*** Das geht so nicht ***

Eigentlich weiß ich gar nicht, wie ich den gestrigen Freitag beschreiben soll. Im Grunde war es ein guter Tag. Also der Tag.
Wir erledigten einige lang geplante Einkäufe, nahmen uns auch Zeit für Kaffee und Kuchen beim Bäcker (nach langer Zeit mal wieder Prasselkuchen gegessen, so ein krümeliges Elend). Und als wir gegen 16:00 Uhr beim späten Mittag / frühen Abendbrot (so geplant und deswegen in Ordnung so) saßen, stöberte der Hausherr auf den Wetterseiten des Spielophons.

‚Na, guckst Du, wann Du Deine Wattwürmer baden kannst?‘ frotzelte ich und bekam prompt als Antwort: ‚In drei Stunden!‘

Ahja – ich kochte dem Hausherren also einen Tee, während er seine Angelsachen zusammenpackte und bereitete mich seelisch und moralisch auf eine kurze Schulsachendurchschaustunde und einen anschließend herrlich zu verlömernden Abend vor.

Die Schulvorbereitungsstunde ließ sich auch gut an, der Kronsohn meckerte kein bisschen, sondern war freundlich und motiviert. Auch als ich ihn das drölfzehnte Mal nach unten schickte um auch endlich das letzte Bisschen Schulmaterial zusammen zu haben.

Aber dann.

Dann klingelte das Telefon und ich wollte schon ein Bisschen genervt sein, als ich sah, wer dran war. Da aber der Hausherr nicht da war, musste ich abnehmen und sagte brav ‚Guten Abend‘ zum Mieter. Es dauerte dann auch gar nicht lange und der Mieter sagte das böse Wort, das da lautet ‚WasserimKeller‘.

Dieses böse Wort beschäftigte uns dann den restlichen Freitagabend und beendete den Angelausflug des Hausherren. Nach endlosen Telefonaten und Besichtigung beim Mieter saß ein frustrierter Hausherr neben mir im Sessel und auch mein persönlicher Lömerabend war futsch.

Das geht so nicht.

Also stellte ich dem Hausherren ein Glaserl Rotwein hin und griff zur besten Ablenkungsmethode ever. NEIN – nicht was Ihr denkt. Ich holte das (am Tage gekaufte) Schachspiel aus der Verpackung und konnte den Hausherren führ die gesamte Zeit des Spieles auf andere Gedanken bringen.

Ich gab mir auch ganz viel Mühe, nicht so schnell zu verlieren. (Das nächste Mal lasse ich ihm seine Dame nicht – versprochen!) Soweit es möglich war, zögerte ich meinen Untergang hinaus. Verhindern konnte ich ihn nicht.

Ich muss jetzt üben, das geht so nicht!

20140208-212546.jpg

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s