*** Tagebuchbloggen 2014-05-05 ***

Manchmal, wenn ich abends müde und erledigt ins Bett falle, frage ich mich, was ich eigentlich den ganzen Tag so gemacht habe. Habe ich irgendetwas Sinnvolles geschafft? Irgendetwas worauf man stolz sein kann?

Da ist es doch eine gute Idee, wenn man das zwischendurch mal so aufschreibt. So als Erinnerung, als Nachweis, doch, doch da war was. Ich habe etwas getan.

Gestern zum Beispiel. Gestern war der 05. Mai, ein Montag. Ein perfekter Tag zum Tagebuchbloggen.

(So, und jetzt seid mal ehrlich Leute, hab‘ ich den Bogen nicht echt perfekt hinbekommen?)

Jedenfalls gestern . . .

. . . klingelte um 06:30 Uhr der Wecker, wie an jedem Arbeitstag. Ich nahm mir zehn Minuten um zu sortieren, was für ein Tag ist, welche Familienmitglieder alle da sind (Hausherr – anwesend – check; Krnsohn – Internat – check; ich selbst – check!) bevor ich ins Bad schlurfte.

Anschließend aßen wir ein kleines Müslifrühstück in der Sonne bevor wir uns in unsere Arbeitskleidung warfen. Ich säuberte den Hühnerstall, sammelte den Hühnerhof ab und war gerade rechtzeitig beim Hausherren um zu helfen, alle Küken aus dem Stall zu bringen. Diese dürfen nämlich seit kurzem tagsüber in das Foliengewächshaus. Dort haben sie ordentlich Auslauf, können scharren nach Lust und Laune und sind vor Wetterumschwüngen geschützt. Dann noch frisches Wasser reichen und ab in den Keller, das neue Hühnerfutter vorbereiten. Zwischendurch immer mal dem Weißbrotteig ein bisschen Zuwendung geben – füttern, füttern und einen Teil für die nächste Woche abzwacken.

Anschließend schnell ein Abstecher ins Bad, den Strubbelfipps auf dem Kopf bekämpfen, frisch machen und in die Büroklamotten schlüpfen.

Montag heißt Routine – die Kontoauszüge der letzten Woche durchbuchen, die Postmappe vom Freitag. Der außerdem auch noch der erste Montag des Monats ist drängelt sich auch noch die Lohnabrechnung mit rein. Hurra – es lebe die Selbstverwaltung. Aber das Wichtigste zuerst – ich muss meine Zahnärztin anrufen. Oben rechts ist AUA und ich kann mich nicht zwischen Zahntasche oder kaputtem Zahn entscheiden. Wobei das eigentlich auch egal ist. Aua ist aua und dem muss abgeholfen werden. Ich bekomme einen Termin – in einer Woche – weil: SOOO schlimm ist es ja auch wieder nicht. Hoch lebe das Zähneputzen und die Schmerzmittelindustrie. (wobei ich natürlich eher kommen darf, wenn es denn ganz schlimm wird. (Aber so wie ich meine Zähne kenne, lassen die sich solche besonderen Späße ohnehin erst in der Nacht von Freitag zu Samstag einfallen – und bis dahin habe ich glücklicherweise noch etwas Zeit. :-o)

Ehe ich mich versehe ist es 12:30 Uhr und ich muss mich um die Weißbrote kümmern. Aber dank eingeübter Routine dauert es gar nicht lange und drei Teiglinge räkeln sich im warmen Backofen. Nun haben sie ausreichend Zeit um zu anständigen Broten heranzuwachsen. Nun ist es aber Zeit, sich der mittäglichen Nahrungsaufnahme zu widmen. Das ist aber alles sooo einfach nicht, nein, denn erst muss das Mittag vorbereitet werden – bevor es gegessen werden kann. Dank unser vorausschauenden Mittagsplanung weiß ich wenigstens, was zu tun ist. Spargel schälen und Suppe kochen. Uff.

Anschließend sind wir satt und glücklich. Wir schließen die Mittagspause mit einem Tee bei den Küken ab – dieses Piepsen ist aber auch zu niedlich. Da darf man auch ruhig mal ein Minütchen verweilen.

Dann aber nix wie wieder ins Büro. Es sind Mieterakten zu aktualisieren, Lastschriften zu ziehen, online-Bestellungen zu erledigen. Der Hausmeister hat Klopapier und Müllbeutel auf seine Wunschliste geschrieben. Aber bitte gerne doch. Der Hausherr ruft an und sagt, das W-LAN geht nicht. Kann nicht sein, sage ich, ich habe hier zwei Balken. Er kann aber gern mal den W-LAN Knopf am Router betätigen um es auszuschalten und anschließend wieder einzuschalten. (Alter IT-ler-Trick :-D) Das Ausschalten kann ich nachvollziehen, die zwei Balken verschwinden. Das Wiedereinschalten gestaltet sich etwas kompliziert, da der Hausherr etwas nervös ist und zu oft auf den Knopf drückt. Dann aber klappt auch das und ich empfehle ihm, einfach mal seinen störrischen W-LAN-verweigernden Rechner neu zu starten (in telefonischer Beratung bin ich echt gut!). Geschafft – ich kann weiterarbeiten.

17:30 Uhr mag ich nicht mehr und fahre den Rechner runter. Reicht ja auch – oder? Als ich zu Hause bin, stelle ich fest, dass ich vergessen habe, Tee zu bestellen. Na super – schnell schreibe ich es mir auf die to-do-Liste für Dienstag. Hoch lebe die Organisation. Jetzt den Backofen für die Brote anschalten. In 40 Minuten kann es also Abendbrot geben. In der Zeit bis dahin kurzer Check bei den Hühnerküken. Alle sind quietschfidel – und schon wieder hungrig. Die fressen aber auch was weg. Schnell noch was nachlegen.

Dann bereiten der Hausherr und ich gemeinsam das Abendbrot vor – Tee kochen, Gurken hobeln, Aufschnitt vorbereiten . . . was halt so da ist.

Dann Pause und Genuss.

19:30 Uhr tragen wir die Küken zurück ins Hühnerhaus, wo sie den vorderen Bereich für sich alleine haben. Es dauert nur wenige Minuten, bis sich alle im roten Lichtkegel der Wärmelampe zusammenrotten und ihnen einem nach dem anderen die Äugelein zufallen. Zu süß!

Anschließend setze ich neuen Weißbrotteig an – morgen soll es Olivenbrot geben. Also Mehl, Wasser und Hefe abwiegen, Oliven kleinschneiden und alles mixen. Deckel drauf und stehen lassen bis morgen.

Und dann ist auch schon eine gute Zeit um zur Ruhe zu kommen. Jeder bekommt ein Glas Weißweinschorle. Ich nehme mir als Abendlektüre ein paar meiner Bürozeitschriften. Immer wenn ich eine geschafft habe, belohne ich mich mit ein paar Blicken auf mein Spielophon – schauen, was die anderen Blogs so treiben . . .

Tja, und dann ist der Tag auch schon um. Bettzeit. Ab ins Bad und ab ins Bett. Wecker für morgen früh aktivieren und Augen zu.

Gute Nacht.

(Pssst: und was die anderen so alle sam Montag, dem 05. erledigt haben, könnt Ihr hier lesen.)

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4 Antworten zu “*** Tagebuchbloggen 2014-05-05 ***

  1. Danke fürs Teilhabenlassen.
    Seit Monaten denke ich, ich sollte auch mal einen Fünften nutzen, um meinen Tag zu „archivieren“.
    Und – wie verhext – immer ist plötzlich der Sechste 😉

    • Frau Spätlese

      Im Grunde schon – aber Du kannst Dich doch bestimmt noch an gestern erinnern? Komm, gib Dir einen Ruck – dann ist der Anfang gemacht :-)!

  2. Zu spät – ich schlafe schon. Fast. 😉