*** Tagebuchbloggen 2013-05-05 ***

(Das P.S. zuerst: Ich habe (wieder einmal) keine Ahnung, in welchem Euer Blogs ich DAS nun schon wieder aufgeschnappt habe – aber egal, ich dachte, es wäre doch mal eine nette Idee, Euch zu erzählen, wie ich so einen Tag verbringe. So eine Art 12 von 12 nur ohne Bilder. Der Orientierung halber könnte das vielleicht immer der fünfte des Monates sein. Wenn ich es toll finde und durchhalte. Schaun wir mal.)

Sonntag. Es ist Sonntag. Das weiß ich wohlig in jeder schlafwarmen Zelle meines Körpers als die Vögel draußen beginnen Alarm zu schlagen. Es ist Sonntag. Ich drehe mich noch einmal um. Allerdings habe ich die Rechnung ohne den Wecker gemacht, denn der klingelt, als die Vögel draußen gerade mal eine Atempause machen und ich in die nächste Tiefschlafphase gleiten will.

Es ist Sonntag und es ist 05:30 Uhr.

Hurra.

Heraus aus den Federn und hinein in den Tag. 😀 Wir hatten nämlich für heute die supertolle Idee, nach Warnemünde zu fahren und der Queen Elisabeth beim Einlaufen in den Hafen zuzuschauen. Das findet praktischerweise morgens um 07:00 Uhr statt, so dass die Passagiere ganz, ganz, ganz viel Zeit für unser wunderschönes Städtchen haben.

Früh um 07:00 nach nur einem (!) Kaffee an der Mole zu stehen fühlt sich im ersten Moment nicht mehr nach einer so supertollen Idee an, ist aber schon etwas Besonderes. Das merkt man daran, dass an die knapp tausend andere Leute diese Idee auch hatten, nur etwas cleverer waren und sich ihr Frühstückspicknick gleich selber mitgebracht haben. Aber alles egal. Es ist ein RIE-SEN-SCHIFF (so groß kann ich gar nicht schrieben, wie das hier sein müsste) und es hat eine Wahnsinnshupe. Und das Echo asu der Stadt erst. Schon toll. Ich habe so das klitzekleine Gefühl, als ob wir das mal öfter machen werden.

Anschließend gibt es zur Belohnung Frühstück in der Yachthafeneresidenz. MIt allem was das Herz begehrt und Sekt im Orangensaft. So was aber auch.

Dann rauf auf die Fähre (da kommt man noch ein bisschen dichter an das Schiff) – für die Fotos – Ihr versteht schon.

Auf dem Rückweg setzen wir den Kronsohn bei der Petrikirche ab, er darf heute dort wieder die Glocken läuten. Welch ein Glück.

Kaum zu Hause kommen Nachbars auf einen Kaffee zu Besuch und schütteln ausgiebig den Kopf, über unseren freiwilligen Schlafverzicht.

Anschließend Hühnerstall putzen (SCHON WIEDER fünf Eier – Wahnsinn), dann gemeinsam mit dem Hausherren Gemüse putzen und in Streifen schneiden. Vanillesoße kochen, denn das Rharbarberkompott ist zum Glück schon fertig. Zum Mittag gibt es Dorsch mit Streifengemüse. Ein Wunschessen des Hausherren. Das KInd ist auch pünktlich wieder da.

Nach dem Mittag halten wir ein Verdauungsschläfchen in der Sonne. Aus den geplanten 20 MInuten werden locker 40 und dann muss ich mich schon sputen und dem Kronsohn beim Packen der Tasche helfen. Viertel vier muss das Kind vom Hof. Diesmal für zwei Wochen. Er sieht nicht wirklich glücklich aus. Noch einmal drücken und küssen und auf’s Telefonieren vetrtrösten und dann ist er schon weg.

Nun koche ich erst einmal Kaffee und backe den Kuchen auf. Ausführliche Kaffeepause mit Entenbeobachtung ist angesagt. Dieses Pack ist zu witzig. Manchmal würde ich zu gern verstehen, was die sich so den ganzen Tag erzählen.

Anschließend habe ich ein Stündchen Zeit für mein Geheimnis. Auch nicht schlecht. Alles klappt gut.

Jetzt den Hühnerhof absammeln. Es ist schon erstaunlich, was so ein paar Hühner im Verlaufe von nur einer Woche hinten raus fallen lassen. Und ich rede nicht von den Eiern!

Dann beschließen der Hausherr und ich, dass wir eigentlich nicht wirklich Hunger auf Abendbrot haben. Also gibt es nur einen Salat und ein Schlückchen Wein während wir . . .

. . . den Enten zuschauen. Natürlich.

Dann ist bügeln angesagt. Das muss ja weg, sonst fängt der Berg noch an zu wachsen. Gegen Ende überfällt mich doch etwas das Erstaunen, der Hausherr bleibt beim Zappen bei einer Talkshow hängen. Talkshow! Das hatten wir noch nie. Also schnell drei rote Kreuze im Kalender gemacht. Und wir schauen die sogar zu Ende. 22:45 dürfen wir den Fernseher dann ausschalten. Mein Bett ruft auch schon ganz laut.

Ach Mensch, sage ich zum Hausherren, als ich den Wecker für Montag auf 06:30 Uhr stelle. Da darf ich ja morgen sogar auschlafen . . .

Leise giggelnd schlafe ich ein . . .

 

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4 Antworten zu “*** Tagebuchbloggen 2013-05-05 ***

  1. Wow, was alles so in einen Tag reinpasst… 😉

    LG Susanne

  2. Frau Brüllen hat es in die Welt gesetzt.
    http://bruellen.blogspot.de/

    Schön geschrieben, schön zu lesen. Vielleiht schaffe ich es nächsten Monat auch einmal….

    • Frau Spätlese

      Das ist ein prima Tipp, danke! Dann kann ich das im nächsten Monat gleich an passender Stelle erwähnen. 🙂

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