*** Blödes Spiel ***

Derzeit ringen wir mit unseren Enten.
Also metaphorisch.

Wir ringen um die Macht und um Territoriumsgrenzen. Dabei sind wir diejenigen, die die Grenzen festlegen und die Enten sind diejenigen, die die Grenze übertreten.

Lacht nicht, das ist ernst gemeint.

Eine Grenze zum Beispiel ist unsere Terasse. Diese ist ein für Enten verbotener Bereich. Das war sie früher nicht, aber nach massivem Vollkacken durch eben diese Enten haben wir diese Grenze eingeführt. Und zwar mit nennen wir es mal wohlwollend Erfolg. Die Enten wissen, dass sie dort nicht sein sollen und halten dieses im Grunde auch ein. Es ist zum Beispiel zu witzig zu beobachten, wie eine Ente mit sich selbst kämpft, ob sie nun über die Terasse latscht, oder nicht – nur weil ihre Kumpels auf der anderen Seite sind. Oft genügt es, wenn wir uns am Fenster zeigen – dann nimmt sie entweder den Umweg außen herum – oder sie fliegt. Oder aber, sie zögert und überlegt vor dem Betreten der Terasse, um dann in Windeseile (patsch, patsch, patsch, patsch) diese zu überqueren und sofort auf der anderen Seite friedlich zu grasen, als wäre nichts gewesen.

Terasse? Wie? Wo? Ich? Ich doch nicht!!!

So, das ist also der jetzige Stand, damit könnten wir leben. Zumal man unsere Terasse jetzt auch wieder ungefährdet vor irgendwelchen Tretminen betreten kann.

Aber! (Es wäre ja zu schön, wenn es kein aber geben würde!)

Aber es ist nun so, dass sich eine der Enten anscheinend das Ziel gesetzt hat, genau diese unsere Grenze nicht zu tolerieren.

Und es ist von unseren 7 (sieben) Enten immer wieder nur diese Eine. Diese Ente setzt sich in aller Seelenruhe mitten auf die Terasse, steckt den Schnabel unter das Gefieder und pennt. Ach ja, nicht zu vergessen: und kackt.

Wenn wir freundlich aber bestimmt mit dem Handtuch wedeln, verläßt sie schimpfend den Platz. Um es einige Stunden später wieder zu versuchen. Manchmal sitzt sie auch mit ihrem Partner dort. Und natürlich sind beide entrüstet, wenn wir sie ihres Platzes verweisen.

Die anderen Enten schwimmen in nicht allzugroßer Entfernung und scheinen zu denken, ‚Siehste, da dürfen wir nicht. WIR wussten das!‘

Irgendwann hatten wir die Nase voll und beschlossen diese aufmüpfige Ente zu schlachten. Da der Bestand jetzt zum Frühjahr ohnehin zu hoch ist und die Enten sich schon selbst untereinander mächtig stressen – nahmen wir diese Aufmüpfigkeit als Zeichen für das Auswahlverfahren.

Wir beschlossen also, am Mittwoch würde geschlachtet werden. Am Mittwoch ist es soweit. Das war am letzten Wochenende.

Und jetzt erklärt mich für blöd, aber was passierte, war das Folgende: die blöde, uneinsichtige Ente verzichtete auf Ihren Terassenplatz und ‚begnügte‘ sich mit einem Platz beim Entenhaus.

Ach nee?

Aber es kommt noch besser. Wer sitzt jetzt auf der Terasse? Rudi und Trudi, das Altpärchen. Die Enten also, die niemals und auf gar keinen Fall von uns geschlachtet werden können.

No way!

Und als nächstes, Greenie auf der Terasse. Greenie – unsere Zirkusente. Ebenfalls unschlachtbar!

Wirste bekloppt hier!

Tja, was soll ich sagen, der anvisierte Mittwoch war gestern . . .

. . . nunja . . . und es sind immer noch sieben.

Blödes Spiel!

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4 Antworten zu “*** Blödes Spiel ***

  1. Wusstest Du, dass Vögel mit zu den klügsten Tieren überhaupt zählen?
    Ich denke, Deine Enten haben‘ s bewiesen. 😀
    LG von der Silberdistel

  2. Und da gibt’s Leut, die behaupten wollen, Schwarmintelligenz gibt’s nicht, selbst nachdem sie den Schätzing gelesen haben…

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