Monatsarchiv: Januar 2014

*** Müde ***

Ich war gut vorbereitet.

Installations-CD’s waren bereitgelegt (erstaunlich, wie viel dann doch heruntergeladen werden musste). Kennwörter, Codes und sonstige Nummern in Reichweite abgelegt.

Pünktlich zum Mittag hatte ich dann auch die Datensicherung fertig.

Wir bauten den neuen neben dem alten Rechner auf.

. . .

Dann arbeiteten wir so konzentriert, dass ich erst vergaß, den Backofen mit dem Mittags angesetzten Brot überhaupt anzuschalten und anschließend vergaß ich, das fertige Brot heraus zu nehmen.

. . .

Vier Stunden später ist der Wechsel im Groben vollzogen. Einige justierende Kleinigkeiten (wie zum Beispiel das Einordnen einiger versprengter aber aufhebenswerter Dateien) pflege ich morgen noch nach.

Für mein Buchhaltungsprogramm bekomme ich die neue Update-CD erst Mitte Februar. Dann wird mir auch die endgültige Installation gelingen, obwohl ich nicht die verlangte IE Version 5 habe und die Software-CD leider mit der vorhandenen Version 11 nicht überzeugen konnte. Mit dem neuen Update wird dieser Fehler dann behoben und die Software installierbar sein. Bis dahin bleibe ich also zum Buchen auf dem alten Rechner. Was solls.

Soweit so gut.

Nur der Capi-Treiber für die Telefonanlage will sich unter Windows 7 partout nicht installieren lassen.

😐

Jetzt jedenfalls bin ich müde und mag auch nicht wirklich mehr mit irgendwelcher Technik herumspielen.

Vermutlich werde ich heute von Software-CD’s und Kennwörtern träumen.

Gute Nacht!

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*** Pech gehabt ***

Am Mittwoch ist Familientreff beim Möbelschweden. Wir drei Schwestern werden dort ausführlich mit unserer Mutter frühstücken und dann anschließend dringend notwendige Einkäufe erledigen.

*freu*

Um schon mal abzuschätzen, ob ich ein oder zwei DVD-Regale kaufen muss, habe ich am Sonntag unser DVD-Chaos aufgeräumt. Der Hausherr hat dafür extra im Sideboard aufgeräumt.

So!

Und jetzt stelle ich fest, dass wir noch überhaupt viel zu wenige DVD’s für auch nur ein einziges DVD-Regal haben. Es ist sogar noch ausreichend Platz für neue DVD’s vorhanden . . .

Hmmm.

Was brauche ich denn dann unbedingt vom Möbelschweden?!

*grübel*

*** Immer wieder gern genommen . . . ***

. . . der Mieter, der Sonntag Abend um 21:30 Uhr anruft, weil seit zwei Tagen (!) seine Heizung durchheizt und das Thermostat vermutlich kaputt ist.

Ooohhhmmm . . . .

*** Dessert ***

In den knapp 20 Jahren, welche ich jetzt mit dem Hausherren verbandelt bin, habe ich eine wichtige, grundlegende, UNUMSTÖSSLICHE Regel lernen müssen.

Ein Mittagessen ohne eine Nachspeise ist kein vollwertiges Mittagessen!

So!

Da kann sich der Koch noch so sehr Mühe gegeben haben. Ich winke ja doch schon gelegentlich ganz schüchtern mit dem weißen Fähnchen und verzichte darauf, mir nach einem gelungenen Mittagessen noch zusätzliche Kalorien auf die Hüfte zu legen. Zum Beispiel, wenn man sich den Magen mit Kartoffelstampf und Leber und Apfelzwiebelringen voll gestopft hat bis zur Oberkante Unterlippe, so dass man sich am liebsten vom Tisch auf die Couch ins Verdauungskoma rollen möchte. Aber nein – der Hausherr ist noch nicht zufrieden, da muss erst noch eine Nachspeise rein.

Also habe ich mich im Lauf dieser vielen, vielen Jahre diesem Schicksal gebeugt und produziere auch schon mal eigenständig Nachspeisen. Am liebsten sind mir dabei diese, welche man mit möglichst geringem Aufwand in möglichst ausreichender Menge herstellen kann.

😉

Und um solch eine Nachspeise, eine wohlschmeckende dazu, soll es heute hier gehen.

Dazu muss ich aber noch kurz ein wenig ausholen.

Wir haben auf unserem Hühnerhof einen Pfirsichbaum. Dieser Pfirsichbaum mäkelt etwas an unserem rauen nördlichen Klima, was dazu führt, dass wir nur in ausgesuchten Jahren tatsächlich mal wohlschmeckende Pfirsiche ernten können. Das letzte Mal war, wenn ich mich recht erinnere, wohl ungefähr 2002. Alle anderen Jahre produziert er gelblich grüne Bommeln die sich mit etwas Glück auch etwas rosa färben aber trotz aller Bemühungen eher schmecken wie Mehlpampe.

Dieser Baum darf nun aus nur einem einzigen Grund noch stehen bleiben. Und dieser Grund heißt: Hoffnung! Hoffnung auf eine so obergeile Pfirsichernte wie 2002.

In allen den Jahren, in welchen sich diese Hoffnung nicht erfüllt, streiten wir um das Abhacken des Baumes herum. Und jedes Jahr wieder versuchen wir, den gelblichen Mehlpampenbömbchen doch noch etwas Sinnvolles abzugewinnen.

Letztes Jahr setzte ich mich durch und weckte, vom Hausherren misstrauisch beobachtet, 15 Gläser Pfirsichkompott ein. Nicht, dass dieses Pfirsichkompott nun wie durch Zauberhand plötzlich unwiderstehlich lecker ist. Nein, das nicht. Aber es ist vor allem eines: es ist eine ganz tolle Grundlage.

Für eine ganz hervorragende Nachspeise. Wie das gehen soll? Ganz einfach, nämlich so:

Man stelle sich als Planung und zur Motivation ein Glas Pfirsichkompott (500ml) in die Küche. Anschließend verrührt man ein Päckchen weiße Gelatine (ich nehme immer das Pulverförmige) mit einem Wasser-/Apfelsaft-/Zitronensaftgemisch und lässt die Gelatine nun darin 10 Minuten quellen.

Diese 10 Minuten nehme ich immer, um in Kühlschrank und Keller nach Sachen zu gucken, die eigentlich auch . . . ähem, nennen wir es ‚dran sind’. Da haben wir zum Beispiel Sauerkirschkompott – zieht einem alles zusammen, geht also pur gar nicht. Oder Schwarze-Johannisbeerkompott – dito. Oh und im Kühlschrank steht noch ein Rest Apfelkompott, auf den auch keiner wirklich scharf ist. Und diese Marmelade hier (Hagebutte) und dieses Gelee (Apfel-Ingwer) sind auch irgendwie echt vernachlässigt.

Dann noch den Rest Apfelsaft, bevor er schlecht wird.

Mit dieser Sammelei komme ich auf einen guten Liter Frucht- und Saftmasse. Diese wird in einem passenden Behälter vorsichtig durchgerührt.

In der Zwischenzeit ist die Gelatine ausgequollen und kann in der Mikrowelle ganz sanft (ich nahm gestern 2 x 1 Minute bei 180 Watt mit Rühren zwischendurch) aufgelöst werden.

Anschließend einfach vorsichtig aber gründlich unter die Obstmasse rühren – sprich: gleichmäßig verteilen aber nix kaputt rühren dabei.

Dann stellt man das ganze in den Kühlschrank und kann es bis zum nächsten Mittagessen äußerst wohlwollend betrachten. Bis dahin sollte die Gelatine nämlich fest sein.

Dann braucht man nur noch ganz fix eine Vanillesoße kochen und et voilá – fertig ist eine oberleckere Nachspeise, von der man durchaus auch noch einen Nachschlag verlangen möchte.

Ach ja, Ihr habt richtig gelesen: Ich habe tatsächlich KEINEN Zucker dazugegeben.

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*** Spoileralarm ***

Guckt mal hier:

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Das hier, das hier wird nämlich eine oberleckere Nachspeise.

Versprochen.

Aber die zeige ich erst morgen.

Auch versprochen!

😀

*** Spannung pur ***

Während ich hier so sitze, am warmen Ofen, und den Kronsohn beim fernsehen beobachte und nebenbei frisch gebackenes Brot mit Frischkäse verkoste, macht sich oben an der Decke eine dicke Zimmerspinne auf den Weg und krabbelt von ganz rechts bis auf halbmitte links. Na die traut sich was! Ihr Versteck zu verlassen, wenn wir noch auf sind.

Ich bin ein bisschen besorgt, weil der Hausherr als hauptverantwortlicher Spinnenausdemwegräumer heute nicht hier ist. Hm.

Im Fernseher wird es ein wenig dramatisch. Ein Barkas (Ha! Das es die noch gibt?) landet im verschneiten Graben.

Leider kann ich mich auf die Dramatik nicht wirklich konzentrieren. Denn Frau Spinne macht sich auf den weiteren Weg. Runterwärts. Dann noch weiter nach links. Soweit, dass ich Sie nicht mehr aus dem Augenwinkel sehen kann. Jetzt muss ich den Kopf deutlich drehen, um mitzubekommen, dass sie jetzt an der rechten oberen Ecke des Wohnzimmerfensters sitzt.

Zwischenzeitlich ist der Barkas geborgen. Die Reise geht weiter.

Frau Spinne ist auf Hälfte des Wohnzimmerfensters und fast von der Wohnzimmerlampe verdeckt. Ich muss mich schon ziemlich vorbeugen, verrenken, um sie zu sehen.

Im Fernsehen wird gerade ein uraltes Schatzkästchen aus einem Vogelhaus geholt. Dem Kronsohn steht vor Spannung der Mund offen.

Zwischenzeitlich ist Frau Spinne am Wohnzimmerfenster vorbei und es ist sehr unbequem, den Kopf immer derart nach links zu verrenken.

Im Film entscheidet man sich für einen Vater und die Spinne hat sich für ein Versteck entschieden.

Na toll.

Und ich dachte, ich könnte Euch noch eine hochdramatische Spinneausdemwegräumaktion berichten, aus welcher ich eindeutig als Heldin hervorgehe.

Aber so ist das. Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was man bekommt. Und manchmal ist es nur langweiliges Einerlei.

😉

Update:

Jetzt hat Frau Spinne sich klammheimlich auf einen Meter an mich herangepirscht. Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss kurz kreischen!

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*** Erstaunlich ***

Es ist schon erstaunlich.

Da übt Frau dieses eine Lied und es kling nicht.

Komisch.

Sie spielt es erneut. Sie übt und übt.

Aber es klingt nicht.

Da bei den tiefen Tönen, da passt was nicht.

Sie spielt zur Übungs-CD und auch da passiert es. Bei den tiefen Tönen.

Sie mustert ihr Saxophon.

Sie fixiert die Noten.

Und da fällt es ihr wie Schuppen von den Augen. Das ist gar nicht C- sondern G-Dur!

Und von da an fängt das Üben wieder an Spaß zu machen . . .

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