*** Das Kreuz mit der Kreativität ***

Das Wochenende und die Feier waren wunderschön. Wetter, Menschen, Aktivitäten und überhaupt alles passte prima zusammen.

Ich hatte einige Minuten kleine Filmchen aus dem Handgelenk gedreht. Und als die beste Mutter von allen mir eröffnete, dass Sie über das Wochenende ein Fotobuch erstellen würde antwortete ich völlig euphorisiert: ‚Genau, und ich mache wieder den Film zum Buch. Das wird super!‘

Das wird super. – sagte ich also vor 3 (in Worten DREI) Monaten.

Dann trudelten nach und nach alle am Wochende geknipsten 565 Fotos ein. Und das ist die genaue Zahl Fotos, die jetzt dort unter diesem Wochenende gespeichert sind. Keine Pointe! Dazu kommen die Filmminuten.

Beim ersten Sichten der Bilder und Fotos bekam die Kreativität einen Schreck und floh.

Trotzdem fing ich halbherzig an und war selbstverständlich nicht zufrieden. Es war nicht die passende Musik, es waren nicht die optimalen Fotos und überhaupt und sowieso.

Ich hatte schlichtweg keinen roten Faden.

Irgendwann entwickelte mein Unterbewusstsein eine kleine Idee. Ich setzte mich an den Rechner und . . .

. . . scheiterte. Das Problem war nämlich zusätzlich zum fehlenden roten Faden schlicht und einfach meine Ahnungslosigkeit im Umgang mit dem Programm. Ich zurrte und zerrte noch unzufrieden an ein paar Sequenzen, änderte ein, zwei Musiktitel und vermeldete der Mutter stolz: ‚Das Video kommt voran!‘ Dann legte ich das Projekt beiseite.

Bis ich vor einigen Tagen mit dem besten Vater von allen telefonierte und als positiven Abschluss des Gespräches ein motivierendes ‚Ich komm mit dem Video gut voran.‘ hauchte.

Oh!

Der Vater meinte daraufhin, das würde jetzt ja auch bald Zeit, schliesslich sollen Bücher und Videos noch rechtzeitig vor Weihnachten verschickt werden und er würde jetzt auch tatsächlich schon ein bisschen drängeln wollen.

Oh – Oh weh!

Da hatte ich also ganz plötzlich von jetzt auf gleich die Deadline verpasst bekommen. Ich setzte mich wieder an den Rechner . . .

Wie durch ein Wunder löste sich da das Musikproblem. Beim Hören durch meine Mediathek schossen mir bei einigen Titeln spontan Fotos und Videos aus dem Projekt durch den Kopf. Dann noch ein Lied im Radio – hey der Rhytmus passt perfekt. Also alles als Karaokeversion besorgt und ab an den Rechner.

Dort konnte ich feststellen, dass mein Unterbewustsein schon brav weitergearbeitet hatte. Ich scheiterte zwar immernoch am Intro, aber wenn ich mich ersteinmal irgendwo festgebissen habe . . .

Und weil man ja, egal wie alt man ist, immernoch dazulernen kann, habe ich inzwischen gegen den Cliptrimmer gewonnen. Yes!

So jedenfalls fügte sich auf einmal eines zum anderen. Alles kam in Fluss.
‚Frau!‘ Sagte der Hausherr ‚Du musst was essen, mach mal eine Pause. Guck mal hoch!‘

Allein, ich wollte keine Pause machen, ich wollte nicht hochgucken. Ich hatte einen Flow!

‚Frau – komm Abendbrotessen!‘ Ach was Abendbrot, ich mach nur noch schnell diese Szene fertig. Warte kurz, die Musik passt noch nicht . . . und hier der Übergang . . . nur noch schnell . . . ‚ Es lief.
Und irgendwann, auf einmal, war ich beim Abspann.

Fertig.

Ungläubig kontrollierte ich alles. Schaute mir das Gesamtwerk an.

Tatsächlich fertig.

Etwas holperig an ein, zwei Stellen. Aber ich bin ja auch kein Profi.

Und außerdem war das auch in der Kürze der Zeit gar nicht zu schaffen.

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