*** Geschafft ***

Am zweiten Tag danach sind die Gästebetten abgezogen und ist das Haus sauber. Das geborgte Geschirr steht sauber gemeinsam mit den geborgten Matratzen im Gästezimmer. Der Partyraum ist leer geräumt, die leeren Flaschen entsorgt, der Müll bereits abgeholt.

Lediglich der Geruch nach Spanferkel und Sauerkraut wird uns wohl trotz Lüften noch eine Weile erhalten bleiben.

Die Vorbereitung nahm den gesamten Freitag derart in Anspruch, dass ich rechts sagte, wenn ich links meinte. Der Hausherr schüttelte den Kopf über die Unmengen an vorbereitetem Essen und konnte mich nur unter Androhung strengster Sanktionen davon abhalten, die frischen Salate bereits auch am Freitag zu schneiden. Schwesterherz übernahm dann den Part mit dem Salat während wir in der Feierstunde saßen.

Hach, die Feierstunde. Ich kann mich, nur so am Rande, an meine damalige Feierstunde vor gefühlten hundert Jahren überhaupt gar nicht mehr erinnern. Welche Erinnerung wird wohl der Kronsohn behalten? Es war nett gemacht. Die musikalische Umrahmung war textlich an die Jugend gerichtet und schmissig mit Klavier unterlegt. Fast hätte man ein bisschen Wasser in meinen Augen sehen können. Fast. Die Festrede war kurz prägnant und leicht verständlich und trotzdem lang genug, dass der Kronsohn ein wenig mit geschlossenen Augen in sich gehen konnte. Niemand stolperte beim Urkundeabholen. Das war ein bisschen langweilig. Aber es gab ja auch keine Stufen wie bei uns damals.

Nach der Feierstunde gab es noch einen Fototermin. Und weil ich keine Ambitionen hatte, mich mit abgewinkelten Ellenbogen in die Meute der drängelnden Eltern zu stürzen (Jetzt sind wir dran!*Wir stehen hier aber schon viel länger!*Wir haben nicht viel Zeit*), waren wir nach gemütlichen 45 ImFlurstehenundwartenMinuten dann die Vorletzten. Die Fotografin war trotzdem motiviert und freundlich und freute sich über die Hosenträger von Vater und Sohn. Ich bin gespannt auf die Bilder.

Und dann begann die Party . . .

Ein bisschen verhöhnt und nach drinnen vertrieben vom Wetter tat das der Feier aber keinen Abbruch. Es kamen alle, die auch eingeladen waren. Das war schön. Der Kronsohn freute sich über jeden Gast und jedes Geschenk und trank stolz aus seiner Flasche alkoholfreiem Radler und schmiedete Pläne, was er mit dem Geld machen will, wenn er dann 18 ist . . .

Bei so einer Feier kann man außerdem auch ganz toll die unterschiedlichen Familien erkennen. Die eine freut sich und hat einfach nur Spaß und findet alles toll. Und bei der anderen, gibt es immer ein ‚Aber . . .’ Seufz!

Aber so sind sie halt, die Familienbanden. Da kann man nichts tun. Nur lächeln. Ein bisschen doof war, dass bei der Terminplanung für das Finale der Champions League nicht berücksichtigt wurde, dass der Kronsohn an diesem Tag Jugendweihe hat. Dass muss das nächste Mal besser klappen. Dadurch kam es nämlich zu einigen Interessenskonflikten, aber egal, einfach lächeln . . . Aber das sagte ich ja bereits.

Wir brauchten dann den ganzen Sonntag, um alles wieder auf und zurück zu räumen. Wir wären auch am Sonntag damit fertig geworden wenn nicht Unverhofft oft gekommen wäre. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich Euch demnächst erzählen werde.

Wir werden nun jedenfalls den Rest unseres Lebens von dem Spanferkel mit Sauerkraut essen.  Und von der Tomatensuppe. Und von dem frischen Salat. Vielleicht vererben wir sogar etwas an den Kronsohn.

Und der Hausherr hat wieder einen Punkt mehr auf der Liste wo er Recht hatte. Ich habe Dir doch gesagt, dass ist alles viel zu viel . . .

 

Lächeln . . .

 

Schön war’s!

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2 Antworten zu “*** Geschafft ***

  1. Na dann, Gratulation zum … zum erwachsenen Sohn 😉 und dass Du all die Arbeit so toll bewältigt hast – fast wie eine Hochzeit, oder?
    Liebe Grüße von der Silberdistel

    • Frau Spätlese

      Ich danke Dir! Jawoll, Arbeit war genug. Hoffentlich lässt er sich mit der Hochzeit noch Zeit. 😮

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