*** Fein essen gehen ***

‚Frau!‘ ruft der Hausherr ‚wir müssen los!‘

Frau Spätlese steht vor einem ganzen Kleiderschrank mit nichts anzuziehen drin und hat, richtig, NICHTS anzuziehen. Heute sind sie zum ‚Fein-Essen-Gehen‘ eingeladen und ihr fehlt komplett die Idee, was angemessen ist. Dazu kommt, dass sie sich gerade am oberen Scheitelpunkt ihrer Gewichtssinuskurve befindet – es fallen also ein paar mögliche schöne Outfits schon von vornherein aus der Auswahlliste.

‚Frau!‘ ruft der Hausherr (mittlerweile sehr energisch) ‚wir müssen los! Ich fahre schon mal das Auto vor.‘

Kurz entschlossen greift sie sich eine Jeans und eine rote Bodybluse dazu – wenn man frau keine Claudia-Schiffer-Figur hat, muss sie halt Kompromisse eingehen.

Eine knappe Stunde später sind wir zwar theoretisch schon angekommen – aber praktisch suchen wir erst einen Parkplatz und irren anschließend durch das Hotel um das Restaurant im Keller zu finden. (Nur zur Info: Fragen ist was für Weicheier!)

Aber dann, dann haben wir alles gefunden. Sowohl das Restaurant als auch unsere Gastgeber, nehmen erst einmal Platz und bekommen die Speisekarte gereicht.

Äh?

Speisekarte? Das Speisenblatt! Bei der Speisenkarte handelt es sich um ein einzelnes A4-Blatt mit großzügigen Zwischenräumen zwischen den an zwei Händen abzuzählenden angebotenen Gerichten. Unglaublicher weise beinhaltet diese eine Seite sowohl Vorspeisen, Hauptgerichte und auch die Nachspeisen.

Das hat natürlich auch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil – man kommt viel schneller zu einer Entscheidung. Bei mir ging das ganz schnell – einfach alle Essen abwählen die zum Beispiel Muscheln oder Fisch oder Banane enthalten.

Nachdem wir gewählt hatten schickte uns der Koch einen kleinen Gruß aus der Küche.

20140424-142245.jpg

Natürlich schickte er nicht nur diesen einen sondern für jeden Gast einen solchen Gruß. Ihr aber auch wieder – Menno!

Anschließend hielten wir mit hauchzart geschnittenen kleinen Brotscheibchen an Kräuterquark bis zur Vorspeise durch:

20140424-142557.jpg

Die anschließende Zeit bis zum Hauptgang verbrachten wir mit Beschreibungen unserer jeweiligen Lieblingsessen. Hmmm – Bohnen mit Klops tönte es von der einen Seite des Tisches. Ach was, ein anständiges 700g T-Bone-Steak, konterte die gegenüberliegende Tischseite.

Entsprechend waren all unsere Münder schön vorgewässert für die Hauptspeise:

20140424-143004.jpg

Auch diesmal gingen alle Teller blankgeputzt und ohne jeden auch noch so kleinen Essenskrümelrest zurück in die Küche.

Wie durch ein Wunder war noch genügend Platz für ein wenig Nachspeise:

20140424-143253.jpg

Tja, und was soll ich sagen? Es war alles ausgesucht wohlschmeckend! Der Hausherr und ich waren angenehm satt und der Rest des Tisches verabredete sich für den morgigen Tag in einem anderen Restaurant.

😀

Advertisements

2 Antworten zu “*** Fein essen gehen ***

  1. Ich find das ja immer fies, wenn der Futterfläche/Keramik-Quotient kleiner eins wird.
    Wohl dem, der zuvor ordentlich gevespert hat …

    • Frau Spätlese

      Es ist schon immer gut zum Lästern – trotzdem passt es manchmal, dass man durch viele Gänge dann eine große Vielfalt hat und trotzdem gut satt wird. – Aber eben dann auch zu einem x-fachen des normalen Preises . . .

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s