*** Tagebuchbloggen 2014-07-05 ***

Samstag. Ha! Heute, du blöder Wecker, hast Du mir gar nix zu sagen. Triumphierend drehe ich mich um 05:45 Uhr auf die andere Seite, wohlwissend, dass niemand 45 Minuten später klingeln wird.
Hach, wat is dat schön!

08:00 schleicht sich der Kronsohn ins Zimmer um zu kontrollieren, ob ich noch atme. ICH.SCHLAFE.NOCH! Werfe ich kurz in seinen Redeschwall. (Das heißt, will ich einwerfen, aber ich murmele es durch geschlossene Lippen, weil selbst meine Mimik noch schläft. Von Lautstärke ganz zu schweigen.)

Aber es ist alles Mist. Ich schlafe nämlich nicht mehr. Na gut, dann stehe ich halt auf. Krieg ich wenigstens einen Kaffee. Mit diesem auf der Hand setze ich mich auf die Terasse und beobachte das Entenvolk. Aus der Tatsache, dass die Entenküken mich nicht vor Hunger anknabbern schlussfolgere ich, dass sie heute schon gefüttert wurden. Braver Hausherr.
Also na gut, dann mache ich jetzt eben das Frühstück für uns alle. Natürlich lasse ich mir dabei vom Kronsohn ausführlich helfen.
Dann frühstücken wir gemütlich im Garten in der Sonne mit Kaffee. Und Kaffee. Und Kaffee.
Dann bekommen die Hühner von mir ihr Futter und außerdem auch den Stall geputzt. Anschließend verschwinde ich mit dem Hausherren in den Himbeeren. Es ist Erntezeit. Eine dreiviertel Stunde später sind sowohl 2 kg gepflückt als auch Frau Spätlese anständig satt. Öörps. Oups – Verzeihung.
Dann schaffe ich es 20 Minuten ein wenig mit meinem Saxophon zu flirten und dann ist auch schon Mittagszeit. Glücklicherweise gibt es heute den Gazpacho-Rest von gestern. Anschließend ein kurzes Verdauungskoma von nur 15 Minuten und dann springe ich ins Bad – mich selber frisch und die Haare schön machen. Anschließend ins Kleid, dann Geschenk und Torte einpacken und zum Schwiegertiger fahren. Geburtstagsrunde! Die nächsten 5 Stunden verbringe ich mit lächeln, lächeln! Immer lächeln! Nun ja. Es gibt lecker Kuchen, anschließend wird gegrillt. Die Temperatur fällt von unanständig heiß auf etwas frisch. Wind kommt auf. Und Regen auch. Links und rechts von uns blitzt und donnert es.
Irgendwann kurz vor Neun verabschieden wir uns und fahren durch eine erfrischte sommerlichgrüne Landschaft nach Hause. Dann treiben wir die blöden Hühnerküken in den Stall. Aus irgendeinem uns völlig unverständlichen Grund geht dieses Pack abends nicht alleine rein. Bisher haben das doch noch immer alle geschafft. Man blickt nicht durch.

Dann beschließe ich, dass dreiviertel Zehn noch nicht zu spät ist, um das Schwesterherz anzurufen. Sie freut sich, ich freue mich auch. Alles gut.

Dann noch einen kleinen Absackerrotwein, dann unter die Dusche – und wenn Ihr das hier lest, dann schlafe ich schon längst. Denn morgen klingelt der Wecker wieder kurz vor Sieben.

Also Ruhe jetzt hier.

P.S. Natürlich haben auch andere Leute Tagesabläufe. Und manche bloggen auch darüber. Nachzulesen hier.

P.P.S. Ich vergaß zwischendurch auch den Haushalt zu erwähnen, wie zum Beispiel den Geschirrspüler ausräumen, Betten machen, Handtücher von der Leine nehmen und zusammenlegen – alles so Dinge, die man mit der linken Hand im Vorbeigehen macht – und wieder vergisst. Aber ich denke, damit könnt Ihr leben – die Richtung stimmt ja halbwegs. 🙂

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