*** Wie man Hühner richtig (!) füttert ***

Wer hier regelmäßig liest, weiß, dass mir das Wohlergehen meiner Hühner außerordentlich am Herzen liegt und ich mir aus diesem Grunde sehr viel Gedanken darüber mache, was und wieviel unser liebes Federvieh so in den Futtertrog bekommt. Ihr erinnert Euch.

Das ist nicht immer leicht. Auch jetzt noch nicht, obwohl doch schon einige Zeit vergangen ist.

Positiv ist: es ist uns noch kein Huhn verhungert. Und: Sooo fett war auch noch kein weiteres Huhn.

Negativ ist: wir sind mit der Fütterung immer noch nicht ganz zufrieden. Aus Gründen.

Wir beobachteten nämlich schon sehr lange, dass sich an dem (außerhalb des Hühnerstalles positionierten) Futtertrog nicht nur unsere Hühner bedienten, sondern auch sämtliche Vögel im näheren und weiteren Umkreis. Nicht umsonst haben wir jetzt hier die fettesten Spatzen, Amseln und die wahrscheinlich größte Population von wilden Türkentauben auf unserem und den umliegenden Höfen.

Es musste sich also etwas ändern.

Als wir den Futtertrog sehr dicht an das Hühnerhaus stellten (In der Hoffnung, die kleinen Vögel wären nicht mutig genug – welches sich außerdem auch als Irrtum erwies.) konnten wir beobachten, dass das tolle Körnerfutter nun auch zusätzlich von Mäusen sehr gern angenommen wurde.

Na toll.

Also besorgten wir uns so einen Hängetrog und hängten diesem IM Stall auf. Das Aufhängen hatte den Vorteil: es konnte kein Stroh hereingescharrt werden und es fiel auch nichts aus einem Huhn von hinten heraus in den Futtertrog. Das klingt nach einer tollen Lösung.

Aber!

Wo eine tolle Lösung ist gibt es auch immer ein aber!

Denn: unsere Hühner sind ja erstens verwöhnte Leckermäuler und zweitens nicht doof.

(*) Wenn ich nun also eine Futtertrogmischung vorbereitete mit verschiedenen Körnermischungen, gemahlenen Eierschalen und Knochenmehl dauerte es nur einen winzigen Sekundenbruchteil und die Hühner begannen mit der Futtertrennung. Futterttrennung bedeutet in diesem Fall Futtertrennung nach Feinschmeckerart und das heißt: Hmm – Mais, lecker her damit. Hmm – Erbsen, lecker her damit. Weizen – boah, hatten wir schon immer, weg damit. Oh – und da sind noch Knochen. yummie. Und na gut, so ein Stück Eierschale ab und zu geht auch. Weizen? Weg damit.

Und bei 4 Hühnern um einen Futtertrog dauert es nicht wirklich lange, bis erstens der Boden im Stall bedeckt ist mit langweiligen Weizenkörnern und zweitens der Futtertrog leer und drittens alle Hühner überfressen sind.

Also gab es keine Körnermischungen mehr. Solange, bis sämtliche (!) Körner im Stall vom Boden aufgepickt waren. Jaaa – ich bin da etwas gnadenlos.

Dann gab es sehr lange keine weiteren Körnermischungen mehr und was die Hühner an Mineralstoffen und Kalk (meiner Meinung nach) brauchen, tue ich ihnen unter das Weichfutter. Unter die tägliche Menge begrenztes Weichfutter.

Dann gab ich ihnen vor einer Weile mal wieder eine Körnermischung in den Futtertrog. (Bitte jetzt ab dem eingeklammerten Sternchen weiterlesen.)

. . .

Selbes Spiel.

So!

Und jetzt meine Frage: Wie lasse ich meinen Hühnern lecker Mais- und Erbsenschrot zukommen, ohne den Boden des Stalles mit Weizen zu bedecken und ohne die Spatzen, Amseln und Türkentauben fett zu füttern?

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3 Antworten zu “*** Wie man Hühner richtig (!) füttert ***

  1. Gibt es Körnermischungen ohne Weizen?

    • Frau Spätlese

      Ich glaube nicht. Und Pellets wollen wir nicht füttern.
      Aber egal. Dann sammelt das Pack ab und zu eben die Körner wieder vom Boden auf. 😉

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