*** Die Woche ***

Weil ich gestern den 5. und somit das Tagebuchbloggen komplett verschwitzt habe, erzähle ich Euch einfach, was ich die Woche so getrieben habe. Schließlich habe ich mich in der letzten Woche auch kaum gemeldet.

Deal?

Deal!

Also los:

Am Montag Vormittag rollten wir ratz fatz gut 100 Heringe zu Rollmöpsen auf, bevor wir unsere Tasche packten und uns auf den Weg nach Leipzig machten. Vier Stunden später checkten wir im Hotel ein.
Abends besuchten wir die Australien Pink Floyd Show in der Arena Leipzig. Falls Interesse besteht schreib ich da gern noch etwas ausführlicher dazu.
Nach dem Konzert setzten wir uns für einen Absacker in das Barfußgässchen. Und das muss man sich mal klar machen: Montag Abend 23:00 Uhr Hochbetrieb! Irre! Wir gingen spät (oder aber früh – je nachdem – zu Bett.) Nachts wurden wir viertelstündlich vom ‚Pling‘ der Kirchturmuhr geweckt.

Am Dienstag absolvierten wir einen Shoppingtag. Wehe, da lacht einer! Shopping ist harte Arbeit. Der Hausherr kaufte 5 (fünf!) Paar Socken. Das muss ich erstens im Kalender rot ankreutzen und außerdem muss ich noch rauskriegen, was da morgens im Kaffee war . . . Aber egal, dann kamen wir auf die glorreiche Idee, wir könnten ja mal nach neuem Geschirr gucken. Als der Hausherr beim Zwiebelmuster stehen blieb, dachte ich schon, ich müsste mich erschießen lassen . . . aber eine kurze Ansage meinerseits (Deine Mutter hat Zwiebelmuster, Deine Schwester hat Zwiebelmuster, ICH.WILL.KEIN.ZWIEBELMUSTER!) wendete das Unheil ab. Und dann geschah das Wunder. Wir fanden! Wir fanden ein Geschirr, dass uns beiden gefiel, in ausreichender Menge vorhanden war, und uns nicht auf den Rest unseres Lebens verschulden würde.
Wir ließen es uns in Hotel liefern.
Danach hatten wir aber auch keine Lust mehr zum Weitershoppen . . .
Also ruhten wir im Hotel, bis wir Abends (wieder im Barfußgässchen) mit Freunden unseren 17. Hochzeitstag feierten.
Ein schöner Tag!
Nachts wurden wir fast viertelstündlich vom ‚Pling‘ der Kirchturmuhr geweckt.

Am Mittwoch ließen wir den Wecker um sieben klingeln und saßen schon um neun im Auto – für die 4 Stunden Rückfahrt.
Zu Hause angekommen, wurden wir sofort von Haus und Hof in Beschlag genommen. Die Enten simulierten den Hungertod (Dabei waren sie nachweislich von Nachbars gefüttert worden.) Ich verschwand noch schnell im Büro und rechnete die Löhne.
Wir gingen früh zu Bett und schliefen tief und fest durch – ohne irgendwelche ‚Plings‘ und ‚Gongs‘.

Am Donnerstag kam der Fensterputzer. Es dauerte auch nicht lange, bis er mit verstörtem Blick zu uns kam und fragte: ‚Da draußen laufen ganz viele Enten rum – dürfen die das?‘ 🙂 Und während er dann die Fenster putzte, räumten wir Fensterbankdekorationen weg und wieder hin, putzte ich die Glaseinsätze in den Türen, versorgte das neue Geschirr, sortierte das alte Rudimentärgeschirr aus und . . . und . . . und!
Abends bügelte ich die im Verlaufe des Tages gewaschene Wäsche.

Am Freitag konnte ich nicht ins Büro, weil dort die Fenster erneuert wurden. Also putzte ich das Haus und buk ein Brot.
Nachmittags bekamen wir Besuch zum Heringsräuchern. Nun müsst Ihr wissen, wir Norddeutschen sind einfach die Härtesten! Bei 5 Grad und Ostwind, was die gefühlte Temperatur auf locker minus 5 Grad setzt, saßen wir draußen am Räucherofen.
Gegessen haben wir dann im Haus. Es gibt auch Grenzen!

Am Samstag beanspruchte der Kronsohn einen Großteil meiner Zeit. Alles nicht schlimm. Für den Abend ließen wir ihn wählen, ob er lieber den zweiten Teil von ‚Zurück in die Zukunft‘ oder die ‚Brit Floyd Show‘ sehen wollte.
Anschließend stoppten wir den Film gefühlt alle 10 Minuten, damit ich den beiden Männern erklären konnte, wer sich jetzt gerade und warum in welcher Zeit herumtreibt. Ooohhhmmm . . .
Nun ja, und danach gab es NATÜRLICH die Brit Floyd Show. Konsequenz geht eben über alles!

Der Sonntag ist immer etwas schwierig. Am Vormittag ist nicht viel dran und dann ist schon Mittag und dann muss die Tasche gepackt werden und dann wird der Kronsohn auch schon abgeholt. Das Loslassen fällt jedes Mal wieder schwer.
Danach griff ich (tatsächlich das erste Mal in dieser Woche) wieder zum Saxophon und konnte mich nicht trennen.
Aber dann. Dann kam ich in den Himmel! Ich reparierte / vollendete meine Jeans. Ja, die aus der Mülltonne!
Jetzt liegt sie in der Wäsche. Aber fertig!
Und bis jetzt habe ich gebraucht, diesen Post zu schreiben, nebenher dem Hausherr eine nette Gesprächspartnerin zu sein, während der Berliner Rundfunk über Internet seine Balladen zu uns ins Haus lieferte.

Tja, und jetzt . . .

. . . jetzt gehe ich ins Bett.

Schlaft schön – auf eine gute neue Woche!

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