ist in meinem Gedächtnis präsent, als wäre es gerade gestern gewesen . . . 

Die Fernsehzeitung hatte einen Film angekündigt und ich hatte mitbekommen, dass die Eltern sich diesen Film anschauen wollten. Es war also die perfekte Möglichkeit zu bitten und zu betteln um an einen ausführlichen Fernsehabend zu kommen. 

Ich musste tatsächlich ein bisschen betteln und quängeln, hatte aber letztendlich Erfolg und erhielt die Erlaubnis, den Film anschauen zu dürfen. Allerdings, und das war eine kleine Hürde, nur dann, wenn ich mir merken könne, wie der Film und der Hauptdarsteller heißen. Und wenn ich es nicht mehr wüsste, dürfte ich den Film nicht zu Ende sehen sondern ins Bett gehen.

Das war mir aber relativ egal. Ich.wollte.diesen.Film! Im Nachhinein betrachtet, war das aber doch ein mächtiger Haken. Denn wenn ich jetzt nach all den Jahren zurückdenke, sehe ich mich immernoch im Schneidersitz vor unserem alten Schwarz-Weiß-Fernseher sitzen und konzentriert ‚Heinz Rühmann‘ und ‚Feuerzangenbowle‘ vor mich hinmurmeln. Jedenfalls kann ich beide Informationen immer noch in Windeseile aufsagen, wenn ich auch nur einen Sekundenbruchteil von Filmausschnitt aus diesem Film sehe. 

So weit so gut. 

Die Erfahrung, die ich aus dieser Geschichte gewonnen habe, lautet jedenfalls, wenn jemand etwas wirklich, WIRKLICH aufrichtig und von Herzen will, dann ist er schon mal bereit, dafür etwas dazu zu lernen. 

Und jetzt zurück zum Heute.

Wir durchleben hier gerade eine ziemlich heftige Pink Floyd Phase. Die auch ganz außerordentlich Brit Floyd (ganz unbedingt hörens- und sehenswert!) einschließt. Angefeuert durch das im letzten Jahr erschienene neue Pink-Floyd-Album ‚The Endless River‘ wurden auch alte Alben aus der Versenkung geholt und von vorn bis hinten durchgehört. Mehrfach!

Glücklichrweise sind hier alle drei Familienmitglieder angefixt. So dass keiner unter dem Musikgeschmack der anderen leiden muss. Es ist sogar so, dass der Kronsohn extra den Hausherren bebettelte, er möge ihm doch eine Pink-Floyd-CD brennen. 

Und hier schließt sich der Kreis. Nachdem wir nämlich drölfzehn verschiedene Titelvorschläge vom Kronsohn für diese eine (!) CD bekamen, griff der Hausherr zum bewährten Mittel und sprach. ‚Sohn, nenne mir bitte den korrekten Titelnamen der CD, damit ich weiß, WAS Du Dir wünschst. Und da Du außerdem aufgrund mehrjähriger EnglischunterrichtschulstundenverpflIchtung unterlegen hast, gib mir bitte auch noch die korrekte Übersetzung dazu. Damit.Du.endlich.diesen.Titel.behältst! 

Sprachs, und harrte der Dinge, die da kommen mögen. 

Nun. Er übersetzt noch. Aber ich denke, spätestens dann hat er den CD-Titel wirklich fest intus. 

Aber Ihr sollt schon ruhig wissen, worum es hier geht. Deswegen ein kurzer Schnappschuss der Notizen unseres Kronsohnes. 



😀

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3 Antworten zu “*** Von den Eltern lernen . . . ***

  1. … zugegeben, Nicht-Vollblut-Fans tun sich damit a bisserl hart — aber die Fickipedia hat mir geholfen, rauszukriegen, welches Album das sein könnte …
    Schön, eine ganze Hütte voll Floydians!

  2. Bitteschön, netter Kontakt, gerne wieder 🙂